3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025

Aus BiodynWiki

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9

| zurück zu Martin von Mackensen |

Martin von Mackensen mit der 3. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 6. November 2025 vor den Azubis der biodynamischen Ausbildung in der Landbauschule Dottenfelderhof

+++ Stand 12. November 2025: Dieser Text ist eine automatische Transkription und muss noch von Hand überarbeitet werden. Du kannst hier gerne MitTun? +++

Folge 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14

Transkription 3. Folge vom 6. November 2025

Einleitung und Fortsetzung der Betrachtung 00:00:20

Warten wir noch einen Moment. Sind alle da? Weiß jemand von jemandem, der noch gleich kommt? Dann können wir doch starten. Ja, einen wunderschönen guten Morgen auch nochmal an die, die jetzt nicht mit draußen waren, die, wo wir uns noch nicht gesehen haben. Und wir wollen fortsetzen unsere Betrachtung, wie eigentlich die Landwirtschaft geworden ist, zu dem, was sie heute ist, und natürlich auch zu dem, wo sie vielleicht hinkommen sollte in Zukunft.

Rückblick Stufe 2: Die persische Kultur (Gut und Böse) 00:01:01

Und das im Zusammenhang mit der menschlichen Bewusstseinsentwicklung. Oder man könnte auch sagen, wie das äußere Geschichtliche eigentlich nur verständlich wird aus dem Blick nach innen, in den Menschen, in das Geistige, in das Begriffliche, in das Ideelle des Menschen und in seine Änderungen. Und wir sind gestern an diesem Punkt gewesen, dass wir diese zweite große Entwicklungsstufe ins Auge gefasst haben. Und ich habe gesagt, ja, man könnte es die iranische oder die persische nennen oder so. Das kommt gar nicht auf den Namen drauf an, sondern auf diese Frage, welche innere Haltung, welche innere Beziehung hat der Mensch zu sich und zum anderen Menschen und zur Welt, zur Naturwelt.

Und diese Beziehung ist auf dieser zweiten Stufe dadurch gekennzeichnet, dass es sozusagen eine Möglichkeit gibt, das Fortentwickeln, das Voranschreiten zu fördern oder daraus zurückzugehen und sozusagen eigentlich wieder hinter diese Stufe zu fallen, überhaupt sich zu verorten, überhaupt in Landwirtschaft reingehen zu wollen. Und das ist für diese ganze Epoche das Entscheidende. Es gibt sozusagen immer Plus und Minus, Gut und Böse, Hell und Dunkel. Das ist sozusagen die Mythologie, das ist die innere Haltung, das ist dasjenige, woran man es eigentlich gut verstehen kann, was auch überliefert ist in tausend verschiedenen Variationen. Es gibt einen Gott, der zieht sozusagen nach vorne und der fördert die Entwicklung, und ein anderer, der zieht in eine dunklere Entwicklung, in eine davon sich Ablösende, von dem Guten sich Ablösende. So wird es aufgefasst.

Stufe 3: Die statischen Stromkulturen (Ägypten) 00:03:18

Und das ändert sich nun sehr mit der nächsten Epoche. Und diese nächste Epoche ist uns nun schon viel, viel näher, vielleicht sogar gefährlich nah, diese Kultur der Ströme, der Landwirtschaft an den ganz großen Strömen. Das kann man im fruchtbaren Halbmond eben an dem Zweistromland Euphrat und Tigris im Unterlauf oder eben an dem Nil studieren. Man kann es in den anderen Bereichen, also in den anderen Wawilow-Zentren, in den anderen Ecken der Welt auch studieren, auch an den großen Strömen. Da bin ich aber nicht wirklich fit genug und da ist es auch noch mal ein bisschen anders. Aber ich will nur darauf hinweisen, das ist nicht nur da so.

Und wie kann man das charakterisieren, was da jetzt passiert? Das Wichtige ist, es fängt mit einem großen Knall an. Es ist sozusagen innerhalb weniger Jahre alles da. Und dann bleibt es jahrtausende lang. In Ägypten haben wir eine Situation, dass fast 3000 Jahre ganz, ganz vieles bleibt. Da wird plötzlich mal aus dem Vielgötterhimmel der Eingötterhimmel und dann wird das auch mit einer großen Revolution wieder zurückgedreht und so. Aber äußerlich, landwirtschaftlich, baumäßig, ernährungsmäßig bleibt ganz, ganz vieles 3000 Jahre sehr, sehr ähnlich. Und es entsteht nicht in einem Prozess über Jahrhunderte, sondern es macht einmal bumm und plötzlich sind diese Menschen da, vertreiben die anderen oder haben die anderen irgendwie mit integriert, die da vorher waren. Und es entsteht in kurzer Zeit ein wahnsinnig statisches, dauerfunktionierendes Gebilde. Ein Staatssystem, ein Landwirtschaftssystem, ein Kultursystem, ein geistiges Verstehen der Welt über uns und unter uns, ein, ja, auch im Bezug auf den Rest der Welt, ein Verstehen von dem, was die anderen sozusagen sind. Alles das bleibt sehr, sehr statisch, sehr, sehr ähnlich.

Die totale Kunstwelt: Bewässerungstechnik und Vermessung 00:05:44

Und jetzt ist das Merkwürdige, dass der Mensch an dieser Stelle in eine Welt eintritt, die eine totale Kunstwelt ist. Man muss sich das gut klar machen. Das sind beides Standorte, wo man normalerweise von dem, was von oben kommt und wie es so ist, sagen würde, landwirtschaftlich geh mal lieber weiter nach Norden, geh mal lieber weiter nach Westen, wo es irgendwie wirklich regnet. Also es ist wirklich eine Kunstwelt. Und ganz offensichtlich hat die Menschheit in diesem Moment dieses Interesse, diesen Wunsch, diese Intention und auch die Meinung, sie kann das, und sie stellt uns das ja unter Beweis über diese viele Jahrtausende dauernde Kultur, alles künstlich zu machen. Sogar eben das, was von oben normalerweise freiwillig kommt.

Man muss sich das gut klar machen. Wir haben heute an diesen Standorten zum Teil unter 100 Millimeter Jahresniederschlag. Das heißt so viel, es macht eigentlich ab und zu mal zisch und verdunstet gleich wieder, und alle fünf, acht Jahre kommt ein furchtbares, überschwemmungsartiges Riesenereignis und dann ist die Wüste mal grün für ein paar Wochen und dann ist sie wieder braun und dann war es das wieder. Und da geht man hin und baut eben an so einem Strom eine Landwirtschaft, wo man alles gleich auf die Bewässerungstechnik setzt. Und diese Bewässerungstechnik ist in zweierlei Hinsicht wahnsinnig genial. Das erste ist, dass man das überhaupt hinkriegt zu vermessen. Es wird eine Vermessungskunst, eine Vermessungswissenschaft, eine Vermessungswissenschaftsmathematik entwickelt, mit der das möglich ist. Und das zweite ist, dass man für diese Bewässerung eben nutzt, mit dieser Bewässerung nutzt, dass der Fluss sozusagen nicht nur das Wasser als Träger des Lebens, Ermöglicher des Lebens da hinbringt, sondern gleich noch den Dünger mit.

Der Nilschlamm und die Lösung des Versalzungsproblems 00:08:09

Der berühmte Nilschlamm, der heute leider alles im Assuan-Stausee verbleibt, dieser, ja dieser, wir haben heute morgen einen tonigen Boden in der Hand gehabt, der relativ humos war, und jetzt stellt euch das vor mit 90, 95 Prozent Organik. Das ist sozusagen der Riesenüberschuss aus der Regenwaldsphäre Afrikas. Den dieser Fluss einfach da nach Norden spült. Aus dem Schwarzen Nil, aus dem Weißen Nil und so weiter. Da könnte man jetzt lange drüber erzählen, wie diese Welt ist, in der dieser Überfluss entsteht. Ein Regenwald, ein üppiges Leben, und irgendwie bringt dieser Fluss ständig aus diesen Gebieten etwas mit Richtung Meer, was scheinbar dort auch gar nicht fehlt danach. Das ist so üppig, das kann so viel Neues an fruchtbarer Bodengrundlage ständig entstehen lassen, dass das gar nicht so problematisch ist, dass da mit diesen großen Flüssen viel wegfließt.

Und das macht man sich zunutze. Man nimmt nicht nur das Wasser, sondern man nimmt diese organische Substanz, dieser Lebensrest. Das ist zum Teil ja kaum lange humifiziert. Also das sind pflanzliche Reste, die gerade so zu Schlamm verdaut sind und dann irgendwo auf so einem kleinen Fäldchen landen. Und damit ist verbunden ein großes Problem, wenn man stark organisch düngt und ständig beregnet oder befeuchtet oder berieselt, also in einem Schwemmland eine Technik, wo man mit Überschwemmung arbeitet. Dann gibt es Versalzung. Und das wird es in Ägypten wahrscheinlich nach 50, 80 Jahren schon gegeben haben. Und es ist jetzt sehr, sehr typisch für diese Kultur, was macht man? Man kriegt auch dieses Problem in den Griff. Man löst die Dinge, bis man es irgendwie kann, bis man es irgendwie hinkriegt. Und dann sind sie für immer klar und dann wird es auch immer so gemacht.

Das Entwässerungssystem und der Begriff Arid/Humid 00:10:51

Man hat nämlich ein Kanalsystem, mit dem man die Felder befeuchtet. Und das muss man sich schon vorstellen, ist unglaublich weisheitsvoll und pfiffig, weil dazu müssen die Felder wirklich topfeben sein. Rundherum muss es ein bisschen höher sein. Und man hat eine ganz bestimmte Zeit, da lässt man das Wasser rein und dann ist es überall halbwegs gleichmäßig da. Und wenn da drei, vier Zentimeter Wasser drauf sind, zack, zu machen und das nächste Feld. Und jetzt versickert das da langsam und ist für zwei, drei Wochen feucht. Und allein das hinzukriegen ist irre.

Aber jetzt hat man etwas weiteres entwickelt, wo man wieder ein Wassersystem, ein viel tieferes. Und dieses tiefe Grabensystem, das wird nur alle ein bis zwei Generationen aktiviert. Sonst ist es wahrscheinlich Bewuchs mit Sträuchern und wahrscheinlich auch mit Pflanzen, die genutzt werden. Und diese Gräben, die sonst wie tot sind, also die sonst nicht als Gräben funktionieren, die dienen jetzt auf einmal, einmal pro Generation, sagen wir alle 30 bis 50 Jahre, dazu, dass man das Feld jetzt nicht mit zwei, drei, vier Zentimetern bewässert, sondern mit 30 Zentimetern. Und jetzt wäscht sich das da rein, und jetzt kommen an den Rändern diese Gräben, die sonst immer zu sind, zum Einsatz und führen diese austretende Brühe wieder zurück in den Fluss.

Man hat also ein System entwickelt, um alle 30, 50 Jahre die Böden auszuwaschen und die Versalzung, die ein Prozess ist, der Erdalkali-Salze nach oben in die Verdunstung zieht und die dann irgendwann den Anbau bestimmter Kulturen unmöglich machen, um die wieder loszuwerden. Man hat also, jetzt sage ich es nochmal, dasselbe in einer anderen Weise. Arid und Humid, das kennt ihr, oder? Wieder zwei Stichworte für unser Glossar. Arider Standort ist der Standort, wo es im Durchschnitt immer weniger regnet, als es verdunstet. Arid ist auf der Welt überall da, wo keine Grundwasserbildung stattfindet und wo immer Versalzungsprobleme da sind. Und Humid ist da, wo es immer mehr regnet, als es verdunstet. Das heißt, es entsteht Grundwasser und es entsteht zum Beispiel Versalzung überhaupt nicht, weil alles nach unten verlagert wird und das kann ein Problem werden. Und in aller Regel hat man natürlich eine Mischung. Wie ist das bei uns? Im Sommer gibt es keine Verlagerung nach unten. Im Sommer ist sozusagen so und so viele Monate, so und so viele Tage, so und so viele Wochen ist es arid, und von Herbst bis Frühjahr ist es humid. Und jetzt kann man sagen, das, wie viele Tage und was ist mehr, und dann kann man sagen, semi-arides Klima, semi-humides Klima, so kann man das dann noch ein bisschen durchdeklinieren.

Die seelische Haltung: Die Liebe zur Klarheit und Hierarchie 00:14:13

Zwei ganz wichtige Begriffe, die man einfach haben muss. Und jetzt sind wir hier mit Landwirtschaft in einem Klima, wo es 100 Prozent arid ist. Und das geht, wenn man dann Wasser zur Verfügung hat, nur wenige Jahrzehnte. Sonst sind die Böden versalzen. Und das haben die da 2900, würde ich mal sagen, vielleicht 920, 930 schon gelöst. 2900 vor Christus. 2980 sind sie überhaupt erst da so gekommen und schon nach ein, zwei Generationen hatten sie es klar und haben das auch gemacht. Das muss man so machen, sonst geht es nicht.

Unglaublich, ich habe einen wahnsinnigen Respekt davor, überhaupt das zu erkennen, geschweige denn nachher, dieses sozusagen 1500 Kilometer ist dieses Kulturland an dem Fluss entlang. Das ist nicht irgendwie ein Dorf oder fünf Dörfer. Das ist eine Ewigkeit. Und überall wird das systematisch gemacht. Diese Kunstdinge wirklich systematisch so durchzuziehen. Das ist das Typische.

Wir kommen jetzt zu der seelischen Haltung, zu dem Inneren. Wenn wir heute mit einem solchen Menschen zu tun hätten, wie würden wir den beschreiben in seiner Art und Weise, wie er die Welt sieht, wie er sich sieht, wie er den anderen Menschen sieht, wie er alles macht. Und da ist sozusagen ganz klar, ganz viel klar, das liebt der Ägypter. Und er fühlt sich wohl in diesem Klarsein. Und es ist vollkommen egal, wo er steht in dieser ganzen Hierarchie. Alles ist durchgeklärt, bis zum allerletzten. Und es ist sogar geklärt, wie der Mensch mit den Tieren umzugehen hat. Also es geht sozusagen über den Mensch hinaus. Die Hierarchie ist extrem und darum geht es überhaupt nicht darum, kann ich aufsteigen oder wie kann ich den schlechten Vorsitzenden endlich loswerden oder wie auch immer. Das interessiert den gar nicht. Und er lebt gerne da, wo er ist. Aber es ist alles klar.

Und diese Klarheit kommt nicht von Menschen, sondern die kommt von Menschen, weil Götter in ihnen diese Klarheit erzeugen. Du sagst mir, was ich zu tun habe, und das darin äußert sich etwas Göttliches. Das ist überhaupt nicht die Frage, ob du dir das ausgedacht hast und ob das vielleicht anders sein könnte oder so. Sondern ich bin froh, dass der Gott mir durch dich sagt, was ich zu tun habe. Und das macht auch alles Sinn. Es geht alles, passt alles. Da kann man leben.

Die unsichtbare Welt der Ordnung und der Erfolg des Systems 00:17:05

Und der Ägypter hat sich nicht nur für diese Art von Zugang zur Welt interessiert. Das war nicht die einzige Art. Sondern die andere war, dass er ein Bild, eine Vorstellung, eine Mythologie, einen großen Kanon hatte von allem, was man nicht sieht. Es waren nicht irgendwie die Götter, die durch sie mir gesagt haben, was ich zu tun habe. Sondern es war zu einer ganz bestimmten Uhrzeit, weil morgen sind es wieder andere und morgen ist schon wieder alles anders. Jetzt ist der Mond und die Sonne in dem, und jetzt in dieser Woche ist immer das. Und an dem Tag kommt jetzt dieser Befehl. Und das ist richtig.

Also es ist sozusagen eingebettet in eine riesige Welt, die auch wieder Klarheit schafft, aber die wir alle nicht sehen. Wo wir alle sagen, oh Gott, ist das kompliziert. Deshalb bis heute, die Ägyptologen knabbern heute noch daran, wie genau die aufgebaut ist, diese Welt. Weil die wahnsinnig kompliziert ist. Aber alles hat seinen Platz. Alles ist klar. Alles ist richtig. Alles funktioniert so. Und bloß nicht dran rütteln. Das macht nur Schwierigkeiten. Man kommt gar nicht auf die Idee, das irgendwie anders zu wollen oder anders zu sehen. Und genauso natürlich die Feste im Jahreslauf. Genauso die Tätigkeiten. Alles hat seine Ordnung.

Und aus dieser Ordnung heraus entsteht eben diese Art von Landwirtschaft mit einem wahnsinnigen Erfolg. Die Erträge, die Dauerfruchtbarkeit, die Vielfalt, die Ernährungssicherheit. Ist also wahnsinnig. Unglaublich, wie das möglich war, dass so eine Kultur entstanden ist. Und das Einzige, wo man heute sagen kann, was sie eben nicht nachhaltig konnte, war die Düngung. Und dazu hatte sie den Fluss. Gedüngt wurde eigentlich mit einer Landschaft, die 3000 Kilometer weg ist.

Bildanalyse: Die innere Haltung in der ägyptischen Kunst 00:19:17

Ja, und jetzt habe ich euch für die Haltung, da will ich eigentlich gar nicht weiter viel reden, sondern, wenn wir das gerade mal verteilen, dass jeder da eins kriegt, ein Bild mitgebracht, was einem eigentlich natürlich viel schöner ist, so einfach und simpel schwarz-weiß fotokopiert. Das ist zart, farbig und es ist natürlich in einem bestimmten Kontext, auf einer bestimmten Wand mit drüber und drunter und rechts und links. Aber ich habe das jetzt einfach so rausgenommen aus dem Ganzen, weil ich glaube, es spricht trotzdem für sich. Es ist quasi eine Wandmalerei. Ja, es ist eine Wandmalerei und es ist aus der mittleren ägyptischen Periode. Wir wollen ja gar nicht jetzt ägyptische Geschichte wirklich machen, sondern wir wollen das einfach als Beispiel für die innere Haltung und für das Umgehen mit Landwirtschaft, mit Pflanze und Tier, wollen wir das ein bisschen analysieren.

Vielleicht können wir es erst mal genau beschreiben. Was fällt da auf? Was sehen wir da? Einfach kleine Details so zusammen. Wir holen erst mal einfach zusammen kurze Einzelheiten, die einem auffallen, die irgendwie interessant sind oder die wichtig sind oder die das ausmachen, zusammentragen bitte.

Balance.

Da gibt es eine Balance. Weiter, das nächste.

Ich finde es spannend, wie die Füße, also perspektivisch der Körper von dem Tier ist vor dem Mensch, aber die Füße sind hinter den Füßen vom Mensch und das verschränkt.

Verschränkte Füße. Könnte jetzt jemand auch mitschreiben, dass man diese Begriffe, die jetzt zusammenkommen, dass wir die haben, dass die nicht verloren gehen, oder das kann sich jeder in seinem Buch schreiben, wie er wollt. Weiter, was fällt noch auf?

Wahnsinnig aufrecht, sehr gut.

Unglaublich, schreitend. Das ist, mehr geht nicht. Also da so alleine so stehen ist irgendwie, aber so, das ist also, das ist zwischen unten und oben ein unglaubliches Gleichgewicht. Weiter.

Wahnsinn, nicht? Das ist eigentlich fast Teil des Menschen. Das ist eine unglaubliche Einheit zwischen Tier und Mensch. Und das drückt vielleicht auch diese verschränkte Fußsituation aus, aber auch überhaupt. Das Tier ist nicht aus Angst oder mit Bändern oder mit Ketten oder irgendwie da gebunden, sondern dieses Tier scheint sich gerade da besonders wohl zu fühlen. Und für diesen Menschen hat das auch was ganz Selbstverständliches. Toll, sehr gut.

Dieses Tablett, das ist prall gefüllt, als ob es schon überläuft. Und das Tier sieht auch sehr wohl genährt aus.

Toll, super. Da gibt es einen Überschuss, oder zumindest eine Fülle. Cool, und das ist abgebildet. Das kann man aus dem Bild rausholen, da muss ich nicht drüber erzählen, alles war gut und die konnten satt werden und das war alles klar, sondern das Bild spricht das von A bis Z. Was ist denn das für ein Teil? Toll mit dem Tablett, sehr gut. Was ist denn auf dem Tablett?

Könnten Früchte sein? Es könnten auch Brote sein.

Es wird wohl eher das Zweite gedacht, aber das ist auch gar nicht so wichtig. Für uns ist es vielleicht schon interessant, es ist sozusagen die Brotfrucht oder die Weiterverarbeitung von dem Getreide zum Grundnahrungsmittel, das ist nämlich da alles schon da in Ägypten. Und wie wird denn das dargetragen? Was ist denn das für eine Geste?

Demütig.

Demütig, okay, ja.

Opfergabe, uiuiui.

Habt ihr gemerkt, er ist in einem ganz sakralen Gebiet gewesen. Ich halte ihn jetzt gar nicht für einen Religionswissenschaftler oder so. Das würde ich auch sagen, sofort da. Und ich will nur, dass wir uns reflektieren, das Sakrale, das Heilige, die Betonung des Besonderen, das vielleicht wie Opfer oder so, das springt einem entgegen. Da kommt man gar nicht drum rum. Also es geht da nicht um den Transport von A nach B. Bringen Sie bitte den Korb Brote schnell ins Restaurant oder so, das ist hier nicht gemalt. Oder zum Kunden oder so. Was noch?

Publikum: Das Auge von den Menschen ist sehr groß.

Martin von Mackensen: Das Auge ist sehr groß. Ja, kein Wohl. Was fällt auf, wenn man, es dürften auch Details oder das Ganze, alles möglich, da gibt es noch vieles.

Publikum: Es fällt nach der Gesichtsausdruckung der Tiere auf, die sind sehr gutmütig.

Martin von Mackensen: Ja, auch das Tier ist nicht nur wohlgenährt, sondern scheint wohlempfindend zu sein. Wir sprechen heute vom Tierwohl. Das können wir here sagen, das Tier ist im 100% Tierwohl. Das macht irgendwie einen guten Eindruck. Das ist nicht gejagt, gescheucht, verängstigt, irgendwie so, sondern das scheint sich da sehr wohl zu fühlen.

Publikum: Trotzdem breite Schultern und sieht stark aus.

Martin von Mackensen: Hallo, das ist doch spannend, oder? Der ist schön ästhetisch, der hat keinen dicken Bauch oder so und trotzdem nicht schwach. Ist der typisch männlich, typisch weiblich? Eigentlich fast androgyn. Also das ist überhaupt nicht die Betonung hier, das Geschlechtliche. Also einen schönen rauschenden Bart irgendwie mit Zöpfchen. Hätten wir ja alles machen können. Nein, das ist gar nicht das Thema hier. Das allgemein Menschliche wird hier irgendwie angesprochen. Ich weiß nicht, ob das an der Kopie liegt, aber irgendwie ein Punkt. Die aus den Menschen und aus den Tieren so ein bisschen rauswandern. Liegt das an der Kopie? Ja, ich glaube, das ist ein Kopierproblem. Aber nein. Auch dass oben dieser Brotkorb oder dieses Tablett mit den Früchten oder wie wir es auch ausdrücken wollen, dass das so anders erscheint, darauf da nicht so lange dran festhängen. Das ist die Art der Darstellung. Hat jemand abgezeichnet und dann... Ja, also es ist... Nehmt es nicht zu genau. Man hätte jetzt, auch wenn wir mehr Zeit gehabt hätten und ihr schöne alle Buntstifte hättet oder so, da hätten wir auch erstmal so eine Viertelstunde das nachmalen und kolorieren können. Da kommt einem nämlich noch ein bisschen mehr entgegen, als wenn man es nur so anguckt. Wenn man mit den Händen was nachzeichnet, fallen einem noch ganz andere Sachen ein. Also wenn ihr mal Lust habt und Zeit habt, hängt es euch irgendwo hin und zeichnet es einfach mal ab. Das ist schon interessant. Da kriegt man noch mehr mit.

Interpretation: Statik, Harmonie und die Zufriedenheit im Sein 00:28:19

Also vielleicht können wir es auch schon stehen lassen. Hier wird deutlich, dass der Mensch und das, was er von den Pflanzen erzeugt, und das, wie er mit den Tieren zusammen ist, in einer großen Harmonie, Fülle, Befriedigung, Sicherheit... Wie kann ich das sagen? ...Ruhe passiert. Das ist nicht humorvoll. Das ist etwas, was der ägyptischen Kultur völlig abgeht. Humor kennen die eigentlich gar nicht. Es ist nicht irgendwie sprunghaft und sportlich, das geht der Kultur auch ab. Alles ist immer wie statisch. Die ganze Kunst hat immer den Charakter, so ist es. Also nicht Bewegung und nicht Humor. Das kann man sagen, das fehlt vielleicht.

Aber als Ganzes wirkt es wahnsinnig ästhetisch und wahnsinnig besonnen ruhig und fast wie so ein inneres Sinnbild, Meditationsbild für eine friedvolle Welt. Mit der Kunstwelt der Pflanzen, die hier gar nicht gemalt sind, sondern einfach nur das Produkt. Und mit dem Tier. Und von dem Tier ist jetzt auch gar nicht deutlich, dass man was von ihm hat oder so. Das scheint da gar nicht wichtig zu sein. Sondern das Wichtige ist das Zusammensein, das Ganzesein, das Ein-Ganzes-Werden.

Und was man vielleicht auch noch aus dem Ästhetischen oder aus dem, wie die Darstellung ist, sagen kann, was ihr jetzt noch nicht erwähnt habt, aber was jeder sofort sehen wird, das Brot ist genau auf der Höhe des Kopfes. Und wenn ich mir etwas so vorstelle, dann habe ich sozusagen eine solche Beziehung. Wenn es schon hier ist, ist es so. Das kann ich jetzt von A nach B tragen oder habe ich hochgehoben und ist jetzt hier oder so. Und wenn ich etwas dahin tue, ist es auch ganz anders. Also diese frontal auf Augenhöhe, sagen wir so schön, das muss man vielleicht auch noch sehen. Und deshalb kommt man auf so ein Ding, das ist eigentlich, der trägt das nicht nur jetzt in die Bude, wo es jetzt verkauft wird oder so, sondern das hat eigentlich was Verehrungsartiges, ist da mit drin.

Und damit sind wir an einem Punkt, der, glaube ich, ganz, ganz wichtig ist, um diese ganze ägyptische Kultur zu verstehen. Man ist froh, auf der Erde zu sein. Man lebt jeden Tag mit einem inneren Genuss und einer inneren Befriedigung. Und man ist eigentlich in dem Ganzen, wie es ist, beglückt, zufrieden. Man ist froh, ein Teil davon zu sein. Das kommt einem auch in diesem Bild entgegen. Es ist alles klar, es hat alles eine innere Ordnung. Es ist alles, man muss da nicht um irgendwas kämpfen oder rebellieren oder so, sondern es ist so, wie es ist, und so ist es gut.

Und in dem, wie es ist, äußert sich, verwirklicht sich etwas von einer Welt, die da drüber und da drunter ist. Das ist das Erstaunliche eigentlich in dieser Kultur. Für den Ägypter war das hier und jetzt sehr wichtig. Und er konnte praktisch konkret im hier und jetzt so unglaubliche Sachen machen, wie ein Bewässerungs- und ein Entwässerungssystem gegen die Versalzung. Aber er war genauso angeschlossen an eine Welt, die war genauso real und konkret und wichtig, die nicht sichtbar ist. Das ist bei ihm sozusagen beides spielt ineinander, und er ist ganz sicher, dass beides so ist. Also so, wie er wenig Humor hat und wie er in der Grafik oder in allen Kunstwerken eigentlich immer statisch gezeigt wird, so ist auch nichts wirklich unsicher oder irgendwie neu zu entwickeln oder so, sondern es ist so, wie es ist, und so ist es gut.

Die Motivation der Ägypter und der Kontrast zur Moderne 00:33:06

Und jetzt ist das eine Kultur mit unglaublichen Geheimnissen, wo man also bis in die Bauten, ich meine, man muss sich vorstellen, vor wenigen Jahren hat man wieder in dieser Cheops-Pyramide, in der größten und wichtigsten und größten vielleicht, wieder nochmal eine neue Kammer entdeckt. Und wieder, ja, da muss eigentlich noch was. Und wie ist das eigentlich konstruiert? Da sind so viele geometrische, mathematische, kosmische Geheimnisse da reingebaut, dass die Menschheit bis heute noch nicht ganz gecheckt hat, was da alles drin ist. Also eine Verdichtung oder eine Konkretisierung von ganz, ganz vielen Geheimnissen des mathematischen Kosmos, des starren, des festen, des ewigen, des geistigen, welches sozusagen fortdauert. Das ist die geistige Welt des Ägypters.

Und so erlebt er natürlich in dem Pharao etwas, was halb Mensch ist, aber eben halb ganz aus diesem kommt. Ganz aus Ewigkeiten bestimmt ist und fest ist, und der ist es, und es ist gut, dass wir einen haben und dass es der ist, der sowieso der Richtige ist. Und diese Frage, dass der vielleicht was sagen und bestimmen könnte über die ganze Hierarchie herunter bis zu mir, was vielleicht so nicht passt, die Frage gab es gar nicht. Und stattdessen gab es eine innere Zuwendung zur Welt, die jetzt nicht nur sozusagen das Religiöse, das Sakrale, das Göttliche, das Opfernde oder wie auch immer betrifft, sondern eine Zuwendung, die in dem Alles-ist-so mich in eine Stimmung bringt, wo ich eigentlich so singend, rhythmisch durch den Tag gehe, durch das Leben gehe und wir zusammen singend, rhythmisch, sprechend, irgendwie gleichklangmäßig unterwegs sind und so weiter und so weiter und so weiter.

Und wenn man sich das jetzt vertausendfach vorstellt, auf einmal können wir Sachen bewegen und errichten und bauen und tun, wo man nachher sagt, wie konnten die das eigentlich? Wie haben die das eigentlich hingekriegt, diese Steinbrocken, diese riesigen Quader aus dem Steinbruch heraus, an den Fluss runter mit den Schiffen, und so weiter und so weiter. Es entstehen Leistungen, wo man denkt, wie war das möglich? Entweder muss das ein superbrutales Regime gewesen sein, was über zig Jahre Hunderttausende von Menschen da irgendwie hingeprügelt hat, oder in denen wirkte etwas, wovon wir fast keine Ahnung haben. Und natürlich ist es das Zweite, das ist ganz klar, der Ägypter war froh, an so etwas beteiligt zu sein. Sein Sein war das Mitsein mit dem Projekt. Die Frage, ob es mir jetzt gerade gut geht dabei und ob ich jetzt das 17. Jahr immer noch Steine brechen will und für was das eigentlich ist und ob man das nicht vielleicht ein bisschen einfacher bauen könnte oder warum der Pharao jetzt da mit dann, wenn er dann beerdigt wird oder da eingelagert wird, warum der da vielleicht 180 Meter tief unter diesem Felsen sein muss oder so, das war völlig, die hat man sich nie gestellt. Sondern die Frage war, darf ich morgen noch dabei sein? Und darf ich nächstes Jahr auch noch dabei sein? Und dadurch entstehen diese Leistungen.

Also, ich will damit eigentlich nur sagen, die ganze ägyptische Kultur ist uns irgendwie sehr ähnlich und gleichzeitig ist sie uns unglaublich fremd, weil wir eben bei uns selber angekommen sind. Der Ägypter war das im Sinne seines Egos gar nicht. Sondern er war im Sinne seines, ich bin ich und ich mache, was ich will, da war er sozusagen gar noch nicht angekommen, sondern er lebte ganz, in dieser Frage lebte er ganz in dem, wie alles sozusagen passt, wie er da ein Teil von ist. Und das war auch gut so.

Ja, das muss man vielleicht schon sich gut auf der Zunge zergehen lassen, weil das eben diesen riesen Gegensatz zu unserer Kultur ausmacht. Ansonsten kann man ja sagen, gibt es verschiedene spirituelle Lehrer oder spirituelle Persönlichkeiten oder Leute, die Geschichte auch noch sozusagen eine Dimension höher anschauen und sagen, diese Entwicklung des Bewusstseins interessiert mich, und die kommen zu dem Ergebnis, diese ägyptische Kultur oder diese Kultur in dieser Phase überhaupt auf der Welt hat so wahnsinnig viel mit unserer Kultur zu tun. Da gibt es so eine geheime Spiegelung, kann man sagen, dass auf eine bestimmte Art und Weise wir so wahnsinnig an dem Materiellen und an dem, wie es sein soll, in der Welt interessiert sind, wie diese Kultur auch. Und gleichzeitig ist diese Spiegelung auch wirklich ein totales Gegenüber.

Der Ägypter war völlig in dem, was seine Welt, sein Volk ist auch der falsche Begriff, seine Gemeinschaft war und wie darin sich verdichtete eine Führung. Das ist so, und wir sind völlig davon weg und müssen unbedingt dahin kommen, ich weiß, was richtig ist, und ich muss mich mühsam mit dem anderen abstimmen und so bilden wir Gemeinschaft. Und nur durch dieses Selbstbewusste, dass jeder in sich eine Strebensrichtung entwickelt und eben sich zu dem Guten hinwendet, kann Gemeinschaft entstehen, und bei dem Ägypter ist das genau das Gegenteil. Das ist da, und ich bin Teil davon. Das brauche ich gar nicht irgendwie reflektieren oder damit bin ich gar nicht beschäftigt. Ich kann mir das gar nicht denken. Das konnte ein Ägypter gar nicht denken. Also insofern sind wir auch wahnsinnig anders und auf eine andere Art sind wir eben sehr, sehr ähnlich. Das brauchen wir jetzt nicht weiter vertiefen.

Faktische Errungenschaften und das ambivalente Tierverhältnis 00:39:53

Ich wollte das einmal so als Randaspekt nur auch bringen, diese Kulturepochen, die man da sehr unterschiedlich differenzieren kann. Wenn wir jetzt ein bisschen nüchterner noch mal da drauf schauen oder faktischer, dann muss man sagen, es entsteht eine wahnsinnige Bodenbildung bei den Ägyptern, auf der eben eine Dauerfruchtbarkeit erreicht wird, die wir bisher nie hatten in keiner Kultur. Nie sind solche Erträge so lange erntbar oder erzeugbar gewesen. Es entstehen neue Pflanzenarten, also neue Kulturpflanzen, und die werden auch unglaublich züchterisch bearbeitet. Die Pflanzen werden schon wirklich noch mal anders in diesen Hochkulturen, obwohl die meisten auch schon vorher da sind, aber es kommen noch ein paar dazu.

Und das Einzige, wo sie nicht so stark waren in Bezug auf die Kulturpflanzen, das kam dann erst in der nächsten, das waren die Pflanzen, die jetzt Dauerkulturen waren. Also die Stammbildner, die Obst, Wein. Beim Olivenbaum hat man gewechselt, da hat man heute gesagt, doch, sie hatten doch schon welche, aber das ist wohl eher am Ende der ägyptischen Periode und vielleicht auch erst in dieser mykenischen Kultur, die so eine Zwischenkultur ist, die hauptsächlich auf Kreta stattgefunden hat. Da kann man im Moment keine sicheren Aussagen machen.

Also ich will damit sagen, der Pflanzenbau, auch die Leguminosen und auch spezielle Arzneipflanzen usw. Wahnsinnig entwickelt, ganz vielfältig und alles irgendwie mit hohem Ertrag, mit hoher Qualität ist da. Und bei den Tieren ist es jetzt interessant, da gibt es immer noch den Milchklauer. Es gibt einen, hätte ich euch auch kopieren können, ein wunderschönes Bild, auch aus einem Totenschrein oder aus einem Raum, der sozusagen dekoriert wurde für den Menschen, der da jetzt ins Jenseits mitgeht und sozusagen dieses Paket wie mitnimmt. Irgendwie so muss man das denken. Warum haben sie diese wahnsinnigen Kulturleistungen für das Jenseits produziert?

Und da gibt es eine Abbildung, wo jemand von hinten melkt, zwischen den Beinen durch und so mit Abstand, und die Kuh ist vorne mit ihrem Kalb. Die Füße sind gebunden und das Kalb ist daran gebunden, dass das Kalb gerne trinken will. Man kann sich das von uns aus heute gut vorstellen, und dadurch die Milch einschießt. Aber das Kalb kommt nicht zum Trinken und der Mensch klemmt sich dazwischen. Ganz anders als dieses hier. Gar nicht diese Opfer, diese Perfektheit, diese totale Harmonie. Sondern in der Fachwelt sagt man immer noch zu diesem Bild der Milchklauer. Das ist noch nicht so, dass die Kuh eigentlich, unsere Kühe, wenn man ein bisschen geübt ist, kann man die auf der Weide ohne jede Befestigung oder so, könnte man die melken. Man kann sich daneben setzen und die melken. Das konnte man in Ägypten noch nicht.

Ja, also bei den Tieren ist wahrscheinlich auch eine gewisse Rohheit oder eine gewisse, ja, das ist ganz schwer zu fassen, wie das Verhältnis zu den Tieren eigentlich war. Weil hier hat man ein wunderbares Bild von dieser Einheit, und das ist nicht nur hier so, das ist bei vielen Bildern so und bei vielem auch, was man aus den Geschichten sich klar macht, aus der Mythologie und aus den sonstigen Schilderungen. Aber ich glaube, dass die Ägypter vielmehr noch in dem jeweiligen Tier nicht das gesehen haben, was wir heute, wir sehen ja eigentlich nichts anderes als das Tier, könnte man sagen, wahrscheinlich. Aber für den Ägypter war in jedem Tier ganz viel Spezifisches. Ein Falke, der brachte sozusagen eine bestimmte göttliche oder allgemein geistige Wirklichkeit, war in diesem Falken anwesend. Und die Katze enthielt etwas ganz anderes, und auch das war sozusagen fest da drin, das war mit diesem Tier verbunden. Und das Tier war wie Ausdruck von dieser Weisheit, und die war sehr spezifisch und die hatte ganz bestimmte Gesetze, und auch da war eben alles festgelegt. Also es ist nicht leicht, das Mensch-Tier-Verhältnis oder den Zugang zu den Tieren zu fassen bei dieser Hochkultur. Aber vielleicht, ja, ich glaube, ihr habt schon Eindruck.

Die griechische Kultur und die marginalisierte Landwirtschaft 00:45:26

Und jetzt würde ich noch ein bisschen weitergehen und beginnen mit der nächsten Epoche. Und da ist es eben jetzt so, dass nichts mehr so schön fest und klar ist. Das Wesen der nächsten Epoche, die wäre die hellenistische oder griechische oder eigentlich müsste man sagen, vielleicht die Mittelmeerkultur oder die Kultur vom Wechsel zwischen Land und Wasser. Nichts, ich wohne hier und da bin ich glücklich, und wenn ich Wasser kriege und mit dem Wasser Dünger kriege, ist alles wie im Himmel. Das hätte einen Griechen nicht befriedigt. Dem kam es auch gar nicht so sehr aufs Essen drauf an, vielleicht noch auf den Wein. Aber wichtig war, am allerwichtigsten war, die Welt kennenzulernen, andere Menschen, andere Sprachen, Andersartigkeit kennenzulernen und das mit zu integrieren. Also nicht nur, ach, so wie wir heute, wir fahren da mal hin und gucken das mal an, machen ein paar Fotos und schreiben dann, ja, da waren wir jetzt auch. Sondern wirklich in Bekanntschaft zu kommen. Sich zu verlieben. Vielleicht auch schwanger zurückzukommen oder wie auch immer, gar kein Thema. Gehört alles dazu. Da gibt es keine Moral, die irgendwas erlaubt und nicht erlaubt oder so. Interesse. Wow, die machen das so und so. Und wie dumm oder wie schlau. Da können wir uns abgucken oder so. Das war typisch.

Bewegung, Interesse und Humor. Alles kann auch ein bisschen anders sein. Und ist das jetzt wirklich ernst gemeint? Also eigentlich ganz lustig, wie ihr das da so ... Das ist typisch. Und da wird man nicht zum super Pflanzenbauer. Da muss man was anbauen, damit man was hat. Auf einmal wird die Landwirtschaft ein bisschen nebensächlich. Ja, es muss halt irgendwie gehen. Und so ist der Fortschritt.

Es gibt so ganz tolle Erhebungen, dass man lange versucht hat, typische Durchschnittserträge überhaupt klar zu kriegen in verschiedenen Kulturen und verschiedenen Standorten und die dann miteinander untereinander vergleicht. Das ist so eine Metastudie. Es ist wahnsinnig viel Wissenschaft reingegangen. Und man muss heute sagen, das stimmt. Das haben diese Untersuchungen sehr deutlich gezeigt. Von daher kann man sagen, das bestätigt. Da gibt es einen Rückgang. Die sind erst mal nicht so erfolgreich. Da gibt es regelrecht Ertragsrückgänge, massive Ertragsrückgänge. Weil man hat halt nicht immer denselben Boden und man hat nicht immer wirklich super die Bewässerung. Und man hat vielleicht auch bei der Selektion nicht so eine Strenge und so eine Gewissenhaftigkeit an den Tag gelegt, wie man das jahrhundertelang in Ägypten oder in diesen Hochkulturen getan hat.

Und überhaupt kann man nicht irgendwelche Leute finden, die für uns die Landwirtschaft machen. Wir müssen doch eigentlich Sport machen. Und wir müssen doch eigentlich diskutieren. Und wir müssen doch eigentlich reisen. Und wir müssen doch eigentlich alle möglichen anderen Sachen machen. Für den Ägypter unvorstellbar, dass dieses heilige höchste Amt, sozusagen die Seinsgrundlage überhaupt, dass man die weggibt, dass man interessiert daran sein könnte, dass jemand anders das macht. Das war eine Entehrung. Das kam überhaupt nicht in Frage. Und in Griechenland ist das sehr wohl ein Thema. Wie könnte man das eigentlich loswerden? Und haben wir nicht irgendwo, gerade irgendwo, wer auf unseren Reisen irgendeinem folgt, die waren vielleicht nicht so schlau, haben wir da nicht noch 50 oder 100 Leute in dem Schiff mitgenommen? Könnten die nicht dann nächstes Jahr diesen schwierigen, steinigen Acker mal sauber machen und da ordentlich bestellen und so? Ja, wir wollen die jetzt nicht, die sollen da nicht zu Tode sich quälen, aber abhauen dürfen die auch nicht. Die sollen das jetzt mal schön machen. Damit wir was ganz Notwendiges machen können.

Das ist so die Haltung. Wie kommen wir eigentlich da raus? Wie können wir eigentlich in ein Lebendiges kommen? In einen Austausch kommen? In ein Diskutieren kommen? In ein Entdecken kommen? Es könnte doch auch alles anders sein? Und so weiter.

Und Dauerkulturen sind toll, weil man muss sich nicht so viel kümmern. Und man kann auch mal 2-3 Monate weg sein. Das ist für einen Ägypter unvorstellbar. Unvorstellbar. Jede Woche, jede Stunde, alles war durchgeregelt und damit tauchte diese Frage nicht auf. Und eine Frage, die nicht auftauchte, die gab es nicht. Gab es schlicht nicht. Es kommt nie ein Ägypter auf die Idee, ich möchte mal nach Oberägypten, geschweige denn in ein anderes Land oder auf die jenseitige. Wenn der Pharao gesagt hat, ihr baut Schiffe und ihr segelt um Afrika rum, die 1800 vor oder so, sind die schon fast um ganz Afrika rum gesegelt. Verrücktes zu sagen, aber weil das von oben runter kam. Nicht weil jemand gesagt hat, wir machen jetzt mal.

Und bei den Griechen ist das sozusagen Volksbewegung. Da fährt jeder, sobald man irgendwie, da gibt es die wunderbare Mythologie, wenn die Männer Schiffe bauen sollen. Du hast die Männer zur Verfügung, das sind vielleicht 12 Leute und so und du willst jetzt eine Reise machen und wir brauchen neue Schiffe und so, dann schick die nicht in den Wald und sag jetzt haut die Bäume um und so und baut da Schiffe draus, sondern erzähl ihnen einfach von der wunderbaren Weite des Meeres. Das Erzählen von der Weite, von dem Genuss etwas Neues, ein Abenteuer, das hat gereicht, damit man ein Jahr lang Schiffe baut. Ein tolles Sprichwort. Das benutzen heute die Berater in Unternehmen und sagen ja, ihr müsst eure Mitarbeiter begeistern, dann machen die schon mit, dann kommt ihr über viele Probleme weg, macht das doch so wie die Griechen und dann kommt dieses Zitat. Nicht die zwingen, jetzt müssen Schiffe gebaut werden, sondern erzählt ihnen einfach, wie toll das Meer ist, dann bauen die die schon.

Ja, und wenn man so drauf ist, dann ist es natürlich nicht so interessant, sich klarzumachen, dass da eigentlich wir jedes Mal noch weiter nach hinten und noch höher in das Gebirge müssen, um noch Holz zu holen und dass wir eigentlich schon längst, seit 200 Jahren sehen können, dass dieses Abholzen eines ganzen Waldes in diesem Klima keine Lösung ist. Dass nämlich 10, 15 Jahre später der ganze Boden mit runterrutscht und mit weggeregnet wird und dass der eigentlich ziemlich heilig ist, weil aus diesem Boden kommt überhaupt der neue Wald, und wenn dieser Boden nicht mehr da ist, dann kommt da gar kein richtiger Wald mehr. Och, dann gehen wir woanders hin.

Und damit sieht man, es ist eine Kultur, da geht es nicht um Landwirtschaft, um nachhaltige Landwirtschaft, da geht es um etwas ganz anderes, und der Aspekt der Landwirtschaft, der ist marginal, da passiert nicht riesige Entwicklung, da ist nicht ein Nachhaltigkeitskonzept, so wie wir das heute wenigstens sagen. Wir tun ja so, als hätten wir eins auf diesem Planeten, wir haben ja keins, oder wir müssen uns darum bemühen oder so, aber für den Griechen war das gar keine Frage, das braucht man nicht. Interessant ist, wie ist es da hinter Gibraltar oder was machen diese Gallier da eigentlich? Also die ganzen großen Städte rund um das Mittelmeer sind alles griechische Gründungen. Dieses kleine Volk da auf diesen zerklüfteten Bergen, das ist nun in der Lage, diesen ganzen Mittelmeerraum wie neu zu erfinden. Und zwar aus Interesse, aus Kontaktlust, aus Handelsfreude und so weiter. Nicht, weil man da eine Burg baut und was besetzt und das heißt jetzt so und das muss jetzt verteidigt werden. Nö, Kontakt mit den Menschen, nicht gegen die Menschen.

Und unsere Geschichte, unsere Geschichten sind eigentlich noch interessanter, aber erzählt mal eure, so wie die Mythologien, unglaubliche Mythologien. Habe ich ja schon angedeutet, wenn das Wetter gut ist und der Wein gut ist und die ganze Situation gut ist, dann kommt dieser Bänkelsänger oder dieser Spezialist oder wie soll man sagen, derjenige, der für uns sozusagen liest und singt und reimt alles zugleich, und viele konnten dann auch, wenn sie erwachsen wurden und das mal 20 Jahre mitgekriegt haben, die konnten dann ganz viel davon. Irrsinniges Gedächtnis, ein wahnsinniges Gedächtnis. Wie kann man 12.000 Strophen auswendig können? Weil man drinnen ist, sonst geht das nicht. Wenn das nicht real in einem sozusagen Ereignis nach Ereignis geht, also mit unserem Bewusstsein kann man nicht 12.000 Strophen lernen. So ein Schauspieler, der jetzt geübt ist und zweimal im Jahr eine neue Inszenierung lernen muss und so eine Rolle lernen muss, der schafft mal 500 Strophen oder so. Aber 12.000, unvorstellbar. Wahnsinnige Gedächtniskräfte.

Organisatorisches: Hornmist rühren und ausbringen 00:55:15

Martin von Mackensen: Ja, wir müssen aufhören und wir sind jetzt mitten in dieser Epoche drin und ich finde das gar nicht schlimm. Das ist ja eine wunderschöne, die dürft ihr sozusagen über den Tag mitnehmen, und jetzt kommt eine Ansage.

Rocio: Ja, genau. Ich denke, heute wird Hornmist gerührt und auch aufgebracht, und wir werden zwei Fässer rühren, und wir brauchen Leute, die das machen wollen, und dass man sich von 20 nach 12 bis 20 nach 1 trifft. Das heißt, das passiert in der Mittagszeit, aber man kann sich da abwechseln. Und es ist die Frage, wie viele Leute da mitmachen. Super. 1, 2, 3, 4, 5, 6. Okay, super. Wir haben dann 6 Leute. Das heißt, man kann sich alle 20 Minuten abwechseln. Wir brauchen um 20 nach 12 die ersten Leute, die da rühren. Genau, die da starten.

Martin von Mackensen: Wer von denen, die sich gemeldet haben, sind die Starter? Eins, zwei, ihr beide. Super. Dann die Zweite, das ist um 20 vor 1. Und dann ihr beide. Super.

Rocio: Und dann um 1.

Martin von Mackensen: Um 1, die Letzte, ihr beide. Cool. Jetzt bist du raus. Wer hat sich noch gemeldet? Du bist jetzt rausgefallen. Du hast dich, glaube ich, noch gemeldet.

Rocio: Und dann um halb 2 geht es los zum Aufbringen. Wir brauchen da also insgesamt, also ich würde sagen so 13 Leute in der ersten Gruppe und dann nochmal 13 Leute.

Martin von Mackensen: Die Erste startet um?

Rocio: Genau, die Erste startet um halb 1, Entschuldigung, halb 2. Vom halb 2 bis halb 3 macht man die Erste Gruppe eine Stunde und die Zweite Gruppe die Stunde danach sozusagen bis halb 4.

Martin von Mackensen: Halb 3 bis halb 4. Und wo wird der Übergang sein?

Rocio: Also die Leute, die die Stunde fertig machen, dann müssen hier zurückkommen und dann fährt man weiter. Ah ja.

Martin von Mackensen: Also die Zweite Gruppe startet um halb 3 hier unten und die Erste eben um halb 2. Und wer ist jetzt bei der Ersten Gruppe? Wer möchte beim Ersten Ausbringen dabei sein? Jetzt sozusagen 13 gefunden werden, 5, 6, wenn ich euch so angetippt habe, 7, runter, 8, 9, 10, noch 3 für die Erste Gruppe, 11, 12. Lassen wir es mal bei den 12. Jetzt die Zweite Gruppe. Ganz kräftig hoch, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. 11, 12, 13. Super. Sollte also noch jemand auftauchen, der noch mitmachen will in die Erste Gruppe.

Und jetzt kommt es drauf an. Also die eigentliche Kursaufgabe, die eigentliche, das obendrauf oder das Besondere daran ist, dass ihr zusammen mit der Hand es macht. Und das heißt, ihr habt einmal die Chance, ganz nah dran zu sein. Wenn man es mit der Maschine macht, kriegt man nicht so viel mit. Und da kommt es drauf an, dass man wirklich einen Moment, bevor man ein neues Feld startet, sein Eimer, der muss nur ein Drittel voll sein, einmal hoch und runter, dann kann man wieder nachfüllen, da braucht man höchstens ein Drittel in dem Eimer, also 2,5 Liter oder so, sein Besen und halbwegs gekleidet und so weiter. Und jetzt nicht einfach los, man hat sich irgendwie eingeteilt, dass man so 12 Meter, 10 Meter, man kann so 8 Meter spritzen. Jetzt steht man da und alles ist perfekt. Das Technische, das Äußere ist alles fertig.

Jetzt kann man kurz den Eimer runterstellen und einmal wahrnehmen, wie ist hier die Stimmung, wie ist dieser Acker, wie ist die gesamte Situation, und dann zusammen starten. Und wenn man dann zurück ist, das kriegt man nicht hin, aber wenn man zurückkommt, weiter unten, wo ihr dann zurück geht oder weiter oben, kurz am Ende auf derselben Linie wieder mal den Eimer hinstellen und nochmal, wie hat sich das jetzt verändert. Einfach mal fühlen, einfach mal die Stimmung, einfach mal mitkriegen, was passiert in mir und wie ist das hier draußen. Das kann man da ganz cool, da kann man was mitnehmen und das ist das, was wir wollen, dass ihr dieses Erlebnis hattet, weil daran können wir dann anknüpfen im Kurs. Ist okay? Ist verständlich?

Rocio: Ja eben.

Folge 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14

Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar A

A


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar B

B


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar C

C


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar D

D


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar E

E


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar F

F


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar G

G


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar H

H


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar I

I


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar J

J


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar K

K


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar L

L


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar M

M


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar N

N


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar O

O


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar P

P


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Q

Q


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar R

R


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar S

S


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar T

T


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar U

U


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar V

V


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar W

W


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar X

X


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Y

Y


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Z

Z


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar 0-9

0-9


Folge 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14

| zurück zu Martin von Mackensen |

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9