6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025

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Martin von Mackensen mit der 6. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 10. November 2025 vor den Azubis der biodynamischen Ausbildung in der Landbauschule Dottenfelderhof

+++ Stand 12. November 2025: Dieser Text ist eine automatische Transkription und muss noch von Hand überarbeitet werden. Du kannst hier gerne MitTun? +++

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Transkription 6. Folge vom 10. November 2025

Begrüßung und Organisatorisches 00:00:11

Einen wunderschönen guten Morgen!

[…]

Rückblick: Methodik und die mittelalterliche Dorfgemeinschaft 00:01:04

Okay, wir setzen unsere Betrachtung zu der Landwirtschaft, der Geschichte der Landwirtschaft, der Bildung des Bewusstseins, der Veränderung des Bewusstseins fort. Und wir holen uns noch mal kurz den Samstag vor Augen. Am Samstag habe ich gesprochen über die Hochmittelalter-Frühmittelalter-Situation und habe etwas charakterisiert, was bei weitem nicht überall der Fall war, aber doch an vielen Orten, man kann sagen, überall zum Teil der Fall war. Die wirtschaftliche Dorfgemeinschaft.

Und das ist ein interessanter Impuls, der über viele Jahrhunderte gelebt hat und auch in der Fläche bedeutsam war. Natürlich gab es Klöster, natürlich gab es auch verstreute Siedlungen, Menschen, die nicht über mehrere Generationen an einem Ort wirtschaften konnten, Landwirtschaft machen konnten. Das gab es natürlich. Aber wenn es sozusagen ideal zugegangen war, dann ist es zu so etwas gekommen. Mehr oder weniger mal das Haufendorf, mal das Straßendorf, wie auch immer. Aber im Prinzip ist es immer diese Ausprägung gewesen.

Wir haben den Wald, wir haben die Rodung als erstes, wir haben die schlechten Wege, die Infrastruktur, die irgendwie errichtet werden muss. Und dann dieses sich um ein Inneres, um eine innere Entwicklung, um eine innere Hinwendung orientieren. Oft waren auch da keine beruflichen Priester in so einer Dorfgemeinschaft. Sondern man hatte sozusagen den Ort, den Raum, den inneren Raum, um sich zu versammeln und sich einem höheren, einem geistigen, einem spirituellen, einem vereinigenden, einem großen Weltenführungsgeist zuzuwenden. Und natürlich war diese Gemarkung durchklungen von dem Klang der Glocke. Das muss man sich mal vorstellen. Jahrhunderte lang, täglich, mehrfach klingt da zu bestimmten Momenten dieser Ton und die Menschen kommen zusammen und kommen in die Glocke. Das ist schon etwas Inneres. Das ist schon etwas, was an der Landschaft nicht ganz unberührt vorbeigeht. Was an den Tieren nicht vorbeigeht, was an den Pflanzen nicht vorbeigeht, was sogar an den Böden nicht vorbeigeht.

Also diese erste Zelle, die eine Dauerhaftigkeit hat, die darauf beruht, dass Menschen sozusagen dort sind und das dort aus dem, was eben an diesem Ort ist, gestalten und damit das erste Mal eigentlich, oder das zweite Mal, das kommt nicht darauf an, wie oft es vorher schon da war, eben eine bestimmte Form ausgestalten von etwas, was in sich mehr oder weniger geschlossen ist, aber doch Menschen ernährt. Eine sehr rätselhafte Sache, wie eigentlich Landwirtschaft überhaupt sein kann auf Dauer.

Die Neuzeit: Landwirtschaft stagniert, während die Gesellschaft aufbricht 00:04:39

Wir müssen das aber jetzt verlassen. Wir können da nicht weiter in die Tiefe gehen, sonst kommen wir mit unserem Programm gar nicht durch. Da gäbe es vieles Interessantes zu berichten und auch vor allem die Entwicklung. Ich habe das jetzt sozusagen einmal fokussiert. Ich habe wie so ein Fenster aufgemacht und mal an einen Punkt geschaut und natürlich hat sich das über zwei, drei Jahrhunderte entwickelt und hatte dann seine Hochblüte und hatte dann auch seine Degenerationsphase und so weiter. Das alles kann ich nicht schildern.

Ich muss weitergehen und wir sehen in der Menschheit die Neuzeit heranbrechen. Das beginnt in Italien mit Bologna, die erste Universität. Diese berühmten Wissenschaftler, die auch Künstler sind und die auch Techniker sind. Denkt mal an so einen Leonardo Da Vinci. Und der gleichzeitig, wie sehe ich eigentlich? Das kann man so darstellen, das läuft ja auf einen Punkt zu, Perspektive und so weiter. Alles das kommt mit einem Schlag und das ist dieser berühmte Sprung in die Neuzeit, der interessanterweise für die Menschen selber, die es gemacht haben, gar nicht als Sprung nach vorne empfunden wurde, sondern als Renaissance, also als Rückgriff auf etwas, was es im Altertum schon gegeben hat. Endlich das Mittelalter überwinden und zu etwas kommen, was es schon mal gab. Das war ihre innere Haltung oftmals. Natürlich war jetzt sozusagen das Christentum zwischendurch dazugekommen, aber sie hatten nicht das Bewusstsein, dass sie eine völlig neue Zeit entwickeln.

An der Landwirtschaft geht das einfach vorbei. Die Landwirtschaft ist furchtbar konservativ. Die Landwirtschaft entwickelt sich eigentlich kaum und das wird immer schlimmer dadurch, dass es in der Gesellschaft diese Entwicklung gibt. Das bedeutet nämlich, dass aus der Landwirtschaft immer die besonders pfiffigen, innovativen, beweglichen, risikofreudigen Menschen, die gehen raus aus der Landwirtschaft und gehen in die Gesellschaft und werden Wissenschaftler, werden Künstler, werden Techniker, werden Entdecker, werden Erfinder, gehen in die Städte und so weiter. Und es muss man gut verstehen, dass das für ganz Mitteleuropa eigentlich die Landwirtschaft wie aushöhlt, wie entwicklungsarm macht.

Der gescheiterte Aufstand: Die Bauernkriege 00:07:14

Und so kann man sagen, bis in die Barockzeit, bis in die Zeit von Bach, nach den ersten großen Philosophen, nach den vielen Erfindern bleibt alles wie es ist. Einmal versuchen die Bauern, Bauernkriege 1520, 1550 im Kontext auch der Reformation, nicht nur in Deutschland, das ist genauso in der Schweiz, das ist genauso in Belgien, das ist genauso in Flandern, in Belgien und so weiter. Überall ist das. Einmal versuchen sie das und das wird niedergeknüppelt mit vielen Toten. Die Obrigkeit hat große Angst, dass sozusagen die Basis verloren geht, auf der der ganze Reichtum, das ganze Leben der wenigen, reichen und vor allem privilegierten aufruht, auf der Landwirtschaft. Und die Bauern sollen doch bitte wieder zu ihren Tieren und auf ihren Acker und Ruhe halten.

Das war ein großer Impuls. Es hatte sich auch verbunden mit den Künstlern. Jemand wie der Tilman Riemenschneider, ein unglaublicher Plastiker, der gar nicht weit weg von hier im Fränkischen gelebt hat und der schnitzen konnte wie kein anderer und eine ganze Schule hatte von Plastikern, die um ihn herum gearbeitet haben, der hat sich mit diesen aufständischen Bauern verbündet und die Obrigkeit hat nichts Besseres zu tun, als ihm die Hände zu brechen, damit er nicht mehr als Künstler wirksam sein kann. Muss man sich mal für die Brutalität, die da drinnen wirkt, das ist schon Wahnsinn.

Der Außenblick der Aufklärung und die Dreifelderwirtschaft 00:09:00

Ja, wir müssen weiter und sehen eben in der Bachzeit 1750, 1730, 1780, der beginnende Außenblick. Jetzt gibt es in der Außen, außerhalb der Landwirtschaft, in der Kulturentwicklung, in den Städten, unter den Wissenschaftlern, unter den Intellektuellen, unter den Pastoren, Menschen, die checken Landwirtschaft, das müssen wir doch mal, was machen die da eigentlich? Und jetzt fängt das an, dass es Menschen gibt, die dazu eine Distanz haben. Bis dahin hat niemand eine Distanz zur Landwirtschaft, die ihnen sozusagen einen kritischen Außenblick ermöglicht. Jeder war damit verbunden. Jeder ist in der Landwirtschaft groß geworden und selbst wenn er in einer der kleinen Städte war, im Ende des Mittelalters, in der frühen Neuzeit, ja da waren die um so eine Stadt wie Frankfurt, waren die Gärten natürlich drumherum und natürlich waren die Ferien auch im Sommer so, dass man, dass alle helfen mussten bei der Getreideernte und so weiter.

Also der Kontakt, die Distanz kommt jetzt erst und wir haben die erste Literatur, die jetzt die Landwirtschaft einfach beschreibt. Das hatte ich erzählt, bei den Römern gab es das auch, da gibt es auch wirklich viel und jetzt kommt das wieder. 1790, eine wunderbare Literatur habe ich jetzt erst neulich gefunden. Ein Mann, der lebt in Prag und der beschreibt auch mehr aus einem, ja, pastoral-wissenschaftlichen Kontext heraus, beschreibt was ist, was machen die Bauern eigentlich, wie tickt eigentlich Landwirtschaft und wir haben dadurch Quellen. Wir können auf einmal auf diese Landwirtschaft schauen, die uns tausend Jahre eigentlich wie eine Blackbox verschlossen ist von heute aus und wir sehen eben zu dieser Zeit immer noch die Dreifelderwirtschaft. Sommerung, Winterung, Brache. Der Acker ist ein Wesen, er muss auch mal ruhen. Ein großflächiger Anbau des Getreides unter wirklich extrem extensiven, unter extrem mageren Bedingungen.

Die erste Revolution: Die "Besömmerung der Brache" mit Kleegras 00:11:22

Und da kommt ein Mann aus Flandern, aus Nordbelgien, aus dieser Ecke. Es gibt das an, wie so oft, an mehreren Stellen. Es gibt auch jemand wohl in Frankreich, da habe ich mich nie mit beschäftigt und es gibt auch irgend sowas in Süddeutschland, da nochmal, da geht man davon aus, dass der, der sich das da abgeguckt hat, aber es ist vollkommen egal. Mir geht es auch gar nicht um die Person und um das Jahr, sondern um die Idee, die Ideengeschichte. Wir wollen ja an den Ideen entlang verstehen, wo wir heute sind und worauf es in Zukunft ankommt.

Jetzt kommt jemand und sagt, diese Brache muss man nutzen. Die Besömmerung der Brache, so hieß das, über Sommer eine Kultur da machen. So fing das an. Und was hat er natürlich genommen für Pflanzen? Das Kleegras. Das war der Mensch, der kapiert hat, ich muss aus den Wiesen den Rotklee, den Weißklee, den Hornklee und so weiter holen und ein bisschen selektieren und vielleicht mit Gräsern zusammensäen und diese Brache endlich nutzbar machen. Sonst vorher war das das Unkraut und im Hochsommer sind dann die Kühe oder die Rinder oder die Schafe darüber geweidet. Jetzt baut man da systematisch Futter an.

Die Aufwärtsspirale: Wie der Futterbau die Industrialisierung ermöglichte 00:12:43

Und alles Weitere müsste euch eigentlich schon klar sein. Nach 50 Jahren ist nichts mehr, wie es mal war. Warum? Es beginnt eine Spirale. Ich habe mehr Futter. Ich halte mehr Tiere. Ich habe mehr tierische Produkte, die aus der Landwirtschaft rauskönnen. Ich habe mehr Dünger. Mit dem mehr Dünger habe ich wieder fruchtbarere Äcker. Mit den fruchtbaren Äckern habe ich mehr Getreide, was wieder aus der Landwirtschaft raus kann. Mit mehr Wurzelmasse habe ich mehr Humus. Mit mehr Stroh kann ich mehr Dünger produzieren.

Merkt ihr das? Auf einmal kommt die Landwirtschaft überhaupt in die Lage, Menschen zu ernähren im größeren Stil, die nicht in ihr tätig sind. Das Aufsprengen, das Überwinden der Drei-Felder-Wirtschaft ist die Möglichkeit, überhaupt im größeren Stil Menschen zu ernähren, die nicht in der Landwirtschaft leben. Das wäre sonst gar nicht möglich. Damit ist 40, 50, 60, 100 Jahre vor der Industrialisierung das der entscheidende Schlüssel. Das steht nicht so in den Geschichtsbüchern. Das weiß ich. Aber ich habe das extra noch mal mit einem Historiker in Frankfurt, einem Prof, lange diskutiert an der Uni. Er hat gesagt, sie haben recht. Das muss man eigentlich so auffassen. Diese Frage ist nie richtig gestellt worden. Warum ist Industrialisierung nicht 100 Jahre früher passiert? Der menschliche Geist war da auch schon in der Lage, eine Dampfmaschine zu betreiben usw. Das hängt ganz wesentlich damit zusammen, dass die Landwirtschaft das gar nicht hergegeben hätte. Man muss das verstehen lernen, dass die Landwirtschaft in dieser Aufwärtsspirale eigentlich 40, 50, 60 Jahre, auch zum Teil in manchen Gegenden 100 Jahre im Voraus, Bedingungen geschaffen hat, erst für dieses völlig neue Leben, what dann mit dem 19. Jahrhundert kam.

Die vier Säulen der Modernisierung 00:15:01

Wir haben jetzt noch zu sehen darauf, dass es eben nicht nur die Einführung des Kleegrases und Luzernegrases usw., ich nehme extra dieses Wort, weil ich das wichtig finde, dass man sowas mal kennenlernt, Besömmerung, Sommer über Sommer, Besömmerung der Brache. Das Zweite, was wir zu besprechen haben, ist eine Entwicklung der Technik. Das nächste ist eine Entwicklung, die zusammenhängt mit dem Blick auf die Welt, mit dem Blick auf Pflanzen, Tiere, Boden. Der Blick führt zur Züchtung. Das Letzte, was wir dann in diesem Paket zu besprechen haben, das hängt zusammen mit der Düngung oder man könnte es auch anders formulieren, man könnte auch sagen, ein anderes Verständnis, ein anderer Blick auf die Stoffe. Hier oben ist es der Blick auf das Leben, jetzt geht es um den Blick auf die Stoffe und das führt zu einer neuen Düngung oder einem neuen Düngungsverständnis und einer neuen Düngerpraxis. Diese vier Punkte, meine ich, sind es, die den eigentlichen Change in die Neuzeit der Landwirtschaft ausmachen.

Die Tragik des Wandels: 300 Jahre Verspätung und die Beschleunigung 00:16:40

Und eben tragischerweise 300 Jahre später und tragisch deshalb, weil jetzt alles zusammenkommt. Die Tragik der Landwirtschaft ist, dass sie 300 Jahre weiter geht, wo schon längst ein neues Bewusstsein da ist, weil eben die Menschen nicht wegkommen vom Land, weil eben auf dem Land besonders die Menschen übrig bleiben, die einfach nur das Weitermachen denken können und weil eben die Obrigkeit, die kirchliche und weltliche Obrigkeit, das auf jeden Fall so will und dann ist es irgendwann nicht mehr zu halten und jetzt geht das alles so schnell, dass wir 150, 200, 250 Jahre haben, in denen Entwicklung für Landwirtschaft viel zu schnell geht. Das kann keiner kritisch beurteilen. Bevor mal 15 Jahre eine Sache sozusagen richtig probiert, es ist schon längst so viel anderes passiert, dass sich das alles immer überlagert und man eigentlich nur noch sagen kann, das einzig Bleibende ist ein extrem schneller Wandel. Im Widerspruch. Die Landwirtschaft ist ab 1780, 1800, 1820 überall so stark im Wandel, dass so viele Veränderungen übereinander, nebeneinander passieren, dass der kritische Blick, wie könnte man es anders machen, worauf käme es denn vielleicht auch noch an, verloren geht. Und das führt dann am Ende des 20. Jahrhunderts und bei der Biodynamik eben schon am Anfang des 20. Jahrhunderts dazu, dass Leute sagen, so kann das alles nicht auf Dauer funktionieren. Das wäre der Ausblick, da kommen wir hin.

1. Innovation (Technik): Der neue Blick und das Säschar 00:18:29

Jetzt gehen wir ein bisschen ins Detail und gucken auf diese zweite Frage. Die erste ist jetzt glaube ich wirklich klar. Die zweite, was ändert sich bei der Technik? Und das ist ganz marginal, das sind ganz einfache Sachen. Das würde jeder eigentlich auch Jahrhunderte vorher schon erfunden haben können, wenn er den Blick dafür gehabt hätte. Das Entscheidende ist nicht, dass da das Säschar wieder erfunden wurde, was wir am Samstag durchgesprochen haben, sondern das Entscheidende ist, dass offensichtlich in den Menschen ein anderes Denken, ein anderes Empfinden über das, was da draußen Natur, Pflanze, Bodenprozess, Getreide, Wachstum ist.

Und jetzt sage ich, ich will das so sehen. Ich will einen unkrautfreien Acker haben, ich will eine Schicht haben, die ein bisschen rückverfestigt ist und ich will drei, vier Zentimeter Krümmeligkeit obendrauf haben und ich will da rein säen und ich will nicht so obendrüber säen und dann nochmal mit ein bisschen so Reisig hinter irgendeiner alten Kuh hinterher, sodass irgendwie noch ein bisschen zudeckt und manche wieder aufdeckt von den Körnern und die Hälfte guckt raus und die andere Hälfte ist auf verschiedenen Tiefen und manches kommt, manches kommt nicht und manches kommt schnell, manches kommt langsam. Das alles nicht mehr. Ich will es in drei Zentimeter Tiefe auf der wasserführenden Schicht obendrüber trocken und wenn es drei Wochen nicht regnet, kommt alles trotzdem super gleichmäßig. Freue ich mich sogar, weil dann komme ich nicht unkraut.

Also dieser andere Blick, dieser andere Zugang, dieses andere Verhältnis, dieses andere Verbundensein. Ich habe manchmal den Eindruck, vorher kann man das so beschreiben, dass für die Menschen, die es in der Gewohnheit, in dem Lernen, in dem Drinnen stehen, völlig undenkbar war, es irgendwie anders zu machen. Das war sozusagen wie ein Teil von ihnen. So wie man drei Felder wirtschaftete im Hochmittelalter, wie man das alles, wie man die Gärten, wie man das Obst, wie man das gepflegt hat. Das war, als wäre es so fest, wie ich kann doch hier nicht was abschneiden oder ich kann mir doch nicht noch einen Finger dran machen oder ich kann doch hier nicht irgendwas dazwischen machen, damit ich besser schneller schwimmen kann oder so. So ungefähr, das war wirklich wie körperlich, wie am eigenen Leib.

Und jetzt kommt eine Distanz. Es kommt darauf an, dass alles gleichmäßig und möglichst schnell aufläuft. Ah ja, und ein Säschar kann ich aus Holz machen, das kann ich schnitzen aus Eichenholz. Ihr habt das gesehen, das war aus Stahl, dieses schöne kleine Schiffchen. Aber ich habe hier einen Lehrling gehabt, der wollte ein kleines pädagogisches, landwirtschaftliches Projekt in Norddeutschland auf Sandböden und der hat gesagt, ich baue mir eine Sämaschine aus Eichenholz. Und ich bin sicher, der kann zehn Jahre damit wirtschaften, bis das durchgeschrabbelt ist. Wenn man das ein bisschen pfiffig macht, wenn der Acker nicht allzu hart ist, das geht lange gut. Und dann kam natürlich in der Geschichte, was bei ihm auch irgendwann kommt, dann fängt man halt an und macht ein Blechlein noch da vorne dran, wo die besonders starke Belastung ist. Also ein Säschar muss nicht aus V2A Stahl sein oder muss nicht mit allem möglichen Hightech verbunden sein, sondern es ist eigentlich ein ganz, ganz einfaches Ding. Es ist wie so ein kleines Schiff und es geht drei, vier Zentimeter tief und es sorgt dafür, dass das Saatgut auf eine rückverfestigte Rille fällt und dann wird es wieder zugestrichen.

Und noch hier war nach dem Krieg eine Pferdelandung, das muss man sich mal gut überlegen, noch nach dem Zweiten Weltkrieg, mitten im 20. Jahrhundert, 50er Jahre, sind hier die alten Herren hinter den Pferden her mit ihrer Sämaschine und das hat da so gekloppert und gesät mit den Säscharen und sie mussten halt gucken, dass keins verstopft, dass die Pferde anständig gerade gehen und dass genügend Saatgut wieder nachgelegt wird. Und der Mann Fred Klett, der in der Zeit gelernt hat, mir erzählt, die hatten so Groschenromane oben, die haben sich eine Halterung auf ihre Sämaschine gebaut, die sind da hinterher gelaufen und haben ihren Groschenroman gelesen. So war das, das hatte alles eine Ruhe und eine Bedächtigkeit und es waren genügend Menschen da und so. Ja, das Einrichten, die Pferde anspannen und das alles, das war Arbeit und das Saatgut da hinbringen und so, aber dann das eigentliche Säen da zwei, drei Tage hoch runter, hoch runter, langweilig, da kann man doch lesen dabei.

Also der andere Blick und dieser andere Blick bei der Technik, ganz ganz einfache Sachen, wie kann man eben so ein Säschar oder wie kann man das Pflügen optimieren oder wie kann eine Egge nicht nur, wir werden das noch sehen, wenn wir uns das Eggenfeld anschauen, wie wahnsinnig viel Pfiffigkeit heute in so einem ganz simplen, einfachen Eggenfeld drin steckt. Wie kann man das so machen, dass man mit den Problemen besser zurechtkommt und das so hinkriegt, wie man es braucht. Das ist oft einfach nur Schmied, der Dorfschmied. Das war nicht irgendeine Hightech-Innovation. Also die großen, großen landwirtschaftlichen Innovationen sind in den Dorfschmieden gemacht worden und das könnte jeder von uns machen, wenn er ein, zwei Jahre Schmied gelernt hat, wenn er ein bisschen sich mit Schrauben und Holz und Metall auskennt, alles überhaupt kein Problem. Aber es hat eine riesige Wirkung, eine extrem große Wirkung.

2. Innovation (Züchtung): Der Blick in die Zukunft und die Entstehung der Rassen 00:24:53

Genauso dieser Blick auf die Pflanzen, dieser Blick auf die Tiere, mit wem, mit welcher Pflanze will ich eigentlich nächstes Jahr weitermachen. Das haben wir ja leider wieder verloren als landwirtschaftliche Kultur. Das war da im 19. Jahrhundert bei jedem größeren Hof, bei jedem besseren Betrieb war das selbstverständlich. Das gehörte zum Anbau dazu, da reinzugehen und die Pflanzen kurz vor der Ernte anzuschauen, zu sagen, mit wem mache ich eigentlich weiter. Permanente Selektion, ganz, ganz wichtig. Und dadurch, dass das heute eben ausgelagert ist und in einer besonderen, man muss fast sagen, Industrie ist oder in anderer Hand aus der Landwirtschaft raus, haben wir auch ein riesen Problem.

Und ihr wisst das ja und ihr kennt das ja, Biodynamik bedeutet, das Saatgut, die Züchtung wieder an die Landwirtschaft zu holen, wieder an den Gartenbau zu holen, wieder in den eigenen Zusammenhang zu holen. Natürlich braucht es da Zwischenschritte wie so eine Firma in Bingenheim oder wie unsere Getreidezüchtung hier, aber im Grunde genommen muss man dafür sorgen, dass die auch irgendwann aufhören, dass es wirklich auf den Höfen landet. Das ist das Ziel. Es ist nicht das Ziel, besonders alternative Züchtungsfirmen zu machen, sondern Züchtung gehört eigentlich in die Hand des Gärtners, in die Hand des Bauern. Und die große Idee, die hinter der Bingenheimer Saatgut AG steht, ist ja, wie 30 Gärtner zusammen eine Züchtergemeinschaft bilden. Der kümmert sich um den Rosenkohl und der um den Rotkohl und der um den Weißkohl und der um den Wirsing und der um die Tomaten und jeder züchtet für diesen ganzen Kreis, der Anbauer.

Und was heißt das jetzt? Was bedeutet das jetzt? Ich muss in mir etwas haben, wo ich weiß, mit welcher Pflanze werde ich in der Zukunft erfolgreich. Ich sage es nochmal, ich muss die Fähigkeit haben, aus der Zukunft ein Bild zu haben, mit welchen Pflanzen läuft es denn besser als jetzt dieses Jahr. Nochmal, ich hole aus dem, wo ich sehe, wo es hingeht, in meinem Jetzt, in dem, wie es ist, die Pflanzen, mit denen es besser geht. Verständlich? Ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Züchtung ist nichts anderes, als zu gucken, mit einem sehr genauen, sehr prüfen Blick, 37 Kriterien bei unserer Getreidezüchtung. Welche Pflanze ist besonders geeignet, das Bild, was ich habe, für die Zukunft zu befriedigen, dem mehr zu entsprechen, als es jetzt ist.

Das heißt, es braucht hier etwas ganz anderes, als der Opa hat schon gesagt, der Papa hat schon gesagt, das muss man halt so machen. Dieses Konservative, was aus dem Mittelalter kam, das trägt da nicht, sondern es braucht etwas wie, wie ist denn das genau? Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee. Da, mit der Pflanze. Wo ist denn noch so eine? Jetzt hat man schon mal eine. Ah, die ist sogar noch besser. Nee, die ist gar nicht so. Die da, nicht? Also, wenn man in diesen Prozess reinkommt, mit welchen Pflanzen, wenn ich die mir vorstelle als Gesamtbestand, wird es besser sein im nächsten Jahr, voraussichtlich die Bedingungen sind wieder so. Und dabei sind ein paar Sachen dann zu beachten, wie breit ist sozusagen die Genetik, wie viele Pflanzen hat man da und ist das ein Fremdbefruchter oder ist das ein Selbstbefruchter, das sind zwei völlig unterschiedliche Welten und da gibt es bestimmte Regeln auch.

Dieser Gregor Mendel, Gregor Mendel, ein Mann, der aus dem Kloster kam, ein Mönch, der ist derjenige, der sagt, so funktionieren eigentlich Vererbungsregeln. Vergisst man wieder. Es fällt aus der Kultur raus. Es braucht 50, 60 Jahre, bis jemand sagt, das ist doch eigentlich, das hat er doch da schon aufgeschrieben. Interessant, dass die Kirche selber, diese sehr fragwürdige Institution, dass aus ihr die Menschen entstehen oder da sind, die sagen, Moment mal, Landwirtschaft, da gibt es doch Züchtung, das ist doch nicht irgendwie, da liegen doch Regeln in diesem Pflanzen, in dieser Lebenswelt.

Und bei den Tieren ganz genauso. Bei den Tieren ist das die Zeit, in der in kurzer Zeit, in wenigen Jahrzehnten, maximal ein, zwei Jahrhunderten, die vielen wunderschönen Rassen entstehen. Vorher ist das ein ziemliches Chaos. Das sind halt rote und das sind halt eher die dunklen, das sind eher die hellen Typen und so. Und das ist in jedem Dorf, in jeder kleinsten Gegend irgendwie, und jetzt kriegt man ein Bild, so soll das sein, was für uns hier gut ist. Und dann verfolgt man das ziemlich knallhart und ziemlich extrem und damit sind natürlich auch viele Probleme verbunden mit dieser Art der Selektion. Und es entstehen eben diese vielen, vielen dann auch wirklich festgelegten, beschriebenen Rassen.

Und immer ist bei diesen Fragen, auch hier schon, der Außenblick auf Landwirtschaft erforderlich. Entweder sind es Landwirte, die selber sich sozusagen wie rausbeamen können, aber in aller Regel kommen die wesentlichen Innovationen des 19. Jahrhunderts von Menschen, die Landwirtschaft nur so gesehen haben, die nicht drinne stehen. Die gehen dahin und sagen, Moment mal, das kann man doch viel besser, viel einfacher, viel pfiffiger machen. Und das ist bei der Züchtung ganz entschieden auch der Fall. Dass Menschen so von halb draußen kommen und sagen, Moment mal, also ich würde doch mit denen und das so und so. Also nicht bei den Haustierrassen allein schon die Beschreibung, dass man sagt, so soll das ideale Schwein bei uns aussehen. Das und das soll es alles können oder aufweisen oder sich verhalten und so weiter. Das ist oft nicht aus der Landwirtschaft geschehen, sondern das waren Leute, die sozusagen am Rand der Landwirtschaft standen, die irgendwas anderes und dann, so muss das sein. Und dann wurde ein Zuchtverband gegründet und dann wurden Selektionskriterien und Mess, wie misst man das jetzt und so weiter entwickelt.

3. Innovation (Stoffe): Justus von Liebig und der neue Blick auf die Nährstoffe 00:31:51

Ja, vielleicht reicht das schon, um ein bisschen zu merken, es geht da eben auch um Züchtung, es geht um diesen anderen Blick. Und jetzt Vorsicht, wie ganz am Anfang von Landwirtschaft nicht bleibt, nicht dabei stehen, dass ihr Pflanzen und Tiere nur betrachtet, sondern es ist immer der Boden mit einzubeziehen. Vom Tag 1 an. Das ist, eine Landwirtschaft ist keine Erfindung nur Haustiere und Kulturpflanzen, sondern muss sein Kulturboden. So was gibt es gar nicht in der Natur. Ein geöffneter Boden, ein Boden, wo alles weggemacht wird und wo jetzt was bestimmtes wachsen soll und das besonders locker ist, das besonders oxidiert ist und so weiter. Das ist ein Kulturboden und so geht das hier weiter. Diese Züchtung ist jetzt, im Grunde genommen gibt es denselben Blick auch auf den Boden. Wie muss es denn sein, damit die Kultur möglichst optimal wächst?

Und das führt zu dieser Frage, was sind denn überhaupt diese Stoffe, die da im Leben erscheinen? Das was um Justus von Liebig, da könnte man jetzt einige Chemiker nennen, die am Anfang des 19. Jahrhunderts, 1820, 1840, 1850 plötzlich diese Frage stellen, was ist denn das eigentlich? Da entsteht was, das nehmen wir raus, damit ernähren wir Menschen. Wie kann das denn sein? Und warum wird das nicht weniger? Wo kommt das eigentlich her? Und so weiter. Und man untersucht, man fängt an zu sagen, ja da ist doch Kalium drin. Und wie viel Kalium? In welcher Form? Aber wo kommt das her? Ah, das gibt es ja auch im Boden. Da gibt es sehr große Unterschiede in den Böden. Wie wird das mehr und wie wird das weniger? Ah, in der Holzasche ist es extrem hoch. Und so weiter und so weiter.

Also man fängt an einen völlig neuen Blick auf die Pflanze und auf die Tiere. Was ist denn da drin? Und wo kommt denn das her? Und wie kann ich das vielleicht ein bisschen optimieren? Und zunächst würden wir ja heute sagen, ist das ein sehr nachhaltiges Vorgehen. Justus von Liebig sagt, also wir müssen doch schauen, wo kommen die Stoffe her? Und wenn wir die da wegholen und damit Menschen ernähren, müssen wir doch dafür sorgen, dass die da wieder hinkommen. Das ist doch eigentlich sehr nachhaltig. Und die Lösung ist eben da nicht zu sagen, oh wir müssen aufpassen, dass uns die Holzasche nicht davonfliegt oder so, sondern, das hat man immer schon gemacht, dass man die irgendwie mit in den Kompost integriert hat, sondern wo gibt es denn dieses Kalium? Ah, das kommt da nicht Mitteldeutschland, aus den Tiefen der Erde, aus den großen Salzdomen. Und man beginnt schon im 19. Jahrhundert den Abbau des Kaliums aus dem Salz, muss das dann sehr aufwendig aufbereiten und kommt dann zu dem Kalimagnesia und so weiter und so weiter und entwickelt eigentlich aus dieser Betrachtung diesen Ansatz, wir brauchen Düngemittel, die besonders konzentriert die notwendigen Nährstoffe dahin bringen.

Und wir sehen, dann wächst es wirklich richtig gut. Und richtig gut heißt nicht 5 oder 10 Prozent mehr, so an der Messbarkeitsgrenze, auch nicht 20 Prozent mehr, sondern 200 Prozent. Bitte das Doppelte und Dreifache. Und das tut erstmal natürlich wahnsinnig befriedigen und findet man wahnsinnig cool. Und man braucht das auch, weil jetzt ist diese Maschinerie, diese riesige, ja auch irgendwie tragische Entwicklung der Industrialisierung im Gang. Und viele, viele Menschen brauchen Nahrung. Und es ist immer noch wahnsinnig knapp. Und alles, was Mehrertrag bedeutet, bedeutet, es sind Menschen auch satt.

Muss man sich gut vorstellen, auch schon das 19. Jahrhundert, nicht nur erst mit den Kriegen und so, sondern permanent ist genau ab diesem Beginn der Neuzeit, obwohl die Erträge explosiv hochgehen, immer Knappheit. Das ist erst in unserer Kultur jetzt Ende der 60er, Anfang der 70er. Am Ende der 60er gibt es die ersten Wissenschaftler, die sagen, das passt alles so nicht. Wir haben eine gnadenlose Überproduktion in der Landwirtschaft. Das ist ganz, ganz neu. Bis dahin ist immer knapp, knapp, knapp.

Wir kommen da nochmal hin, wenn wir dann über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sprechen, Erzeugungsschlacht. Man hat den Krieg fortgesetzt gegen die Natur, Masse produzieren, koste es, was es wolle. Wir brauchen einfach Masse, Menge. Wir müssen viele Menschen satt kriegen. Welche Qualität diese Nahrungsmittel haben, was wir dafür alles sozusagen opfern, was für Kollateralschäden in dieser Schlacht passieren, ist alles egal. Wie der Boden nachher aussieht, Hauptsache wir können weiter höhere Erträge haben. Das ist dann eben nach dem Zweiten Weltkrieg, aber jetzt im 19. Jahrhundert muss man einfach gut verstehen, obwohl es eine rasante Entwicklung gibt, es reicht immer nicht. Es ist immer eigentlich zu knapp. Und das lässt schon viele merkwürdige Entwicklungen. Man steht dann vor irgendeinem Phänomen und sagt sich, warum hat man das eigentlich so entwickelt? Ja, man muss immer denken, es gibt einen wahnsinnigen Druck auf Landwirtschaft, auf Gartenbau, mehr, mehr, mehr, mehr. Und eigentlich ist das vollkommen bescheuert, vollkommen blöd und es sind viele Probleme damit verbunden. Aber das ist gar nicht die Frage, sondern die Frage ist, wie kann mehr entstehen, damit mehr Menschen ernährt werden können.

Die Theorie der Minimumtonne: Eine "Viertelwahrheit" 00:38:14

Ja und bei der Mineraldüngungstheorie kommt es ja dann zu dieser berühmten Minimumtonne, die irgendwie schon auch eine geniale Idee ist und gleichzeitig auch eine sehr interessante Idee ist mit großen Problemen, weil sie das Spiel, das Leben zwischen Boden und Pflanze, diese hochkomplexe, super geniale Sache, was da von der Pflanze zu dem Boden, von dem Boden zu der Pflanze, weil sie das reduziert auf eine ganz mechanische, einfache Viertelwahrheit. Die Wahrheit ist eben nicht mit der Minimumtonne allein zu erklären.

Die Minimumtonne ist, glaube ich, jedem bekannt oder wer kennt sie nicht? Ah ja, dann sage ich es kurz. Man hat sozusagen die Idee, ein Potpourri, ein Kanon von Mineralien sind notwendig für das Pflanzenwachstum, nämlich die, die ich nachher auch heraus analysieren kann aus der fertig gewachsenen Pflanze und die können jetzt vorhanden sein in löslicher, für die Pflanze erreichbarer Form oder nicht. Das ist die Vorstellung. Ich betone, es ist eine Vorstellung und wenn die nicht vorhanden seien, dann seien sie doch bitte zu Düngen hinzubringen und zwar in pflanzenverfügbarer Form. Und das führt dazu, dass man jetzt sagt, naja, das sind eben 10, 12, das werden im Laufe der Zeit immer mehr solche Nährstoffe oder auch Spurenelemente und ja, man kann sogar sagen noch feinere Stoffe und die sind alle eben im Gleichgewicht zu halten, nämlich in dem Gleichgewicht, welches zu dem passt, was die Pflanze jetzt braucht. Das sind alles Vorstellungen und dann sagt man, okay, jeder Nährstoff ist eine Daube eines Fasses, eines Weinfasses und wenn davon wenig da ist, dann ist das nur so viel und wenn viel davon da ist, dann ist das so viel und dann kommt es eben zu diesem Fass mit unterschiedlichen Höhen und dann eben dieses Bild, ja, ihr könntet zwar so viel Wachstum haben, aber ihr habt nur so viel, weil da ist der Minimum, da ist das Minimum-Element, weil das Kalium so knapp ist, kann eben das Magnesium und der Kalk und was alles da ist für ein gutes Pflanzenwachstum, was viel mehr ist, das kann alles nicht genutzt werden, weil der eine Stoff im Minimum ist, das ist die Minimumtonne.

Und das ist ein komplexer Gedanke, der manche These enthält und wenn man die These versteht und weiß, dass es eine These ist, ist es eine pfiffige Geschichte, es ist natürlich was Wahres, weil die Pflanze wirklich Nährstoffe aufnimmt und braucht, aber es ist eben gar nicht geklärt, weil man es damals auch gar nicht wissen konnte, dass viele von diesen Stoffen in einem komplizierten Prozess von Boden, Mikrobiom und Pflanze neu entstehen können, als pflanzenverfügbare Stoffe aus dem mineralisch Fixierten und dass es etwas gibt, was dann in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts erst so richtig systematisch klar wurde, die aktive Nährstoffmobilisierung aus dem Untergrund, aus dem Gestein oder aus dem Verband des nicht pflanzenverfügbaren. Und das hat dann 150 Jahre erst mal richtig gedüngt und viel zu viel zum Teil und auch viel Geld und viel Aufwand und viel Lebensenergie für die armen Bergleute da im Kali-Bergbau und so weiter. Und dann eben 150 Jahre später entdeckt, also die Theorie ist zwar nett und interessant, aber sie ist nicht vollständig und die Art, wie sie angewendet wurde, enthält viele Fehler und man kommt mit einem Drittel oder der Hälfte der Düngermenge genau zum selben Ziel. Also das mehr hilft mehr, viel hilft viel, dass das eben doch nicht zutrifft. Das hat dann lange gedauert. Nicht nur beim Kalium, bei vielen anderen Substanzen ist es dann langsam rausgekommen, abgesehen von dem Problem der Kollateralschäden.

Liebigs Selbstkritik und das Rätsel des Stickstoffs 00:42:46

Und jetzt können wir sagen, Justus von Liebig, ich finde ihn schon wirklich einen genialen Wissenschaftler für seine Zeit. Unglaublich, weil er auch eine gewisse, obwohl er ein arroganter Typ gewesen sein muss und so ein Unternehmer gleichzeitig auch und auch sich sehr gut verkaufen konnte, gleichzeitig war er ein selbstkritischer Wissenschaftler. Er hat sich selber in Frage stellen können bis ins hohe Alter und das ist schon eine unglaubliche Leistung. Ich habe da schon auch sehr großen Respekt.

In den letzten Jahren seines Lebens schreibt er in den sogenannten chemischen Briefen, da stimmt was nicht. Bei meiner ganzen Düngertheorie, da ist alles Mögliche richtig, aber mit dem Stickstoff stimmt was nicht. Das müsste man doch eigentlich nochmal ganz neu anschauen. Er hat 40 Jahre lang mit wahnsinnig vielen Assistenten in Laboren und in Feldversuchen und so weiter ganz viel geklärt, auch viele Stoffe überhaupt erst richtig identifiziert, wie sie sich verhalten und was sie sind und so. Und dann kommt er zu diesem Punkt, mit dem Stickstoff, das stimmt noch nicht. Das passt nicht, was ich da alles geschrieben habe. Viele, viele Veröffentlichungen, großen, großen wirtschaftlichen Erfolg und so. Und so stirbt er, ich weiß gar nicht ganz genau, 1876 oder irgendwie in den 70er Jahren, meine ich. Und es ist nicht richtig geklärt, was eigentlich mit dem Stickstoff los ist.

Und wie ihr ja wahrscheinlich wisst, kann man sagen, ist der Stickstoff dasjenige Element der Stoff in der Landwirtschaft, der am schnellsten und am stärksten diese treibende Kraft hat. Ich sage jetzt absichtlich nicht düngende Kraft, sondern eigentlich wie Treibstoff ist für das Pflanzenwachstum und am krassesten eigentlich immer zu sehen ist und am krassesten eigentlich eine Wirkung entfaltet.

Die Entdeckung der Leguminosen (Hellriegel) 00:45:04

Und 20, 15, 20 Jahre nach Justus von Liebig kommt ein Wissenschaftler, der endlich kapiert, da ist etwas mit diesen Leguminosen. Diese Leguminosen ticken anders und entdeckt diese stickstofffixierende Wirkung der Knöllchen, dieses wunderbaren symbiotischen Geschehens zwischen den Bakterien des Bodens und der Pflanze und auch schon Hellriegel. Und auch schon wird ihm klar, das hat eine Wirkung über diese einzelne Pflanze hinaus. Er beobachtet nämlich, dass das Gras, dass andere Pflanzen, die daneben stehen, irgendwie mit besser wachsen, dunkler sind, breitere Blätter haben, schneller wachsen und so weiter. Also typische Stickstoffwirkungssymptome, typische Stickstoffwirkung an den Nachbarpflanzen.

Das heißt, da muss es etwas geben, was über die Pflanze, Leguminosenpflanze, über den Klee, über die Luzerne, über die verschiedenen, auch holzigen, also vom Ginster bis zum, was ist alles, Goldregen und so weiter. In den Tropen und Subtropen gibt es ja noch viel mehr mehrjährige Leguminosen. Darüber hinaus muss etwas sozusagen ausströmen, sich verteilen in den Boden. Und nach kurzem ist es natürlich klar, diese Knöllchen sind eine relativ kurze Bildung. Das ist hochkompliziert, bis heute nicht ganz zu Ende geklärt. Da wird immer noch sehr intensiv dran geforscht, wie diese Mikroorganismen eigentlich einwachsen können in die Pflanze. Da gibt es eine richtige Kommunikation zwischen Mikroorganismus und Pflanze. Die Wissenschaftler heute sagen, das ist wie ein Anklopfen. Die Mikroorganismen kommen an diesem, sind im Umfeld dieser Wurzel und kommunizieren mit der Wurzel. Und die Wurzel muss sozusagen, die Pflanze muss sozusagen bereit sein, die einzuwachsen, weil sie aus ihrer Evolution heraus natürlich alle möglichen Abwehrmechanismen hat, um Mikroorganismen gerade nicht einwachsen zu lassen und hereinkommen zu lassen.

Und das geschieht. Und dann entwickelt sich eben in wenigen Tagen oder nach kurzer Zeit dieses unglaubliche Spiel, dass die Pflanze aus dem Licht, aus dem Assimilieren, die Mikroorganismen mit versorgt mit Zucker und die Mikroorganismen dann in die Lage kommen, ohne 400 Grad Celsius, ohne 200 Bar Druck Stickstoff zu oxidieren, aus der Bodenluft. Also den eben aus dem elementaren Stickstoff aus der Luft, wo er völlig inaktiv ist, wo er gar nichts macht, so zu verändern mit viel, viel Energie, dass er eben lebenszugänglich wird und von den Pflanzen benutzt wird und diese dunkleren, üppiger wachsenden, wässrigeren, quellenderen Pflanzen erzeugt. Und diese Stickstoff- oder diese Knöllchen-Symbiose, diese Stickstoffproduktion wirkt dadurch auf die Nachbarpflanzen, weil diese Knöllchen ständig entstehen und ständig vergehen. Und da wo sie vergehen, da können andere Pflanzen dann davon partizipieren.

Ja, man kann sogar sagen, die Leguminosen selber in ihrem Stroh, in ihren Blättern, vor allem auch in ihrer verrotteten Wurzelmasse sind nochmal eine spezielle Düngung für den Acker oder für das Gemüsebeet, auch im Grünland, weil sie selber schon so stickstoffreich sind, dass ihr die Zersetzung ihrer Wurzel schon wie eine düngende Wirkung hat für die anderen Pflanzen. Nirgendwo ist das C-N-Verhältnis im Pflanzenreich so eng wie bei der Pflanzenmasse, auch der Wurzelmasse der Leguminosen.

Die künstliche Synthese: Haber-Bosch und die militärische Nutzung 00:49:28

Und 20 Jahre, 15 Jahre, ja noch nicht mal, ich glaube 10 Jahre später, kommt jetzt in einem Labor, alle, ganz viele Spitzenchemiker forschen daran, kommt es in einem Labor zu dem Durchbruch, man kriegt das auch, ja wie soll ich sagen, chemisch-physikalisch hin. Ein Lichtbogen, mehrere Zentimeter, 5000 Volt Spannung, geschlossener, geschlossener Körper, also geschlossenes Gefäß und jetzt kommt ein kleiner Teil des Luftstickstoffs in diesem Lichtbogen, wird der auch oxidiert, wird auch sozusagen aus dem toten Stickstoff zu lebendigem oder veränderbarem Stickstoff, beweglichem, lebenszugänglichem Stickstoff.

Und dann kommt ein zweites Verfahren, ganz anders, es gibt mehrere, es wird an mehreren Stellen und mit mehreren Verfahren das entdeckt, wie man das machen kann. Weil es klar ist, es muss es geben. In der Erde ist eigentlich nur Stickstoff am Leben fixiert, nur am Humus, es gibt bis auf wenige Ausnahmen, es gibt keinen Stickstoffgestein und in der Luft ist so viel, irgendwie muss das möglich sein. Irgendwie gehört das zum Leben dazu, dass diese Luftstickstoff, dass der ins Leben überführt werden kann. Und man weiß schon ja, bei den Säugetieren und bei den Vögeln in der Verdauung passiert da irgendwas und so weiter, aber man hat es noch nicht richtig klar und jetzt wird das entdeckt.

Und die Spitze ist dann eben Haber und Bosch, wieder alles Deutsche, das ist interessant. In dieser Phase sind ganz wenige Engländer, Franzosen, Amerikaner. Es sind hauptsächlich die Deutschen, in denen diese Stickstoffgeschichte passiert. Und dieses Haber-Bosch-Verfahren wird als das ökonomischste entdeckt. Und jetzt kommt eben das Deutsche Kaiserreich dazu, die politisch-gesellschaftliche, militärische Auffassung. Das heißt, es wird klar, wir brauchen den Stickstoff für den Sprengstoff. Wir brauchen den für die Militärtechnologie. Wir brauchen ihn für jede Explosion. Wenn wir Krieg führen wollen, brauchen wir Explosionsstoff.

Und der kam bis dato eben vor allem aus der Atacama-Wüste in Peru und der Nachbarstaat. Die Atacama-Wüste ist nicht in Nordchile, sondern man hatte die Vorstellung, wenn Deutschland abgeschnitten wird über den Seeweg von diesem Stickstoff, dann kann es nach kurzer Zeit keinen Krieg mehr führen. Und deshalb brauchen wir eben diese Stickstoff-Synthese aus der Luft. Und so wurde das zum militärischen Forschungsfeld erklärt. Und diese Forschung passierte mit einem wahnsinnigen Druck, mit unglaublich vielen Mitteln und Unterstützung. Alles militärisch. Eine furchtbare Entwicklung. Auch wie viele Menschen dabei ihr Leben gelassen haben. Allein schon bei der Erforschung dieses Verfahrens, weil es da immer wieder zu heftigen Explosionen kam. Hier im Ludwigshafen, bei der Badischen Soda- und Anilinfabrik BASF. Und dann in Leuna, in Mitteldeutschland. Da ist dann, ich glaube, ab 13 oder 14 wird da die erste industrielle Anlage gebaut. Und das gibt eben die Möglichkeit, in einem noch viel größeren Maße zu töten. Der Stickstoff als das Mittel, mit dem der Tod von Mensch zu Mensch bewerkstelligt wird. Das muss man ganz klar sagen. Da steckt ganz viel hinter dieser Forschung, hinter der Anwendung, hinter den unglaublichen Tragik und Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts.

Vom Sprengstoff zum Dünger: Die Landwirtschaft als neuer Markt 00:54:10

Und jetzt kommt der Erste Weltkrieg. Und es ist immer noch dieselbe militärisch, politisch superkonservative, furchtbare Regierungs- und Militärmacht in Deutschland am Ruder. Und es ist klar, 1916 müsste dieser Krieg aufhören. Wenn es nicht dann, genau dann, wenige Wochen vorher endlich soweit ist, dass man diese Synthese des Stickstoffs im großen Stil industriell hinkriegt. Und damit diesen Krieg weiterführen kann. Und man kann ja sagen, zum Glück oder wie auch immer, endet dieser Krieg ja dann damit, dass Deutschland den nicht gewinnt. Und diejenigen, die um Deutschland rum sind, die Franzosen, die Engländer, die Amerikaner, die dann auch in den Krieg eingetreten sind und so weiter, die dann sagen, ja, also ihr habt ihn verloren und wir müssen eine Friedensverhandlung führen. Und das führt ja zu einem sogenannten Diktatfrieden von Versailles, wobei man ganz klar sagen muss, 40, 50 Jahre vorher, 1870, 1871, haben die Deutschen das mit den Franzosen gemacht. Also das ist auch eine Retourkutsche. Es ist viel komplexer, als man das so meistens beschreibt.

Jedenfalls das Ende ist dann, dass man sagt, also Deutschland muss entmilitarisiert werden. Und diese Entmilitarisierung ist ja ziemlich durchgreifend und ziemlich weitgehend. Und damit ist plötzlich dieser Industrie klar, abgesehen davon, dass dieses ganze superkonservative nationalistische Regime und diese ganze Weltauffassung, die dahinter steht, dieses militärisch-monarchische weg ist, ist diesen Unternehmern klar, mit der Militärtechnik wird das nichts mehr mit dem Stickstoff. Wir brauchen einen anderen Verbraucher oder wir müssen damit wieder aufhören. Und jetzt entdeckt man die Landwirtschaft als Verbraucher.

Ganz wichtiger Punkt, der Stickstoff in der Landwirtschaft ab 1919, 20, 21 ist nicht, weil jemand gesagt hat, wir brauchen den dringend in der Landwirtschaft, sondern weil er da war. Und weil man ihn relativ billig jetzt erzeugen konnte und weil man unglaubliche Effekte damit erreichen kann.

Abschluss und Arbeitsanweisung 00:56:53

Und dazu würde ich dann gerne morgen weitermachen. Wir sind also jetzt im 20. Jahrhundert angekommen mit aller riesigen Tragik, die sehr verbunden ist mit dem Stickstoff. Und wir werden diesen Bezug zur Landwirtschaft selber morgen weiter verfolgen.

Und ich würde jetzt noch mal darum bitten, sich das innerlich vor Augen zu führen, was ich jetzt erzählt habe, was ich am Samstag und Freitag erzählt habe. Und nochmal ein paar Minuten Ruhe, wo man einfach sich Fragen festhalten kann. Weil wir werden dann morgen noch zu dem Stickstoff und dieser Situation der 20er Jahre, der Entstehung der biodynamischen Landwirtschaft uns beschäftigen. Und dann brauchen wir noch einen Tag und dann sind wir durch. So dass wir vielleicht Mittwoch oder Donnerstag wirklich das abschließen können, diese ganze Zurückbetrachtung und die Fragen dann brauchen, die ihr unterwegs gesammelt habt, wenn wir da noch weiter irgendwo vertiefen wollen. Also in diesem Sinne jetzt fünf Minuten einfach Ruhe, dass jeder, der das möchte, sich nochmal das so durch den Kopf gehen lassen kann, was wir alles gesprochen haben und wo er gerne nachhaken würde. Und diejenigen, die jetzt einen Kaffee trinken gehen wollen oder rausgehen wollen, ganz leise einfach, dass die anderen sich noch ein bisschen konzentrieren können. Herzlichen Dank.

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