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11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025
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Transkription 11. Folge vom 17. November 2025
Düngung als Verdauerung: Tiere, Bodenleben und Rhythmen 00:00:10
Ich möchte gerne einen wesentlichen Schritt weitergehen und zur Frage der Düngung kommen. Die Frage der Düngung ist natürlich immer verbunden mit der Frage der Fruchtfolge, der Vielfalt und der Bearbeitung. Wir haben am Samstag und am Freitag diese Bodenentwicklung mit Pflanzenentwicklung zusammen versucht. Wir sind an den Punkt gekommen, dass man sagt, da entwickelt sich die Pflanze und da ist das Stadium Schossen. Das passiert dann und dann und das kann man so und so fördern oder das hat die und die Probleme. Das reicht nicht, auch wenn man die ganze Pflanzenentwicklung hat. Es reicht nicht. Man braucht eigentlich diesen Zusammenhang, wie der Boden sich entwickelt und wie der Bestand sich entwickelt. Und wenn man das ein bisschen tiefer macht, dann merkt man, da gibt es eine spezifische Bodenentwicklung eines Weizenschlages. Da gibt es eine spezifische Bodenentwicklung eines Kartoffels oder wir haben Rote Beete gemacht. Und das ist nochmal ganz anders im Feldfutterbau. Kleegras, Luzernegras und das haben wir auch schon angeguckt und angesprochen und sind an diesen Punkt gekommen. Bodenruhe, Bodenruhe, Bodenruhe, Tiefwurzeln, Tiefwurzeln unter den A-Horizont runter und so weiter. Sodass wir gut sagen können, die eigentliche Entwicklung, das eigentliche Wesen dieser Kulturen ist wie in der Landwirtschaft alles miteinander verbunden.
Und jetzt muss man dazu bekommen, was wir vom Dünger schon gesehen haben und was ja zu tun hat mit dem Leben der Tiere. Wie kann man eigentlich die Tiere miteinbeziehen? Wie kann man die auch, nicht nur, dass man sagt, man braucht so und so viel GV und die sollen möglichst genügend Rohfaser haben und so. Und daraus mache ich dann 20 Prozent, nehme ich mit zu meinem Kompost und dann habe ich einen guten Kompost für meinen Gemüsebau. Sondern, dass ich eigentlich, das heißt eigentlich, dass ich wirklich mir bewusst bin, diese Tiere, nicht nur die Haustiere, die Tierheit insgesamt sind wie Mitarbeiter. Sind wie Teil der ganzen Sache. Die Tiere mit ihrem So-Sein ermöglichen eigentlich erst diesen Organismus.
Also ich bin heute, gestern Abend und heute Morgen sehr früh, habe ich mich beschäftigt mit den Collembolen, diesen Springschwänzen in der Bodenbiologie. Und ich bin nochmal wieder neu begeistert, wie Tiere eigentlich sein können. Die sind so bis zu drei Millimeter, vier Millimeter groß, die meisten sind so um ein Millimeter. Und die machen eine wunderbare Arbeit in diesem ganzen Bodenleben. Und sie können, und deshalb heißen sie so, solche Schläuche ausfahren. Die sind viel länger als sie selber und die sind durchsichtig, ganz fragile, ganz dünnhäutige Schläuche oder Organe. Und die legen sie auf den Boden und dann nehmen sie was auf oder scheiden etwas ein. Wie cool ist denn das? Also, dass dieses Tier sozusagen ganz eingeschlossen ist in diesem Feuchtigkeits-Lebenszusammenhang des Bodens. Dass der Boden, so wie wir ihn kennen, eigentlich in Bezug auf seine Feuchtigkeit einmal da als Tier erscheint. Merkt ihr, wie ich es jetzt umdrehe? Dass ich nicht mehr sage, da ist ein Tier, das ist da drinnen und so. Sondern eigentlich sind diese Fähigkeit dieser Collembolen, die zeigt eigentlich, Boden hat auch immer diese, in Bezug auf seine Feuchtigkeit, immer diese Qualität, dass es da eigentlich Organismen gibt, die diese Feuchtigkeit lenken, führen, gestalten, mit beeinflussen.
Also wegkommen von dem, hier ist das Tier und da sind die Bodenkörper und da wächst die Pflanze. Sondern wie ist es eigentlich ineinander verwoben, wie ist es eigentlich unglaublich weisheitsvoll miteinander so verbunden, dass man sagen kann, ne, das ist doch unglaublich. Alles, was diese bodenfeuchten Verhältnisse sind, ist wahnsinnig durchdrungen von einer Vielzahl, es gibt irgendwie in Deutschland 700 verschiedene Springschwänze in den Böden. Eine riesige Zahl von Arten, die da eine ganze Welt, ein ganzes Leben im Boden, was mit diesen feuchten Verhältnissen verbunden ist. Also mit dem Leben, was eben ein Tierleben ist und in den Boden hinein und aus dem Boden heraus mit Feuchtigkeit zusammenarbeiten.
Und damit haben wir eben das, was wir auch schon bei den Regenwürmern angesprochen haben, die können nicht, wenn es todtrocken wird. Die sind verbunden mit der Feuchtigkeit als das Elixier der Lebendigkeit. Wässrigkeit, Wasser ist eigentlich das Elixier, ist eigentlich die, das ist das fürs Leben. Immer denken, Feuchte ist die richtige Wässrigkeit, ist Ausdruck von, das Leben kann sich wie sesshaft werden, sagt der Steiner einmal. Das ist doch, ja, so muss man es eigentlich auffassen. Und diese Collembolen, sie sind jetzt wie Wesen gewordene Feuchtigkeitsbeeinflussung, Regulierung, Gestaltung im Lebendigen des Bodens. Ich habe das nur kurz, weil mich das heute Nacht irgendwie berührt hat, wie diese Tiere, wie die das machen. Also jetzt nicht die Einzelnen, heute untersucht man natürlich mit welchen Hormonen und welchen, was weiß ich. Mich interessiert eigentlich, von was ist das denn Ausdruck? Das ist die biodynamische Frage. Was ist eigentlich, was drückt sich dadurch aus, dass es so etwas gibt oder dass die aktiv sind? Wann sind die aktiv? Was machen die eigentlich so?
Okay, lassen wir die wieder zur Seite und gehen wieder zurück und kommen eigentlich an diesen Punkt. Wir haben ein bisschen schon verstanden, dass Tiere eben diese Fähigkeit haben, Spezialisten zu sein. Und das, was sie tun, sozusagen ganz im Hier und Jetzt, so wie wir es nie hinkriegen würden und ganz perfekt. Und dass sie gehen und kommen und mit anderen im Verhältnis und so weiter. Und jetzt gehen wir wieder zurück an unseren Wiederkäuer und haben vor uns, wie diese Fähigkeit mit den Mikroorganismen, mit diesem Wiederkäuen, mit diesem ganzen, ja, frei werden von Angst und irgendwie ständig unterwegs sein. Da kommen die Wölfe, da kommen irgendwie andere oder was weiß ich. In dieser Fluchtnummer zu sein, wirklich in der Obhut des Menschen über viele tausend Jahre, jetzt sich ganz auf diese Stoffwechselqualität konzentrieren können und da völlig drinnen aufgehen. Und völlig in diesem, was ist da aktuell in diesen Pflanzen anwesend an Gestaltungskraft? Und wie nehme ich die eigentlich wahr und wie habe ich eigentlich dazu ein Verhältnis, so dass da mit diesen Ausscheidungen etwas sozusagen weggeschenkt wird, was wie eine Verdichtung eines Traums, wie die Anwesenheit von dem, was da eigentlich wahrgenommen wird. Das wird verdauert. Und das ist eigentlich jetzt die Überschrift für die ganze nächste, nächstes Kapitel. Es geht eigentlich um Verdauerung. Wie bekommt etwas Dauer? Wie bekommen bestimmte Lebensempfindungs-Emotionsprozesse, wie bekommen die eigentlich eine Stetigkeit? Man könnte auch Stetigkeit sagen oder Prozess in der Zeit. Bei der Düngung ist die entscheidende biodynamische Frage eigentlich, wie kommen die Prozesse in eine Zeitlichkeit, die so ist, dass es eine gewisse Verdauerung des Lebens gibt.
Das Schafgarbenpräparat: Hüllen, Organe und die Verstetigung von Prozessen 00:10:10
Und da wollen wir heute ein bisschen einsteigen und wollen insbesondere ein biodynamisches Präparat, das Schafgarbenpräparat ein bisschen besprechen. Und ich will darauf hinweisen, dass das eigentlich jetzt etwas schon ist, was man ganz, wenn man es richtig gut verstehen will und im Kontext verstehen will und auch in der Weise, wie es erfunden oder entstanden oder entwickelt worden ist, da braucht man noch mehr dazu und was wir dann eigentlich in Ruhe im Februar machen oder im Jahreskurs. Aber ich dachte doch, es wäre gut, weil ihr habt jetzt schon mit dem Mist und mit dem Tier und mit dem Düngen und Warndünger und Kompost und so, da ist ja schon vieles jetzt gemacht worden. Und das wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass über die Düngerpräparate oder überhaupt über das Düngen gesprochen wird. Und insofern ist mir das irgendwie gekommen, dass das müsste eigentlich jetzt kommen. Und das will ich jetzt gerne machen.
Und da kann man ja jetzt sagen, die Düngung hat immer zu tun mit der Frage, da gibt es eine erste Stufe, da haben wir auch schon häufig darüber gesprochen. Da muss man einfach dafür sorgen, dass eine gewisse Grundlage da ist. Und die ist oft einseitig durch den langen Prozess der Erdentstehung und so weiter. Und das hat zum Beispiel zu tun mit dem Kalk oder das hat zum Beispiel zu tun mit dem Ton oder es hat zum Beispiel zu tun mit bestimmten Spurenelementen oder so, die ganz stark fehlen, wo man sich einfach darum kümmern muss, dass das in gewissen Mengen dahin kommt. Da muss man über die Mengen Bescheid wissen und so weiter. Aber es sind alles eigentlich Dinge, die hängen zusammen mit dem Gestein oder mineralischen Bestandteilen. Also man kann da zum Beispiel eben an den Kalk denken oder man kann denken an Basaltmehl oder, oder, oder.
Und ganz klar ist uns eine zweite Stufe ja schon, die immer zusammenhängt mit allem, was von den Pflanzen kommt. Und insbesondere eben mit der Wurzel. Die Wurzel, die eigentlich immer betrachtet werden muss als die Potenz von Düngung für die nächste und übernächste Kultur. Wie lerne ich eigentlich so zu gucken, dass ich in dem, wie es jetzt wächst und was ich jetzt ernte, die Wurzelbildung mitsehe, die im Jahr darauf zur Verfügung steht oder im übernächsten Jahr. Ganz wichtiger Punkt, ganz wichtiger Punkt bei aller Züchtung, ganz wichtiger Punkt auch für die Zukunft in Bezug auf den Klimabruch und die Zunahme der Wetterextreme. Wie kriegen wir eigentlich sozusagen ein Bewusstsein davon hin, wie Wurzelbildung, wann passiert die, wie kriegen wir sie verstärkt, wie kriegen wir sie verstetigt und so weiter. Das spielt nicht nur beim Getreide, wie ich das jetzt beim Getreide im Jahreslauf geschildert habe, eine Rolle, sondern denkt mal zum Beispiel an dieses Zusammenspiel von Kleegras und, also von Klee und Gras. Genial, super genial, oben in der obersten Bodenschicht ist Gras mit seinen wahnsinnigen Feinwurzeln. Ich kann den Acker klauen an den Graswurzeln, das geht mit dem Getreide nicht. Da habe ich das Getreide in der Hand, aber nicht den Acker. Wenn ich so ein bisschen steche, kann ich schon am Gras, mit dem Kleegras kann ich an dem Gras den Acker klauen. Ist jetzt ein blödes Bild. Ich will einfach nur darauf hinweisen, unendlich viele super feine Wurzeln oben. Und jetzt, dieser Klee, der hat gar nicht in der Zahl so wahnsinnig viele Wurzeln, aber die gehen tief und natürlich, die haben diese Knöllchen und so weiter und so weiter. Also das Zusammenspiel von der Feinwurzel und der etwas tiefer gehenden und so weiter. Und ich habe das kurz erwähnt mit dem Spitzwegerich, der jetzt noch unter den Klee drunter geht. Wie cool ist denn das, dass ich eigentlich anfange, nicht nur zu sagen, ich hätte gerne für die Kühe das richtige Protein und die richtige Rohfaser und Stärke und Energie und deshalb bitte die Gräser und der Schnittzeitpunkt, sondern dass ich jetzt anfange zu gucken, wie entsteht denn eigentlich unten wirklich richtig Wurzelmasse, dass ich diese zwei Jahre Futterbau als Aufbau habe, als Power, als Reserve für das, was ich dann mit Kartoffeln oder Rote Beete oder wie auch immer veranstalten will. Also nur, um an einer Stelle mal deutlich zu kriegen, was meine ich hier. Und das ist natürlich in Bezug auf das Düngen eine super zentrale Sache. Die meiste, massenmäßig meiste, kommt natürlich von dem Pflanzen.
Und von den Tieren haben wir dieses, was wir versucht haben schon bei dem Mist, was wir uns irgendwie, überall kann man das eigentlich finden, und das habe ich ja vorhin mit diesen Collembolen auch versucht deutlich zu machen, bei der Düngung ist dieses So-Sein des Tieres, dieses altdeutsche Wort Da-Leben. Ein Tier lebt sich da. Was lebt es denn da? Was heißt denn das? Das So-Sein, das völlig Es-So-Sein, wie es ist, und das in einer hohen, hohen Perfektion. Und das hat immer die Tendenz oder immer die Kraft, eine Eigenwelt zu bilden. Jedes Tier, jedes tierische Leben hat immer die Tendenz, wie eine emotionale Glocke, wie einen Raum zu bilden, aber in einer bestimmten Zeit nur, und so weiter. Und der Raum, den eine Biene, mit ihr ein Bienenvolk durchfliegt, das ist ein bestimmter Raum. Und der hat eine bestimmte Qualität, und so weiter. Ein Raum, den ein Regenwurm, und so weiter, emotionalisiert, könnte man sagen. Da ist etwas, was schon sehr mit dem Düngen zusammenhängt, wenn wir sagen, bei Düngen geht es eigentlich um die Fruchtbarkeitsverdauerung, um die Fruchtbarkeitsverstetigung. Und das heißt, hier spielt eine große Rolle, diese Fähigkeit, etwas in der Dauer zu halten oder zu bringen. Und diesen emotionalen Raum.
Ich bringe noch einmal ein Beispiel, weil das könnt ihr auch gut benutzen für Leute, die jetzt sagen, Biodynamiker sind Spinner. Nee, wir wissen ganz genau, der Vogel, der singt, macht die ganze Welt anders. Und wer mich dann so ein bisschen komisch anguckt, dem komme ich dann und sage dann, ja, wir wissen das seit dem Ende der 50er Jahre. Und das hat einen ganzen Riesenstaat auf der Welt völlig verrückt gemacht. Die USA und die Geschichte von Rachel Carson, die als erste gesagt hat, wenn wir das so weitermachen mit DDT wegen irgendeinem Insekt, was da angeblich die Bäume kaputt frisst, und alles mit Insektiziden bespritzen, vom Flugzeug aus, über alle Gärten, über alles weg, weil wir dieses Insekt da wegkriegen wollen. Dieser Kampf gegen die Natur. Das Insekt muss aussterben. Koste es, was es wolle. Wenn wir das so machen, dann werden wir keine Vögel mehr haben. Und da hat die USA die ganze Bevölkerung gesagt, nein, wir wollen weiter Vögel haben und das Problem muss irgendwie anders gelöst werden. Das ist die kürzestmögliche Zusammenfassung einer riesenlangen Story. Der stumme Frühling. Das war der Titel und das war der Beginn der Ökobewegung überhaupt. Das war nicht, weil wir wollen gesunde Nahrungsmittel haben. Das war nicht alles mögliche anderes, sondern zwar dieser Moment, zu einer gesunden Welt gehören der Gesang der Vögel. Wir können doch die Vögel nicht ausrotten. Und das muss man immer den Leuten erzählen, die so ein bisschen sagen, diese Biodynamiker, die sagen dann, das Getreide ist ein anderes, weil da Vögel drüber singen oder so. Die spinnen wohl. Nee, nee, das ist uns eigentlich als Gesellschaft längst klar. Man muss es nur mal so umkippen ins Extrem. Dann kapiert man es sofort.
Und eben wegkommen davon oder das überwinden, dass es darum geht, wir wollen nicht töten, wir wollen die Vögel nicht wegschaffen, sondern jetzt hinkommen zu dem, was muss man alles tun, damit es sich entwickelt, damit es produktiv wird, damit die Tiere diesen Beitrag leisten können. Und dann ist man plötzlich in so einer Welt und fängt an zu überlegen, was ist denn der Beitrag dieses, wie können wir das eigentlich einbauen, wie können wir eigentlich das verwenden, ich will jetzt nicht sagen benutzen, benutzen ist schon wieder so eng, wie können wir eigentlich das mit einbeziehen, was die tierische Qualität ist.
Und eben die nächste Stufe ist jetzt diese Frage, wie kann man Düngung aus allen Bereichen, wie kann man die sozusagen zu einer Information machen oder wie kann man eben Verstetigung erreichen. Wie kann man eigentlich erreichen, dass dieses Paket, was man da produzieren kann oder was man da herstellen kann, das Zusammenkommen von bestimmt Mineralischem, das Hinzunehmen alles dessen, was man irgendwie von den Pflanzen haben kann, das Durchgestalten, das Durchemotionalisieren von den Tieren, wie kann man das jetzt so hinkriegen, dass es sich möglichst auf diesem Standort in dieser Zeit verdauert. Ich sage es nochmal mit ganz anderen Worten und das wäre sozusagen ein Steiner Zitat fast wörtlich. Düngung heißt dem Boden verlebendigen. Und unter Lebendigkeit wird jetzt noch mehr aufgefasst, als das was wir bei Lebendigkeit so als Wachstum denken. Dauerhafte Fähigkeit sich zu verändern, sich mit den Bedingungen in Einklang zu bringen, sich zu befestigen an diesem Ort, das ist eigentlich Lebendigkeit präsent zu kriegen. Das ist eigentlich das Thema von Düngung.
Und auf dieser vierten Stufe, da fällt jetzt der Blick oder da ist jetzt dieser Vorschlag oder da kann man jetzt in so eine Richtung gehen, dass man sagt, wie kriegt man diese Informationen konzentriert, gehandelt, geführt, gestaltet, um in diese Verdauerungen zu kommen. Das Leben braucht Zeit. Die Rhythmen des Lebens, die sind eigentlich das Entscheidende, um diese Verdauerung hinzukriegen. Zeit ist viel wichtiger als nur Raum und Masse und Gewicht und Stoff. Es geht um die Prozesse, die die Stoffe gestalten. Und diese Prozesse müssen jetzt eben ankommen im Leben. Die müssen sich verbinden, die müssen eine Stetigkeit entwickeln. Das ist eigentlich der entscheidende Punkt.
Und das kennen wir sehr gut aus der Medizin. Wir wissen eigentlich, dass wir mit der allopathischen Medizin den Keim abtöten können, der jetzt da eine Entzündung hervorruft. Und wir können dankbar sein, dass es diese Medizin gibt, weil wahrscheinlich jeder von uns schon mal in einer Situation war, wo diese Erkrankung mit einem bestimmten Keim an einem bestimmten Organ in einer Weise überhandgenommen hat, dass man froh war, dass man diese Bombe zünden konnte. Einmal alles weg. Aber man schafft dann eben auch alles weg. Und jetzt fängt es eigentlich an, dass man anschließend wieder einen Aufbau des Mikrobioms oder der Bakterien und so weiter braucht. Also alles, was mit der klassischen heutigen Medizin, also dieser Wirkstoffmedizin zu tun hat, das ist die erste Ebene.
Aber wenn man sich jetzt darüber verständigen will, was kann eigentlich bei einem Menschen therapeutisch so wirken, dass er als jemand, der so ist, jetzt kann man zum Beispiel denken an die klassische Homöopathie, die diese Typentherapie hat, oder jemand, der an einem bestimmten Organ eine gewisse Stoffwechselschwäche hat oder eine Überstoffwechselaktivität. Wie kann eigentlich dieser Mensch jetzt harmonisiert werden? Das kann man mit einem Antibiotikum nicht erreichen. Wie kommt man eigentlich in diesen Prozess von dem Weghalten des Pathologischen hin zu dem Bilden von wirklicher Gesundheit? Das ist ja ein Prozess, der in der Zeit verläuft, der eine Dauer hat. Früher hat man ganz genau gewusst, nach einer schweren Infektionskrankheit oder so, Bettruhe und drei Wochen. Oder wenn jemand wirklich wochenlang krank war und das zum wiederholten Mal und schon mittleren Alters ist und lange gearbeitet hat, eine Kur. Und eine Kur brauchte eigentlich vier Wochen. War ganz klar. Dann ist er wirklich ein bisschen anderer Mensch. Und wenn er in diesen vier Wochen nicht nur irgendwie liegt und 20 Serien niederglotzt, sondern wirklich etwas Aufbauendes macht und sich fördert, indem er von innen heraus auch, so wie die Mediziner von außen und vielleicht Bäder usw. Jetzt wird er ein bisschen anders. Er hat die Chance, ein anderer zu werden und damit eine neue Gesundheit zu erreichen. Weil Gesundheit ist nicht da oder weg, sondern ist ein labiles Gleichgewicht, was ständig in der Zeit, in der biografischen Entwicklung usw. neu errungen werden muss.
Und genau da setzt diese Art von Düngung an. Da geht es nicht darum, dass ich heute was ausbringe und übermorgen kann ich messen den Effekt. Das kann gar nicht so sein. Bei den Kompostpräparaten z.B. oder bei allem, was man da in dieser Richtung macht, das kann vielleicht mal sein, dass man den Eindruck hat, ja, hier ist es fünf Grad weniger in der Hitzephase des Kompostes oder es geht schneller, diese Hitzephase oder so. Aber wirklich groß erwarten muss man da keine physisch, äußerlich messbaren Ergebnisse, sondern Prozess. Bei einer Typentherapie in der klassischen Homöopathie oder nach einer Kur oder so, da sagt man, ja, du siehst doch jetzt wirklich verändert aus, du siehst so gesund aus, du bist so fitter und so. Jetzt mess mal das. Versuch mal zu messen, warum der jetzt anders ist. Er scheint einem so und das ist auch so, aber soll man jetzt da die Faltentiefe messen, es sieht nicht mehr so gealtert aus oder so. Das ist ja Schwachsinn.
Also das ist eigentlich die Richtung, in der diese Dinge zu handhaben sind, zu betrachten sind und zu verstehen sind. Und da möchte ich ein bisschen das Beil jetzt schildern. Da hat man also die Idee, dass man einen Komposthaufen, einen Misthaufen, einen Düngerhaufen, dass man den jetzt da hat auf dem Boden und in gewisser Weise ist der Komposthaufen jetzt etwas, wo man sagen kann, hier ist der Boden und der Boden geht eigentlich so. Eigentlich ist der Boden im Komposthaufen eben etwas, was wie so ein bisschen eine Lebendigkeitsverpackung, Hülle, Einhüllung ist. Ich deute nur an, dass das ganz vieles ist, was da drin ist. Und jetzt ist eigentlich die Idee und jetzt will ich das ganz klar sagen, das ist jetzt wirklich so klar das erste Mal bei Steiner beschrieben, Landwirtschaftskurs, diese Strahlungskräfte von so einem Präparat. Jetzt bringe ich das da ein und jetzt wirkt es da herein, durchstrahlt es so. Und das ist vielleicht gar nicht tief, sondern ich glaube man kann es erkennen, die Farbe ist jetzt nicht ganz ideal, dass etwas wie ein homöopathisches Medikament, das nehme ich ein paar Mal und irgendwie ist jetzt meine Leber aktiver. Das sorgt dafür, dass die ganze Verdauung, dass die ganzen Prozesse irgendwie ein bisschen erfrischter, ein bisschen harmonisierter sind.
Und das kann man jetzt nicht mehr damit begründen, dass man sagt, da sind so und so viele Moleküle überall da, sondern da strahlt etwas, da ist ein informatives, was sich verbreitert und auch wieder abnimmt und wieder verschwindet, verfliegt, verdünnt. Aber eben ein paar Wochen vielleicht, idealerweise ein paar Monate. Und das kriegt man jetzt hin durch besondere Pflanzenorgane, wie in der Naturheilkunde, wie in der anthroposophischen Medizin. Häufig ist der Ausgangsstoff, Achtung, es ist ein Ausgangsstoff, es ist noch nicht das Medikament, es ist noch nicht das Präparat, sondern es ist die Ausgangssituation und die wird jetzt, wie man so sagt, pharmazeutisch in eine bestimmte Formulierung gebracht. Das ist ein merkwürdiges Wort, die Pharmazeuten sagen, ich formuliere diesen Pflanzenextrakt, diesen Pflanzenauszug so und so und bringe ihn in eine Salbe. Oder ich formuliere es so, dass es nachher eine Ampulle ist, die man spritzen kann.
Und hier ist jetzt eine Formulierung entwickeln so, dass man eigentlich etwas macht, was ganz allgemein lebendigkeitsmäßig ist, eben ein Rotteprozess. Weil es soll hier in einen Rotteprozess kommen. Das Entscheidende ist hier eine Rotte. Und Rotte ist ein allgemeiner landwirtschaftlicher, bodenkundlicher, ein allgemeiner Prozess. Diese Collembolen, diese Springschwänze, die machen auch nichts anderes, als dass sie ein Rotteprozess, was im Herbst runterfällt, das wird eigentlich das ganze Jahr über verdaut und in Humus überführt. Und das kann man Rotte nennen. Und darum geht es. Und das jetzt zu harmonisieren, zu einem Impuls zu geben, der diese Verdauerung erreicht.
Ausgangsstoff eine Pflanze. Und jetzt eben nicht irgendwas, sondern sehr genau gewählt. Weil ich eine Pflanze, wie jetzt hier die Schafgarbe, ein bisschen verstehe und das lesen kann und merken kann, aha, da ist etwas, was in ganz besonderer Weise wächst. Das ist nicht irgendeine Pflanze, sondern die hat diese wunderbaren, ganz, ganz feinen, mehrfach gefiederten Blättchen. Und diese feinen, gefiederten Blättchen, die sind da wie so eine Rosette über mehrere Jahre. Und die sind jetzt nicht an irgendeinem Ort, sondern dieser Ort zeichnet sich dadurch aus, dass es da ganz schön schlecht wächst, dass da gar nicht so richtig super Wachstum ist. Und dieses Wachstum, was da eigentlich fehlt, hängt zusammen mit dem, was man nennen kann den Kaliumprozess. Wo eigentlich etwas, was den Pflanzen Form gibt, Hautkraft, Schutz gegenüber, Austrocknen, was mit dem Kalium zusammenhängt oder Kaliumprozess ist, das kann die Pflanze da, wo die anderen das nicht mehr richtig können.
So würde ich die heute beschreiben. Ich würde sagen, die Schafgarbe ist die Spezialistin, eigentlich Haltung, Haut, Abschirmung, Sicherheit für das innere Leben zu ermöglichen. Das kann fast keine Pflanze so wie die Schafgarbe. Das ist eigentlich wirklich begeisternd. Das ist unglaublich, wenn man das mal verstanden hat. Die kann da diese wunderbare mehrjährige Rosette und dann diese wunderbare Blüte und das alles machen, wo das Kalium eigentlich fast nicht mehr vorhanden ist. Sie hat irgendwie diese Fähigkeiten, das neu aus dem ganzen Boden-Gesteinspaket in Lebendigkeit zu verwandeln.
Und dann gibt es den Hochsommer und da ist es die sechste Woche trocken. Die Wiese ist längst braun, alles ist braun drumherum und die Schafgarbe grinst einen noch dunkelgrüner an. Hey, Trockenheit, damit kann ich zurechtkommen. Ich habe es raus, wie man das mit dem Wasser löst, wie man das Leben in sich stabil macht. Und ich bin jemand, der ganz klassisch erst mal ein paar Jahre ... Die wurzelt erst mal so im Boden. Wenn man jetzt hier denkt, der Boden, hat sie diese Wurzel und dann hat sie das, ganz weit runter. Also ein Doppelpaket von Wurzeln. Ich weiß gar nicht, wann welche gebildet werden und so. Es ist hoch, hoch spannend. Und das habe ich alles und das kann ich alles und dann mache ich dieses wunderbar, ganz ordentlich. Und im Hochsommer, wenn man eben Blüte macht, nicht im Frühling, im März oder April oder im Oktober oder so wie so eine Herbstzeitlose oder sowas. Nein, ich bin ganz klassisch und ich wachse dann, wenn es Blütenzeit ist und das ist der Hochsommer. Und ich mache da eben diese Samen und diese Samen sind eben etwas auch schon von sich, mit diesem ätherischen Öl und so, Belebtes und Harmonisierendes. Und da kann man auch Medizin draus machen und so weiter.
Also eine Pflanze, die eine unglaubliche Fähigkeit hat, mit dem, ich sage mal, Pflanzenraum, Licht- und Dunkelraum, mit dem so umzugehen, dass ihr Sosein, ihr spezifisches Sein, sehr stabil ist, unglaublich dauerhaft, unglaublich so, dass sie irgendwann gehen kann, verschwinden kann, weil jetzt wächst dann doch da das Gras. Also das würde ich euch wünschen, so eine Beobachtung. Da braucht man ein paar Jahre, muss man auf einer Wiese mal ganz genau gucken und sich das immer wieder angucken. Da die Ecke drei Meter von dem Zaunpfosten und sieben Meter von dem Kirschbaum, da waren es so drei, vier Schafgarben, die guckt man sich Jahr für Jahr wieder an und plötzlich sind die dann immer weniger und dann merkt man, da ist richtig jetzt feste Wiese. Weil die Pflanze verstehen wir nicht aus dem nur, sie ist da und sie macht das, sondern die Pflanze ist ja das, was sie so ganz besonders macht. Sie ist total unegoistisch. Sie ist eigentlich immer dabei, etwas zu verwirklichen, damit es weitergehen kann, damit es anders werden kann. Es ist völliger Schwachsinn. Da kann ich mich echt aufregen, wenn man versucht Pflanzen zu verstehen und im Unterricht zu bringen und diesen Blöden, die hat nur die Information, ich will mich vermehren und ich will bleiben. Das löst es überhaupt nicht. Man hat nichts von Pflanzen verstanden. Pflanzen versteht man erst, wenn man das denken kann, dass es sozusagen eine Pflanzendecke der Erde gibt und dass sie kommen und gehen und das ist ja auch manchmal ganz merkwürdig. Da sieht man eine Pflanze jahrzehntelang nicht und dann plötzlich ist alles voll davon. Also das geht nach ganz anderen Gesetzen als diesem ich muss hier bleiben und sein und so diesen ganzen Darwinistischen anschauen. Ich will gar nichts gegen Darwin sagen, aber gegen die Darwinisten, weil das ist übertrieben. Es trifft die Sache einfach nicht.
Also wir haben diese besondere Pflanze, die etwas kann, was wirklich wie ein Muster ist oder wie ein Modell ist oder wo man einfach in die Knie gehen kann davor, weil man sagen kann, niemand kann so diesen Kaliumprozess verwirklichen, gerade da, wo es eben besonders schwer ist, wie diese Schafgarbe. Und jetzt nimmt man von ihr diese Blüten und jetzt bringt man die in den Kontext eines Innenraums. Diese ganze Präparation, diese ganze Herstellung dieser Informationsdünger, die geht über Hüllen. Und Hüllen sind etwas sehr Besonderes im Leben, weil Hüllen haben ein Innen und Außen. Und Innen und Außen bedeutet im Organismus und im Leben und im Rhythmus in der Zeit immer, dass etwas sich verkörpern kann. Um etwas in der Zeit dauerhaft in Erscheinung bringen zu können, braucht es die Qualität einer Haut. Und eine Haut ist immer die Trennung von einem Prozess nach innen und einer Wahrnehmung nach außen. Nie mehr vergessen, Haut, Organ ist immer Prozess nach innen, Stoffwechsel, wie auch immer, und Wahrnehmung, Kommunikation, Information nach außen. Das ist eigentlich immer dieses Wenn, eine Haut gebildet wird. Auch für den Organismus, wenn wir von landwirtschaftlichem Organismus reden, spielt das immer eine Rolle, dass man sich klar macht, das ist ja künstlich, das machen wir, da ist das Feld zu Ende, da ist die Wiese zu Ende, da ist die Hecke und so weiter. Und indem wir das so bewirtschaften, dass wir da immer so die Kreisläufe machen, entsteht etwas wie eine Haut. Und diese Haut ist natürlich nicht eine Mauer, eine Wand, sondern eine Haut. Und eine Haut ist durchlässig, aber die lässt eben Bestimmtes durch in beide Richtungen. Nach innen hat es immer den Charakter einen Stoffwechsel, einen Prozess aufrechtzuerhalten oder weiterzuentwickeln, zu fördern, wie auch immer, und nach außen in Beziehung zu treten. Man könnte auch sagen, Haut bedeutet nach außen Beziehung und nach innen Verstetigung von Stoffwechsel, von Prozess.
Und das benutzen wir jetzt permanent bei der Herstellung von diesen Informationsdüngern, und zwar nicht irgendeine Haut, man könnte da ja auch eine semipermeable Haut von irgendeiner Pflanze nehmen oder irgendwas, sondern jetzt benutzt man das von Tieren und man benutzt es da, wo es besonders der jeweilige Prozess auf einer zweiten oder auf einer neuen Stufe oder auf einer anderen Stufe durch die Tiere in den Tieren eine Rolle spielt. Und da hat man eben die Tiere, die besonders stark draußen in der Wahrnehmung sind, die besonders weit in der Wahrnehmung sind, die aber doch jetzt nicht Vögel sind oder doch jetzt nicht eine Schlange ist oder irgendwie so, sondern die ein Tier ist, was auch einen besonderen Stoffwechsel hat, was auch mit seinem Stoffwechsel in diesen Prozess der Bodenbildung mit hereinwirkt, weil da eben Rohfaser verarbeitet wird. Und das sind eben diese wahnsinnig wachen Tiere, die natürlich auch noch Wildtiere sind, wie die Hirsche.
Und da nimmt man jetzt eben diese Haut, die das Wahrnehmungsmäßige in das Innere übersetzt oder man könnte vielleicht sagen, die Wahrnehmungsbeziehung am stärksten verstoffwechselt. Und das ist immer dieser Prozess, der zu tun hat mit Niere und Blase. Einscheiden, ausscheiden, jetzt müsste man eine Extrastunde machen, wie Niere eigentlich geht und so, das schaffen wir jetzt nicht. Und diese Haut ist wie, diese Blasenhaut ist eigentlich wie die Verdichtung, wie das Übriggebliebene, wie die stärkste Verdichtung, wie das zu Organ gewordenem Wahrnehmen in Beziehung treten zu dieser Lichtwelt draußen. Und gleichzeitig aus dieser Wahrnehmung umsetzen in inneren Stoffwechsel, der auch wieder mit Abgrenzung zu tun hat und damit ist man wieder bei diesem Kaliumprozess, der gerade bei der Niere und Blase eine Riesenrolle spielt. Und jetzt schließt man das wieder an, an das große, große Thema Rhythmus.
Man benutzt Hüllen und man benutzt Rhythmen. Und zwar den Jahresrhythmus, den Sonnenrhythmus. Man muss sich an den Sonnenrhythmus orientieren und jetzt muss man sich immer vorstellen, was brauche ich, wo ist das Leben wann besonders stark, wann ist es über der Erde, wann ist es in der Erde, welchen Teil brauche ich davon und so weiter. Und dann ist es in den meisten Fällen eigentlich sofort klar, man braucht eigentlich den Rhythmus, wo die Erde, den Teil des Rhythmus, wo die Erde besonders aktiv ist in sich selber und das ist die Winterzeit und das ist im Boden. Und das benutzt man da auch und nimmt diese Schafgarbe, erntet die und bringt die in diese Hülle und bringt es dann in den Boden. Erst hängt man es raus, lässt es den Sommer über oder den zweiten Teil des Sommers in der Sonne und lädt sozusagen die nochmal, macht eigentlich nochmal, verstärkt eigentlich das, was hier passiert.
Das ist so unglaublich. Hier unten sind die Blätter noch so lang, da sind sie so und dann werden die immer kleiner, immer filigraner und dann kommt diese kleine Verästelung und das Ganze bildet diese unglaubliche Form. Die haben sich jetzt noch gekreuzt und trotzdem ist es so. Es ist eigentlich unglaublich, dass die trotz allem so eine Form haben. Das machen die alle. Alle haben immer dieses wunderschöne Schirmchen, was die so bilden. Das ist ja nur ein Ausdruck, diese Form. Wir müssen lernen, aus den Formen die Prozesse zu verstehen, die da passieren und dann ist das Wahnsinn. Man muss ja nur sich das genau anschauen in der Zeit und dann merkt man, hier hat sich etwas verdichtet, hier ist etwas festgeworden, hier ist etwas in eine Form geronnen und damit auch in einen Stoff, der was ganz Einmaliges ist und das benutzen wir da und bringen das jetzt in wieder einen neuen Prozess oder bringen das nochmal in Kontakt mit einem anderen Prozess, der eben nicht nur, das ist jetzt ganz gut, dass sie hier oben steht, in Wirklichkeit geht die Wurzel bis hier, aber es ist eben dieser Raum und natürlich die Sonne und so, aber es ist nicht der Raum von einem halben Kilometer, den der Hirsch überschaut und in dem er sich bewegt und so weiter. Oder die Hirschkuh.
Und jetzt hat man diese Blase und jetzt bringt man das Ganze in den Organismus, in den Boden, für den das nachher ist, für den diese Information dienlich sein soll, weil diese Information ist nicht nur die Schafgarben-Hirsch-Information, sondern die Information von hier. Und das wird es dadurch, dass es in diesem Hof eingegraben ist. Also man kann ja die Präparate auch woanders hinbringen und sie wirken trotzdem und so weiter, aber wir sind ja hier an dem Punkt, wo wir versuchen das Ideal zu verstehen oder das Wirkungsprinzip im Puren. Und da muss man schon sagen, sinnvoll ist das Vergraben da, wo die Präparate nachher auch wirken sollen. Und das ist schon ganz gut, wenn man die Schafgarbe nicht da vergräbt, wenn man jetzt denken würde, 400 Kilometer nördlich von hier im Sandboden. Das ist schon eine ganz, ganz andere Welt. Also dass sie diesen Bezug zu dem bekommen, wie die Verhältnisse sind, in denen sie nachher positiv wirken sollen.
Und jetzt eben die Winterzeit, wo die Kräfte, die im Boden im Winter sind, eigentlich dafür sorgen, dass Frühling passieren kann. Das klingt jetzt ganz banal, ist aber nicht banal. Lernen wir den Winter so denken, dass er die Verstetigung, die Aufladung, die Anpowerung von Kräften und von Energien ist, damit Frühjahr überhaupt geschehen kann. Frühjahr ist nicht dadurch da, dass die Sonne länger scheint und dass es warm wird, sondern dass vorher Winter war. Und Winter bedeutet eine gestaute, eine nicht sichtbare, eine Lebendigkeit, die veranlagt wird durch Kräfte. Wenn wir nicht als grobe Materialisten in der Welt rumrennen wollen, dann müssen wir kapieren, dass der Sommer eben das ist, was ich mit dem Getreide da versucht habe auszudrücken. Viel verloren geht nach oben. Klar, es geht nicht ganz verloren, es bleibt dann diese Ähre, wenn wir einen guten Getreidebau machen. Aber da unten wird es immer tot und toter. Und lernen wir kapieren, dass der Winter eigentlich ein Hereinziehen ist von Lebendigkeit, die wir zunächst nicht sehen, sondern wie eine Potenz, wie ein Aufstauen ist, was dann im Frühling diese wunderbaren Formen hervorbringen kann.
Und wenn man das mal gedenkt, dann ist sowas überhaupt nicht schwierig zu verstehen, warum wir gerade für diese Informationsdünger eben den Winter brauchen. Den Winterprozess als wie eine Aufladung, wie eine Konzentration, wie ein Anschoppungsmoment oder Phase oder Prozess, der uns dann möglich macht, mit diesen Düngern etwas zu bewirken. Und jetzt merkt man, die ganze Zeit braucht es unbedingt die Feuchte oder das Wasser. Man darf die niemals trocken werden lassen, diese Produkte, sondern die müssen immer in der richtigen Feuchte sein, weil sie Träger von empfindungsgeladener Lebendigkeit oder von Emotionalität sind, die auf das Lebendige wirken soll, weil sie das sind. Und wenn sie ganz trocken sind, dann ist das eigentlich vorbei, ist das rausgedunstet, dann ist das mal kurz wie so ein schöner Tee. Wenn ich den eine Weile koche und immer offen stehen lasse und kochen sozusagen hin und her gieße, dann habe ich das tolle Aroma im Raum, aber nicht mehr im Tee. Und jeder, der einen Tee von einer Pflanze macht, wo so ein Salbei oder so, der weiß ganz genau, es reichen 20 Sekunden, dass die Salbei-Kräuter da in dem heißen Wasser sind, und dann sieht man diese ätherischen Öle sogar da drauf. Und wenn man jetzt schön wartet und das noch 2 mal 10 Minuten wartet und hin und her schüttelt, dann ist es halt im Raum, aber das ist halt noch gefärbtes Wasser. Da macht man dann irgendwas drauf und dann verdunstet das und kondensiert wieder runter und so weiter, wenn man einen guten Kräutertee macht.
Also man muss einfach ein bisschen seine Intelligenz anschalten und ein bisschen genau wahrnehmen, dann ist sofort klar, wer jetzt diese Präparate herstellt und die dann trocken werden lässt. Das ist so wie den Tee, wo ich die ätherischen Öle erst mal verdunste. Also es kommt darauf an, dass man jetzt in einem sehr mühsamen Prozess, möglichst in so einem Kellerraum oder in einem feuchten, dunklen Raum, wo man eben wirklich Schutz hat, diese Sachen sozusagen nicht ihrer Energie verpuffen lässt, sondern dafür sorgt, dass die da bleibt. Man hat manchmal sogar den Eindruck, es ist so wie nochmal eine Verbesserung im Sinne dieser notwendigen Verstetigung. Man könnte sogar fast sagen, also da ist einerseits natürlich diese Wunderwelt der Pflanze, bis hin zu ihrer Blüte oder ihrem Samen, die ich da nehme. Da ist diese Wunderwelt des Hirschen mit den ganzen Innenprozessen bis hin zu der Blase. Und jetzt kommt diese Wunderwelt des Jahresrhythmuses, in den ich das alles reinpacke. Und jetzt ist eigentlich noch ein Verstetigungsprozess, und der ist eigentlich mit diesem Lagern, Pflegen, Humifizieren, Kühl, Feucht, dass sich diese Information wirklich verdichtet an dem bisschen Krümeligkeit, an dem bisschen Humus, der da ist. Und wenn das so ein schmierig, schwarzes, gut riechendes Zeug ist, dann habe ich immer den Eindruck, jetzt ist das wirklich gehalten. Jetzt ist es wirklich da dran, da drin, und fliegt mir nicht gleich davon. Weil der springende Punkt ist, wenn ich das jetzt hier reinbringe, ist das schon weg, oder ist da noch ein Viertel von da, oder ist das wirklich ganz da? Kann ich das da reinbringen, und kann das jetzt da seine Wirkung entfalten? Und diese Wirkung benutze ich jetzt mit dem ganzen Kompost zusammen, um den Pflanzen, die ich da anbauen will, den Salat und den Klee und die Rote Bete, ein bisschen etwas zu geben von dem, was die kann. Kann meine Rote Bete ein bisschen besser mit dem Kaliumprozess umgehen? Kann mein Boden so gepflegt werden, so informiert werden, so angeregt werden, dass er mit der Rote Bete zusammen diesen Kaliumprozess ein bisschen besser halten kann? Das ist eigentlich das Thema, und so weit wollte ich eigentlich kommen. Herzlichen Dank.
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