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8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025
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+++ Stand 12. November 2025: Dieser Text ist eine automatische Transkription und muss noch von Hand überarbeitet werden. Du kannst hier gerne MitTun? +++
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Transkription 8. Folge vom 12. November 2025
Einführung: Reflexion der Beobachtung 00:00:25
Ja, vielleicht können wir noch mal eine Minute uns konzentrieren und einfach auf dieses eine Wort, was, wie würde ich das, was mir da entgegengekommen ist, wie würde ich das benennen oder betiteln? Was von diesem, mit dieser Frage, was machen die, wo sind die, wie, was empfinden die, wie fühlen die sich, was passiert da?
Ein Wort. Eins. Okay, was gibt es noch? Kosmos, Harmonie, Trance. Trance geschrieben mit C, ne? So, oder? Innen. Ruhe. Unglaublich, ja. Einheit. Hingabe. Präsenz, ne? Entschuldigung. Konzentration, wer meint's? Super. Will noch jemand was? Zeitlos. Toll, ja. Auf was? Auf uns jedenfalls nicht so sehr, jedenfalls nach kurzem nicht mehr. Das ist deutlich, ja. Ja, toll, toll.
Also sind ja eigentlich alles, fast alles Eigenschaften oder Tätigkeiten oder Aspekte von einer inneren Haltung, einer, ja, Art bestimmter Lebendigkeit gepaart mit einem, ja, wie ist man dabei? Es ist super. Es hat beides. Es hat eben dieses, das ist ein hohes Grad an, hoher Grad an Lebendigkeit oder Aktivität oder Fokussierung ist da auch im Spiel, obwohl die jetzt nicht äußerlich fokussiert sind, sondern innerlich. Aber da ist eine ganz starke Aktivität. Gut, gut.
Ja, vielleicht nochmal zu diesen drei Tellerchen da. Was war eigentlich überraschend oder was ist da erstaunlich? Vielleicht können wir es gerade nochmal zeigen. Dieser frische Mist, so wie er da lag, jetzt nicht gequetscht, da sieht man sogar so ein ganz bisschen diese glänzende Schicht, die oft außen ist, diese Ringe, eigentlich sehr homogen. Und dann nach kurzem diese Trennung. Und jetzt hat sich das hier noch weiter getrennt. Auf dem Teller ist unten noch so ein bisschen so was Feines wie so ein Staub und so eine bräunliche, leichter Grünstich, so eine Soße. Und das Erstaunlichste ist eigentlich das hier, was dann wirklich gar nicht mehr abfärbt. Wenn man das ausdrückt, kommt wieder klares Wasser raus. Und diese merkwürdige Oberflächenstruktur. Ich würde sogar dazu raten, das hier einfach ein, zwei Tage im Raum hier stehen zu lassen und wirklich trocknen zu lassen. Und es auch nochmal, dann guckt es euch morgen nochmal an, fühlt morgen nochmal. Das ändert sich noch ein bisschen. Es muss dann schon auch jetzt bald trocknen, sonst passiert noch was anderes. Also dann gehen wieder weitere Prozesse los. Das meine ich jetzt nicht, sondern einfach, wie es sich ganz trocken dann anfühlt.
Was ist das Überraschende an diesem hier? Hättet ihr damit so gerechnet? Nee, das war viel weniger. Ich habe sogar da noch was im Sieb gelassen und weggespült. Ich wollte es halt auch schnell machen. Man kann das sehr ordentlich mit ganz wenig Wasser machen, dann ist es sehr konzentriert, dann ist das wirklich dunkel und das ist dann auch noch heller als es jetzt ist, wenn man das ordentlich und langsam macht über eine Viertelstunde. Mir ging es eigentlich erst mal darum, das überhaupt zu zeigen, dieses Gefühl zu haben. Und jetzt vielleicht noch das Letzte. Was ist überraschend? Ja, schmierig, glitschig. Und was noch? Spitzig. Ja und was überrascht noch? Ich fand es dann doch auch überraschend, wie viel Heureste und so man noch sieht. Und das kann richtig extrem sein, wenn man jetzt eine ganz bestimmte Fütterung hat, nur mit einem Futtermittel, wie man das wirklich förmlich noch erkennt. Wenn man die Pflanze dann gut kennt und so. Das ist wirklich das Gängelige davon noch gut zu sehen. Ihr könnt es ja nochmal rumgehen lassen, weil das ja schon interessant ist.
Ja und jetzt, weil uns die Zeit sonst einfach, wir haben die Zeit nicht, aber das könnt ihr jetzt auch, glaube ich, gut mir einfach glauben oder das erzähle ich einfach. Wenn wir das Ganze machen mit einem Kot, der jetzt eine Woche alt ist. Und wenn wir das Ganze machen mit einem Kot, der zwei Monate alt ist, der jetzt wirklich auch schon in einem Rotte-Prozess ist, dann geht das so nicht. Dann verläuft das völlig anders. Dann geht gar nicht das so, dass man einfach schnell so eine braune Soße hat und die dann auch sehr schnell sehr klar wird und dieses Strohige eben übrig bleibt. Sondern jetzt kommt dann, nach ein, zwei Wochen beginnt das und nach zwei Monaten ist es dann ganz perfekt eine Einheit. Das lässt sich gar nicht so trennen. Da kann man dann, natürlich kann man was auswaschen, es hört dann sehr schnell auf. Das bleibt dunkel und es bleibt nicht mehr rau. Es ist viel cremiger, schleimiger, homogener und man hat eigentlich den Eindruck, dass was einem hier sozusagen äußerlich wie vorgegaukelt wird in so einem Fladen, das ist dann erst wirklich nach zwei, drei Wochen, ein, zwei Wochen ist es homogen. Jetzt ist es da. Mit ein paar Tropfen Wasser, mit ein bisschen Zeit, mit so ein bisschen Rühren trennt sich das auf.
Also das kommt erst durch die Zeit und natürlich durch was noch? Was passiert in dieser Zeit? Bakterien, mikrobielles Leben, massiv, was da jetzt tätig wird und wir riechen ja nicht, wenn der Kot eben riecht, wir riechen eigentlich nicht viel vom Kot, sondern wir riechen die Folgen, die Stoffwechselprodukte dieser Mikroorganismen. Und das kann ganz schön bissig sein und massiv und es kann sehr mild sein und so weiter. Da gibt es eine riesige Spanne, weil das eben wirklich das oft eigentlich die gasförmigen Reste der mikrobiellen Tätigkeit, so muss man vielleicht sagen. Das ist das, was uns geruchlich entgegenkommt. Da ist jetzt natürlich durch das Auswaschen ist gar nicht viel und vielleicht genügt das schon, um diesen Mist erst mal zu fassen, diesen Kot. Es ist ja noch Kot und es hat noch gar kein Stroh oder Holz oder sowas dabei.
Und jetzt, wenn ihr das da seht, dieses helle, strohige, raue, wie kann man sagen, das ist so, jemand hat das vorhin gesagt, die Oberfläche so körnig. Jemand hatte noch ein besseres Wort. Egal. Das würde man ja überhaupt nicht erwarten und wenn man aber jetzt was dazu tut zum Kompostieren oder zum Rotten, dann ist das das genau, was man dazu tut. Das hat ja sogar fast die Farbe des Stroh. Ihr habt die Tiere gesehen auf diesem wunderschönen, goldenen, gelben Stroh. Auch wie genussvoll die da liegen. Es ist natürlich auch ein bisschen warm von unten und das drückt sich genau so, wie sie liegen. Es ist super bequem, super angenehm, auch wenn es dann richtig kalt ist und man bei jeder dann, wenn es dann so Minusgrad hat, wenn es mal Minus 5 oder Minus 10 ist, dann machen die noch einen viel glücklicheren Eindruck da, weil sie liegen auf diesem Wärmebett und genießen auch dieses Ausatmen und die kalte Luft reinholen und damit zu spielen. Also dieses Stroh, was wir dazu tun, was eigentlich uns fast erst mal so erscheint oder entgegenkommt, oder wir den Eindruck haben, es sei ganz ähnlich wie das, was da übrig bleibt. Und das stimmt auch, was da übrig bleibt, sind die Fasern, sind die Stängelteile, sind die Stängelteile der kleinen Blättchen und so weiter. Gut, ich würde das erst mal einfach stehen lassen. Ich würde euch raten, diesen Teller mit dem Ausgewaschenen noch ein bisschen hier zu behalten. Das andere können wir nach der Stunde dann auch gleich wieder rausschaffen.
Das physiologische Wunderwerk: Die Verdauung des Wiederkäuers 00:14:59
Und wir würden uns jetzt fragen, wie kann man das, was da innen passiert, beschreiben, um dann im nächsten Schritt auch noch zu fragen, wie kann man das eigentlich verstehen und wie kann man das jetzt beziehen auf den ganzen landwirtschaftlichen Organismus. Also die Überschrift ist jetzt für diese Frage die Verdauung des Wiederkäuers und der landwirtschaftliche Organismus. Und ich würde diese Sachen hier eigentlich gerne behalten. Ah, das kriegen wir hin.
Wir haben also als erstes mal eine Schlundröhre und die ist eigentlich jetzt so gerippt, hat so eine Röhrenstruktur und die macht hier so. Und ein paar Minuten, also eine halbe Minute später, macht sie dann so und dann macht sie so. Dann ist sie wie verschlossen. Also die kann da unheimlich hin und her bei diesem Eingang in den Pansen. Und die Schlundrinne endet da in dem Pansen an einer Stelle, die sehr besonders ist, die besprechen wir dann gleich noch. Und hier haben wir jetzt auch so eine Situation, die wie so ein Pförtner, wie so ein Organ ist, was die schleusen kann, so vielleicht mal andeutungsmäßig.
Und jetzt haben wir hier so eine Struktur, die ist eigentlich, ja man müsste sogar sagen, eigentlich ist sie viergeteilt, das deute ich nur so ein bisschen an. Eine ganz, ganz merkwürdige Lage da im Tier drin und ich wickele das sozusagen aus. Ich tue das eigentlich schon so zeigen, wie es gar nie im Leben ist, weil sonst kann ich es nicht zeichnen. Ich müsste das sozusagen dreidimensional da so nebeneinander, übereinander, hintereinander zeichnen. Ich habe sozusagen das rausgelegt und ein bisschen auseinander genommen. Es ist also nicht die ganz natürliche Lage.
Und jetzt ist da etwas drinnen die ganze Zeit, das ganze Leben, was ungefähr so eine Befüllung ist. Und die ist jetzt ganz schlecht gezeichnet. Eigentlich müsste ich die so zeichnen, bisschen diese Strukturen nachzeichnen. Und das Wunder ist, das Ganze ist ständig in Bewegung. Deshalb ist es auch ganz schwer da irgendwie zu sagen, so ist das jetzt, sondern das ist eigentlich permanent anders. Und das sortiert sich und mischt sich. Also es ist wirklich widersprüchlich. Da gibt es Partien, die sind mehr flüssiger und Partien, die sind ein bisschen fester. Und dann gibt es auch eine Stelle, die eben, jetzt zeichne ich die hier oben, die ist im Tier, ist es auch nochmal ein bisschen komplizierter. Ich muss das irgendwie ein bisschen verallgemeinern. Und da ist es so, dass man eigentlich eine Art Gasblase hat. Das ist auch schon zu einfach gesagt, aber ein bisschen so ist es. Man kann sagen, hier gibt es einen Bereich, so ist vielleicht ganz gut, der wie so eine Gasblase ist.
Und nun wird es eben hier herunter geschluckt und da hereingeholt. Und wenn das Tier auf der Weide ist, dann ist es ja ein wunderschön saftiges Häppchen da vom Gras. Und jetzt muss man das korrekterweise eigentlich so zeichnen, dass schon in dem Moment, wo es hier hereinkommt, das aufhellt. Also diese ganzen Häppchen, die da jetzt gefressen sind, die sollen hiermit angedeutet sein, die werden sehr schnell sehr hell. Das allererste, was man sagen kann, ist in diesem ganzen Prozess geht es in wenigen Sekunden, eigentlich halbe Minute, Minute. Dass die grüne dunkle Farbe wie aufgelöst wird, wie verschwindet. Geht sehr sehr schnell. Das, was sozusagen von den Blättern als Farbigkeit, als grün, als stickstoffreiche, sofort auch lösliche, wässrige, ja eigentlich gerade nicht Struktur, sondern Wässrigkeit kommt. Das wird als allererstes verwandelt. Und es wird ganz offensichtlich eben etwas davon hier an diesen Wänden resorbiert und das Ganze ist dann sehr schnell hell.
Und wenn die Kuh da draußen auf der Weide mal so anderthalb Stunden gerupft hat und geschluckt hat, dann ist sie knackevoll. Sie steht ja da so ein bisschen im Wechselschritt und haucht erst das Futter so ein bisschen an, so ein bisschen unentschieden. Dann wird es so auf dieses nasse Flotzmaul, was einem so an Luft zurückkommt oder das betaute Futter so abgeleckt und dann entweder geht man noch mal zwei, drei Schritte weiter oder plötzlich beginnt es, dass man da dann mit der Zunge gegen diese Kauleiste am Oberkiefer, da sind ja gar keine Zähne, wird das gegengerupft und abgerissen und abgeschluckt. Und es geht dann sehr sehr schnell und sehr sehr, ja als wäre sozusagen wie so ein Entschluss und dann passiert das so in einem Rutsch. Es ist eigentlich fast mechanisch und das ist ja sehr gefährlich, weil die Tiere in dem Zustand eigentlich gar nicht gut unterscheiden oder gar nicht gut in der Konzentration sind, was schlucke ich da eigentlich. Es ist wirklich wie so dieses Hauchen und mit dem Feuchten da korrespondieren mit diesem Flotzmaul, das ist ja so ein Schmecken, Riechen, irgendwie Atmen zusammen und dann wird einfach abgerupft. Und wenn da eben ein Stück Stacheldraht drin ist, wird es einfach mit abgeschluckt. Das ist ein großes Problem. Da muss man höllisch aufpassen, die Fremdkörper ist nach wie vor ein großes Thema bei allen, vor allem bei Rind und ein bisschen auch bei Schaf, bei Ziegen natürlich nicht. Die sind so wach und so genau und nee, das Blättchen ist da, will ich und so, das passiert denen nicht, dass wir irgendwie einen Nagel oder eine Krampe oder ein Stück Stacheldraht mit abschlucken. Bei den Kühen kann das gut passieren.
Da kann man sehen, wie das drin ist, das kann man ja später auch noch angucken. Wir müssen jetzt ja von dem, wie es sozusagen im Tier genau ist, mehr zu dem kommen, wie funktioniert es, was passieren da für Prozesse. Und wenn das jetzt da eben in den Pansen hereinkommt, was sind da eigentlich für Verhältnisse, was ist das eigentlich für ein Milieu, was ist da eigentlich für ein Raum, was passiert da eigentlich? Und da muss man sagen, ja, es ist nicht mehr so sauerstoffreich wie unsere Außenwelt. Und doch ist es nicht absolut anaerob, sauerstofffrei, das ist es nicht. Aber es ist massiv reduziert und wenn man sich da ein bisschen auskennt, dann würde man sagen, es hat ungefähr solche Luftverhältnisse wie in einem sehr stark belebten Boden, so in 10, 12, 15 Zentimeter. Wenn der natürlich nicht aufgebrochen ist, nicht zerstört ist, sondern wie wenn man mit so Röhrchen und Schläuchlein sich das zuführen würde. Und würde man von dieser Luft ganz alleine leben müssen, als Mensch oder als Säugetier, dann würde das gerade noch gehen, man käme ziemlich in Atemnot und man würde in so eine Trance, in so eine Bewusstseinseintrübung verfallen. Man würde nicht sterben, aber man hätte schon, könnte das wache Tagesbewusstsein nicht aufrechterhalten. Also eben, Sauerstoffgehalt, der meistens so statt eben gut 20 Prozent, was ja in der Luft um uns ist, meistens eben weit unter 10, also 9, 8, irgendwo in dieser Größenordnung. Es gibt auch 6 Prozent, aber das ist dann schon ein bisschen schwierig.
Und dann ist es eben immer dunkel und immer warm. Dunkel, warm und halb Sauerstoff, also herabgesetzte oxidative Kraft dieses Lebensbeschleunigers oder Lebensermöglichers Sauerstoff. Und es ist ständig in Bewegung. Also es gibt keinen Moment, wo das auch mal nur eine halbe Stunde alles still steht. Und natürlich sind da Mikroorganismen und in einem irrsinnigen Ausmaß. Und natürlich werden die mit diesem Futter, wenn das dann hier nach dem Pansen durch den Netzmagen und den Blättermagen dann irgendwann wirklich zu dem richtigen Labmagen kommt. Natürlich werden diese Mikroorganismen mit verdaut. Und diese Konzentration, diese Menge, die kann man sich ungefähr so vorstellen. Wir haben das ja schon gesagt, wir haben bis zu 100, 120 Kilo Frischmasse, die da am Tag geschluckt wird oder verdaut wird oder gefressen wird. Und von diesen 120 Kilo Frischmasse und wir haben ja auch gesagt sowas um die 20, vielleicht auch 22 Kilo Trockenmasse. Davon sind jetzt hier als Mikroorganismenmasse kommen da ungefähr 2 bis 2,2 Kilogramm reine Mikroorganismenmasse gehen da durch. Und wenn ihr dafür irgendwie ein bisschen ein Größenverhältnis kriegen wollt, dann könnte man ja so einen Versuch machen. Jeder kriegt irgendwie so ein kleines Schälchen und so einen Eierbecher und irgendwelche scharfen Löffel so OP-Besteck oder so und dürfte überall here auf dem Hof reine Mikroorganismen zusammensammeln. Und wir würden wahrscheinlich, die beste Fundstelle wären so Deckel von so Komposteimern oder so, wo so ein Nährrasen da drin ist. Es gibt viele Stellen, es ist auch zum Teil sehr unappetitlich, brauchen wir jetzt nicht im Detail durchsprechen. Jedenfalls hätten wir eine ganz schöne Mühe, 2,2 Kilo die Tagesverdauungsleistung eines Rindes, einer Kuh so zusammenzusammeln. Weil wir meistens ja pflanzliche oder tierische oder Boden oder wie auch immer haben und da sind Mikroorganismen drauf. Aber here diese Menge ist eben wirklich reine Mikroorganismen, das ist schon echt heftig viel.
Und jetzt kommt zu dieser ganzen Sache eben etwas dazu, was bis heute nicht ganz zu Ende erforscht ist und das ist die Art, wie sich das bewegt. Und das ist irgendwie so unterschiedlich und so komplex und so, wie das gesteuert wird. Unsere heutige Wissenschaft hat ja die Gefahr, dass man sowas nur anschaut unter dem Gesichtspunkt, wie könnte man das optimieren. An welchen Schräubchen müsste man drehen, damit es noch besser geht. Und eigentlich kommt man eben dann dadurch auch nur zu immer begrenzten Erkenntnissen, man hat dann nicht so das ganze Bild. Und wenn man aber das ganze Bild sucht, dann steht man vor dem Phänomen, dass nur allein die Rinder, die anderen Wiederkäuer nochmal auf eine ganz andere Art, nur allein schon unter den Rindern eine riesige Unterschiedlichkeit ist in Bezug auf die Art und Weise, wie diese Bewegungen passieren. Es ist ein Stück weit auch von Kuh zu Kuh so, dass es sehr unterschiedlich ist, aber es ist vor allem abhängig von dem Futter. Offensichtlich ist das Ganze ein Organ, was sehr, sehr genau, sehr, sehr flexibel, sehr, sehr schnell sich anpassen kann auf die aktuelle Futtersituation. Aktuelle Situation des Futters sind ja nur Stichworte. Und damit wird was deutlich, was glaube ich sehr, sehr wichtig ist. Wir haben hier außen drum verschiedene Muskelpakete, die das Ganze in Bewegung bringen und halten können und die eben Kontraktionen und Entspannung ermöglichen. Und diese anziehen, zusammenziehen, lockerlassen und das Ganze in einem ganz ruhigen, das dauert in Zyklen von drei, vier, fünf Minuten, in denen das passiert. Und dann bewegt sich das da innen ein bisschen weiter und dann passiert wenig und dann kommt an einer ganz anderen Stelle wieder ein bisschen anziehen und da wieder ein bisschen lockern. Und irgendwie scheinen diese Bewegungen abzuzielen auf den Fluss da drinnen. Und man weiß eben, wie gesagt, bis heute gar nicht ganz genau, wo ist eigentlich die Nervatur, wie wird das eigentlich wahrgenommen von dem Tier, was da gerade drinnen passiert und welche Bewegung jetzt da eigentlich die passendste ist.
Und dabei entsteht ständig auch Gas, es ist auch ein Gärvorgang und dieses Gas muss abgerülpst werden. Und dieses Abrülpsen kann eben unterbrochen werden, wenn Störungen vorliegen, wenn das Tier also irgendwie nicht mehr hochkommt oder verletzt ist oder das eben so wahnsinnig viel Gasbildung passiert und das Tier das irgendwie nicht richtig im richtigen Moment checkt. Dann kann dieses Gas so heftig werden, dass richtig, richtig Druck entsteht. Und dieser Gasdruck, der kann so schlimm werden, dass es eben zum Tode führt und zwar wirklich allein der Druck. Das ist noch nicht die Toxizität der umgekippten riesigen Biomasse im Pansen, sondern es ist einfach der Druck. Der Druck ist so hoch, dass er Gefäße, dicke Blutgefäße dann irgendwann einfach zudrückt. Und der Druck ist so mächtig, dass er eben dann das Abrülpsen erst recht unmöglich macht, weil er alles zudrückt, dieser entstehende Druck. Also man hat eigentlich auch ein wahnsinnig potentes, ein wahnsinnig kraftvolles, ein wahnsinnig starkes Geschehen da, was, wenn es aus dem Ruder läuft, wenn es eben plötzlich entgleist, seine ganze brachiale Power zeigt. Die ist erheblich, dieser Druck, diese Gasentstehung, das ist vor allem in CO2, das ist so heftig, dass man eben eigentlich auch als Tierhalter können muss, wie kann man diesen Trokar-Stich dann setzen, weil es dann, wenn es soweit ist, meistens nicht mehr reicht, bis der Tierarzt da ist. Man muss dann eben den Tieren diesen hohlen Nadelstich zuführen und der muss eben sitzen, da muss man an die richtige Stelle kommen, dass man möglichst wenig Verletzungen sonst erzeugt. Und das ist tricky, dass der wieder verheilt und wie lange der offen sein muss, man muss höllisch aufpassen, es ist am besten, man hat so eine abschließende Schutzbrille dabei, weil da kommt ein Schaum, das ist richtig wie so ein, ich habe das einmal gesehen, das ist richtig, er spritzt drei, vier Meter weit und ist sehr scharf, das darf man wirklich nicht in die Augen kriegen und man darf auf jeden Fall nicht dabei rauchen, weil es durchaus auch explosiv sein kann, ist es oft nicht, aber ich habe ja gesagt, meistens ist es eher CO2 belastet, aber es kann eben auch sehr methanhaltig sein und dann würde es eine riesige Explosion verursachen. Also das ist schon eine Bombe, das ist schon richtig ein Riesenpaket da drinnen, wo eine Gärkammer am Arbeiten ist und wenn die entgleist, dann sieht man eigentlich erst so richtig die Kraft, die da tätig ist.
Wir haben ein Volumen von ungefähr 120, 140 Liter, also wenn man das weiß, was einem Vollbad ist, dann kriegt man das da nicht in die normale Durchschnittsbadewanne rein. Die ist so bei 105, glaube ich, oder ein paar 90, fängt es an am Notablauf hinten abzulaufen. Also nur um ein Bild zu haben, man fragt sich immer, wo passt das eigentlich in die Kuh rein? Wie geht das eigentlich? Ich habe einmal eine Operation gemacht wegen einer Labmagenverdrehung hier mit einem Tierarzt zusammen und das geht alles wunderbar und das Annähen und das Betäuben, das geht alles wunderbar. Das große, große Problem für alle, die das machen müssen, ist, wie kriege ich die Kuh wieder zu? Weil das einfach so ein Volumen hat und ich muss diese Vormägen so zusammenpressen und das irgendwie dann zukriegen, das ist das eigentliche Problem. Das ist wirklich ein mechanisches Problem. Man hat eigentlich den Eindruck, die Kuh steht ständig unter diesem maximalen Innendruck dieser Vormägen als Geste, die sie fast an den Rand bringt, die sie eigentlich gigantisch ist.
Und wenn man dann genauer hinguckt, was wir ja heute getan haben, dann haben wir hier eben einen Speichelfluss und dieser Speichel, das sind 180 Liter am Tag. Und wenn wir das hier so schleppen, so einen 15 Liter Eimer, da hängen einem schon die Arme so runter, da hat man gerade mal 30 Liter bewegt. Also diese unglaubliche Menge Flüssigkeit, das Ganze ist überhaupt ein Flüssigkeitsvorgang, das ganze Tier ist ein Tier, was diesen ganzen Physiologie im Flüssigen so stark hat. Und das wird da eingespeichelt. Das Futter wird zerkleinert und vielleicht ist das Zerkleinern gar nicht so die Hauptsache, sondern eben dieser Speichel mit einem pH-Wert von 8, oder 7,9 oder sowas. Also ein extrem alkalischer Speichel, das ist ja bei uns auch ein bisschen, aber bei der Kuh ist das noch viel besser entwickelt. Und da sind eben Drüsen, die regelrechte Kalkverbindungen da einschleusen, um eben diesen Speichel so alkalisch zu machen. Und damit wird deutlich, der Speichel dieser Flüssigkeitsvorgang, der hat damit zu tun, dass der pH-Wert hier nicht zu stark absinkt. Und wir haben hier einen pH-Wert von 6,2 oder sowas. Und wenn der auf 5,8 oder 5,9 runtergeht, dann ist es schon eine hohe Pathologie, da ist schon richtig viel falsch, dann ist schon eine ziemlich bedrohliche Situation da. Also das ist auch ein Vermögen des Tieres, diese Grad der Säure genau da zu halten. Egal, also ganz unabhängig davon, welche Futtermittel gefressen wurden, weil wir wissen, wie stark die Futtermittel unterschiedlich in Bezug auf diesen pH-Wert sind. Also da gibt es eben sehr schnell verdauliche, kohlenhydratreiche, sagen wir mal, ein Schrot, ein Getreideschrot oder gar Mehl. Deshalb macht man auch nicht gerne Mehl, sondern lieber dasselbe Getreide gequetscht. Das explodiert sozusagen im Pansen, innerhalb von einer halben Stunde ist ein solches mikrobielles Wachstum von Mikroben, die eben die hohen Nährstoffkonzentrationen gut verarbeiten können, damit der pH-Wert massiv absinkt. Wenn man also hohe Kraftfuttergaben hat, dann versucht man die über den Tag zu verteilen, damit man diese Absinkungspeaks des pHs ein bisschen flacher macht, die Kurve sozusagen ein bisschen glättet, die pH-Kurve über den Tag.
Ja, so kann man sagen, dieses Einspeicheln ist sehr, sehr wichtig und ist auch ein Teil von diesen absolut multifunktionellen, diesen vielfachen Regelmöglichkeiten, mit denen die Kuh das eigentlich ständig steuert, führt, macht, diese Vormagengeschichte. Ein anderes, was noch sehr, sehr wichtig ist, sind die Zotten. Das Ganze ist eine einzige Zottenwelt. Also, dass ich das einfach hier so als Strich gezeichnet habe, ist vollkommen falsch. Man muss sich jetzt hier wirklich lauter so kleine, ein, zwei, drei Millimeter große Zotten vorstellen. Und diese Zotten, die haben so eine Form jetzt ein bisschen idealisiert. Und diese Form bedeutet eine Oberflächenverachtfachung, Verzehnfachung. Und an diesen Oberflächen passiert eine Einscheidung und kann aber auch eine Ausscheidung passieren. Und diese Ausscheidung in den Pansen hinein, die kann sehr massiv sein. Da kann also Flüssigkeit eingeschieden werden, drei, vier, fünf Liter in einer Stunde über diese ganzen vielen Zotten. Und das geht so weit, dass es eine Möglichkeit gibt, aus der Leber, über das Blut, über die Gefäße, die hier reingehen, das sollen Blutgefäße sein, auch Lymphe gibt es da, wieder einzuscheiden, zum Beispiel stickstoffhaltigen Saft.
Also stellt euch einen Rind vor, was so auf einer Sommerweide ist und das Gras ist uralt und holzig und hoch. Und diese Rinder sind glücklich und glänzend und friedlich und kauen den ganzen Tag und ab und zu fressen sie auch ein bisschen. Sie fressen relativ wenig von diesem sehr stängeligen Futter und haben einen sehr sehr festen Kot. Und wenn man die jetzt genau untersucht, dann sieht man, dass auf einmal der ganze Stickstoffkreislauf in dem Tier völlig anders ist. Es wird eigentlich fast kein Stickstoff mit dem Harn ausgeschieden, was sonst im großen Stil der Fall ist. Deshalb ist die Jauche auch DER Stickstoffdünger. Bei so einem Tier in den Sommermonaten, warm und so weiter und keine Milch und das wächst jetzt auch nicht massiv in so einer Phase, aber das fühlt sich ganz wohl und ist um Kauen, Kauen, Kauen und da wird der Stickstoff, der verdaut wird, der über den Magen aus den Mikroorganismen, aus den abgetöteten Mikroorganismen, hier haben wir ja dann einen pH-Wert von 2 oder so, der wird dann im Darm, werden diese Mikroorganismen weiter zersetzt, umgebaut und dieser Stickstoff wird jetzt nicht mit dem Harn ausgeschieden, sondern der wird wieder zurückgeführt, damit das besser funktioniert. Das ist unglaublich, der hepato-ruminale N-Sparfunktion, nennen die Fütterungsphysiologen das dann. Hepa ist die Leber, Rumen ist der Pansen, da geht es sozusagen von der Leber wieder zurück in den Pansen, um mit dem Stickstoff ganz effizient zu haushalten.
Unsere Tiere heute, leider auch eben in vielen bio- und biodynamischen Betrieben, leiden eigentlich eher am Gegenteil. Die Fütterung ist zu eiweißreich, ist zu stickstoffhaltig und die Leber ist eigentlich ständig damit beschäftigt, das irgendwie zu entgiften, irgendwie mit diesen hohen Frachten von Stickstoff zurecht zu kommen und ist stark immer am Ausscheiden. Das ermöglicht aber eben gleichzeitig diese hohen Milchleistungen und diese hohen Stoffwechselleistungen und das richtige Halten der Tiere hängt davon ab, dass man das ein bisschen versteht und dass man da nicht zu heftig, nicht zu stark, zu viel junges, zu viel eiweißreiches Futter füttert. Weil das eigentlich eben nicht wirklich dem Tier ganz entspricht und ihn nicht ganz gesund fördert. Das kann mal zwei, drei Wochen im Jahr sein, aber nicht als Dauersituation. Das ist dann, wie immer bei den Rindern, das heißt dann weniger Lebenserwartung. Die werden früher krank, die kriegen nicht mehr so viele Kälber und so weiter und so weiter. Und das ist ja, das schiebe ich jetzt einfach mal kurz rein, das ist ja das große Damoklesschwert. Das ist ja die große Problematik, über die eigentlich keiner spricht. Weltweit ist die Rinderhaltung eigentlich eine Jugendlichehaltung geworden. Dass Tiere sechs, acht, zehn Kälber kriegen, 15 Jahre alt sind, das ist sozusagen die absolute Ausnahme. Und das können sie aber. Das ist eigentlich in ihrer Natur, die sind nach dem dritten Kalb erst richtig ausgewachsen. Das kann man sogar an den Zähnen studieren. Das ist schon eine Katastrophe, was wir da eigentlich als ganze Menschheit machen. Und es käme schon sehr darauf an, dass Biodynamiker das verstehen und eigentlich immer die Tendenz haben, lieber ein bisschen zurückhaltender mit dem eiweißreichen, leistungstreibenden Komponenten in der Ration zu sein.
Zurück. Wir schauen nochmal da genau auf diese Zotten und sehen eben, dass da Resorption und Einscheidung möglich ist. Ich deute das einfach nur mit zwei Pfeilen an. Da kann was hinein und da kann was ausgeschieden werden. Und dieses Ausscheiden in den Pansenraum hinaus ist eigentlich immer flüssig. Auch das Einscheiden ist eigentlich immer flüssig, aber es scheint auch so zu sein, das ist auch forschungstechnisch nicht ganz zu Ende, aber die können wohl auch gasförmig was aufnehmen. Das ist sehr besonders, das hat man auch noch nicht so ganz durchschaut. Vielleicht ist es auch so eine Mischung, dass es zwar gasmäßig was aufgenommen wird, aber das an der Oberfläche sozusagen wie kondensiert an dem Saft. Und dann doch der Saft aufgenommen wird, der eben dieses Kondensat aus dem Gas hat.
Ja, reicht vielleicht so. Hier oben am Pansen gibt es jetzt eine Stelle, die ist auch so eine Art Feld oder so. Da ist jetzt eine Nervatur besonderer Art. Ich habe die eben bei so einer OP einmal gesehen, da war das Tier betäubt. Und der Tierarzt ist von außen beim Organisieren dieser ganzen Raumverhältnisse von außen da drüber gekommen. Also von der Außenseite des Pansens und von den anliegenden Muskeln da. Und plötzlich fing das Kauen an. Und dann hat er mir das erklärt und auch nochmal gezeigt. Das ist wirklich so, die pieksigen Teile des Futters, die wir hier auch sehen, die stoßen da an. Das ist eine mechanische Geschichte. Die hier müssen da anstoßen. Jetzt müsst ihr nicht denken, dass das oben ist. Das ist eigentlich so ein bisschen seitlich oben. Also es ist nicht wirklich nur oben. Es ist ein bisschen falsch gezeichnet, aber ich kriege es jetzt nicht besser hin. Und diese mechanische Anstoßung, die löst diesen Ruktus aus, dieses Aufschlucken. Also das hier jetzt, was ich vorhin gezeichnet habe, das eigentlich so plötzlich diese Kammer sich öffnet. Etwas von dem Futter reinkommt, schließt und dann die Hinterseite öffnet. Und jetzt kommt dieser Rückwärtsgang der Schlundröhre zustande. Eine ganz besondere Sache, dass das überhaupt möglich ist, wenn wir an unsere Speiseröhre denken und auch nur zweimal am Tag einen Reflux haben, dann werden wir schwer krank. Da muss man unbedingt was machen. Das geht gar nicht, hält man auch einfach gar nicht aus. Das ist so unangenehm. Weil das wäre ja sozusagen von hier. Das ist überhaupt nicht der Fall. Das kommt nie wieder zurück. Und hier ist es eben sehr wohl sortiert und eben überhaupt nicht sauer. Und wenn das bei uns der Fall ist, dass das sozusagen vom Magen zurückkommt, dann ätzt die Magensäure unsere Speiseröhre kaputt. Deshalb ist das auch so gefährlich und muss eigentlich sofort verhindert werden. Und das kommt im Tier auch nicht zustande. Weil es eben wirklich dieser Panseninhalt ist, der da hoch bewegt wird.
Und wir haben es ja heute Morgen gesehen. Und wir können eigentlich sagen, das heißt eigentlich, wir können ganz sicher sagen, bis hier ist das alles, diese ganze Vormägen Organisation, eine evolutiv, evolutionsmäßig gesehen, eine Bildung aus der Schlundröhre. Also die Wiederkäuer haben irgendwie das erreicht, oder es hat sich eben so entwickelt, dass sie einfach aus dem, was sozusagen die Verbindung ist zwischen dem Mundhöhlenraum bis zum Magenhöhlenraum, dass daraus dieses Wunderwerk eigentlich entstanden ist. Und das wird eben da auch sehr deutlich, warum das überhaupt physiologisch gehen kann. Dass dieses Zurückgehen des Futters möglich ist.
Und man muss schon auch sagen, wenn man heute die Totalmischrationen kennt und wenn man die heutige Fütterungsweise kennt, man macht eben diese 2,7 cm Länge von der Rohfaser, von dem Stroh, was man dann doch noch ein bisschen dazu tut, deshalb, damit das noch funktioniert. Eigentlich ist der Brei so hoch konzentriert, den heute Hochleistungstiere kriegen, und eigentlich ist der so wenig stengelig, so wenig holzig, so wenig pieksig, dass das gar nicht mehr richtig funktioniert. Und da hat man eben gegengesteuert und hat gesagt, okay, wir müssen eben dann bei so einer Ration, wo die Kuh dann eben am Tag 20, 22, 25 Kilo Trockensubstanz, hochkonzentrierte, feine Produkte kriegt, ein halbes Kilo Stroh dazu tun, damit eben diese Faserigkeit noch da ist. Das ist eigentlich auch schon ein sehr fragwürdiges Vorgehen. Und die Folge ist eben Lebenserwartungsverlust.
Und wenn wir jetzt hier weitergehen, dann kommen wir erstmal zum Netzmagen. Und der Netzmagen hat so eine Struktur, dass da überall so kleine, wie kann man das sagen, so wie so Waben, fünfeckig, viereckig, sechseckig, die so 2 mm, 3 mm hohe Wände haben. Und dazwischen eben so Höhlungen. Die sind auch nur 2, 3 mm tief, diese kleinen Waben. Und davon ist dieser ganze Sack ausgekleidet. Und da ist jetzt eine sehr starke Muskeltätigkeit. Da wird wirklich irgendwie nochmal, man könnte sagen, gerieben, gequetscht, mechanisch bearbeitet. Das ist eine mechanische Tätigkeit. Und beim Blättermagen ist es so, da sind auch noch diese mit Zotten, ja, ist auch noch so eine Wand oder so ein Material, so eine Haut. Aber da ist es jetzt so, dass die wirklich mehrere Lappen da reinhängen. Und diese Lappen, die sind auch ein bisschen mit einer Struktur oben drauf. Aber das Wesentliche bei diesen Lappen scheint zu sein, dass sie wirklich wie so ein, das Futter geht eigentlich, dieser Brei geht eigentlich dazwischen so lang. Und dann gibt es einen Moment, wo das kontrahiert und wie ausgequetscht wird, wie entwässert wird. Also bevor hier, da ist eigentlich ein Pförtner, das habe ich schlecht gezeichnet, hier ist eigentlich immer nur offen, wenn es durchgeht. Bevor das sozusagen in den Magen geht, wird nochmal mit zwei Organen eigentlich, wie man könnte sagen, entsaftet, entfeuchtet, entwässert. Und es wird resorbiert. Wesentliche Teile davon werden resorbiert und werden eben über die Leber, also über das Blut und die Leber und so weiter, weiter verdaut, weiterverarbeitet und tragen eben zu dem ganzen riesigen Stoffwechselgeschehen jenseits des Pansens, jenseits der Vormägen bei. Da will ich eigentlich gar nicht so jetzt drauf eingehen, weil mich das eigentlich jetzt erstmal nur bis hierher interessiert.
Und ja, ich möchte es hier noch ein bisschen andeuten. Man muss bei den Zotten allein im Pansen so ungefähr eine Größenordnung von 120.000 denken. Dann hat man so eine realistische Größe, 120.000 solche Zotten. Ja, dann kann man sich die Frage stellen, wie schnell geht denn das Verdauen eigentlich? Was passiert denn da jetzt zeitlich? Wir wissen ja, das Leben ist eigentlich überhaupt erst zu verstehen, wenn man was von den Rhythmen und den Zeiten kennt. Und das ist sehr spannend, weil dieser Pansen dadurch, dass er mit diesen Mikroorganismen irgendwie zusammenarbeitet, auf der einen Seite wahnsinnig schnell etwas aufnehmen kann und umsetzen kann und irgendwie weitergeben kann und auf der anderen Seite wahnsinnig langsam. Also wenn die Kuh jetzt eine Blüte frisst, ein ätherisches Öl, was man gut in der Milch und im Blut untersuchen kann, dann hat man so, ja, 25 Sekunden, dann ist das im Blut angekommen. Von 25 Sekunden bis zu 48 Stunden ist die Schwankung. Und wenn man da an so ein Ästchen, so ein einjähriges Ästchen von einer Hasel, wenn die irgendwo an der Weide am Rand einer Hasel drankommen oder an irgendein anderes Gehölz, wo man so die einjährigen oder vielleicht auch zweijährigen Ästchen hat, die werden ja wahnsinnig gern gefressen und dann haben die wirklich so kleine Mini-Ästchenstücke im Pansen und die können irgendwie, ist das so weisheitsvoll, dass die wieder und wieder und wieder da gedreht werden und gewendet und wieder zurückkommen und wieder da drinnen bleiben und wieder irgendwie hin und her gehen, sodass die dann erst 48 Stunden später da weitergehen. Also eine ganz, ganz erstaunliche Sache, dass das im Durchschnitt so 22, man könnte vielleicht sagen 20 bis 24 Stunden, ist das Futter im Pansen, aber mit einer riesigen Spannbreite. Und diese Spannbreite ist nicht zufällig, sondern sehr irgendwie gewählt, gesteuert, geführt. Und diese Führung, wie das wirklich geht, weil das wirklich ein Riesending ist, klar, mit diesen Halbkammern, aber bis heute ist es eigentlich unklar, wie kriegt die Kuh mit, was in der Mitte dieses Breis jetzt ist, wie kann sie eigentlich das so steuern, dass das so optimal verläuft und eben so unterschiedlich und so schnell sich da anpasst.
Dann vielleicht noch ein Fakt zu den Zotten selber. Die Zotten sind so, dass man die gut mit bloßem Auge sieht und die ändern sich innerhalb von 10 Tagen. Wenn die Ration sich wirklich ändert, wenn wirklich neue Futtermittel, andere Futtermittel gefressen werden, dann sind diese Zotten nach 10 Tagen, 2 Wochen optisch klar unterscheidbar. Dicke dieser Haut, Länge, bis dahin, dass es mehr oder weniger werden könnte. Das dauert ein bisschen länger, also mehr oder weniger dauert ein paar Wochen, aber die sind sozusagen sehr, sehr schnell anpassungsfähig, rein äußerlich, rein funktionell an die Futtersituation oder an das Leben, was da jetzt drin passiert. Es ist ja eigentlich falsch zu denken, sie passen sich an das Futter an, sondern richtiger wäre zu sagen, sie sind Teil dieser Welt hier drin, dieses ganzen Funktionieren, dieser ganzen Prozesse und sind sozusagen die Art, wie die Kuh das führt oder wie die Kuh damit oder der Wiederkäuer das gestaltet.
Die innere Dimension: Verdauung als Wahrnehmung und Information 00:59:37
Ja, vielleicht kann man noch, ich glaube es ist schon mal das erste Bild da und wir müssten jetzt einen Schritt weiter gehen. Wir müssen jetzt eigentlich von dem physiologisch Funktionellen, von dem Temperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Wässrigkeit, Strukturheit, von den Mikroorganismen, wir könnten natürlich jetzt wochenlang richtig da Mikroorganismen studieren, könnten da mit verschiedenen Binokularen und Mikroskopen, also das Studieren, welche kommen denn da vor und welche nicht und so weiter. Wenn wir von dem allem wegkommen und mehr zu dem hinkommen, was wir heute Morgen eigentlich da beobachtet haben und wovon diese Stichworte ja stammen, dann muss doch die Frage sein, was passiert da jetzt von der Kuh aus? Was ist das eigentlich? Welcher Teil der emotionalen Lebendigkeit dieses Tieres wird da deutlich?
Wenn ein Elefant mit seinem Rüssel sich was holt und mit dem Rüssel mit den Leuten spielt und was weiß ich, dann ist doch deutlich, dieses Tier ist jetzt da in seinem Dasein, in seinem So-Sein, in seinem Elefant-Sein. Und man kann auch sofort ziemlich schnell sehen, das ist irgendwie wirklich gesund und normal und richtig und gut und der wird alt und das passt und es ist gut und da und da ist es nicht mehr so. Und hier steht doch jetzt die Frage im Raum, was passiert denn da eigentlich? Wo ist die Kuh da? Was macht die da eigentlich? Was ist das eigentlich für ein Prozess? Und ich glaube, da ist es jetzt sehr wichtig, sich klarzumachen und dafür habe ich diese Beobachtungsübungen heute Morgen vorweggenommen. Das Ganze ist auch eine riesige Wahrnehmung. Und zwar eine Wahrnehmung nicht sozusagen von hell und dunkel und Schatten und Bewegung und Vogel und Klang und irgendwie so, sondern eine Bewegung und eine Gestaltung und eine irgendwie auch Selbstlosigkeit, weil da wird ja eigentlich nur der Raum für die Mikroorganismen entwickelt und dabei passiert irgendetwas, was diese Tiere ja wie wahrnehmungsmäßig davon haben.
Natürlich sind sie gut genährt davon und die Kuh kennt auch keinen essentiellen Aminosäuremangel. Im Grunde genommen ist die kein Vegetarier, sondern was die dann hier verdaut an Mikroorganismen, diese 2,2 Kilo am Tag, das sind ja sozusagen alle essentiellen Aminosäuren dieser Welt vorhanden und zwar in einem riesigen Überschuss. Ja, kann man sagen, sie hat das sozusagen erfunden, damit sie diese Mikroorganismen verzehren kann und das ist irgendwie eine pfiffige Lösung. Aber ich meine, dass das dem noch nicht gerecht wird. Das stimmt und das ist aber noch mehr. Und dieses mehr scheint mir eben wirklich ein Wahrnehmungsvorgang zu sein im Wesentlichen. Das Ganze ist eine Zerlegung, eine wahnsinnige Stoffwechseltätigkeit. Wiederkäuer sind Stoffwechseltiere und die gehen mit ihrem Bewusstsein eigentlich wie in so eine bisschen abgedämpfte, bisschen nach innen introvertierte und sehr konzentrierte Form über und sind eigentlich mit diesem Prozess verbunden. Und dieser Prozess ist Wahrnehmen und Veränderung dieses Futters, dieser Pflanzenteile ermöglichen. Also auch eine Zerstörung. Es wird ja da wirklich eine unglaubliche Masse am Tag von wunderschön geformten und schönen Pflanzenteilen, die werden einfach entformt. Das Ganze ist auch eine Entformungsanstalt. Es ist eine Zersetzungs-, eine Umwandlungsanstalt. Es ist ein Prozess, in dem das, was da am Licht über Wochen entstanden ist, wo das alles total umgebaut wird und zu etwas wird, was wir da vor uns hatten. Dieses Holzige bleibt noch eine gewisse Zeit bestehen und das Grüne ist schon nach kurzem beginnt, das massiv in diesen Prozess einzugehen.
Und das, glaube ich, ist sehr wichtig, dass man sich als Biodynamiker diese Frage stellt, überhaupt als Landwirt, jeder Landwirt, jeder Mensch kann sich diese Frage stellen. Was macht dich eigentlich anders, liebe Kuh, als eine Maschine? Was ist das Tolle daran? Warum bist du eigentlich ein Wesen, was sich darauf so konzentriert? Und was hast du da eigentlich? Was machst du da eigentlich? Was ist das eigentlich? Wie geht das eigentlich? Wo geht denn das hin, was du davon hast? Wie ist denn das, was du da als Wahrnehmung irgendwie sicher nicht bewusst und schon gar nicht in irgendwelche Tabellen und Zahlen und Werte einschreibbar? Aber irgendwie ist das doch da. Irgendwie muss doch etwas von dem, was da passiert, in dem Tier anwesend sein. Sonst könnte es doch gar nicht, diese wunderbaren Reaktionen, diese schnellen, intensiven Möglichkeiten, darauf einzugehen, das zu steuern, das zu regulieren, das zu modifizieren, das immer wieder anzupassen an die Bedingungen, die gerade da sind.
Also meine These oder die zentrale These der Biodynamik ist, diese Wahrnehmung passiert, sie ist völlig anders als Wahrnehmung von uns und mit dieser Wahrnehmung wird auch was gemacht. Es wird nämlich dieser Prozess geführt, gesteuert, gelenkt, vollzogen. Und in diesem Vollzug dieses Prozesses, dieser Verdauung, entsteht eben etwas, was wir sonst so nicht haben. Ein Zusammenkommen von dem Stängeligen und dem Blattartigen in einem Umfang, in einer Form, in einer Konzentration, in einer Qualität, die sonst eigentlich niemals so passiert. Das C und das N, wir haben das mehrfach schon besprochen, das, was vom Blatt kommt und das, was vom Stängel kommt. Und ich würde sagen, um es in einer kurzen, vielleicht ein bisschen schwachen oder brachialen oder nicht so tollen Form zu sagen, im Grunde genommen steckt zwischen jedem auseinandergenommenen Kohlenstoff- und Eiweißmolekül und wieder neu zusammengekommenen ein bisschen von diesem Tier. Eigentlich ist sozusagen dieses Tier mittels der Mikroorganismen ständig dabei, das vollkommen auseinanderzunehmen und irgendwie neu sich verbinden zu lassen. Und beides, beides ist ein Weltwunder. Wir können das nicht, kein anderer Säuger kann das. Diese Art der Rohfaserverdauung und kein anderes Tier kann, weil es so viel Rohfaser verdaut hat, diese Rohfaser jetzt neu wieder zusammenbringen mit dem saftigen, blattigen, dunklen.
Und wir haben da heute Morgen eigentlich sehr schön gesehen, in dieser schnell erzeugbaren, hellen Struktur, das ist fragil. Das ist noch überhaupt nicht, wenn das dann durch das ganze Tier durch ist, das ist überhaupt noch nicht so, dass man sagen muss, das ist irgendwie stabil. Jetzt kommen ja hier unendliche Darmschlingen und verschiedene Darm, auch mit verschiedener Besiedlung und so weiter. Das ist überhaupt noch nicht fertig. Das ist wie eine Anlage, das ist wie eine Beimpfung, das ist wie eine Impulsierung, das ist wie ein Informationsgeschehen, aber eben ganz in diesem physiologisch-prozessualen, mikrobiologischen Prozess.
Also ich habe das geschildert, weil ich glaube, diese zweite Seite oder diese nächste Stufe oder diese Frage nach dem, was ist daran jetzt eigentlich so besonders, die ist zu beantworten damit, dass man sagen muss, es ist ein Tier und es ist keine Maschine. Und dieses Tier lebt und dieses Leben dieses Tieres ist wahrnehmen, Wahrnehmung und damit was machen, darauf reagieren und eben ein Leben haben. Und dieses Leben haben bedeutet in Bezug auf diesen Futterstrom, sich total damit zu verbinden, den total zu entformen, den total auseinanderzunehmen und den total neu zu synthetisieren oder neu zusammenzufügen. Und das nehmen wir, das machen wir uns eigentlich zunutze, wenn wir diese Tiere in unsere Landwirtschaften integrieren und mit ihrem Kot und auch mit ihrem Harn Dünger bereiten. Das heißt, wir machen eigentlich einen Prozess, über den wir uns gar nicht richtig bewusst sind oder oft nicht bewusst sind, genug bewusst sind, den wir sozusagen von diesen Tieren wie eine Art beinformieren. Das machen wir da eigentlich.
Und das, was daraus eigentlich als allererstes folgt, ist an uns die Frage, sind wir eigentlich dessen bewusst und dankbar genug? Das könnte keine noch so tolle Maschine. Es bleibt dabei, dass es eben ein Tier ist und dass nur diese Tiere das können. Also diese ganzen Wiederkäuer und man könnte jetzt lange darüber sprechen, welche Wiederkäuer an welchem Standort und so weiter bis hin zum Kamel und so. Aber nur diese Tiere können das und wir nehmen das mit in unser Landwirtschaftssystem und machen das dadurch überhaupt resilient. Oder man könnte auch sagen, geben diesem Strom dadurch, natürlich müssen wir uns um das Weitere kümmern nach der Kuh, wir sehen, wie fragil das noch ist. Aber wenn wir eben richtige Rotteprozesse auch nur mit kleinsten Mengen des Kotes in Gang setzen, geben wir diese Informationen, geben wir diesen Prozess natürlich modifiziert wieder weiter und machen damit Bodenfruchtbarkeitserhaltung, Aufbau. Nicht so sehr Bodenfruchtbarkeitskick in den Ertrag, in gutes Wachstum, schnelles Wachstum, sondern eigentlich Bodenfruchtbarkeitserhaltung.
Ja, da wollte ich eigentlich hinkommen mit dieser Betrachtung, dass man einmal ein bisschen tiefer versteht, dieses Tier ist rein physisch von seiner Organisation her ein Weltwunder. Das gibt es natürlich überhaupt nicht als Wildtier, sondern das ist so entstanden aus diesem Zusammenleben mit den Menschen. Und rein lebensmäßig ist das ein Weltwunder, allein diese Massen. Und wenn man dann aber auf das Eigentliche schaut, was das Tier ist, nämlich das Empfinden, das Wahrnehmen, das Reagieren, das damit Leben, das in Wohlwollen oder Missgefallen oder so darzuleben, dann muss man sagen, ist das eigentlich wie ein ständiger Informationsstrom, der da von dem Tier an dieses Futter wie so dran, mit so Heftstichen so dran geheftet wird. Und unsere Aufgabe ist es, von diesen Heftstichen zu einem gut genähten Doppelnaht wie an der Jeans zu kommen, dass es wirklich dran bleibt und nicht verpufft, weil es zu heiß wird oder trocken wird oder nass wird oder so, sondern dass das jetzt in einem Prozess gut geschützt und so weitergeht, diese kräftemäßige Seite, diese Wesensseite, diese Emotionsseite, diese Informationsseite vom Tier.
Dankbarkeit und Steiners Impuls 01:13:30
So könnten wir sagen, das, was da im Mittelpunkt der Biodynamik steht in Bezug auf die Düngung, diese Informationsanheftung an den Strom der Verdauung, der ist etwas sehr, sehr Heiliges, etwas sehr, sehr Erstaunliches, etwas, wo wir jeden Tag eigentlich diesem Wesen dankbar sein müssen, dankbar sein sollten, dankbar sein können. Dankbarkeit kann man ja nicht auf Knopfdruck erzeugen. Was Sie da eigentlich vollführen und wie viel Sie von Ihrem, Sie könnten ja auch anders sein, wie viel Sie von Ihrem So-Sein völlig selbstlos in diesen Dienst dieser Tätigkeit stellen.
Also lernen wir insbesondere auf die Wiederkäuer, aber natürlich auch auf alle Tiere, so zu schauen, dass wir eigentlich in Ihrem Darleben, in Ihrem So-Sein, Sie sind ja voll in der Gegenwart, viel mehr als wir, dass Sie dabei, wenn Sie eben Haustiere in dieser Form sind und eben vernünftig gefüttert werden, vernünftig gehalten werden, kein Stress haben, kein Schmerz haben und so weiter, dass Sie dann in die Lage kommen, diesem ganzen Geschehen, was ja erstmal einfach ein Stoffwechselgeschehen ist, etwas wie hinzuzugeben, etwas wie tendenziell mitzugeben, was diese wunderbare Verbindung des Eiweißmäßigen mit dem Kohlenhydratmäßigen oder Stängelmäßigen oder Stammmäßigen so erzeugt, dass das eben für die Pflanzen wiederum eigentlich gar nicht Nährstoff ist, sondern Milieu bildet. Lebensmilieu, fruchtbarer Boden ist ein Lebensmilieu für gutes Pflanzenwachstum.
Ja, herzlichen Dank, soweit wollte ich jetzt heute Morgen kommen und auch hier vielleicht jetzt wirklich nochmal einen kurzen Moment innehalten, um Fragen, die da sind, sich zu notieren. Und dann müssen wir wirklich auch mal Zeit finden, die alle zu bearbeiten. Ich habe das nur jetzt direkt an die ganze Geschichtsbetrachtung angehängt, weil ich gestern Abend plötzlich gedacht habe, wir haben das so oft angesprochen und das muss jetzt einfach mal gebracht werden, damit das nicht so in der Luft hängt. Und ich weiß, dass das natürlich blöd ist, weil wir eigentlich diesen ganzen Geschichtsteil jetzt mit so einer Fragestunde beenden sollten. Aber ich habe das noch einfach dranhängen wollen, damit man das versteht, weil es so ein zentraler Gesichtspunkt der Biodynamik ist, der eben da 1924 bei Rudolf Steinert das erste Mal ganz explizit so formuliert wird. Er formuliert das gar nicht so, wie ich das jetzt gemacht habe, sozusagen von unten, von der Anschauung, von dem Betrachten, von dem Tier, von den Organen, sondern er formuliert das eigentlich von oben, indem er sagt, hey, Sie müssen doch mal checken, da gibt es ein großes Geheimnis. Diese Tiere haben ein kosmisches Vermögen, etwas sozusagen von der großen, großen Weisheit dieser Pflanzen zu erleben und in die richtige Quantität zu bringen, in das richtige Verhältnis zu allen anderen Pflanzen, zu allem anderen und das jetzt in einen inneren Prozess zu nehmen und eigentlich wie eine Analyse zu machen und diese Werte dieser Analyse oder das Ergebnis dieser Analyse da mit dran zu heften an diesem Strom. So kann ich das nicht beschreiben, es war jetzt mehr sozusagen das Zitat oder meine Worte für das, wie Steinert das beschreibt. Ich kann das eben schildern von unten, von den Erscheinungen, von der Physiologie, auch von dem, was wir heute eben wirklich über diesen Prozess wissen und ich glaube aber, dass man dadurch auch eigentlich ganz gut da dran kommen kann.
Soweit, eine schöne Pause. Bis zum nächsten Mal.
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