Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen. Ein Vortrag von Helmy Abouleish, 2026

From BiodynWiki

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9

| zurück zu Helmy Abouleish |

Helmy Abouleish am 10. Februar 2026 in Loheland in Künzell zum Thema Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen. Hier klicken um zum Video zu gelangen

Transkription vom 10. Februar 2026

+++ dieser Text ist automatisch transkribiert und bedarf der Überarbeitung. Willst du MitTun? +++

Die Anfänge von SEKEM: Eine Vision für die Menschenentwicklung 00:00:21

Helmy Abouleish: Also erst mal ganz lieben Dank für diese Einführung und es ist mir auch eine große Ehre hier zu sein, in einem Betrieb, der seit 100 Jahren biologisch-dynamisch arbeitet. Da gibt es nicht so viele auf der Welt. Wir sind gerade erst 49 Jahre dabei, also das will ich erst mal erreichen, die 100 Jahre. Und außerdem komme ich natürlich sehr gerne hierher, weil mein Schwiegersohn Max hier ist, meine Enkelin Zohaila hier ist und mein, seit neuestem, auch noch mein Bruder im Geiste und ich fühle mich hier zu Hause, ich fühle mich hier wohl und freut mich sehr, dass ich hier sein kann.

Ich möchte über ein Thema … ich weiß nicht, ob es überhaupt irgendjemand gelesen hat, aber das Thema für heute Abend war nicht "Das Wunder in der Wüste", was da jetzt auf diesem ersten Slide steht. Außerdem, was Sie da lesen, ist so, wie in Ägypten "das Wunder in der Wüste" schreibt. Nicht wundern, also immer schön bescheiden bleiben: kleines Wunder, kleine Wüste, damit man überleben kann. Aber es ging um die Frage: Biologisch-dynamische Landwirtschaft – Entwicklungsaufgabe für die Menschen. Und darüber will ich ein bisschen ... ohne große Theorie, aus unserer SEKEM-Praxis erzählen. Wie hängt das zusammen bei uns? Wie hat sich das entwickelt in den letzten Jahren? Wohin schauen wir, wenn wir auf biologisch-dynamisch und auf Entwicklung von Menschen schauen? Und natürlich ist mir klar, dass man dieses Thema von verschiedensten Seiten beleuchten kann. Man kann sich fragen: Inwieweit entwickeln wir die biologisch-dynamische Landwirtschaft? Man kann natürlich auch sagen: Inwieweit entwickelt uns die biologisch-dynamische Landwirtschaft? Und ich will jetzt, ohne da großen Unterschied zu machen, einfach nur erzählen, wie wir es machen.

Nun, von Anfang an, das heißt 1977, vor 49 Jahren, hat ja mein Vater, als er sich entschlossen hat, aus Österreich zurück nach Ägypten zu gehen, also in seine Heimat zurückzugehen, in die Wüste, hatte ja einen Traum. Und dieser Traum, daraus wird deutlich, warum es Menschenentwicklung heißt. Der Traum sagt nämlich, es geht um eine Gemeinschaft, eine intentionale Gemeinschaft. Es geht darum, Potenzial entfalten zu helfen, dass die Menschen sich entwickeln können. Und es geht darum, dann auch in Harmonie mit der Natur sinnvolle Produkte und Dienstleistungen herzustellen.

Also ganz zentral in SEKEM, damit das von Anfang an klar ist, geht es bei uns um Entwicklung des Menschen. Und die biologisch-dynamische Landwirtschaft für uns, wenn uns einer fragt, ist immer "nur" die Basis, die beste Basis, die es gibt, für die Menschenentwicklung bei Weitem. Aber es ist kein Ziel für uns, die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Es geht nicht um die biologisch-dynamische Kartoffel, sondern es geht darum, dass man, wenn man biologisch-dynamisch arbeitet, auch biologisch-dynamische Kartoffeln hat, aber vieles, vieles mehr. Und das Wichtigste ist, dass das die Grundlage ist, dass Menschen was lernen, arbeiten und leben. Und so ist es von Anfang an angelegt gewesen, dass bei uns diese Frage, um was geht es, nämlich um Menschenentwicklung, die war schon da.

Nun, dass er dann außerdem eben das verbunden hat mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft, damals vor 49 Jahren in Ägypten, war ja auch nicht ganz naheliegend. Also es gab keine biologisch-dynamische Landwirtschaft in Afrika oder im Nahen Osten. Und alle um ihn rum, ob in Österreich oder in Ägypten, haben ihm gesagt: "Hör auf, wieso soll man in der Wüste biologisch-dynamisch arbeiten, mit was fängt man überhaupt an?" und so weiter. Also es war schon ein bisschen fragwürdig, ob das jemals klappen würde. Aber noch schlimmer wurde es, wie er dann zum Beispiel immer gesagt hat, dass wir das auch gerne im Sinne und im Geiste einer Wirtschaft der Liebe tun würden. Da sind natürlich dann die meisten ausgeflippt, weil das war ja klar, Kommunismus funktioniert sowieso nicht und Wirtschaft der Liebe, also mit Küssen und Umarmen kommt man nicht sehr weit und schon gar nicht, wenn man Mehrwert kreieren will und Leute ernähren will und so weiter. Also da war es ziemlich klar dann, dass das alles sowieso nur ein Hirngespinst ist und deswegen war dann auch klar, dass man, sowohl von unserer Familie in Österreich als auch von der Familie in Ägypten, jeder ihm nahegelegt hat, ja nicht das Haus in Österreich zu verkaufen. Sodass wenn er dann ein bisschen Geld ausgegeben hat in der Wüste, dass er dann auch wieder zurück kann nach Österreich und die Sache begraben kann. Und Sie können sich vorstellen, was macht mein Vater als erstes? Verkauft das Haus in Österreich. Damit es klar wird, es gibt kein "wir schaffen das".

Also aus dieser Situation, und dann auch noch zu behaupten, es geht ihm zentral um Entwicklung des Menschen. Das war auch noch so ein Punkt, wo ihm natürlich jeder Unternehmer in Ägypten gesagt hat: "Aber das ist ja nicht deine Aufgabe, das macht der Staat, das macht die Uni, das macht die Schule. Du als Unternehmer solltest Profit maximieren oder Shareholder Value kreieren oder viel umsetzen, viel verkaufen, aber Menschen ausbilden macht die Menschen nur teurer. Damit verlierst du Geld am Ende." Also auch das wurde nicht gerade wohlwollend aufgenommen und so war es dann am Anfang erst mal eher so, dass alle gedacht haben, das wird niemals klappen.

Die Bedeutung des Komposts für das "Wunder in der Wüste" 00:06:04

Helmy Abouleish: Und entgegen all diesen Annahmen, der Grund, warum ich hier bin, das kleine Wunder in der kleinen Wüste, dass eben dann wirklich über die letzten 49 Jahre in der Wüste in Ägypten SEKEM entstehen konnte und aus Wüste 'ne Oase wurde und aus einem Menschen mit einer Idee heute viele, viele tausend Bauern, 40.000 Bauern seit Ende des letzten Jahres, und tausende von Mitarbeitern aus biologischen und dynamischen Produkten Produkte machen für den ägyptischen Markt, tausende von Kindern in unsere Schule oder unsere Uni gehen und ausgebildet werden und in unserem Spital und so weiter. Also, dass dieses Wunder so sich entfalten konnte über die letzten 49 Jahre ist entgegen aller Logik, die man gemeinhin kennt und die die Menschen annehmen, sie gilt auch heute noch. Das ist immer noch nicht klar, warum hat es funktioniert und deswegen kommen immer wieder zu uns... Max war da, Marcelo kennt das... Leute die von Harvard, St. Gallen oder was weiß ich woher, Witten/Herdecke und Alanus kommen, um zu studieren, was ist jetzt eigentlich der Grund, dass das funktioniert hat. Warum kann da biologisch-dynamische Landwirtschaft Grundlage für die Entwicklung einer Gemeinschaft sein, in der viele, viele Menschen leben, die arbeiten, lernen und sich entwickeln können.

Und dann kann man natürlich jetzt auf vielfachste Art und Weise das anschauen, analysieren und versuchen zu erklären. Ich mach es mal ziemlich kurz und einfach. Das Erste ist natürlich, wenn uns jemand dann anguckt und versucht rauszukriegen, was ist jetzt das Geheimnis hinter SEKEM, dann sieht man natürlich als erstes die biologisch-dynamische Landwirtschaft und in der Tat ist natürlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft... die Methode hat sich bewährt. Das ist ganz einfach, die Methode hat sich so gut bewährt, dass heute viele tausende Bauern in Ägypten, die den landwirtschaftlichen Kurs nicht studiert haben, sie anwenden, weil sie einfach sehen können mit ihren Augen, dass das funktioniert, dass das funktioniert für ihre Pflanzen, für ihren Boden, für ihre Tiere, für ihren Hof. Und dass das so ist, liegt natürlich auch daran, dass diese Menschen, obwohl sie Analphabeten sind, noch einen ganz anderen Bezug haben zu ihrem Boden, zu ihren Pflanzen, zu ihren Tieren und dass sie daher diese Wirkung der biologisch-dynamischen Methode in jeder dieser Einzelheiten ganz anders empfinden können, als es irgendwo anders auf der Welt vielleicht der Fall ist. Aber es ist auf jeden Fall so, dass die biologisch-dynamische Landwirtschaft in Ägypten nur deshalb funktioniert, weil es diese 40.000 Bauern gibt und diese 40.000 Bauern sie aus vollem Herzen machen. Also es ist nicht so, dass die Methode ohne die Menschen funktioniert, sondern es sind die Menschen zentral, die dieser Methode zum Erfolg verhelfen.

Und dann gibt es natürlich so einzelne Komponenten, die immer wieder genannt werden. Ich würde natürlich das gesamte System der biologisch-dynamischen Landwirtschaft hervorheben und nicht auf eins gucken, aber wenn man überhaupt auf eine Sache gucken will, dann ist es sicher der Kompost. Und warum das der Kompost ist für Ägypten, das ist auch nicht so naheliegend für Europa, wo man schon ewig lange Kompost- oder Düngerwirtschaft kennt. Aber man muss sich vorstellen, in Ägypten gibt es seit 5000 Jahren Landwirtschaft und erst seit 49 Jahren Kompost. Düngewirtschaft. Man brauchte es früher nicht. Die Fruchtbarkeit kam mit dem Nil durch die Überschwemmung auf die Flächen und das war's. Und daher waren die Kühe, von denen es wenig gibt in Ägypten, nicht da für den Dünger und fürs Kompostmachen, sondern als Tragetiere, Nutztiere oder vielleicht haben sie ein bisschen Fleisch, ein bisschen Milch gegeben, aber nicht für diese Düngewirtschaft, die wir kennen. Ich habe hundert Zeugen hier.

Also und dieser Kompost hier, heute gibt er ihnen das schwarze Gold für unsere Bauern. Dieser Kompost hier, wo sie auf einmal aus dem Abfall, den sie gestern noch verbrannt haben am Feld und aus den Abfällen der Kühe dieses schwarze Gold produzieren, was sie erleben können auf einmal, ihre Böden lebendig macht, ihre Pflanzen gesund macht und sie im Gegensatz zu ihren Nachbarn wirtschaftlich unabhängig macht. Denn sie brauchen diesen teuren Kunstdüngersack nicht mehr kaufen, den sie gestern noch gekauft haben. Also in jeder Hinsicht ein großer Gewinn für sie. Und dann können die natürlich das auch sehen, was man hier auf diesen Bildern so in einer Kurzform sehen kann. Wenn man sich das hier anschaut, 2008 am Sinai, also direkt am Suezkanal, haben wir hier eine biologisch-dynamische Farm gegründet, auf dem logischen Platz, wo man eine biologisch-dynamische Farm gründen müsste. Das sieht man, glaube ich, von der Ferne, dass das der richtige Platz ist. Interessanterweise, wenn man genau hingucken würde und die Geschichte sich anhört bei Angela oder so, dann muss man sich vorstellen, und da war gerade ein Orchester mit wie viel Cello waren die unterwegs? Mit zwölf Cellos. Also das, was diese Farm eingeweiht hat, waren zwölf Cellos aus Europa. Und auch wieder mit der Frage Mensch und biologisch-dynamisch, aber mit dem Kompost nach 18 Monaten, also die ersten Erdnüsse. Wenn man sich das so anschaut, schon ein Wunder, oder?

Die "Wirtschaft der Liebe": Mehr als nur ein faires Gehalt 00:12:11

Helmy Abouleish: Und trotzdem, und das ist jetzt mein erstes Statement, hätte die biologisch-dynamische Landwirtschaft mit diesem Potenzial, das ich Ihnen jetzt gerade gezeigt habe, alleine das Wunder von SEKEM ermöglicht? Und die Antwort ist nein. Dass so toll es auch immer sein mag, biologisch-dynamische Landwirtschaft alleine ist nicht die Grundlage des Wunders, was wir in den letzten 49 Jahren erlebt haben. Das heißt, ohne das, was wir "Wirtschaft der Liebe" nennen, und was konkret heißt, dass wir wirklich jeden, der in diesem Wirtschaftsstrom, von diesem Bauern Mohammed in Minya bis zum Kunden, jeder hat eine Chance, sich zu entwickeln, hat eine Chance zu lernen. Wie lebt er eigentlich?

Und natürlich, dieser Mohammed hier, wie durchschnittlich sieben Millionen Bauern Ägyptens, versucht aus einem Hektar oder weniger genügend Mehrwert zu kreieren, um eine Familie von sechs oder sieben Köpfen durch die Welt zu bringen. Stellen Sie sich das mal vor, Sie haben einen Hektar, Sie haben eine Familie, und Sie müssen aus diesem einen Hektar jetzt genug Mehrwert machen, um die Familie zu ernähren, denn eine andere Grundlage hat er nicht. Also das ist schon ein ganz schöner Druck, den der Mohammed jeden Tag in der Früh auf seinen Schultern hat, und das macht er jeden Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage, damit er sich um seine Familie kümmern kann. Und natürlich hat er keine Sozialversicherung, wenn er dann mal alt wird, deswegen braucht er vier, fünf Kinder, die ihn dann später versorgen, und natürlich hat er keine Krankenversicherung, also braucht er die Großfamilie, die ihn trägt, wenn ihm was passiert, und natürlich hat er keinen Zugang zu einer Bank oder zu Krediten oder zu Finanzen, also braucht er auch da irgendeine Lösung. Und natürlich können seine Kinder nicht so einfach zur Schule gehen, denn die müssen auch arbeiten, damit die Familie überlebt, und wenn überhaupt, dann höchstens die Jungs, gar nicht die Mädchen, und, und, und, und. Ich könnte weiter reden, das ist der Alltag von sieben Millionen Bauern Ägyptens.

Jetzt, wenn man fragt, was braucht der Bauer von mir, ja, also nicht nur: "Naja, ich kaufe ihm jetzt einen Demeter-Anis ab und gebe ihm halt 20 Prozent mehr, oder 30, 40, wenn ich ganz, ganz, ganz großzügig bin." Habe ich ihm dann geholfen, dass er sich weiterentwickelt? Kann er dann neue Schritte machen, oder nicht? Das ist zu wenig, viel zu kurz. Also wenn man nicht ganz umfassend sich um diese Menschen kümmert, und damit berücksichtigt die Familie und die Kinder und die Frau und die Bildung, die er braucht. Und das Team von der EBDA, wo 200 Leute diese 40.000 Bauern ständig bespielen, die müssen ja lernen, was biologisch-dynamisch ist, obwohl sie es nicht lesen können, also müssen sie es üben, unterm Baum, auf dem Feld, bei irgendjemandem zuhause, ununterbrochen müssen sie lernen. Und dann brauchen sie Saatgut und Inputs, und dafür brauchen sie Geld, und eine große Geschichte, die alles damit zu tun hat, dass dieser Bauer am Ende gesehen wird, Teil einer Gemeinschaft ist, eine Zukunft für sich und seine Kinder sieht und dann auch was lernen kann und sich entwickeln kann. Also viel, viel umfassender, als was man normalerweise denken würde, ist der Blick, wenn man mit Wirtschaft der Liebe auf jeden Menschen hinschaut.

Das gleiche könnte man natürlich über Zeinab sagen, die hier in ISIS... einige von Ihnen waren ja schon da, waren in unseren Betrieben oder auf unseren Farmen, und dann gibt es 2000 solcher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in verschiedensten Bereichen, von Teebeutel abfüllen, über das Lager, über Transport, über Verkauf an Apotheken, 35.000 Apotheken, 50.000 Supermärkte beliefern wir mit diesen 800 Millionen Teebeuteln, die Zeinab und ihre 600 Mitarbeiterinnen abpacken im Jahr. Toll, oder nicht? Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, Zeinab und ihre Mitarbeiterinnen von ISIS, die sind in einem Markt, dem ägyptischen Markt, und glauben Sie, da gibt es irgendein Demeter-Premium, oder biologisch, Bio, EU-Bio, IG-Bio-Premium? Null. Und wie heißt die Konkurrenz? Klitzekleine Firmen, Unilever und Lipton, Nestlé, ja, das ist die Konkurrenz. Und in diesem Markt verkaufen die die 800 Millionen Teebeutel. Mit Demeter-Kräutern. Schon eine Geschichte, oder?

Also das heißt, die machen einen verdammt guten Job, sind extrem effizient, produktiv, denn sie haben 70% vom Markt für Kräutertee in Ägypten. Also sie sind wirklich am Markt. Und jetzt sind sie aber Zeinab. Jetzt haben sie alle Lorbeeren gekriegt, ein gutes Gehalt, aber Zeinab hat Kinder. Gut, die können bei uns auf die Schule. Zeinab sitzt vor einer IMA C27, einer tollen italienischen Maschine, 220 Teebeutel pro Minute. Das heißt, sie muss alle 5 Sekunden 20 Teebeutel von der Maschine nehmen und in eine Box tun. Alle 5 Sekunden. Versuchen Sie das mal und machen Sie das 8 Stunden am Tag. Sinnerfüllt, oder? Das ist die andere Seite der Medaille. Was ist jetzt mit Zeinabs persönlicher Potenzialentfaltung? Also sie hat uns jetzt geholfen zu beweisen, sie hat unseren Bauern geholfen, ihren Anis zu verkaufen, sie bereichert Kunden, denn die, die diesen Demeter-Anis trinken, werden natürlich hübscher, intelligenter, schöner, alles mögliche. Aber wie geht es ihr dabei? Das ist jetzt die Frage, die wir immer noch nicht beantwortet haben.

Und an der Stelle muss man sich einfach klarmachen, diese IMA C27 wurde bei uns angeliefert mit einer automatischen Kartonierung. Also wir haben die automatische Kartonierung da. Das hieß ja aber, dass 18 Leute nicht einen Arbeitsplatz haben. Und wenn wir das auf unsere 30, 40 Maschinen nehmen, sind das halt die 500, 600 Leute. Das heißt, in Deutschland kann ich dieselbe Fabrik laufen lassen mit 3, 4 Leuten. Was ist besser? Zeinab, 5 Sekunden, oder 3 Leute statt 600? Und 600 und die Zeinab hat Kinder und hat Familie und so weiter. Eine Frage der Wirtschaft der Liebe. Und wenn man sich jetzt nicht kümmert um Zeinab und sicherstellt, dass sie eine Krankenversicherung hat, eine Sozialversicherung hat, dass sie 10% ihrer Arbeitszeit dafür verwenden darf, das zu tun, was sie gerne tut, dass sie gesehen wird, honoriert für das, was sie tut, dass sie in einer Gemeinschaft ist und sich als Gemeinschaft zugehörig findet, dass sie happy dabei bleibt, dass sie immer noch lacht, nachdem sie jetzt so und so oft das gemacht hat. Das ist die Aufgabe der Wirtschaft der Liebe. Also das ist es, was wir jeden Tag tun und üben für unsere 2.000 Mitarbeiter. Hat jeder die Chance gehabt, einen Schritt zu machen heute? Einen halben Schritt? Einen kleinen Schritt? Aber wirklich, kann er sich entfalten? Ja oder nein? Was heißt das für ihn? Was heißt das für seine Familie? Das ist das für uns verstandene Wirtschaft der Liebe. Und wie ich gerade erzählt habe, was dieser Bauer da in Minya macht, Mohammed, der macht Anis und sie packt es ab und sie sind am Markt. Sie schaffen es. Also sie sind extrem gut dabei, aber auch, weil wir tatsächlich in dieses Projekt Entwicklung des Menschen und Potenzialentfaltung unglaublich viel Kraft, Zeit und Aufwand stecken.

Die Rolle von Kunst, Bildung und Entwicklung im Arbeitsalltag 00:20:51

Helmy Abouleish: Gerne? Also jeder Mitarbeiter in SEKEM, jeder der 2.000 Mitarbeiter in SEKEM, das heißt zu jedem Zeitpunkt arbeiten 200 der 2.000 nicht. In der Arbeitszeit und dann macht sie Eurythmie oder singt, malt oder plastiziert, macht Landwirtschaft oder ist in irgendeiner Arbeitsgruppe, die über irgendwas anderes nachdenkt. Aber sie kann in 10% ihrer Arbeitszeit was tun, was nichts mit ihrem Job zu tun hat, was sie sich selber aussuchen kann. Und wenn sie das besonders gut macht, werden die 10% sogar noch mehr. Also wenn sie das so gerne macht. Denn es gibt bei uns... wir jeden Tag entdecken wir natürlich unter den 2.000, sie entdecken sich selber, als Menschen, als Künstler. Aber dann kommt auf einmal eine, die hat eine Stimme, die muss man weiterentwickeln können. Oder eine, die spielt die Gitarre oder die Oud oder irgendwas anderes. Und die haben dann auch eine weiterführende Ausbildung dafür.

Wunderbar, wenn man das so hört, alles Kunst wird gemacht, vor allem das. Also es ist interessant, auf jeden Fall interessant. Diese Frage muss man natürlich dann mit Bedacht anschauen. Ich denke, wenn man guckt, was sind die Sachen, die die Menschen an sich selber erleben, gerade in diesen ländlichen Gebieten, dann ist es viel, dass sie sich als Künstler auf einmal erleben und das hatten sie niemals in ihrem Leben, niemals in ihrer Schulzeit, niemals in ihrem Haus, niemals in ihrem Dorf irgendeine Chance. Und wenn man sie fragt, "Was heißt so von Musik?", "Kann ich nicht, hab ich noch nie gehört, hab ich nie gemacht." Und dann wenn sie es machen, auf einmal passiert was. Bei den Ägyptern übrigens, bei den Orientalen insgesamt, noch mehr durch zum Beispiel das Wort, die Poesie, geht an ihr Herz so schnell ran, wie bei einem Europäer die Musik. Das kann man sofort sehen, irgendjemand erzählt ein Gedicht und alle sind still, sofort. Aber das müssen sie erst mal tun, damit sie es erleben, damit sie es für sich selber entdecken. Ich denke aber, dass es nicht nur die Kunst ist. Wir bieten auch anderes an und es gibt dann einige, die machen dann einen Kurs über nachhaltige Entwicklung oder Social Entrepreneurship oder ethisches Geld. Und dann gibt es andere, die machen einen praktischen Kurs in der Landwirtschaft und wollen gerne am liebsten mit Angela CPP oder biologisch-dynamische Präparate machen oder, oder. Ich denke, wo der Einzelne seinen Klick, sein Potenzial, sein Entfaltungspotenzial findet, das muss man ihm überlassen. Und es ist nicht eins und wir können es überhaupt nicht machen. Wir können nur anbieten, anbieten, anbieten und hoffen, dass irgendwas klickt bei irgendjemandem, irgendwann. Das ist alles, was wir können, ob es in der Schule ist oder in der Uni oder wo auch immer.

Nun, ich könnte aber... wegen der Zeit will ich jetzt sagen, nicht zu tief einsteigen. Natürlich müsste man auch dann gucken auf alle anderen Partner im Wirtschaftsstrom. Wer sind meine Geldgeber, wer sind meine Kapitalpartner, wer sind meine Banken, wer sind meine Kunden, wer sind meine Zulieferer und so weiter. Für ein richtiges Bild der Wirtschaft der Liebe muss man genau in dieses Netzwerk schauen, genau auf die Qualität schauen. Es macht einen Riesengewinnunterschied, woher mein Geld kommt, was für eine Qualität Geld ich habe, mit wem ich wie zusammenarbeiten kann und so weiter und so weiter. Das sind alles Sachen, die ich jetzt erzählen könnte, aber ich will auch noch eine Chance haben, dass wir ein Gespräch haben am Ende. Deswegen will ich nur sagen, es ist auch das sehr wichtig.

Die Macht der Konsumenten: Bewusstsein für den wahren Preis 00:24:40

Helmy Abouleish: Vielleicht am allerwichtigsten am Ende noch zu bemerken, weil das hat was damit zu tun, was ich gleich später noch erzählen werde, ist der Kunde, der Endverbraucher, also wir. Jetzt gehen Sie einfach mal mit so in meinen Gedankengängen, unseren Gedankengängen in Ägypten. Wir sagen einfach, die Welt da draußen, über die wir uns alle beklagen, alle beklagen sich, übrigens nicht nur wir, sondern auch alle anderen beklagen sich... aber wir beklagen uns auch über die Welt. Das ist die Welt, die wir mit unserem Konsum kreieren. Also es gibt keine bösen Firmen, die Coca-Cola machen oder irgendwas anderes, sondern es gibt die Kunden, die Coca-Cola nachfragen und dann produziert ihnen jemand Coca-Cola oder irgendwas anderes, was die Welt kaputt macht und die Gesundheit kaputt macht und die Gesundheitssysteme kaputt machen wird und so weiter und so weiter. Aber das ist der Bedarf von Menschen. Also Menschen, die das einkaufen, meistens nicht wissend, was sie tun.

Das Wunderbare ist, dass ich gehe in den Supermarkt und sehe die Sachen vor mir auf dem Regal und habe überhaupt keine Ahnung, was hat dieses Produkt für die Umwelt gemacht, was hat das für einen Footprint auf das Soziale oder auf die Gemeinschaft oder auf die menschliche Entwicklung oder was ist der wahre Preis von dem Produkt? Keine Ahnung. Keiner von uns, inklusive mir, hat eine Ahnung. Wie oft kaufen wir Sachen ein, wo wir nichts wissen und dann ist es die größte Katastrophe aller Zeiten, was wir gerade eingekauft haben. Und wie viele von uns hatten ein iPhone, jetzt gerade hier einstecken und weiß genau, dass Kindersoldaten im Kongo Teile der Produkte, die da in dem iPhone drin stecken, besorgen. Und trotzdem kaufen wir es, weil es stand nicht drauf, dass da jetzt Blut drin ist oder irgendwas. Und so weiter. Und das könnte ich jetzt mit allen Sachen durchdeklinieren, mit denen wir uns selber versorgen. Wir wissen es nicht.

Und so versuchen wir im Wirtschafts-der-Liebe-Kreislauf Kunden zu informieren, weil wir davon ausgehen, dass kein Kunde unbedingt die Welt zerstören möchte. Sondern dass er es tut, weil er es nicht weiß, weil man ihn nicht informiert. Und wenn man ihn informiert, dann würden viele zumindest mal Stück für Stück ihr Einkaufsverhalten ändern. Eine der Aufgaben, die wir uns selber gesetzt haben: Wie können wir Kunden befähigen, dass sie wirklich richtig einkaufen? Ich habe vergessen, die Frage zu stellen. Ist das jetzt also die Lösung? Jetzt wissen wir es. Biologisch-dynamische Landwirtschaft und Wirtschaft der Liebe. Super, ja? Das Wunder von SEKEM. Wieder nicht. Das ist zwar ein wichtiger Bestandteil, aber ohne das, was wir an ständigem Weiterbilden, ob es unsere Mitarbeiter sind... das sind jetzt Mitarbeiter der Betriebe, die da gerade malen dürfen, aber das ist zum Beispiel ein Mitarbeiter aus einem Betrieb, der sich in der Eurythmie so selbst gefunden hat, dass er jetzt eine Eurythmie-Ausbildung machen darf. Oder das sind die Kinder an unseren Schulen, die auf der einen Seite, und da bin ich sehr happy, dass ich jetzt mehr gelernt habe über die Pädagogik hier in Loheland, die eben nicht nur im Schulzimmer sitzen und irgendwelche theoretischen Sachen hören. Die Musik machen, die Kultur haben, die aber auch am Feld, im Feld mit Tieren, mit Pflanzen, mit dem Boden in Berührung kommen. Also ohne unsere Investition in Kindergärten, Schulen und so weiter und so weiter, mit tausenden von Kindern in unseren Schulen, gäbe es das Wunder von SEKEM nicht.

Klingt erst mal auch wieder nicht logisch, wie alles nicht logisch klingt bei uns, weil man könnte ja sagen, das kostet eigentlich nur Geld, oder? Und dann kommt man sofort natürlich in diese Fangfragen, wir haben heute im Auto drüber geredet, ist dieses pädagogische System der Waldorfschule Loheland oder unserer SEKEM-Schule denn teurer als das System in Deutschland, als das der Staatsschule hier daneben oder in Kairo? Auf den ersten Blick schaut es so aus, weil die Eltern müssen was zahlen, wenn sie bei uns ihre Kinder hinschicken. Und natürlich wissen wir, wenn man es dann analysiert, wir sind viel effizienter, viel billiger, viel besser, aber wir schauen teurer aus. Durch ein System des wirtschaftlichen Steuerrechts und was weiß ich was, wodurch wir diese Schule dort bezahlen und dann nochmal eine andere bezahlen.

Genauso wie bei den biologisch-dynamischen Produkten. Jeder sagt, biologisch-dynamisch ist teuer, deswegen sind wir nur zwei Prozent von den Lebensmitteln der Welt. Und biologisch-dynamisch vielleicht zwei Promille oder noch drunter. Also weil man denkt, in unserem heutigen System, wir wären ineffizient, wir wären teuer. Ob es die Bildung ausmacht, ob es das Gesundheitswesen ausmacht. Homöopathie, Anthroposophie, ist irre teuer, katastrophal teuer und so ineffizient. Dabei läuft das konventionelle System total gegen die Wand mit einem ganz einfachen metabolischen Syndrom. Das heißt, dass in 20, 30 Jahren sich Deutschland das Gesundheitssystem nicht mehr leisten kann, nicht Ägypten, sondern Deutschland, weil alle mit 50, 60 Zucker, Bluthochdruck, Herzprobleme haben werden. Durch was? Durch das falsche Essen, zu wenig Bewegung und keinen Sinn im Leben, oder? Da brauche ich weder anthroposophische Medizin, noch Homöopathie, noch sonst was. Dieses System weiß jeder heute schon. Und was das kosten wird, für die ganzen Gesellschaften der Welt, ist immens, mehr als was es jemals reingeholt hat. Und dann sagt uns jemand, wir seien zu teuer und ineffizient, was für ein Blödsinn. Wenn unsere biologisch-dynamischen Bauern die besten Ärzte der Welt sind. 60% der Gesundheit kommt von biologisch-dynamischer Ernährung. Und dann noch ein bisschen Sinne rein und ein bisschen Kunst und ein bisschen Küssen und Umarmen.

Ausbildung und die Heliopolis-Universität 00:30:48

Helmy Abouleish: Naja, und dann haben wir auch noch die Berufsausbildung, wo dann eben unsere 15-, 16-Jährigen in allen möglichen Berufen der Zukunft, wie erneuerbare Energie oder Wassermanagement und so weiter, ausgebildet werden. Auch einige hundert. Und natürlich, das Glück von SEKEM, weil wir viele selber... viele Betriebe, Höfe, Fabriken und so weiter haben, die können alles das praktisch lernen. Nichts theoretisch, wie in allen anderen Schulen Ägyptens. Und natürlich, der Segen SEKEMs hängt von denen mit besonderen Fähigkeiten und Möglichkeiten ab. In der Heilpädagogik haben wir eine ganz große Gruppe an Kindern, die wir nicht nur schulisch betreuen in der Ausbildung, sondern die dann später auch alle Jobs kriegen in SEKEM und alle wirklich tolle Sachen machen können. Alles das gehört zum Wunder von SEKEM, nur wenn man sich nicht den Faden abreißen lässt.

Und dann gibt es natürlich noch die Heliopolis-Universität für nachhaltige Entwicklung. Darüber könnte man einen eigenen Abend füllen, aber eine Universität für nachhaltige Entwicklung, wo man über biologische Landwirtschaft, biologische und namentliche Landwirtschaft, über erneuerbare Energien oder grüne Architektur oder Physiotherapie und Komplementärmedizin und so weiter und so weiter was lernen kann, ist schon mal was ganz Einzigartiges. Aber wenn ich Ihnen dann auch noch sage, dass diese 4000 Studenten alle ein Chorprogramm haben, alle ein Studium fundamentale, alle Eurythmie, Malen haben, 15-16% ihrer Studienzeit, und wenn sie dann abgehen als Bachelor of Pharmacy, Bachelor of Engineering, Bachelor of irgendwas nach 4, 5, 6 Jahren, und man sie fragt: "Was war es jetzt eigentlich, was du hier gelernt hast?", dann kommen alle auf das. Keiner redet dann über Pharmazie oder Engineering oder irgendwas. Sie entdecken sich selber, sie entdecken sich als Menschen mit Fähigkeiten, mit Möglichkeiten, mit Möglichkeiten zu lernen, das ist das Entscheidende dieser Uni.

Und dann könnte man natürlich wieder fragen, okay, also Bildung... ein bisschen habe ich schon über die integrative Gesundheit gesprochen, was wir versuchen. Auch wieder ein Thema für einen anderen Abend ist: Was ist Gesundheit, was ist die Gesundheit der Zukunft, was will die Zukunft von uns und was ist unser Beitrag? Ich denke, wir haben einen Riesenbeitrag zu liefern und eine Riesenverantwortung in dem Feld. Wir tun das mit unseren Mitarbeitern, wir haben unser eigenes privates Krankenversicherungs-System aufgebaut, damit wir adäquat unseren Tausenden von Schülern, Studenten, Mitarbeitern, Bauern helfen können, dass sie einfach nicht in diese Falle laufen, in die die Wohlstandsgesellschaften der Welt alle laufen. 55% der Amerikaner ist fettleibig und das heißt schon auf dem Anfang vom metabolischen Syndrom und in Europa sind es zwischen 25 und 40 und in Ägypten 44. Übrigens, Ägypten, muss man sich mal vorstellen, dieses arme Land hat die Wohlstandskrankheiten Europas schon gebucht. Wir laufen volle Pulle auf dieselbe Situation zu. Nur unsere Pyramide ist natürlich so, die Bevölkerungspyramide, und die hier ist so, deswegen wird es hier schneller einschlagen, aber es ist genau das gleiche Bild. Was macht man, wie kommt man, wie geht man damit um mit unseren eigenen Mitarbeitern?

Aber das alles ohne noch dazu eine lebendige, lernende Gemeinschaft dahinter würde nicht ausgereicht haben. Eine Gemeinschaft, in der Europäer und Ägypter, Alte, Junge, Frauen, Männer, Christen, Moslems und so weiter und so weiter zusammen in einer Form leben, dass sie sich sehen, respektieren, bereichern und eins und eins zwei ergibt, nicht null. Und wenn wir es dann etwas weiter kriegen, drei und dann vier und dann fünf, denn das ist das Wunder der Arbeitsteilung, eins und eins kann zehn sein. Dass man überhaupt erlebt, dass man alleine gar nichts hinkriegt und dass man nur in Kreisen erleben kann, wie man Teil einer größeren Gemeinschaft sein kann. Teil des SEKEM-Wunders. Also das wären so meine vier Antworten gewesen. Also es braucht eine Gemeinschaft, es braucht Kultur, reiches Kulturleben, es braucht eine Wirtschaft der Liebe und eine biologisch-dynamische Landwirtschaft. Und wenn man die kombiniert, dann kommt man zu diesem Wunder.

SEKEMs Vision für Ägypten 2057: Vom Leuchtturm zum Skalieren 00:35:32

Helmy Abouleish: Abschließend jetzt natürlich die Frage, die uns auch interessiert hat und vor allem 2017, wie mein Vater uns dann nach 40 Jahren SEKEM-Arbeit und Pionierleistung verlassen hat, dann war natürlich die Frage so, was ist jetzt die nächsten 40 Jahre. Also jetzt haben wir alle ein Wunder erlebt hier, wir sind alle happy und stolz natürlich, wahnsinnig stolz, haben alle Preise der Welt gekriegt, die man sich nur vorstellen kann, was übrigens, kann ich allen raten hier, da muss man sehr aufpassen, das ist die größte Korruption, es gibt Preise, aber wie auch immer, die haben wir gekriegt. Und jetzt, wie geht es weiter, was sind die nächsten 40 Jahre? Und ich glaube, Max war da dabei und Angela, die auch hier ist, waren dabei und das hat uns ein Jahr lang beschäftigt, das Thema: Was will die Zukunft von uns? Was sind diese verschiedenen Bewusstseinsempfindungsseelen, Verstandesseelen, Bewusstseinsseelen, was ist eigentlich unser Anliegen? Wir kriegen alle diese Preise dafür, dass wir ein Leuchtturm in der Wüste sind und wir wollen verdammt nochmal kein Leuchtturm sein, weil Leuchtturm heißt, wir stehen da ganz alleine und leuchten. Aber wir wollen ja, dass das Licht in die Gesellschaft geht. Und wir kriegen die Preise genau für das Gegenteil von dem, was unser Anliegen ist. Also wie kriegen wir dieses Licht in die Gesellschaft? Wie kommen wir zu den 7 Millionen Bauern, wie kommen wir zu den 1,4 Millionen Lehrern, wie kommen wir zu den 3,4 Millionen Unternehmern und so weiter und so weiter. Wurde uns immer klarer, das ist das Anliegen, das ist das Modell, von dem mein Vater geträumt hat, das skalierbar ist, das in die Gesellschaft geht, nicht nur "wir sind toll und haben es gemacht".

Mit dem im Hintergrund haben wir dann eine neue Vision für SEKEM für die nächsten 40 Jahre definiert, wo wir gesagt haben: Okay, die nächsten 40 Jahre geht es nicht mehr um mehr Farmen, geht es nicht mehr um mehr Teebeutel, geht es nicht mehr um mehr Studenten oder mehr Schüler oder wir müssen so und so viel wachsen, um irgendwas zu beweisen. Wir haben alles bewiesen, was man beweisen kann. Jetzt geht es darum, dass andere das, was wir machen, machen. Und wir messen unseren Erfolg nur daran, wie viele konnten jetzt dann biologisch-dynamisch arbeiten, wie viele Schulen stellen auf das Konzept um, wie viele Spitäler stellen auf integrative Gesundheit um. Das ist das, was uns interessiert.

Natürlich kamen dann so spitzfindige Typen wie Max natürlich sofort und sagen: "Ja und was ist dann der Key Performance Indicator, KPI?" Ich auch nicht, sowieso, obwohl ich das Wort kenne, aber auf jeden Fall ist es: Wie messen wir unseren Erfolg am Ende, wenn das unser Anliegen ist? Naja, und bescheiden wie wir sind, haben wir dann gesagt: Okay, das können wir nur messen, indem wir gucken, wie geht es Ägypten, wenn wir es schaffen, unser Modell da rein in die Gesellschaft zu tragen. Das hieß ja, die sieben Millionen Bauern würden biologisch-dynamisch arbeiten, die Schulen anders arbeiten, die Spitäler anders arbeiten, die Unternehmer anders arbeiten, oder? Also wir müssen es an der Gesellschaft ablesen, nicht an uns. Haben dann eine Vision für Ägypten 2057, 40 Jahre später, in der letztlich wir ganz bescheiden gesagt haben: Okay, 2057 alle sieben Millionen Bauern Ägyptens arbeiten biologisch-dynamisch oder regenerativ, alle Unternehmer nehmen die Prinzipien eines assoziativen Wirtschaftens oder Wirtschaft der Liebe oder wie man es auch immer nennen will und setzen sie um, alle Schulen... einleuchtend, oder? Haben wir auch gedacht.

Trotzdem haben wir dann natürlich auch, um das zu bemessen, gesagt, okay, und was können wir dann sehen? Haben wir nur eine Vision, das ist ja auch schon nett, aber reicht nicht aus, oder haben wir genügend Forschungsergebnisse, um zu sagen, was braucht es, um diese Vision umzusetzen? Haben wir schon die Prototypen, die dann auch wirklich beweisen, dass es funktioniert, oder können wir es sogar schon skalieren? Denn wir wissen, das ist das Gute vom Systems Thinking, dass man ja zum Glück, um ein System zu kippen, nicht 51 Prozent braucht. Also die kritische Masse, Kipppunkte gibt es irgendwo ab 20 bis 25, irgendwo da dazwischen, das ist das, was man erreichen muss, selber, dann kippt das System und das passiert der Rest von sich alleine, mit und ohne uns. Also sind wir ganz bescheiden eben auf diese Kipppunkte gegangen und haben gesagt, dahin wollen wir jetzt gehen, und das bemessen wir jedes Jahr und jeder kann bei uns auf der Webseite sehen, wo wir sind.

Kohlenstoff-Zertifikate als Antrieb für die Wende in der Landwirtschaft 00:40:12

Helmy Abouleish: Ein Beispiel, weil das natürlich das Beispiel ist, eines von den vielen Beispielen, aber das ist das, was vielleicht am eindrücklichsten ist, ist das mit der Landwirtschaft. Mit der Landwirtschaft haben wir gesagt, ja, also sieben Millionen Bauern 2057, relativ einfach. Also man braucht nur jedes Jahr ein paar hunderttausend umstellen, dann sind es sieben Millionen, oder? Aber wie stellt man sie um, wer stellt sie um, was ist das Material, was ist das Business Model? Und dann kommt einem immer entgegen, dass natürlich die Welt einem sagt: "Ja, also, übrigens, biologisch-dynamisch, super, schmeckt wahnsinnig gut, ist nur so teuer, dass ich es mir nicht leisten kann." Und das ist das, was die Welt denkt über biologisch und biologisch-dynamisch. Und dann haben wir angefangen zu studieren an der Heliopolis-Uni und da waren viele beteiligt und in der Zwischenzeit wissen wir, dass es genau falschrum ist, wir sind viel billiger, effizienter, produktiver. Aber das zeigt sich nicht am Produkt, weil es erlaubt ist in unserer Wirtschaft, dass ich diese zusätzlichen Kosten meines konventionellen Produkts externalisiere auf die nächste Generation oder auf diese Gesellschaft oder auf irgendjemand anderen, nur nicht ich. Und dann schaut diese konventionelle Tomate im Aldi billiger aus, wie die biologisch-dynamische.

Was sagt die FAO seit zwei Jahren in ihrem Jahresreport? Und das ist das Tolle, das zeigt und gibt Hoffnung. FAO hat gesagt, die versteckten Kosten unseres Landwirtschafts- und Foodsystems – und FAO ist übrigens UN, das ist nicht SEKEM, das ist keine Filiale von SEKEM, sondern das ist eine Filiale von den United Nations in Rom – und die sagen 12,7 Billionen, also Trillionen auf Englisch, Billionen auf Deutsch, das sind die zusätzlichen versteckten Kosten. Was sind die landwirtschaftlichen Produktionskosten? Viereinhalb, dreieinhalb bis viereinhalb, je nachdem wie viel Mehrwert man kreiert auf der Farm. Das heißt, die konventionelle Tomate für einen Euro kostet der Welt vier Euro. Ich habe eine verdammt teure biologisch-dynamische für eineinhalb oder zwei Euro, bin ich also billiger oder teurer? Ich bin viel billiger, das sagt FAO. Ich hoffe, jeder kann reingehen, das ist ein Report, der ist veröffentlicht 2024, 2023 und 2024. Also in der Zwischenzeit hat die Welt gesehen, wir können uns das gar nicht leisten. Dass wir das zulassen, dass dieses konventionelle System uns alle Bankrott macht.

Was sind die Folgekosten in erster Linie? Das Ding hier auf der rechten Seite ist jetzt auch zu wenig Zeit, aber 67% Gesundheit. Genau das, was ich gerade gesagt habe. 67% dieser Trillionen, die die Landwirtschaft uns kostet, das ist unsere Gesundheit hier. Also, ist das toll? Toll für uns zu wissen, es ist schlecht für die Welt, aber toll für uns zu wissen, dass wir die Lösung haben. Aber irre Verantwortung, was machen wir jetzt damit?

Und dann kommt so ein IPCC, ich weiß nicht, ob Sie das schon mal gehört haben. Das ist eine andere UN-Kommission, die sich mit Klimawandel beschäftigt. Das sind die Wissenschaftler, die sich mit Klimawandel beschäftigen. Die kamen parallel oder ein bisschen früher und haben Folgendes gesagt. Die Landwirtschaft der Welt ist übersehenermaßen ein Hauptproblem für den Klimawandel. Die Landwirtschaft der Welt, wir Bauern, jetzt bezeichne ich mich mal als Bauern, wir verursachen so 25, 27% der gesamten Klimawandelausstöße seit 200 Jahren. Das heißt, wir haben als Bauern mehr Anteil als die Autos, die Energie und alle anderen Sektoren der Welt, okay? Das ist doch klar. Als Bauern und Forstwirte, muss man sagen, um es ehrlicherweise zu sagen. Aber das heißt, das konventionelle System bearbeitet Böden so, dass die ganze Zeit Kohlenstoff in die Luft geht, schneidet Bäume, dass Kohlenstoff verloren geht oder verbrennt irgendwas auf dem Boden, dass Methan in die Luft geht. Das konventionelle System. Generell. Und dann schreiben sie in dem selben Report 2019, und übrigens, die größte Hoffnung für die Zukunft, den Klimawandel in die Hände, wieder in den Griff zu kriegen, sind die Landwirte. Denn das sind die einzigen, nicht die Teslas, nicht die iPhones, nicht die ganzen Technologien, sondern die einzigen, die wieder CO2 aus der Atmosphäre im Boden binden können, Bäume anbauen können. Die einzigen, die fixieren können. Alle anderen können nur reduzieren. Wir können reduzieren, wenn wir anständig arbeiten. Biologisch, dynamisch arbeiten. Also, das war die Message. Wir sind ein großes Teil des Problems, aber potenziell, wenn wir es gut machen, können wir die Welt retten. Wir lieben Welt retten übrigens. Unser Hauptmotto ist hier, Welt retten.

Und dann haben wir gedacht, okay, wenn das so ist, gucken wir mal, wie ist es in Ägypten. Und haben dann einfach diese CO2-Zertifikate in unser Economy of Love-System integriert. Braucht ja auch noch mehr Zeit, nicht heute. Aber wir haben es integriert, das heißt, wir haben also Bindung im Boden, in Bäumen, durch erneuerbare Energie, Ablösen von Dieselaggregaten und so weiter. Alles berechnet. Und, höre und staune, und das ist jetzt nur Ägypten natürlich, aber in Ägypten, unsere Bauern, die im Moment etwa 15% des ägyptischen Totalaustoßes ausmachen, mit 22 Millionen Tonnen, die könnten 47 Millionen Tonnen – also man muss immer sehr genau sprechen – speichern oder zumindest die Emissionen verhindern. Wenn sie nämlich Kompost machen, speichern sie nicht gleich, sondern verhindern, dass Emissionen abgegeben werden. Aber diese 47 Millionen Tonnen, also statt 22 minus, 47 plus, würde heißen für Ägypten, wir alleine, die Bauern in Ägypten, 7 Millionen Bauern auf 7 Millionen Acre, könnten 30, 35% des ägyptischen Klimaausstoßes ausgleichen. Verdammt gut.

Für den einzelnen Bauern heißt es folgendes, diese 7 Millionen Bauern, jeder von denen könnte am Ende, wenn er gute Arbeit macht und biologisch-dynamisch arbeitet und natürlich seine Dieselpumpe auswechselt, in eine solarbetriebene, und erst mal mit 50 und dann später mit 200 Bäumen wirklich Agroforestry betreibt und, und, und, könnte 10, 15, 20 Tonnen auf dem Hektar CO2 einsparen oder binden. Bei einem Preis, einem zu niedrigen Preis von 20, 25 Euro, ist die Einkunft, die er dadurch hat, mehr als unser Demeter-Bauer an Premium kriegt, wenn er uns Demeter-Anis beliefert. Ich weiß nicht, ob Sie das jetzt gehört haben, aber was ich gerade gesagt habe ist, das war die Lösung für unsere 40.000 Bauern. Wir haben gesagt, okay, wenn dem so ist, lieber Marcelo-Bauer in Assiut, stell um, okay, mach deinen einen Hektar Anis und verkauf ihn nicht an SEKEM. Du darfst nicht Demeter und nicht mit Premium verkaufen, also ja nicht uns beliefern, verkauf ihn im Dorf, so wie du ihn gestern verkauft hast, gleichen Preis, konventionell, nicht einen Groschen mehr, okay. Das sieht erst mal nach einem schlechten Geschäft aus, aber dann berechnen wir die Carbon-Credits und dann kriegst du für deine Ökosystemdienstleistung, nämlich den Kohlenstoff, den du gebunden hast, zusätzliches Einkommen durch Economy of Love Carbon-Credits. Und das ist 40 Prozent mehr oder 50 Prozent mehr, als was er jetzt gerade für seinen Anis bekommen hat. Und dadurch kann er biologisch-dynamische Produkte konventionell verkaufen, hat ein besseres Einkommen und, und, und, okay, klar.

Die Skalierung: 40.000 Bauern und der Ausblick 00:48:30

Helmy Abouleish: Mit dieser Idee im Hintergrund haben wir dann gesagt, okay, das heißt, wir können einfach Bauern umstellen, weil das ist einfach, relativ einfach, wenn ich jetzt Marcelo sage, "Willst du gerne umstellen auf biologisch?" "Natürlich." Besonders, weil Max mit uns seit 30 Jahren arbeitet, im selben Dorf, sein Cousin, und den sieht er ja, dem geht es besser als ihm, also will er auch umstellen. Ist ja klar, okay, also will er umstellen. Aber dann fängt natürlich ein Riesen-Prozedere an. Wie stelle ich ihn um? Wer trainiert ihn? Wer gibt ihm jetzt Demeter-Saatgut? Wer bringt ihm die Biopestizide? Wer bringt ihm den Kompost? Jetzt die Maschinerie sich vorzustellen, 40.000 Bauern zu bedienen, die am Ende diese Transformation machen, das war die geniale Leistung von der Egyptian Biodynamic Association (EBDA), oder Demeter-Bund, und Angela hat 200 Mitarbeiter, mit denen sie das in den letzten drei, vier Jahren gemacht hat. Die Tag und Nacht arbeiten mussten, weil 200 Mitarbeiter auf 40.000 Bauern ist immer noch ein ziemlich hoher Bauer-pro-Mitarbeiter-Satz. Dafür, glaube ich, verdienen sie und die EBDA einen Riesenapplaus. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Zuschauer: Wo hat sie die ganzen Kuhhörner her?

Helmy Abouleish: Wo hat sie die ganzen Kuhhörner her? Das ist eine ganz smarte Frage. Aber die fragst du sie da, wenn sie am Podium ist, nicht mich. Ich kenne die Antwort, aber ich verrate sie niemals, Angela. Also, was ich sagen will, ist, wir haben dann gesagt, okay, wir üben mal, trainieren uns, und damit das klar ist, das Bottleneck dieser Umstellung, die wir gerade machen, sind wir, es ist nicht Bauern. Wir hätten sieben Millionen Bauern, die morgen früh bereit sind, das zu machen. Denn denen geht es besser. Es gibt keinen Bauern in Ägypten, der nicht gerne umstellen würde mit uns. Aber wir müssen ihn bedienen können. Wir müssen ihn unterstützen können, und so weiter. Das ist das Bottleneck. Aber wir haben gesagt, wir schaffen 40.000. Vor drei, vier Jahren, Martin, du kannst dich erinnern, auf irgendeiner landwirtschaftlichen Konferenz, und am 31.12.2025 waren es 40.171 Bauern, die sie umgestellt hatten. Also wirklich auf den Punkt gelandet. Und jetzt wollen diese Verrückten von der EBDA 250.000 Bauern umstellen, in den nächsten drei, vier Jahren, damit wir nämlich diese 20% kippen. Damit wir an den Kipppunkt kommen für das System. Also das ist unser Plan. Beten Sie alle für uns. Wir brauchen viele Gebete und Liebe, dass wir das schaffen.

Und der Witz ist, Ägypten, könnte man jetzt sagen, als Staat jetzt nicht unbedingt progressiver, viel progressiver als Deutschland, oder liberaler, oder was auch immer, unterstützt das natürlich wie verrückt. Weil das ist natürlich... auf einmal haben wir eine Lösung ihnen gegeben, was sie mit ihren sieben Millionen Bauern machen, die alle Probleme haben. Das heißt, es gibt jetzt ein Gesetz, es gibt eine Börse, es gibt eine Auktion, es gibt IOL-Zertifikate. Und unsere Minister gehen jetzt auf die internationalen Konferenzen und promoten Economy of Love Carbon Credits. Und Sie müssten mal den Finanzminister oder den Typen von der FAO sehen. Wenn er, nachdem er das macht, zu mir sich rüberlehnt und sagt... "Kannst du dir vorstellen", der ist in Harvard ausgebildet. "Das ist Economy of 'der Stärkere kriegt alles'." Dann sagt er: "Ich kann mich selber nicht hören, dass ich jetzt gerade gesagt habe, Economy of Love Carbon Credits sollt ihr kaufen." Aber trotzdem machen sie es, weil das ist die Lösung für ihre Bauern, die sie gar nicht bedienen können mit den wenigen Mitteln.

So, um jetzt auch noch zwei Minuten zu diskutieren, will ich jetzt einfach abschließend sagen, ist das, was wir gemacht haben, möglich, irgendwo anders zu machen? Außer in Ägypten? Hundertprozentig, oder? Also keiner kann sagen, wir hatten irgendwelche besseren Voraussetzungen oder Bedingungen als die Deutschen, die Schweizer, die Österreicher oder die Brasilianer oder irgendjemand anderer. Im Gegenteil, ich würde mal eher sagen, die Rahmenbedingungen in Ägypten sind sicherlich nicht besser. Aber es braucht eine Vision, es braucht eine ganzheitliche Vision, also eine dreigliedrige Vision, die auch die Natur mit anschließt. Es braucht wahnsinnig viel Liebe, Liebe für die Menschen, also dass man wirklich sich selbst in den Dienst der Sache stellt und die Menschen um einen herum liebt. Und es braucht Mut zu handeln. Es braucht den Mut, nicht im Bedenkensträgertum stecken zu bleiben, sondern einen Schritt zu tun, wo man nicht hundertprozentig weiß, wo er hinführt, weil man weiß, man lernt erst im Tun des nächsten Schrittes schon, wohin er landet. Und das hat vor tausend Jahren schöner als jeder andere, den ich kenne, und viele haben es gesagt, Dschalal ad-Din Rumi so gesagt, dass er gesagt hat, auf Arabisch allerdings: "Wenn du anfängst, den Weg zu gehen, erscheint der Weg." Also fang an, mach den nächsten Schritt. Und das ist das, was ich nur immer in die Welt stellen kann. Wir wissen alles, alles Wissen ist da. Wir brauchen jetzt nur die nötige Liebe an die Welt, die Menschen und die Natur, ein bisschen Mut, den nächsten Schritt zu tun, und dieses Wunder ist absolut wiederholbar und überall machbar. Dankeschön.

| zurück zu Helmy Abouleish |

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9