12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025

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Martin von Mackensen mit der 12. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 18. November 2025 vor den Azubis der biodynamischen Ausbildung in der Landbauschule Dottenfelderhof

+++ Stand 12. November 2025: Dieser Text ist eine automatische Transkription und muss noch von Hand überarbeitet werden. Du kannst hier gerne MitTun? +++

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Transkription 12. Folge vom 18. November 2025

Einleitung und Sammlung der Fragen 00:00:06

Sprecher 1: Ja, jetzt müssen wir endlich unsere Fragen dran nehmen. Ich würde vorschlagen, dass wir die einfach erst mal alle sammeln und ich sie irgendwie mit einer Notiz festhalte, dass wir so ein bisschen wissen, was gemeint ist, und ein bisschen ordnen können. Ich bin keine Antwortmaschine, ich kann sicher nicht alles beantworten, aber ich werde es versuchen. Da müsste man jetzt einfach starten, dürfte man jetzt einfach starten. Wer will schon mal seine Frage formulieren? Es ist alles natürlich erlaubt, aber insbesondere das, was wir im Grundkurs die ganze Zeit gemacht haben und wo wir ja auch immer mal wieder gesagt haben: Moment, aufschreiben, Zeit für Fragen.

Sprecher 2: Ja, das ist ein Krimi.

Sprecher 1: Das ist wahnsinnig spannend. Kann man eine ganze Stunde zu machen, weil wir dazu heute viel wissen. Ja, toll. Wie halten wir das mit einem Wort fest? Geschichte der Kuh oder Fütterung, Futter, Futterkuh. Ja. Und das trifft auch für die kleinen Wiederkäuer zu. Und so bei den Kamelen bin ich leider ... bitte mich nicht danach. Es ist wahnsinnig spannend. Da müsste man sich heute eigentlich auch viel mehr mit beschäftigen, aber da habe ich keine Ahnung. Ja.

Sprecher 2: Wir hatten, also du hattest hier ganz gut die verschiedenen Etappen durchgemacht, so von 1890 bis 1930. Da habe ich mir aufgeschrieben: Wissenschaftler und diese Stickstoffsynthese aus der Luft wurden zum militärischen Forschungsprojekt, und dann hast du ganz kurz angesprochen, die Landwirtschaft wird als Abnehmer von Stickstoff identifiziert. Von denen. War das nur so ein Randthema oder war das eine Ideologie, oder wie sind wir in diese Stickstoff-Sache rein?

Sprecher 1: Wir schreiben mal 1918 bis 1920 und Stickstoff und merken uns genau diese Frage. Wie ist das eine Ideologie? Warum eigentlich? Wie ist das genau passiert? Auch da kann ich wirklich was zu machen. Sehr gut. Tolle Frage. Und da war ich nicht. Das kann man noch besser sagen. Sicher viele Ecken, wo das irgendwie lückig war.

Sprecher 2: Moment.

Sprecher 1: Ja, sofort. Ja, dazu kann man natürlich ... das ist ja bestimmt, und da gibt es ganz wenig Untersuchung. Und wie müsste man das untersuchen? Schon da geht es los. Es ist ein bisschen peinlich, dass wir nach 100 Jahren so wenig für diese Sachen geeignete Forschungsformen haben. So sage ich es mal. Also da ist ganz viel, was man machen kann und was auch sinnvoll wäre zu fragen und zu probieren und zu gucken und zu ändern und so. Und das ist gar nicht einfach. Also da gescheite, saubere Forschung zu machen, die uns wirklich weiterhilft. Und ich rolle jetzt einen dicken Stein hier mitten in den Raum in eure Generation. Ich hoffe, ihr merkt es. Wahnsinnig spannend. Und wir sind ein bisschen dran gescheitert, unsere Generation. Also da ist schon ein bisschen was und da könnte man auch lange drüber erzählen und im Jahreskurs kommt da auch was. Aber so richtig befriedigend ist es überhaupt noch nicht. Und seit den 70er, 80er Jahren taucht das immer mehr auf. Wir brauchen eigentlich ein wirkliches Setting, mit dem wir diese Ebene der ganzen Präparate noch viel besser, wirklich schneller auch fassen. Aber es ist echt kompliziert und mehr lässt sich dazu jetzt gar nicht sagen. Da müsste man sozusagen nochmal von Neuem eine ganze Woche Grundlagen schaffen, damit diese Frage deutlicher wird. Das ist dann jenseits der Ausbildung. Reicht das? Die würde ich sozusagen damit leider nicht wirklich besser beantworten.

Frage zu Göbekli Tepe und der Lücke 00:05:38

Sprecher 2: In der ersten Stunde über Göbekli Tepe hast du ein bisschen beschrieben, dass wir davon ausgehen, dass die Menschen, die an Göbekli Tepe gearbeitet haben, noch nicht die domestizierten Tiere und Pflanzenarten hatten. Und dann hast du gesagt, ein paar Jahre später, um 45 Kilometer entfernt, taucht das dann auf. Und in meinem Kopf ist so eine Lücke dazwischen.

Sprecher 1: Und ich weiß nicht, ob das absolut ist, weil man eigentlich nichts dazu sagen kann, oder ob wir da ein bisschen einsteigen könnten, was eigentlich in dieser Zeit passiert ist. Ja, diese Lücke hat jeder akustisch gut verstanden. Mit diesem Göbekli Tepe taucht eben etwas auf, was alle wahnsinnig erstaunt. Fast 2000 Jahre dieses Riesenheiligtum, Palast, wie auch immer, Kultur, ohne Kulturpflanzen, ohne Haustiere. Und wie geht das überhaupt? Diese vielen Menschen, die da gearbeitet haben, wovon ernähren die sich? Ist es irgendwie so, dass Gruppen unterwegs sind und die dort vor Ort mitversorgen? Ist man nur monateweise da, wie auch immer? Riesige, riesige Fragen.

Und dann dieser Moment, das wird aktiv verschlossen. Das wird zugemacht am Ende dieser Periode, vor der nächsten. Und da ist wirklich ein Zeitraum, ja, das sind nicht ein paar Jahre, das sind ein paar Jahrhunderte, vielleicht auch 1200 Jahre, in denen irgendwie wissen wir noch nicht. Ich sage absichtlich noch nicht. Wir haben ein paar hundert Kilometer weiter südöstlich einen super interessanten Brunnen. Da finden wir unten Pollen von wildem Emmer und ein bisschen weiter oben ist er kultiviert. Brunnen sind immer wahnsinnig interessant, weil da fällt was rein und das bleibt da. Und unter Umständen ist es sogar, dadurch dass Wasser steht, ist es vor Sauerstoff geschützt und es verrottet nicht so schnell. Also ein super spannender Brunnen da, wo man wirklich eine Wildform hat und eine gewisse Länge, und ich kann die alle zuordnen in bestimmten Zeiten und so, da sieht man so einen gewissen Übergang und möglicherweise auch eine Kontinuität. An diesem Ort, da fehlt uns die noch. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das ist die große Blackbox, das ist die große Frage, was passiert denn?

Und für Klaus Schmidt, den sozusagen Finder dieses ersten großen Heiligtums, der sagt, da muss es eine Kontinuität geben, die er an den Formen findet, an den künstlerischen Gestaltungen beider Orte, Nevalı Çori und das Zweite da, es gibt noch ein Zweites und so, das kann man auch nachlesen. Der sagt, ja, da muss es eine Kontinuität geben, das sehe ich an den Gestaltungen. Mehr kann ich nicht sagen, im Moment sicher.

Und uns hat ja vor allem interessiert diese Frage: Wie muss im Menschen sich etwas geändert haben? Wie kann man eigentlich durch das Äußere auf das Innere schließen, weil wir auch Menschen sind und weil wir ein Gefühl haben für das, was da irgendwie wohl passiert sein kann. Und da ist für mich eben das Zentrale eigentlich diese Lust an der Aufrichtung. Eine ganze Generation lang hauen wir da so eine Stele aus dem Steinbruch und dann kommt es zu dieser Aufrichtung in diesem Kreis und irgendwie einer weiteren Nutzung, irgendetwas, was man damit macht, was wir bis heute noch nicht so richtig klar haben. Und eben dieses – oh Entschuldigung, das ist nicht gewünscht – diese Aufrichtung, dieses in den Kreis und eben damit Oben und Unten. Und das ist eigentlich Landwirtschaft. Ich interessiere mich für das, was oben ist und was unten ist. Und ich interessiere mich eigentlich nicht mehr für die Weite. Das kann man gar nicht genug betonen. Das scheint mir die Grundgeste der ganzen Sache zu sein. Und damit auch alle Probleme, die dann kommen mit dem Oben und Unten. Bin ich hier und nicht du? Du bist bitte da drüben. Und das ist mein Gott und du hast einen anderen, um Gottes Willen. Also alles das kommt dann. Aber ich glaube, das muss man sozusagen als zentrales Element, Motiv, Geste so verstehen. Mehr kann ich da eigentlich nicht sagen, leider. Ich bin bei den Ausgräbern so ein bisschen angeschlossen. Ich kriege da immer auch so die neuesten Ergebnisse. Und die fragen sich das natürlich auch. Die Frage der Kontinuität taucht jetzt so richtig auf. In fünf oder in zehn Jahren wird man da noch ganz andere Aussagen zu machen können. Es kommen eigentlich jährlich Sensationen aus beiden oder aus allen dreien von diesen Orten. Das Blöde ist, dass einer von den beiden Zweiten in diesem Stausee untergegangen ist. Und das war so eine Notausgrabung in den 90er, 80er Jahren. Das ist sehr blöd. Aber irgendwann wird man Tauchgeschichten machen, weil das so cool ist. Weil man das unbedingt rauskriegen will, was da eigentlich wirklich los ist. Andere Fragen.

Fragen zur Dreifelderwirtschaft und dem Mittelalter 00:11:39

Sprecher 2: Von mir ist noch eine Frage zur Dreifelderwirtschaft aufgekommen. Ob das sinnvoll wäre, diese Art der Bewirtschaftung etwas umgewandelt, aber so in dem Sinn heute anzuwenden. Wir haben uns die Fruchtfolge entwickelt. Aber wäre es nicht möglich, irgendwie sinnvoll zu wirtschaften in diesem System?

Sprecher 1: Da lässt sich einiges noch zu sagen heute. Das ist die Frage eigentlich.

Sprecher 2: Es ist ein Loch im Mittelalter. Da waren 400 Jahre später. Der Bauernaufstand würde mich interessieren. Und auch die Herrschaftsverhältnisse. Was sind die Abhängigkeiten? Wie entwickelt sich das? Wie entwickelt sich Landbesitz?

Sprecher 1: Das ist das eine.

Sprecher 2: Das andere ist, bis wann dieser Druck da war, in der Neuzeit die Erträge immer zu steigern. Ab wann? Ja.

Sprecher 1: Sehr gut. Wie fassen wir die erste Frage zusammen? Das ist die Frage nach dem Übergang von der mittelalterlichen Ordnung, wie die überhaupt war, zum Spätmittelalter, dann in die Neuzeit hinein. Wollen wir einfach mal 1200 bis 1700 machen. Oder bis 1750, 1780 habe ich gesagt. Circa 1200 bis 1780. Was ist da eigentlich los? Und das andere war dieses: Hat das irgendwann aufgehört mit diesem mehr, mehr, mehr? Was war da eigentlich so? Das hat ja nicht aufgehört. Der Bedarf dafür. Irgendwann gibt es ja eine Überproduktion. Ab wann? Super. Ja, das sind doch spannende Sachen. Da können wir anfangen.

Antwort: Geschichte der Fütterung und Domestikation 00:14:54

Sprecher 1: Ich würde versuchen, auch wieder mehr chronologisch vorzugehen. Und deshalb diese Frage nach der Fütterung und der Domestikation. Das würde ich mal als Erstes nehmen. Und vielleicht können wir da uns noch mal kurz besinnen. Noch mal kurz nach innen schauen. Dieses Zusammenkommen, dieses Zusammengehen des Rindes, der Ziege, des Rentiers, des Schafs mit dem Menschen. Wie ist das eigentlich? Wie geht das eigentlich? Und das ist super spannend, dass wir eben heute ganz im hohen Norden noch die Reste sehen, wie das wohl möglich angefangen hat. Am Beispiel der Rentiere. Und wir sehen eben große Herden, wo die Menschen temporär Tiere rausnehmen, eine kleine Herde bilden, die sie stark nutzen. Zum Teil dann auch schlachten, aber zum Teil auch wieder entlassen in die große Herde, um sich neue zu holen. Sie ziehen hinter der großen Herde her. Der Weisheit dieser Herde in dieser riesigen Landschaft, dem passen sich die Menschen einfach an. Und nehmen aber aus der großen Herde sozusagen eine Nutzungsherde. Die muss ziehen, die wird gemolken, die nehmen dabei auch ab, die werden zum Teil nicht mehr trächtig und so. Und dann gehen die wieder in die große Herde und man nimmt sich neue. Das ist so eine Halbdomestikation. Man ist noch ziehend, man ist nicht wirklich fest verortet. Und man ist bei diesen Tieren in so einem Hin und Her. Und das geht nur, weil die Tiere, die große Herde, ein wesentliches Kriterium der Domestikation schon erreicht hat. Nämlich, oder noch nicht verloren hat, wie auch immer, diese Angst, diese Scheu. Die müssen schon gefangen werden und so, aber das ist alles relativ stressarm. Das geht relativ gut. Sonst würde das Ganze gar nicht funktionieren.

Also auch in Afrika gibt es so ein bisschen solche Sachen, die in so eine Richtung zeigen. Und da sehen wir, dass diese Tiere zunächst ihren ganzen Futterinstinkt mitbringen. Und erst im Laufe von vielen Jahrhunderten verlieren die das zum Teil. Und wir haben vor 12, 15, 20 Jahren an der Domäne Frankenhausen in Nordhessen von dem damaligen biodynamischen Lehrstuhl aus Witzenhausen aus Selbstmedikationsfutterversuche gemacht. Da hat man also mühsam Kräuter angebaut, von denen man ausging, dass sie für die Kühe besonders gut sind. Daneben war die Weide. Irgendwann hat man das geöffnet und auf einer großen Länge konnten die auf ein paar Meter Kräuter. Und jetzt hat man sehr genau geguckt, was machen die da. Gibt es diesen Instinkt? Kriegt man das irgendwie klar? Die eine Kuh hat latent dieses oder jenes Problem und geht jetzt zu diesen Kräutern oder so. Und wie es so häufig ist in der Wissenschaft ist dabei herausgekommen: Das ist sowohl als auch. Manche Tiere mehr, manche weniger. Viele Kräuter ganz offensichtlich keine spezifische Erkennung, aber bei manchem wohl schon. Man kann nicht genau sagen, nein, das gibt es gar nicht mehr, diesen gesunden Instinkt, das zu finden, was mir gut tut. Und man kann auch nicht sagen, er ist noch da. Wir sehen natürlich bei den Wildtieren in erheblichem Maße das. Ganz hohem Maß. Und das ist irgendwie doch im Wesentlichen nicht mehr da. Und das ist auch verständlich, das muss jetzt der Mensch hinkriegen. Der Mensch muss dieses Tier mit sich mitnehmen in der Entwicklung. Er muss sich einlassen, er muss mit dem Tier mitgehen bei dessen Entwicklung. Das wird zu einer Entwicklungsgemeinschaft. Und da ist er nun der Kopf. Er muss das übernehmen, was der Instinkt des Tieres früher mal war. Und daran sieht man wieder diese brachiale Verantwortung. Wenn wir Haustiere haben und wenn wir mit Haustieren weiter in der Evolution gehen wollen, dann haben wir da eine wahnsinnige Verantwortung. Und die geht eben schon los bei dem, was wir ihnen zu fressen geben.

Und da sehen wir jetzt ungefähr 4.000, 3.500 vor Christus bis zu, ich sag mal, 800 vor Christus hier nördlich der Alpen Tiere, die wir ausgraben und die wir finden können, in Mooren. Also da stürzt irgendwie eine Kuh in den See und der verlandet immer weiter. Und dadurch wird die da konserviert. Und Tausende von Jahren später holen wir die da raus und wir können noch sagen, was in den Pansen ist. Weil die einfach so konserviert ... das ist eine unglaubliche Sache. Da geht wie so ein Fenster auf, wie bei so einem steingehauenen archäologischen Denkmal oder so. Das sind unglaubliche Sachen. Und da sehen wir sehr kleine Tiere, auffällig klein. Dann sehen wir Tiere, die sehr ähnlich sind irgendwie unserem heutigen Rind und doch ganz anders. Und zwar Blätterfresser. Kein einziger Halm Gras. Kein einziger Hinweis auf eine Wiese, wie wir sie kennen. Und offensichtlich bestand für die Menschen die Fütterung zunächst darin, dass sie Laubheu gemacht haben für den Winter. Und dass sie die Tiere eben in so einer offenen Waldwelt hatten. Und natürlich kam da auch ein bisschen Gras vor. Aber dass die Kuh vom Gras, vom Klee, vom Kraut lebt oder von der Luzerne, das ist seitdem. Das gehört nicht zum ersten Paket. Das gehört nicht zur ersten Situation. Und damit wird ein bisschen auch deutlich, warum das gar nicht so ganz einfach ist mit Gras und Klee und Kräutern. Und wie der Mensch da eigentlich zu fördern und zu unterstützen hätte. Und dass das gar nicht so ganz einfach ist.

Also es ist ein altes biodynamisches Ding, dass wir eigentlich sagen, wir brauchen nicht nur die Kräuter im Ackerfutter und in der Wiese, sondern wir brauchen auch das Laubheu für die Gesundheit der Tiere, für die nachhaltige Entwicklung, dass sie eben wirklich alt werden und leistungsfähig bleiben und so weiter. Und jetzt ist es interessant, dass Rudolf Steiner da in dem Landwirtschaftskurs 1924 das gar nicht so stark bringt. Er sagt einmal, ja, Sie wissen ja, die Sträucher und die Büsche, das lieben die Kühe so, dass sie alles wegfressen. Da bleibt ja nichts von übrig. Da müssen sie was tun, dass sie das auch haben. Aber was er sagt, ist nochmal interessant in dem Kontext. Er sagt: Bleiben Sie nicht bei Gras und Klee und Kräutern und Büschen und Sträuchern, sondern denken Sie daran, dass Sie das Wesen des Tieres verstehen müssen und dass Sie das Wesen der Futterpflanze verstehen müssen. Und dann merken Sie ein bisschen Wurzelfrucht. Also etwas, was wirklich Kultur ist, was gar nicht, nie hat eine wilde, ein Auerochse, ein Ur irgendwo eine Möhre oder eine Rübe finden können und schon gar nicht die irgendwie ausgegraben. Das ist alles, das ist null Natur. Das ist die Kultur.

Und es ist schon sehr interessant, dass der Steiner genau da drauf hinweist und sagt, passen Sie da auf, gucken Sie, dass Sie da ein bisschen für sorgen, genauso wie Sie dafür sorgen können, wenn Sie meinen, das wäre sinnvoll, dass Sie eben Früchte, und da hat er glaube ich hauptsächlich Getreide und Leinsamen im Auge, als den Gegenpol. Also er macht so etwas auf, was vielleicht auch bei der Petra Kühne schon angeklungen ist, dass es diese Welt der Blätter und Stängel gibt, und dass es aber dann die Weiterentwicklung hin zur Blüte Frucht gibt, das heißt Körner, sonstige Früchte, und dass es auf der anderen Seite die Entwicklung zur Frucht gibt, nach unten in den Boden hinein, das heißt also das Hypokotyl oder eben wirklich die Wurzel, wie bei der Möhre oder so, und dass das mit einzubeziehen sei. Er sagt im Prinzip: Sind Sie nicht dumm, kapieren Sie doch, dass die Pflanze mehr ist als Blatt und Stängel. Und jetzt verstehen Sie etwas von der Pflanze, indem Sie das oberste und das unterste mit betrachten und das fruchtbildende dabei, und verstehen Sie etwas vom Tier, und dann werden Sie schon selber sehen, dass Sie das gut miteinander verzahnen müssen, dass Sie eigentlich dem Tier ansehen müssen, wann braucht es etwas mehr Wurzelmäßiges, und dass Sie dem Tier ansehen können, wann braucht es etwas mehr, ich sag mal, fruchtmäßiges, kohlenhydratisches, sogar Öle, nicht Leinsamen, Ölpflanzen und so. Das ist eigentlich der Strom, in dem das Ganze drinnen steht.

Vielleicht so viel, hilft das ein bisschen? Da müsste ich mich erst vorbereiten, das kann ich nicht aus dem Ärmel schütteln. Man könnte da zwischen dieser lange zurückliegenden Zeit und heute viel Überfütterung auch aus der Literatur holen, aus Untersuchungen und so, da könnte man eine Geschichte der Fütterung des Rindes oder der Wiederkäuer machen, und da würde es natürlich viele Schlaufen und Extras und so geben. Ich habe das jetzt sehr verkürzt.

Vielleicht noch eine Sache, die ich vergessen habe. Das Wildtier, aus dem die Rinder eben entstanden sind, das Ur, ist ein Waldbewohner. Der lebt wirklich im Wald. Der ist Blatt- und Gesträuchfresser sozusagen. Und ist anders als Wisent und Bison. Wisent und Bison sind die Steppentiere, und die sind nicht Haustiere geworden. Das ist schon sehr tricky. Das habe ich auch bis heute nicht ganz verstanden. Der Mensch kommt ja aus der Savanne. Der Mensch ist eigentlich ganz aus diesem Grasland. Das ist eigentlich seine Welt, in der er Mensch geworden ist oder die er auch ein Stück weit mitnimmt und so. Aber diese Wiederkäuer, mit denen wir eben heute so eng leben und die so Haustiere geworden sind, die kommen nicht aus dieser Welt, aus dieser Graslandwelt, sondern eher eben aus der Gebirgs- und aus der wirklichen Waldwelt. So viel vielleicht. Das ist ein Rätsel. Kann ich mehr erstmal auch nicht zu sagen.

Sprecher 2: [Unverständlich]

Sprecher 1: Gerne laut. Achso, war Übersetzung. Alles gut. Können wir das damit vielleicht erstmal stehen lassen. Das könnten wir eigentlich ganz gut zusammenbinden.

Antwort: Das Innovationsdefizit im Mittelalter 00:28:01

Sprecher 1: Also das und das. Wenn wir jetzt auf diese Frage, was ist eigentlich das Hochmittelalter, das Spätmittelalter, die Neuzeit in der Landwirtschaft und so ... wenn wir da drauf schauen, dann ist es schon natürlich so, ich habe das ja ganz knapp und ganz brachial gemacht und habe gesagt, es passiert eigentlich so wenig. Das stimmt und das stimmt natürlich auch nicht. Und was passiert, ist oft in den kleinen Räumen, also den Gärten, die Kulturen, die Gemüse, die Weinberge, die Obstgeschichten, da passiert unheimlich viel in dieser Zeit. Ganz wenig passiert auf dem Acker. Das ist schon spannend. Und das, meine ich, hängt eben mit diesem Festhalten an der Dreifelderwirtschaft zusammen. Und eben diesem wahnsinnig geringen Bodenfruchtbarkeitsthema, weil das wiederum auch zusammenhängt mit der extrem schlechten Bodenbearbeitung und dem Nichtvorhandensein von genügend tierischem Dünger. Und dem nichtsystematischen Anbauen der Leguminosen.

Also da ist wie so eine Ecke ausgespart. Da ist wie so ein Teil der ganzen Landwirtschaft, der eigentliche Hemmschuh, das eigentlich Retardierende, das eigentlich Zurückgelassene, Zurückhaltende, nicht Weiterentwickelte: der Getreidebau im Acker. Und das war eben das Einzige. Darin liegt schon das erste Problem, dass man Ackerbau als gleichgesetzt hat mit Getreidebau und Dreifelderwirtschaft eben einmal Brache. Und ich habe selber hier ein Jahr Parzellenbrache gehabt und untersucht. Das hat uns damals Nmin-Entwicklung unter Getreide interessiert. Und wir wollten das vergleichen. Hatten wirklich systematisch in diesem Versuch auch eine Brache drin. Und das ist eigentlich echt erschütternd, wenn man das sieht. Wie wenig da eigentlich produziert wird. Wie wenig da wirklich Pflanzenmasse entsteht. Wie schlecht die Bewurzelung ist. Wie der Boden sofort sozusagen in so eine Ruhesituation kommt. Das kann man schon nach einem Jahr, sieht man das schon. Natürlich wächst da richtig Unkraut und das blüht auch. Und das würde auch aussamen, wenn man es nicht irgendwann abschneidet oder so. Aber man ist eigentlich erschrocken, wie schnell das in eine Art Abwärtsentwicklung geht. Einfach von der Massebildung.

Mit anderen Worten, andersrum formuliert: Durch Hacken, durch Striegeln, durch richtiges Säen, durch Vorkultur und so weiter und durch die richtige Sorte zum richtigen Zeitpunkt und so weiter, kriegen wir das Ganze so aktiviert im Ackerbau, dass das schon erstaunlich ist. Und ich kann natürlich gut verstehen, diese Menschen, die gesagt haben, wenn das Getreide doch wächst und wir was ernten und wir sozusagen dankbar sein müssen, dann muss da auch mal eine Ruhe oder was anderes kommen. Oder eben wie so eine Art Dank. Jetzt lassen wir das mal und jetzt ist das sozusagen Brache. Ja, das ist schon sehr erstaunlich, dass man so lange das gemacht hat.

Man hatte auf dem Acker schon auch noch ein bisschen andere Kulturen. Vor allem den Lein für die Kleidung, weil es ja keine Baumwolle gab. Man hatte sonst nur die Wolle. Und der Lein war eben, das ist schon eine ganz tolle Pflanze, auch gerade der Faserlein, der war eben in der Lage, mit sehr schlechten, mageren Standorten, doch eine ganze Menge vernünftige Faser zu erzeugen. Wahnsinnig viel Arbeit, wenn man dann weiß, was da alles noch hinten dran kommt nach dem Ernten. Der muss so gedarrt werden, da muss eine Art Fermentation passieren. Und dann muss das aufbereitet werden und erst dann hat man diese Fasern wirklich und dann geht das Ganze spinnen und verarbeiten los, bis man da einen gescheiten Leinfaden hat. Das ist eine irre Arbeit, also es ist unglaublich, dass man sich das mal klar macht. Und der Lein war eben oft da, wo es mit dem Getreide echt besonders mies war. Also auf den schwachen Standorten. Und da gab es eine schöne alte Regel: Man sät den Lein am 100. Tag im Jahr und erntet ihn am 200. Tag. Das stimmt heute nicht mehr für den Lein und für unsere Klimasituation und so, aber es war so eine alte Regel.

Das findet man alles in diesen alten Büchern, die ersten nach dem Mittelalter, wo eben dann relativ viel aufgeschrieben wurde, so 1750, 1720, auch schon 1600, gibt es eins, glaube ich, 1590 und so, geht das los. Die sogenannte Hausväterliteratur, wo eben Leute einfach, die so halb draußen stehen, Pastoren und so, die dann plötzlich aufschreiben, was man alles so macht für die Landwirtschaft. Weil das ist ja das Interessante auch bei uns, den Alltag, den schreibt man nicht auf. Man schreibt eigentlich immer das Besondere auf. Die Geschichte ist die Aneinanderreihung von gerade nicht dem, was normal und üblich war. Und es ist immer ein besonderer Trick, um eigentlich indirekt zu gucken, was war denn das Normale. Wollen wir denn die Schlacht so und so und der neue Staat oder der große Herrscher oder was auch immer, die Erfindung von XY und eigentlich würde uns ja interessieren, wie war es denn wirklich. Das ist gar nicht so ganz einfach.

Ja, und zu den Bauernaufständen muss man sagen, habe ich auch ein bisschen erwähnt, die hatten sehr wohl, gerade im süddeutschen Raum, auch im südöstlichen, also tschechischen heute, auch dann im österreichischen Raum und so, die hatten durchaus Ideen, wie eigentlich die Landwirtschaft eine neue Kultur hervorbringen könnte. Und das ist auf die brutalste Weise niedergeknüppelt worden, niedergetötet worden. Da sind wirklich viele Menschen umgekommen und ja, eigentlich eine sehr schreckliche Geschichte. Und man hat den Eindruck, es hätte auch eine Entwicklung geben können, die anschließt, die eine Modifikation, die eine Veränderung gewesen wäre von dem, was ich vorher geschildert habe, diese wirtschaftliche Dorfgemeinschaft. Das hätte sich weiterentwickeln können und das hätte sich sozusagen daraus auch eine neue Art von Kultur entwickeln können und das ist wie abgespalten. Und das ist auch gerade da besonders stark abgespalten worden, bewusst abgespalten worden. Man hat auf der einen Seite schon ab 1300, 1400 diese aufstrebenden Handelshäuser, die Fugger und so weiter, die Venedig mit diesem Osthandel, dann später die Hanse im norddeutschen Ostseeraum und so. Und das hat alles erst mal mit der Landwirtschaft gar nichts zu tun, sondern wenn, tut man landwirtschaftliche Produkte da handeln und teuer machen und so, und die Landwirte werden degradiert. Die Bauern sind sozusagen eigentlich schon wie heute die Blöden da in der Primärproduktion und die sind ja an ihre Scholle gekettet, da braucht man sich keine Sorge machen. Die haben Arbeit, die können nicht sich zusammenrotten und Aufstände proben. Da verhungert ja ihr Vieh so ungefähr nicht. Das war so die Haltung der Obrigkeit.

Und ja, das ist schon so. Und dann kam, das habe ich vielleicht gar nicht erzählt, dann kam schon Ende des Mittelalters eben das mit dem Schwarzpulver dazu, dass man für das Schwarzpulver den Salpeter braucht und den Salpeter aus den Ställen und aus den Balken der Stallungen geholt hat. Und man hat das nicht gehandelt mit den Bauern, man hat die Bauern das nicht selber machen lassen, sondern es gab Überfallkommandos, so würde man das heute sagen. Das war so wie GSG 9, so Überfalleinheiten, die waren geschützt durch die Obrigkeit vom Staat, vom König, vom Herzog oder wie auch immer, und die brachen sozusagen in ein Dorf ein und die durften alles machen. Wenn jemand hat sich denen entgegengesetzt, wurde man einfach niedergestreckt. Das wurde einfach getötet, weil die durften sozusagen Balken rausbrechen, Steine rausholen, dieses weiße Pulver, was sich da bildet als Kondensat aus den Abwässern und Dünsten der Tiere, das wollten die haben, daraus machten die eben Sprengstoff. Und diese Pulvermühlen hat man immer schön vor der Stadt gelassen, weil alle paar Jahrzehnte ging so eine Pulvermühle in die Luft. Das findet man auch heute in den Karten, wenn ihr so Karten guckt, irgendwo um die Städte rum, dann sind so kleine Vorörtchen, die heißen dann Pulvermühle. Und da wurde das verarbeitet. Und das bedeutet, eigentlich hat man zwischen dem Spätmittelalter und dieser frühen Neuzeit hat man der Landwirtschaft noch Stickstoff ständig weggenommen, um eben Sprengstoff zu haben. Schon eine spannende Sache, die Salpeterer, kann man eigentlich alles ganz gut nachlesen heute.

Ja, ich krieg das nicht besser beantwortet, was da eigentlich in dieser ... wie man das eigentlich, für mich ist das auch sehr rätselhaft, warum entwickelt sich alles so rasant und die Landwirtschaft so wenig. Das ist eigentlich das große Rätsel, was übrig bleibt. Und da muss man natürlich schon auch denken, aus der Landwirtschaft, fast alle Menschen waren noch irgendwie in der Landwirtschaft, selbst die Handwerker und die paar wenigen Wissenschaftler. Irgendwie die Tante, die Oma, der Sohn, die hatten ihren Garten, hatten ihre Landwirtschaft, da half man auch und so. Also alle hatten einen Bezug dazu, aber die Innovativen, die alles vorangebracht haben, die sind immer aus der Landwirtschaft gekommen und weggegangen aus der Landwirtschaft. Es blieb sozusagen derjenige übrig, der so ein bisschen verhockt war, auch innerlich. Die Innovativen, die was wollten, die irgendwie die Welt entdecken wollten, die neue Erfindungen machten, die Wissenschaft betrieben, die Künstler wurden, die Handwerker wurden, es ging immer raus aus der Landwirtschaft, immer weg. Das muss man sich gut klarmachen, das wirkt über Jahrhunderte natürlich brachial. Das ist ein ganz starker Aspekt dieser Innovationsfeindlichkeit, könnte man fast sagen.

Sorry, mehr kriege ich dazu so erst mal nicht hin. Es ist eine sehr spannende Frage. Teilweise kriegt man es durch die Literatur ganz gut, weil wir eben schon, ja, 16-, 1700 gibt es die ersten Bücher und Beschreibungen und ja, so viel vielleicht.

Antwort: Die Dreifelderwirtschaft und die Aufwärtsspirale 00:39:52

Sprecher 1: Vielleicht ist das mit der Dreifelderwirtschaft damit ein bisschen beantwortet. Ich glaube überhaupt nicht, dass man sozusagen mit Dreifelderwirtschaft heute irgendwie weiterkommt, sondern man muss das aufbrechen und man muss das verändern. Das macht hochgradig Sinn, reinen Getreidebau zu machen, ist wirklich Quatsch. Und im Grunde genommen ist natürlich, indem man sagt, zwei Jahre Getreide und dann ein Jahr was anderes, ist man ja schon am Start von einer neuen Fruchtfolge. Eigentlich ist das Entscheidende, dass man dieses mit der Brache verlässt. Das geht gar nicht, das können wir uns gar nicht leisten. Das ist verrückt. Das macht Bodenentwicklung auch zu Ende. Also das bringt keine Bodenentwicklung zustande. Das nächste Getreide dann nach der Brache ist auch überhaupt nicht toll und so. Und mit den heutigen Bodenbearbeitungsmöglichkeiten und so, das ist sehr anachronistisch. Und man fragt sich eigentlich, warum ist das nicht schon irgendwie, ich würde sagen, 1100, 1200 zu Ende gewesen? Das ist meine eigentliche Frage. Warum hat man das nicht durchschaut? Warum ist es so schwer gewesen, das zu überwinden? Ja, da bin ich ziemlich klar, Dreifelderwirtschaft ist sozusagen für die Zukunft keine Lösung. Keine Lösung.

Ja, ich hatte das erzählt, das ist die Einführung des Klees. Die Besömmerung der Brache. Das über Sommer, zunächst ein Jahr, etwas da einsäen, etwas da kultivieren, was plötzlich richtig Futter erzeugt. Und was richtig Schatten macht, was richtig Wurzelmasse erzeugt, was sogar Stickstoff bindet. Und damit habe ich auf einmal mehr Futter. Dann habe ich mehr Tiere, dann habe ich mehr Dünger, dann kann ich mehr Menschen ernähren. Und mit dem besseren Boden kann ich mehr Getreide erzeugen, obwohl ich kein neues Fruchtfolgeglied brauche. Das ist diese Aufwärtsspirale, die sozusagen unbewusst, unbekannt, ungewollt, einfach plötzlich eingesetzt hat, da ab 1780, die gar nicht gut in den Geschichtsbüchern und in der normalen Geschichte sozusagen präsent ist und die die Voraussetzung ist für das 19. Jahrhundert mit allem, was da kommt, dann an Industrialisierung und so weiter. Auch damit, dass im Wesentlichen sind ja die großen Aussiedlerströme aus Mitteleuropa nach Nordamerika und auch nach Südamerika und so, das ist ja nicht 1600 Schnickschnack, da waren das Einzelne. Die großen Ströme, wo wirklich viele Menschen hier weg sind und nach Amerika gegangen sind, das ist auch 19. Jahrhundert. Und das wäre auch nicht möglich gewesen, wenn sozusagen nicht die Landwirtschaft so viel erzeugt hätte, dass die Familien so viele Kinder großgezogen hätten. Also das ist alles dieser plötzliche Wandel, der da in der deutschen Klassik eigentlich beginnt.

Antwort: Der Stickstoff-Krimi im 20. Jahrhundert 00:43:16

Sprecher 1: So viel vielleicht dazu, und jetzt würden wir auf diese Fragen im 20. Jahrhundert schauen. Und da muss man vielleicht schon nochmal klar sagen, das habe ich vielleicht zu einseitig geschildert, die Einführung des mineralischen Stickstoffs, das ist kein Zufall, das ist nicht Glückssache oder so, dass man plötzlich sieht, oh das macht ja einen Mordspflanzenwachstumsschub, wenn man da Nitrat- und Ammoniumsalze düngt und so, sondern das wusste man, das war völlig klar. Deshalb hat man schon 1890, 1895, 1900, 1905 so wahnsinnig überall auf der Welt danach gesucht, wie kriegt man diesen Stickstoff billig irgendwie zusammen. Und es war völlig klar, das ist ein Zaubermittel in Bezug auf die Pflanzen, das lässt sozusagen krachen. Und man hatte es nur nicht, es war einfach nicht da.

Und man hatte nur diesen Guano von den Inseln im Südatlantik, wo eben sozusagen jahrhundertelang Vogelkot getrocknet war. Ihr müsst euch vorstellen, relativ trockene Inseln, auf denen die Vögel rasten und brüten und so und eben da ihre Kloake hinterlassen, die da eintrocknet. Und das hat sich gestapelt, das waren sozusagen abbauwürdige Mengen. Und das hat eine Düngerkraft wie sonst nur Hornmehl gehabt. Hornmehl, Blutmehl, das war in derselben Kategorie. Also bis zu um 10 Prozent Gesamtstickstoff. Und davon ist im ersten Jahr durchaus mal ein Drittel, ein Viertel verfügbar. Da kann man eben wirklich mit Eimern voll und so kann man schon in kleineren Flächen irrsinnige Effekte erzielen. Und diesen Guano, den hat man schon im 19. Jahrhundert hergeholt. Ich glaube, das beginnt 1820, 1840 so. Und der war dann aber auch relativ bald erschöpft. Das merkte man, das ist keine so ganz nachhaltige Geschichte.

Und dann hat man diesen Stickstoff gefunden in der Atacama-Wüste, Südmittelamerika, in diesem Dreieck Kolumbien, Peru, Bolivien. Und das war eben dieses Damoklesschwert für die Deutschen mit ihrem Militärwahn. Wenn die Alliierten, wenn unsere Gegner uns von diesem Stickstoff abschneiden, dann werden wir nach Kurzem keinen Sprengstoff mehr haben. Und das hat eigentlich diesen Trieb, diesen unglaublichen Entwicklungsschub, dieses militärisch durchgetunte Forschen und Entwickeln für dieses Haber-Bosch-Verfahren zustande gebracht. Und jetzt funktionierte das. Es kam zu dem Versailler Vertrag. Es war Hunger. Und jetzt wusste man doch, damit kann man so viel bewirken. Und hat eigentlich die Landwirtschaft als Verbraucher gesehen, entdeckt, um diesen Stickstoff jetzt zu produzieren und an den Mann zu bringen und damit etwas Gutes sozusagen, Gutes in Anführungsstrichen, zu machen.

Und man hat den Eindruck bei dem Steiner, dass er das sehr scharf durchschaut. Er sieht ganz klar, mit dem mineralischen Stickstoff werdet ihr die Pflanzen und die Böden kaputt machen und keine wirkliche Nahrungsproduktion in einem besseren Sinne hinkriegen. Also dass Nahrungsmittel auch Heilmittel sind, so wie der Paracelsus das ausdrückt. Der ist ja bei dem Steiner sehr präsent. Das scheint der Steiner sehr klar zu sehen, während er zum Beispiel beim Kalium ganz anderer Meinung ist. Da sagt er noch zwei, drei Jahre vor dem Landwirtschaftskurs in einem bestimmten Gut, wo ein Kaliummangelstandort ist und so: Ja, da muss man Kaliummagnesia düngen, aber man muss es mit einem Pflanzengift zusammen machen. Und das ist sozusagen eine einmalige Aktion, um diesen Boden irgendwie wieder in Gleichgewicht, in eine Harmonie zu bringen. Eigentlich kann der Boden das. Und drei Jahre später im Landwirtschaftskurs bringt er uns das alles nicht mehr, sagt er gar nichts dazu, sondern entwickelt an dieser Kalifrage jetzt dieses Schafgarbenpräparat. Das ist schon ein sehr spannender Prozess, den man da selber bei dem Steiner eigentlich studieren kann. Und von daher ist es sehr unterschiedlich zu bewerten, was mit dem Kalium, mit dem Phosphor und so ist, gegenüber dem Stickstoff.

Und bei dem Stickstoff ist er sozusagen sehr klar und das hat sich ja dann jetzt über 100 Jahre wirklich sehr deutlich bestätigt, man kann vollkommen ohne mineralischen Stickstoff Bodenfruchtbarkeit aufbauen und steigende Erträge mit guten Qualitäten haben. Und ist sogar in so einem Betrieb wie hier gar ... wir haben ja viele Probleme hier, aber ein Problem haben wir sicher nicht, und das ist Stickstoffmangel. Vielleicht mal im Gewächshaus unter ganz extremen Bedingungen oder so, aber auf den Flächen überhaupt gar nicht. Jetzt hat sich auch noch entwickelt, natürlich seit 100 Jahren hat das sehr stark zugenommen, noch die Emissionen, die aus der Luft kommen an Stickstoff. Es gibt sozusagen eine menschenerzeugte Stickstofffracht, die zugenommen hat. Auch das ist natürlich zu berücksichtigen.

Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, die mineralische Stickstoffdüngung ist der Anfang der Konventionalisierung der Landwirtschaft, weil der diese Folgen hat: die Pflanzen fallen um, die Pflanzen werden von Pilzen befallen, man düngt das Unkraut mit und die Insekten nehmen zu. Das sind eigentlich diese vier ganz wichtigen Punkte, an denen man kapiert, dass die ganze Agrarchemie ist die Folge der mineralischen Stickstoffwirtschaft. Das muss man gut verstehen. Das steht auch nicht so in den Büchern. Braucht man eigentlich ziemlich lange, um das so sauber rauszukriegen. Das ist aber ganz eindeutig so. Mit dem Stickstoff kommen diese ganzen Probleme, kommen natürlich die tollen Erträge.

Heute wissen wir noch etwas Neueres dazu, was eigentlich erst überhaupt so richtig entdeckt wird. Mit dem Stickstoff verschieben sich Gleichgewichte in den Pflanzen. Diese Gleichgewichte beziehen sich auch auf bestimmte Spurenelemente, Mineralien usw. Wir können heute davon ausgehen, dass all diese Substanzen, die wir vielleicht seit Jahrtausenden mit den Pflanzen aufnehmen, auf die wir angewiesen und eingestellt sind, dass das völlig aus dem Gleichgewicht gekommen ist, durch diese extreme Wucherung mit dem Stickstoff. Wahrscheinlich viele sekundäre Nährstoffe, die wir brauchen, und die gar nicht sekundär sind, sondern die nur in der Menge gering sind, dass da ganz große Verschiebungen sind und dass das vielleicht auch ein großes Problem ist für viele Erkrankungen und viele Probleme. Weil die eben nur in einer bestimmten Menge pro Quadratmeter, pro Boden, pro Pflanze und Jahr überhaupt in den Pflanzen aufgenommen werden können. Wenn der Stickstoff die Pflanzen besonders treibt, dann entsteht schon allein durch das Verhältnis eine völlig andere Situation. Und ganz offensichtlich scheinen die Pflanzen dann so anders zu wachsen, dass sie bestimmte Stoffe auch gar nicht richtig aufnehmen und manche auch sehr viel mehr. Es ist sozusagen, man steigt in eine neue Welt ein mit der extremen Stickstoffdüngung, wie man sie in den 20er Jahren eingeführt hat.

Aber man muss auch ehrlich und richtig sagen, das hat zunächst für sehr viel mehr Lebensmittel gesorgt und hat wirklich auch Hunger bekämpft. Muss man einfach ganz ehrlich sehen. Und heute kann man sagen, das hätte man auch anders erreichen können. Es hätte sicher länger gedauert. Eine Ökologisierung, eine Landwirtschaft, in der es keinen mineralischen Stickstoff gibt und die trotzdem die Weltbevölkerung sättigt, das ist ja sehr gut möglich. Aber dazu hätte es mehr Zeit gebraucht. Wir sehen eigentlich in der mineralischen Stickstoffdüngung diesen entscheidenden Umschwung in eine sehr künstliche Welt mit vielen neuen und unbekannten Problemen. Sowohl die Pflanze, als auch die Böden, als auch die Wasserwirtschaft, also die Luft ist alles nicht darauf eingestellt, dass der Stickstoff plötzlich so übermäßig viel da ist. Es war sozusagen evolutiv über viele Millionen von Jahren immer ein knappes Element. Es war immer, es wuchs immer, es lebte immer alles am Minimum des Stickstoffs entlang. Und das war in gewisser Weise gut so.

Und damit sind wir eben leider überhaupt noch nicht zu Ende mit diesem ganzen Stickstoffthema. Das wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen. Das wird auch bei euch nochmal ganz massiv eskalieren. Wenn man jetzt sieht, was in den Niederlanden zum Beispiel los ist, da ist das ja alles noch viel extremer als in Deutschland. Man hat diese extreme Tierhaltung dort auf einem kleinen Raum, hat sehr viel Futter aus anderen Ländern und hat eine unglaubliche Stickstoffüberfrachtung. Und man will diese Landwirtschaft dort wieder irgendwie in ein Gleichgewicht bringen. Das heißt noch längst nicht ökologisieren oder ohne mineralischen Stickstoff machen, aber man will das sozusagen runterfahren. Und da musste man als allererstes mal, ich habe einen Freund, der sitzt da in dieser Kommission der Regierung, die das irgendwie planen soll. Und die haben als erstes Mal rausgekriegt, naja, wenn wir das in fünf, acht Jahren machen wollen, wenn wir da wesentliche Schritte in so eine Richtung gehen wollen, dann sind da 25 Milliarden für so ein kleines Land wie Holland nötig, um überhaupt da erste Schritte zu machen. Und da müssen viele Betriebe so extensivieren, dass man gar nicht weiß, wie das dann gehen soll wirtschaftlich. Das heißt, es werden auch viele Betriebe dann aufhören. Diese Art von industrieller Landwirtschaft muss dann zu Ende gehen. Das sind also gravierende, das ist alles nicht zustande gekommen, sondern alles eigentlich nur Planspiele und die Grundwasserbelastung steigt weiter an usw.

Das sind alles gravierende Probleme, die unsere Generation nur in eure Generation verschiebt. Und das ist nicht nur, es bleibt nicht nur, sondern es wird eigentlich ständig noch schlimmer. Das muss man leider ganz ehrlich so sagen. Da ist noch ganz viel zu tun und da ist noch sehr viel, auch sozial und wirtschaftlich und gerechtigkeitsmäßig, da hängen da richtig, richtig brutale Fragen dran, weil es irgendwann einfach nicht mehr geht. Man kann nicht immer so sagen, ach irgendwie wird es weitergehen. Das ist schon sehr, sehr heftig, was da durch den Stickstoff passiert ist.

Und ich habe das dann schlecht dargestellt und sehr verkürzt. Mit dem Stickstoff kommt dann ungefähr ab den 50er Jahren und den dann erfundenen ganzen Pflanzenbehandlungsmitteln, das ist ja auch ein fieses Wort, Pflanzenschutzmittel, das klingt so schützen, so Naturschutz und Pflanzenschutz. Das dürfte man gar nicht in den Mund nehmen, dieses Wort, weil es ist eine Lüge. Das haben Leute extra erfunden, damit es schön klingt. Muss man sich ganz klar sein, es ist wirklich eine Lüge. Das sind Mittel, von denen wir überall wissen, dass sie immer schädlich sind. Sie haben immer Schaden verursacht und das wissen wir auch alle. Und man nennt sie aber Schutzmittel, Bodenstörungsmittel oder wie auch immer. Aber man dürfte das Wort gar nicht benutzen. Ich weiß, dass ich damit mir jetzt auch große Feinde mache, das ist schon so. Da gibt es heute eben immer noch eine riesige Lobby, eine riesige Industrie, die auch zu sehr unerfreulichen Mitteln greift, wenn man da frontal gegen angeht.

Und mir hat mal ein Politiker gesagt: Seien Sie vorsichtig, machen Sie es anders. Man muss eigentlich heute vom Plastikauto sprechen. Man muss der chemischen Industrie etwas Neues schenken. Dann wird sie vielleicht von der Landwirtschaft ablassen. Das fand ich interessant, deshalb ist es nicht meine. Das hat mir ein Politiker gesagt. Wenn Sie da was bewegen wollen, müssen Sie ganz anders vorgehen. Ja, also auch da ist sozusagen die letzten 50 Jahre ganz wenig passiert. Man weiß ganz viel und tut fast nichts. Das ist leider, muss ich leider hier so sagen, das ist furchtbar und sehr, sehr unschön. Jedenfalls hat man ungefähr mit den 50er Jahren die Möglichkeit gehabt, Betriebe nicht mehr als Betriebe zu handhaben, sondern als Industriekomplexe, weil man alle sogenannten Produktionsmittel, eben insbesondere die mineralische Düngung, von außen zuführen konnte. Und damit geht das ganze Problem eben erst so richtig los. Vorher ist es anfänglich, aber es kriegt sozusagen eine Zehnerpotenz, wird es alles schwieriger und drastischer mit dem Zerschlagen des landwirtschaftlichen Gemischbetriebes.

Man muss gar nicht alles irgendwie zu Biodynamik umstellen und vielleicht ist auch gar nichts die ganze Welt sozusagen übermorgen ökologisch zu bewirtschaften. Aber man müsste eben ganz klar sagen, Förderungen und Zukunft hat nur das, wo Viehhaltung und Ackerbau, Gemüsebau und Obst irgendwie, wo man das versucht zu einer Einheit zu machen und das eine nicht Abfall ist und das andere als Dünger dann von irgendwo kommen muss, die flächengebundene Viehhaltung. Das ist eigentlich ein Zauberwort, was man ganz groß schreiben müsste, was überall in Diskussionen immer wieder kommen ist, weil das kann jedes Schulkind verstehen. Das ist eine ganz einfache Sache, indem wir eine Landwirtschaft machen, die gesund ist, kommt auf einmal ein Maß in die Ernährung, was ist eigentlich gesund und es kommt ein Maß in die Umwelt, in die Umweltbelastung und damit entsteht eine neue Richtung. Das wäre der niederschwelligste Umschwung, den ich glaube, der notwendig wäre.

Und es ist interessant, dass wenige Jahre nachdem man sozusagen die Landwirtschaft als Industrieproduktionsform entwickelt hat, dass sofort dann der Überfluss da war. Und wir ja heute an ganz vielen Stellen einfach Verteilungsprobleme haben, die dann auch noch fieserweise hergeholt werden als Argumentation, ja, wir müssen doch die Welt ernähren. Lasst euch davon nicht beeindrucken. Ihr müsst dazu wirklich mal was lesen, ihr müsst euch damit wirklich kundig machen und dann könnt ihr Leuten, die damit kommen, ganz klar sagen, nein, das ist gar nicht das Problem. Das Problem ist ein Verteilungsproblem. Das Problem ist ein Abfallproblem. Wir erzeugen über 30 Prozent unserer Lebensmittel für den Abfall, die noch riesige Kosten verursachen, riesige Probleme machen. Also ich bin gerade jetzt vor zwei Wochen bei der Landesregierung gewesen, da war der Versuch, wie könnte man das mit dieser Abfallwirtschaft irgendwie ein bisschen besser hinkriegen und man sieht eigentlich, es ist fast, keiner weiß, wie man es eigentlich besser machen soll. Das ist so fatal. Wir haben diese Kompostwerke, wir haben die Komposttonnen vor den Häusern und die Leute schmeißen da den normalen Müll rein, den kompostierbaren tun sie in die andere Tonne. Also das Bewusstsein ist asymptotisch gegen Null.

Ja, für die Probleme, die wir eigentlich, die jedes Schulkind, ein Erstklässler kapiert das alles. Das ist alles keine Schwierigkeit. Wir müssen handeln und es sind ein paar unbequeme Griffe im Haushalt jeden Tag und schon ist so viel veränderbar. Also ihr merkt, es regt mich jetzt langsam auf. Ich komme jetzt in Wallung, das will ich gar nicht. Ich meine aber eben, man kann nicht bei einer liebevollen, netten Betrachtung der Geschichte bis heute stehen bleiben, sondern man muss sich immer fragen, wie kann es denn überhaupt besser werden? Und da taucht eben auf, nur der Einzelne, nur die Zusprache der Verantwortung. Du bist mit drin. Du sollst nicht reguliert werden, sondern du sollst erkennen und selber handeln. Und ich glaube, dass alle diese Höfe, diese wenigen Höfe, diese doch sehr anderen Höfe, die nie geplant waren, nie hat sich jemand im 20. Jahrhundert denken können, dass diese verrückten Ökos überdauern werden.

Also hier hat man 1968 angefangen, ein zweites Mal biodynamisch zu wirtschaften und da haben die Leute gesagt, also es wird in fünf Jahren, werden die nichts mehr ernten, das wird gar nicht mehr gehen. Und als es dann doch irgendwie ging, ja, die düngen halt nachts. Und als das dann irgendwie, ja, dann hat man, das ist schon so, ist unsere Welt leider, dann hat man gesagt, ja, da gibt es Gruppensex. Die machen so, da kannst du, wenn du mal wirklich, bei Vollmond und so. Dann kam das. Damit man bloß nicht an den Punkt kommt zu sagen, da könnte doch irgendwie was dran sein.

Ja, also diese wenigen Höfe, wie können sie eigentlich eben diese Aufgabe mit übernehmen? Nicht nur gescheite Nahrungsmittel zu erzeugen, nicht nur eine vernünftige Tierhaltung, einen guten Pflanzenbau zu machen, eine fruchtbare Böden zu erzeugen, sondern Menschen zu zeigen, es geht auch anders. Nicht nur zu reden, sondern die einzubeziehen, die mitmachen zu lassen, immer wieder neue Formen entdecken. Wir werden nur gute Landwirtschaft da machen können, wo Menschen das wollen, aus der Gesellschaft. Und wir sind gleichzeitig die Möglichkeit für die Gesellschaft, dass sich wirklich was verändert.

Also insofern ist dieser Beruf, und das ist das Tolle, was ich euch an dieser Stelle als Abschluss sagen möchte, auch gleichzeitig eben wirklich ein Einlösen einer Revolution. Die Gesellschaft wartet dringend darauf, es ist ihr nur an vielen Stellen gar nicht klar, dass sich wirklich was ändert. Und das fängt bei unseren Grundbedürfnissen an, beim Ernähren, beim Bewegen, bei den ganz normalen Dingen des Lebens, die so eng mit der Landwirtschaft zusammenhängen oder zusammenhängen können, dass sie für uns als Menschheit gesundend wirken und für Boden, Pflanze und Tier.

Ja, das wäre eigentlich ein guter Abschluss. Eine schöne Pause.

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