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	<title>BiodynWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_N&amp;diff=9133</id>
		<title>Gesamtglossar N</title>
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		<updated>2025-07-10T12:51:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}&lt;br /&gt;
NAHRHAFTIGKEIT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Manche Pflanzen &#039;schenken&#039; mehr, als sie für die eigene Reproduktion benötigen. Rudolf Steiner spricht daher von &#039;&#039;&#039;Nahrhaftigkeit&#039;&#039;&#039;. Nicht zuletzt nähren die Pflanzen den Boden auch für andere Pflanzen, denn Boden entsteht durch Verrottung von Pflanzen.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Rhythmus im Pflanzenleben: Reproduktionszyklen, schnelles und langsames Wachstum, Bodenaufbau 0:33:46|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:33:46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nährhumus]] siehe Humus  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nährstoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NAHRUNGSQUALITÄT, FORMKRÄFTE DES WINTERS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Formkräfte des Winters sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchformung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Formkräfte des Winters - Nahrungsqualität 0:09:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:09:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NÄHRENDE MOMENTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Es gibt Idylle, … aber auch Stress und Konflikte. [ … ] Es gibt aber auch die Momente, in denen man mit sich, der Pflanze und der Arbeit im Einklang ist. Diese &#039;&#039;&#039;nährenden Momente&#039;&#039;&#039; sind wichtig.&amp;quot; [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Hofsuche und die Herausforderungen der Landwirtschaft 0:13:28|| Therese, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NATIONALSOZIALISMUS  &lt;br /&gt;
* [[Manfred Klett]] erlebte 1944 an seiner Schule Salem am Bodensee hautnah den Geist, den Ungeist des &#039;&#039;&#039;Nationalsozialismus&#039;&#039;&#039;. Auch wenn es sehr negativ war, so ist Manfred dennoch dankbar für diese Erfahrung, den Ungeist zu erleben, wo man &#039;als Mensch gar nicht mehr in dem Sinne Mensch sein konnte&#039;. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#In Salem am Bodensee erlebte ich noch Nazi-Deutschland 0:07:04|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:07:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Natur]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;In der Landwirtschaft ist das eigentlich ganz einfach. Diejenigen, die das begonnen haben, die plötzlich gemerkt haben, sie können mit ihren Händen die &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039; verwandeln und zu etwas machen, was wie eine Heraussetzung aus dem Menschen ist. Eben Kultur.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Landwirtschaft ist immer im Strom eines Verwandlungsprozesses. Aber was mich tätig sein lässt, ist das, wie es werden soll 00:33:08|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 00:33:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Goethe nennt das Anschauung … dass man das was man sieht in Zusammenhängen anzuschauen, nicht nur für sich einzeln … was macht das Tier, wie stellt es sich in den Welten in den Zusammenhang […] lesen im Buche der &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Seelisches Erleben bei Tier und Mensch, Zusammenhänge anschauen 00:51:47|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:51:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… so können wir sehen, wenn wir weiter Umschau halten in der &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039;, wie alles in einem Beziehungszusammenhang steht […] Kein Tier lebt isoliert für sich, sondern immer in einem Beziehungszusammenhang mit anderen.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Beziehungszusammenhang in der Natur, Leben in der Natur 00:20:12|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:20:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NATUR LESEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… man muss sozusagen in der &#039;&#039;&#039;Natur lesen&#039;&#039;&#039; lernen, auch seine Böden … Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind … Das ist schon ungeheuer wichtig.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 0:33:20|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:33:20]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NATURPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Eine Pflanze wächst, … fällt herunter … und dann … wird … zu Humus und dann wächst wieder etwas Neues. Dass da … Nahrung entsteht, … ist … im Naturprozess … nicht vorgesehen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Erster Aspekt: Naturprozess 0:03:09|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:03:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NERVEN-SINNE SYSTEM  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Alle Wurzelfrüchte haben einen viel höheren Gehalt an Salzartigem, also Nitrat und andere Mineralstoffe. Und die haben eine große Bedeutung für die Ernährung des Menschen, nämlich auf das &#039;&#039;&#039;Nerven-Sinne-System&#039;&#039;&#039;. Alles, was mit den Sinnen zusammenhängt, was mit der Nerventätigkeit, mit dem Kopf, mit dem Denktätigkeit zusammenhängt, das wird gefördert gerade durch die Wurzelnahrung.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Weiteres Beispiel Rote Rübe 01:13:44|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:13:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIL [NILTAL]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… dass ja das &#039;&#039;&#039;Niltal&#039;&#039;&#039; nun vollkommen abhängig war von … Überschwemmungen … ansonsten war das Tal, wenn es überschwemmt war, total ein großer See. Und hat da eben dann entsprechende Sedimentationen hinterlassen.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Niltal war bei Überschwemmung ein großer See 00:01:46|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:01:46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NITRAT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Es ist bekannt, dass in Roten Rüben sehr viel &#039;&#039;&#039;Nitrat&#039;&#039;&#039; drin ist … In gewissem Sinne auch in den Möhren, also in allen Wurzelfrüchten.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Weiteres Beispiel Rote Rübe 01:13:44|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:13:44]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wenn jetzt aber dieselbe &#039;&#039;&#039;Nitrat&#039;&#039;&#039; oben im Getreidekorn erscheint, da gehört es nicht hin. Das ist eine … physiologische Katastrophe. Also man muss immer auf den Zusammenhang schauen, wo etwas erscheint.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Weiteres Beispiel Rote Rübe 01:13:44|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:13:44]]&lt;br /&gt;
[[Nitratgehalt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… jeder Ackerbau bedeutet einen höheren &#039;&#039;&#039;Nitratgehalt&#039;&#039;&#039; im Grundwasser.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus-Umsatzwirtschaft, die Folgen 00:08:17|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:08:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NOMINALISMUS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… heute haben wir … diese Auffassung, das sind alles Nomen … es ist ein Nominalismus eigentlich … Wir brauchen Namen für das … Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt … Aber da fängt es erst an.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Konzentration der Gedanken - Wille im Denken 0:16:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:16:30]]&lt;br /&gt;
[[Benedikt von Nursia|Nursia, Benedikt von]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=N%C3%A4hrstoff&amp;diff=9132</id>
		<title>Nährstoff</title>
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		<updated>2025-07-10T12:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „* „Die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nährstoffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; … sind Träger von Kräften … Die Kräfte könnten gar nicht wirksam werden in der physischen Welt, wenn sie nicht Stoffe zum Träger hätten … Und ein Teil dieser Kräfte in Verbindung mit den Stoffen kann die Kuh für sich nicht verwerten, die scheidet sie aus. Und das verleiht dem Kuhdünger die Düngekraft.&amp;quot; Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kuhdünger, besondere Düngekraft 01:1…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* „Die sogenannten &#039;&#039;&#039;Nährstoffe&#039;&#039;&#039; … sind Träger von Kräften … Die Kräfte könnten gar nicht wirksam werden in der physischen Welt, wenn sie nicht Stoffe zum Träger hätten … Und ein Teil dieser Kräfte in Verbindung mit den Stoffen kann die Kuh für sich nicht verwerten, die scheidet sie aus. Und das verleiht dem Kuhdünger die Düngekraft.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kuhdünger, besondere Düngekraft 01:11:19|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 01:11:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Humus&amp;diff=9131</id>
		<title>Humus</title>
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		<updated>2025-07-10T12:48:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… von Natur aus findet dieser Vorgang ja statt. Dass alle Abfälle oder alle Rückstände, die an [[Wald]], an Ästen zu [[Boden]] sinken lässt, das merken wir ja, dass es langsam verschwindet und sich umsetzt in diesen schwarzen &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;.“ [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Leben düngt Leben 01:20:21|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 01:20:21]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Endprodukt … der Umwandlung, der &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;, dass der sich von oben herein bildet in den Boden … ein Produkt ist dessen, was in der äußeren Verdauung der Natur über der Erde unter … Sonneneinwirkung, Regen, Feuchtigkeit, Luftströmung, Sauerstoffs usw. … was sich da quasi umwandelt, verdaut wird, das bildet dann letztlich schließlich diese Substanz, die den Oberboden durchsetzt … Humus.“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Leben düngt Leben 00:04:45|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:04:45]]&lt;br /&gt;
* „ … aus dem [[Abbauprozess]] ein Neuaufbauprozess … und dieser Neuaufbau den nennt man dann den &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;. Das ist eine Neubildung im Haushalt der [[Natur]], wo man sagen muss, dass der Humus … das allgemeine Leben der [[Pflanzen]] bewahrt.“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Abbau in Neuaufbau transformieren durch Humus 00:13:25|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:13:25]]&lt;br /&gt;
* „Alles was anfällt im landwirtschaftlichen Betrieb an organischer Substanz … wo man … auf dem [[Komposthaufen]] aufsetzt oder sonst welche Abfälle … haben wir es immer mit Nähr&#039;&#039;&#039;humus&#039;&#039;&#039; zu tun … Nährhumus hat seinen Namen daher, dass er die Bakterien und Mikroben des Bodens ernährt.“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kompostierungsprozess braucht seine Zeit, CN-Verhältnis massgebend 00:18:01|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:18:01]]&lt;br /&gt;
* „ … Dauer&#039;&#039;&#039;humus&#039;&#039;&#039;. Der ist ja schwarz-krümelnd … sehr stabil. Wird also nicht sehr schnell wieder zersetzt. Wenn es regnet, bleibt die Struktur … Die kommt nicht zur Krustenbildung …“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus ist das Gedächtnis der Erde 01:00:30|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 01:00:30]]&lt;br /&gt;
* „Der &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; ist wie ein Siegel, wo der Petschaft des Wachstums vor 1000 Jahren sich abgedrückt hat […] der Humus ist das Gedächtnis der Erde.“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus ist das Gedächtnis der Erde 01:00:30|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 01:00:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… im Hinblick auf die Humusbildung … kommt es nicht so sehr auf das oberirdische Wachstum an, sondern auf das unterirdische, die Wurzelmasse […] Die Wurzeln machen den &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; und auch dann vermehrt Dauerhumus.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Unterirdisches Wurzelwachstum wichtiger als Massenentfaltung 00:27:18|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:27:18]]&lt;br /&gt;
* „[[Regenwurm]] … Es ist ein Wundertier. Es ist ein stoffwechselaktives Tier. Es lebt ja in [[Symbiose]] mit [[Bakterien]] in seinem Darm und schafft aus der aufgenommenen Nahrung den besten &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;, den man sich vorstellen kann.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Regenwurm und Schleimabsonderung 01:14:04|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 01:14:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dauerhumus =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… &#039;&#039;&#039;Dauerhumus&#039;&#039;&#039;. Der ist ja schwarz-krümelnd … sehr stabil. Wird also nicht sehr schnell wieder zersetzt. Wenn es regnet, bleibt die Struktur … Die kommt nicht zur [[Krustenbildung]] …&amp;quot; [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus ist das Gedächtnis der Erde 01:00:30|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 01:00:30]]&lt;br /&gt;
* „… es ist der elementarste [[Dünger]], den wir überhaupt haben, der &#039;&#039;&#039;Dauer-Humus&#039;&#039;&#039;dünger, in diesem Sinne.&amp;quot; [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kompost als Universaldünger, das Gemüse ein Wunder der Natur 01:16:08|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 01:16:08]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;„Dauerhumus&#039;&#039;&#039; ist ein organisierender Dünger, der die physiologischen Prozesse der Pflanze harmonisiert, ausgleicht. Immer in der Waage hält, nichts zur Einseitigkeit kommen lässt.&amp;quot; [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus ist der ideale Dünger für den Intensivobstanbau 01:22:47|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 01:22:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… ein ständiger Nährhumus-Umsatz, das kommt gar nicht mehr richtig zur &#039;&#039;&#039;Dauerhumus&#039;&#039;&#039;-Bildung. Sondern es bleibt immer sozusagen in diesem stoffwechselaktiven Zustand der Umsetzung von Nährhumus und der Mineralisierung von Nährhumus.&amp;quot; [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus-Umsatzwirtschaft, die Folgen 00:08:17|| Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:08:17]]&lt;br /&gt;
* „… im Hinblick auf die Humusbildung … kommt es nicht so sehr auf das oberirdische Wachstum an, sondern auf das unterirdische, die Wurzelmasse […] Die [[Wurzel|Wurzeln]] machen den Humus und auch dann vermehrt &#039;&#039;&#039;Dauerhumus&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Unterirdisches Wurzelwachstum wichtiger als Massenentfaltung 00:27:18|| Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:27:18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Frühjahresprozess =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess&#039;&#039;&#039; … ein Abbauprozess … des &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;. Der Boden verliert an Humusgehalt … ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn … in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 1:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
* „… ein unendlich geheimnisvoller Prozess, der da unter der Erde sich abspielt … ein [[Abbauprozess]] des [[Humus]] [ein [[Verwitterung]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;svorgang durch Ausscheidung von [[Säuren]] durch [[Mikroben]]. Folglich Freisetzung von [[Stickstoff]], [[Phosphorsäure]] usw.] … das ist ein Verlust [von Humus] und zwar ein beträchtlicher Verlust … es wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde … der [[Boden]] verliert an Humusgehalt … wenn das nicht funktioniert … dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat.&amp;quot; | [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 1:16:03|Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Humusgehalt vortäuschen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In unserem Winter sind unsere Böden … mausetot. … Alles biologische Geschehen ist … zur Ruhe gekommen. … Böden dunkel … das täuscht … &#039;&#039;&#039;Humusgehalt&#039;&#039;&#039; vor … im Grunde genommen nichts anderes als die Wassersättigung der Böden … die sind bis oben hin voll mit Wasser … sobald Luft in den Boden kommt, wird der Boden hell.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterprozess - vollkommene Ruhe 0:38:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:38:33]]&lt;br /&gt;
[[Nährhumus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alles was anfällt im landwirtschaftlichen Betrieb an organischer Substanz … wo man … auf dem Komposthaufen aufsetzt oder sonst welche Abfälle … haben wir es immer mit &#039;&#039;&#039;Nährhumus&#039;&#039;&#039; zu tun … Nährhumus hat seinen Namen daher, dass er die Bakterien und Mikroben des Bodens ernährt. [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kompostierungsprozess braucht seine Zeit, CN-Verhältnis massgebend 00:18:01|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:18:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… ein ständiger &#039;&#039;&#039;Nährhumus&#039;&#039;&#039;-Umsatz, das kommt gar nicht mehr richtig zur Dauerhumus-Bildung. Sondern es bleibt immer sozusagen in diesem stoffwechselaktiven Zustand der Umsetzung von Nährhumus und der Mineralisierung von Nährhumus.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus-Umsatzwirtschaft, die Folgen 00:08:17|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:08:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Pflanzenernährung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Vorher hat sie [die Pflanze im Stadium der Keimwurzel und des [[Spross]]] den Samen gehabt, den Mehlkörper. … Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem [[Mehlkörper]]. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; … an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen … die Pflanze … muss sich quasi dieser Bakterien und dieser [[Mikroben]] … bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Humus 1:04:13|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:04:13]]&lt;br /&gt;
* „Humus ist nicht gleich &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;. Sondern das hängt von den Pflanzen ab, ob das Kräuter sind oder Gräser oder was.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Brache, unheimlich Leistungsfähig, erstklassiger Humus 00:27:53|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:27:53]]&lt;br /&gt;
* „… es sind ja im Wesentlichen immer [[Wurzel|Wurzeln]], die den &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; bilden, aber von eben jeweils verschiedenen Pflanzen.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Brache, unheimlich Leistungsfähig, erstklassiger Humus 00:27:53|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:27:53]]&lt;br /&gt;
* „Die Chemiker waren das hauptsächlich, Wöhler, in dem &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; ist [[Stickstoff]] drin. Also scheint nicht der Humus das Eigentliche zu sein, sondern der [[Stickstoff]] …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Entstehung von Fakultäten im 19. Jh. 00:55:23|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:55:23]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* https://www.respekt-biodyn.bio/de/kompost-wirtschaft.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wurzel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbiose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Miroben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufbauprozess]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_N&amp;diff=9128</id>
		<title>Gesamtglossar N</title>
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		<updated>2025-07-10T12:46:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}&lt;br /&gt;
NAHRHAFTIGKEIT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Manche Pflanzen &#039;schenken&#039; mehr, als sie für die eigene Reproduktion benötigen. Rudolf Steiner spricht daher von &#039;&#039;&#039;Nahrhaftigkeit&#039;&#039;&#039;. Nicht zuletzt nähren die Pflanzen den Boden auch für andere Pflanzen, denn Boden entsteht durch Verrottung von Pflanzen.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Rhythmus im Pflanzenleben: Reproduktionszyklen, schnelles und langsames Wachstum, Bodenaufbau 0:33:46|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:33:46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nährhumus]] siehe Humus  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alles was anfällt im landwirtschaftlichen Betrieb an organischer Substanz … wo man … auf dem Komposthaufen aufsetzt oder sonst welche Abfälle … haben wir es immer mit &#039;&#039;&#039;Nährhumus&#039;&#039;&#039; zu tun … Nährhumus hat seinen Namen daher, dass er die Bakterien und Mikroben des Bodens ernährt. [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kompostierungsprozess braucht seine Zeit, CN-Verhältnis massgebend 00:18:01|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:18:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… ein ständiger &#039;&#039;&#039;Nährhumus&#039;&#039;&#039;-Umsatz, das kommt gar nicht mehr richtig zur Dauerhumus-Bildung. Sondern es bleibt immer sozusagen in diesem stoffwechselaktiven Zustand der Umsetzung von Nährhumus und der Mineralisierung von Nährhumus.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus-Umsatzwirtschaft, die Folgen 00:08:17|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:08:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nährstoff]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die sogenannten &#039;&#039;&#039;Nährstoffe&#039;&#039;&#039; … sind Träger von Kräften … Die Kräfte könnten gar nicht wirksam werden in der physischen Welt, wenn sie nicht Stoffe zum Träger hätten … Und ein Teil dieser Kräfte in Verbindung mit den Stoffen kann die Kuh für sich nicht verwerten, die scheidet sie aus. Und das verleiht dem Kuhdünger die Düngekraft.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kuhdünger, besondere Düngekraft 01:11:19|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 01:11:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NAHRUNGSQUALITÄT, FORMKRÄFTE DES WINTERS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Formkräfte des Winters sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchformung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Formkräfte des Winters - Nahrungsqualität 0:09:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:09:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NÄHRENDE MOMENTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Es gibt Idylle, … aber auch Stress und Konflikte. [ … ] Es gibt aber auch die Momente, in denen man mit sich, der Pflanze und der Arbeit im Einklang ist. Diese &#039;&#039;&#039;nährenden Momente&#039;&#039;&#039; sind wichtig.&amp;quot; [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Hofsuche und die Herausforderungen der Landwirtschaft 0:13:28|| Therese, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NATIONALSOZIALISMUS  &lt;br /&gt;
* [[Manfred Klett]] erlebte 1944 an seiner Schule Salem am Bodensee hautnah den Geist, den Ungeist des &#039;&#039;&#039;Nationalsozialismus&#039;&#039;&#039;. Auch wenn es sehr negativ war, so ist Manfred dennoch dankbar für diese Erfahrung, den Ungeist zu erleben, wo man &#039;als Mensch gar nicht mehr in dem Sinne Mensch sein konnte&#039;. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#In Salem am Bodensee erlebte ich noch Nazi-Deutschland 0:07:04|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:07:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Natur]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;In der Landwirtschaft ist das eigentlich ganz einfach. Diejenigen, die das begonnen haben, die plötzlich gemerkt haben, sie können mit ihren Händen die &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039; verwandeln und zu etwas machen, was wie eine Heraussetzung aus dem Menschen ist. Eben Kultur.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Landwirtschaft ist immer im Strom eines Verwandlungsprozesses. Aber was mich tätig sein lässt, ist das, wie es werden soll 00:33:08|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 00:33:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Goethe nennt das Anschauung … dass man das was man sieht in Zusammenhängen anzuschauen, nicht nur für sich einzeln … was macht das Tier, wie stellt es sich in den Welten in den Zusammenhang […] lesen im Buche der &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Seelisches Erleben bei Tier und Mensch, Zusammenhänge anschauen 00:51:47|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:51:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… so können wir sehen, wenn wir weiter Umschau halten in der &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039;, wie alles in einem Beziehungszusammenhang steht […] Kein Tier lebt isoliert für sich, sondern immer in einem Beziehungszusammenhang mit anderen.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Beziehungszusammenhang in der Natur, Leben in der Natur 00:20:12|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:20:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NATUR LESEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… man muss sozusagen in der &#039;&#039;&#039;Natur lesen&#039;&#039;&#039; lernen, auch seine Böden … Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind … Das ist schon ungeheuer wichtig.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 0:33:20|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:33:20]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NATURPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Eine Pflanze wächst, … fällt herunter … und dann … wird … zu Humus und dann wächst wieder etwas Neues. Dass da … Nahrung entsteht, … ist … im Naturprozess … nicht vorgesehen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Erster Aspekt: Naturprozess 0:03:09|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:03:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NERVEN-SINNE SYSTEM  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Alle Wurzelfrüchte haben einen viel höheren Gehalt an Salzartigem, also Nitrat und andere Mineralstoffe. Und die haben eine große Bedeutung für die Ernährung des Menschen, nämlich auf das &#039;&#039;&#039;Nerven-Sinne-System&#039;&#039;&#039;. Alles, was mit den Sinnen zusammenhängt, was mit der Nerventätigkeit, mit dem Kopf, mit dem Denktätigkeit zusammenhängt, das wird gefördert gerade durch die Wurzelnahrung.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Weiteres Beispiel Rote Rübe 01:13:44|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:13:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIL [NILTAL]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… dass ja das &#039;&#039;&#039;Niltal&#039;&#039;&#039; nun vollkommen abhängig war von … Überschwemmungen … ansonsten war das Tal, wenn es überschwemmt war, total ein großer See. Und hat da eben dann entsprechende Sedimentationen hinterlassen.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Niltal war bei Überschwemmung ein großer See 00:01:46|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:01:46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NITRAT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Es ist bekannt, dass in Roten Rüben sehr viel &#039;&#039;&#039;Nitrat&#039;&#039;&#039; drin ist … In gewissem Sinne auch in den Möhren, also in allen Wurzelfrüchten.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Weiteres Beispiel Rote Rübe 01:13:44|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:13:44]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wenn jetzt aber dieselbe &#039;&#039;&#039;Nitrat&#039;&#039;&#039; oben im Getreidekorn erscheint, da gehört es nicht hin. Das ist eine … physiologische Katastrophe. Also man muss immer auf den Zusammenhang schauen, wo etwas erscheint.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Weiteres Beispiel Rote Rübe 01:13:44|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:13:44]]&lt;br /&gt;
[[Nitratgehalt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… jeder Ackerbau bedeutet einen höheren &#039;&#039;&#039;Nitratgehalt&#039;&#039;&#039; im Grundwasser.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Humus-Umsatzwirtschaft, die Folgen 00:08:17|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:08:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NOMINALISMUS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… heute haben wir … diese Auffassung, das sind alles Nomen … es ist ein Nominalismus eigentlich … Wir brauchen Namen für das … Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt … Aber da fängt es erst an.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Konzentration der Gedanken - Wille im Denken 0:16:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:16:30]]&lt;br /&gt;
[[Benedikt von Nursia|Nursia, Benedikt von]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_H&amp;diff=9127</id>
		<title>Gesamtglossar H</title>
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		<updated>2025-07-10T12:18:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|H}}[[Hathor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Haustier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Haber-Bosch-Verfahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hacke]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hackfrüchte]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heilpädagogik]], [[Anthroposophie]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herbizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hermann Hellriegel]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heterotroph]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HILFE IM ENTSCHEIDENDEN MOMENT  &lt;br /&gt;
* Trotz der extremen Herausforderungen und der schlechten Ausgangsbedingungen kam &#039;&#039;&#039;im entscheidenden Moment&#039;&#039;&#039; immer wieder &#039;&#039;&#039;Hilfe&#039;&#039;&#039;, die uns ermöglichte, den Dottenfelderhof aufzubauen und weiterzuführen. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Nach Prüfung auf Herz und Nieren: 1973 Pachtvertrag per Ministerbeschluss 1:06:18|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 01:06:18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HINWENDUNG  &lt;br /&gt;
* „… überhaupt das &#039;&#039;&#039;Hinwenden&#039;&#039;&#039; [an und für sich] … das Tätigsein mit diesem Ganzen … was den ganzen Organismus … zusammenhält [ist Ausdruck einer Pflege].&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Wiederholung der Beziehungszusammenhänge von Mineral - Licht, Boden - Pflanze, Tier - Zusammenhang mit der Landschaft 0:47:32|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:47:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Holz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Es dauert … sehr lang, bis &#039;&#039;&#039;Holz&#039;&#039;&#039; oder Sägespäne sich zersetzen […] das Holz hat ein CN-Verhältnis von ungefähr 500 zu 1. 500 Kohlenstoff zu einem Teil Stickstoff.“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Holzhumus, hoher CN-Wert, Zersetzung braucht viel Zeit 00:20:47|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:20:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horizontierung (siehe [[Bodenhorizont]])  &lt;br /&gt;
* “… das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; unserer Böden geführt … wenn Sie … den Boden aufgraben … je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt … der Boden ist von oben nach unten verwittert … man rechnet heute zum Boden alles das, was verwittert ist … darunter ist das anstehende Gestein.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 0:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Jede &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; in den Böden ist eigentlich ein Absterbeprozess, ein Alterungsprozess.&amp;quot; [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Viele Böden sind krank, Heilung durch Selbstregeneration, Böden altern 01:10:20|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 01:10:20]]&lt;br /&gt;
* „Also die &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; geschieht durch beschleunigte Verwitterung. Und der gleichmäßige Übergang bedeutet gedämpfte Verwitterung, verlangsamte Verwitterung.&amp;quot; [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Horizontierung der Böden durch beschleunigte Verwitterung 01:13:14|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 01:13:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horizont, (siehe [[Bodenhorizont]])  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HORN-MIST-PRÄPARAT, ZEITPUNKT AUSBRINGUNG  &lt;br /&gt;
* „… vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale &#039;&#039;&#039;Zeitpunkt&#039;&#039;&#039; … das &#039;&#039;&#039;Horn-Mist-Präparat&#039;&#039;&#039; … [was sich] im Boden sich abspielt, … das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da vollzieht.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Anbringung - Horn-Mist-Präparat 1:19:05|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:19:05]]&lt;br /&gt;
[[Huhn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hühnerdünger]] siehe Dünger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Huminsäuren|Huminsäure]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humor  &lt;br /&gt;
* „Man muss vor allem über die Willensentwicklung beim Lehrer reden. Und die fängt damit an, dass der Lehrer sich bemüht, das Kind zu umgeben mit einer Hülle von permanenter Sympathie […] und des &#039;&#039;&#039;Humors&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Rolle des Lehrers in der Willensentwicklung: Die Willens-Seite ist immer die Sympathiefrage 0:56:25|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 0:56:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Frühjahresprozess  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Pflanzenernährung  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Humusgehalt vortäuschen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Dauerhumus  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HUNGERLÖCHER  &lt;br /&gt;
* Man konnte in der Nachkriegszeit zwar wieder atmen, weil man die Last des Dritten Reiches abgeworfen hatte. Aber &#039;wir haben gehungert, gehungert, gehungert&#039; Es war die große Hungerperiode. Wir hatten überall Löcher in den Beinen, sogenannte &#039;&#039;&#039;Hungerlöcher&#039;&#039;&#039;. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Nach Kriegsende nach Stuttgart Uhlandshöhe- meine Hoch-Zeit an der Waldorfschule 0:09:15|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:09:15]]&lt;br /&gt;
[[Hydrolyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Verwitterungsprozesse … der einfachste dieser Art … Wenn jetzt … auf einen … Stein ein Tropfen Regen fällt … dann wird er nass […] Es findet eine Reaktion statt und diese Reaktion nennt man … eine &#039;&#039;&#039;Hydrolyse&#039;&#039;&#039; … Rein durch Wasser.“ [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Hydrolyse, Verwitterungsprozesse 00:07:44|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:07:44]]&lt;br /&gt;
[[Hyphe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Hyphe&#039;&#039;&#039;, das sind die Wurzelfäden der Pilze, die den ganzen Erdreich durchziehen, endlos. Und die hat man gerne.&amp;quot; [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Durchlüftung des Komposthaufens, Bildung von Pilzhyphen 00:41:48|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:41:48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=H%C3%BChnerd%C3%BCnger&amp;diff=9126</id>
		<title>Hühnerdünger</title>
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		<updated>2025-07-10T12:17:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Leere Seite erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=D%C3%BCnger&amp;diff=9125</id>
		<title>Dünger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=D%C3%BCnger&amp;diff=9125"/>
		<updated>2025-07-10T12:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Dünger ======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „… Futter wird … ziemlich schnell zu Dünger … Der [[Mist]] entsteht täglich, brauchen tue ich den ein oder zweimal im Jahr. … Alles mit dem Düngen hängt zusammen mit einer [[Kulturmaßnahme]] des Erhaltens, des Pflegens, des Lagerns … diese [[Kulturtat]], den täglich anfallenden Mist zu &#039;&#039;&#039;Dünger&#039;&#039;&#039; zu machen.&amp;quot; | [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Vierter Aspekt: Düngerpflege 0:10:41|Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:10:41]]&lt;br /&gt;
# „Ich halte das für das eine Bedeutendste, was man überhaupt machen kann in der Landschaft, im Gartenbau. Selber seine [[Komposthaufen]] aufsetzen, selber den &#039;&#039;&#039;Dünger&#039;&#039;&#039; zuzubereiten, selber engagiert zu sein …&amp;quot; [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kompostierung macht das nach, was der Acker von Natur aus macht 01:26:23|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 01:26:23]]&lt;br /&gt;
# „… wenn ich über die Düngung, über die Qualität des &#039;&#039;&#039;Düngers&#039;&#039;&#039; etwas urteilen will, dann muss ich das Tier verstehen, von dem dieser Dünger herkommt.&amp;quot; [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Gesamtzusammenhang des Düngers, Tier ein seelisches Wesen 00:43:21|| Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:43:21]]&lt;br /&gt;
# „… bei solchen Betrachtungen den &#039;&#039;&#039;Dünger&#039;&#039;&#039;begriff von vornherein mal gleich erweitern und sagen, alles, was das Tier tut, düngt.&amp;quot; [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Tierwelt im Landwirtschaftlichen Betrieb 01:06:51|| Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 01:06:56]]&lt;br /&gt;
# „Die Kuh ist ein [[Seelenwesen]] […] von der Stufe des Seelischen scheidet sie dann diesen Mist aus. Der ist durchkraftet, der ist durchastralisiert … das ist nicht nur ein lebendiger &#039;&#039;&#039;Dünger&#039;&#039;&#039;, sondern das ist ein durchseelter Dünger. Und das ist die eigentliche Wirksamkeit, die wir vom [[Kuhmist]] erwarten können.&amp;quot; | [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Rind, Maß für den landwirtschaftlichen Organismus, Kuhmist ist durchseelt 01:15:33|Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 01:15:33]]&lt;br /&gt;
# „… so ist eigentlich das Rind, die Kuh, das Wahrnehmungsorgan für den [[Landwirtschaftlicher Organismus|landwirtschaftlichen Organismus]] nach innen … Sie analysiert das ganze Futter und arbeitet dadurch einen &#039;&#039;&#039;Dünger&#039;&#039;&#039; zu, der dem Boden etwas vermittelt, was er sonst nie durch die Pflanzenwelt hätte.&amp;quot; | [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kuh und Rind, Wahrnehmungsorgan des landwirtschaftlichen Organismus nach innen 01:17:22|Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 01:17:22]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Düngerpräparate (siehe auch [[Präparate]]) =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Wir nehmen ja von der Kuh die Hörner für die Präparate […] allein für die Präparation der biologisch-dynamischen [[Düngerpräparate]] nehmen wir drei Organe …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Haustier &amp;quot;Rind&amp;quot;, unübertroffen, Opfer- und Sakraltier 00:56:40|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:56:40]]&lt;br /&gt;
[[Hühnerdünger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der &#039;&#039;&#039;Hühnerdünger&#039;&#039;&#039; ein unglaublich noch nährstoffreicher Dünger ist, den man zum Teil ja als Kraftfutter … einsetzt […] Weil er eben noch so viel enthält, so viel Nährsubstanz … Das Huhn erzeugt als Dünger so gut wie eine Art Mineraldünger … es sind 10% Stickstoff drin, also es wirkt wie ein triebiger Dünger mit sehr hohem Phosphatgehalt …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Hühnerdünger sehr mineralisch 00:55:17|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:55:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Düngerversuch =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „… in England einen Versuch … im 19. Jahrhundert angelegt … ewiger Roggenbau … hat man nach 20 Jahren noch den Unterschied dieser Parzellen gesehen … in der Bodenstruktur ein Unterschied … unglaublich lange Nachwirkung dieser seelischen Tätigkeit des Tieres.&amp;quot; | [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Düngungsversuch in England 00:46:06|Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:46:06]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Quelle =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Durch diese Blitzentladung in Verbindung mit der Feuchtigkeit der Luft kam es dazu, dass da Nitratsalze abgesondert worden ist, [[Natriumnitrat]], NaNO3. Das ist der Chilesalpeter … Und den hat man am Anfang des 19. Jahrhunderts angefangen abzubauen. Das wurde dann die &#039;&#039;&#039;Düngungsquelle&#039;&#039;&#039; für die Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts.&amp;quot; | [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Chilesalpeter 01:02:25|Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 01:02:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Humins%C3%A4uren&amp;diff=9124</id>
		<title>Huminsäuren</title>
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		<updated>2025-07-10T12:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „„&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Huminsäuren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die ganzen organischen Säuren, die bei der Zersetzung der organischen Substanz anfallen … fördern die Verwitterung … vor allen Dingen die Auswaschung des Kalks. Sodass eigentlich unsere Böden ständig darunter leiden, dass sie zu wenig Kalk haben.“  Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:34:49“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„&#039;&#039;&#039;Huminsäuren&#039;&#039;&#039; oder die ganzen organischen Säuren, die bei der Zersetzung der organischen Substanz anfallen … fördern die Verwitterung … vor allen Dingen die Auswaschung des Kalks. Sodass eigentlich unsere Böden ständig darunter leiden, dass sie zu wenig Kalk haben.“ [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Säurewirkung in den Böden 00:34:49|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:34:49]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_H&amp;diff=9123</id>
		<title>Gesamtglossar H</title>
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		<updated>2025-07-10T12:11:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|H}}[[Hathor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Haustier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Haber-Bosch-Verfahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hacke]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hackfrüchte]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heilpädagogik]], [[Anthroposophie]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herbizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hermann Hellriegel]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heterotroph]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HILFE IM ENTSCHEIDENDEN MOMENT  &lt;br /&gt;
* Trotz der extremen Herausforderungen und der schlechten Ausgangsbedingungen kam &#039;&#039;&#039;im entscheidenden Moment&#039;&#039;&#039; immer wieder &#039;&#039;&#039;Hilfe&#039;&#039;&#039;, die uns ermöglichte, den Dottenfelderhof aufzubauen und weiterzuführen. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Nach Prüfung auf Herz und Nieren: 1973 Pachtvertrag per Ministerbeschluss 1:06:18|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 01:06:18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HINWENDUNG  &lt;br /&gt;
* „… überhaupt das &#039;&#039;&#039;Hinwenden&#039;&#039;&#039; [an und für sich] … das Tätigsein mit diesem Ganzen … was den ganzen Organismus … zusammenhält [ist Ausdruck einer Pflege].&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Wiederholung der Beziehungszusammenhänge von Mineral - Licht, Boden - Pflanze, Tier - Zusammenhang mit der Landschaft 0:47:32|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:47:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Holz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Es dauert … sehr lang, bis &#039;&#039;&#039;Holz&#039;&#039;&#039; oder Sägespäne sich zersetzen […] das Holz hat ein CN-Verhältnis von ungefähr 500 zu 1. 500 Kohlenstoff zu einem Teil Stickstoff.“ [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Holzhumus, hoher CN-Wert, Zersetzung braucht viel Zeit 00:20:47|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:20:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horizontierung (siehe [[Bodenhorizont]])  &lt;br /&gt;
* “… das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; unserer Böden geführt … wenn Sie … den Boden aufgraben … je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt … der Boden ist von oben nach unten verwittert … man rechnet heute zum Boden alles das, was verwittert ist … darunter ist das anstehende Gestein.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 0:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Jede &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; in den Böden ist eigentlich ein Absterbeprozess, ein Alterungsprozess.&amp;quot; [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Viele Böden sind krank, Heilung durch Selbstregeneration, Böden altern 01:10:20|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 01:10:20]]&lt;br /&gt;
* „Also die &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; geschieht durch beschleunigte Verwitterung. Und der gleichmäßige Übergang bedeutet gedämpfte Verwitterung, verlangsamte Verwitterung.&amp;quot; [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Horizontierung der Böden durch beschleunigte Verwitterung 01:13:14|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 01:13:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horizont, (siehe [[Bodenhorizont]])  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HORN-MIST-PRÄPARAT, ZEITPUNKT AUSBRINGUNG  &lt;br /&gt;
* „… vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale &#039;&#039;&#039;Zeitpunkt&#039;&#039;&#039; … das &#039;&#039;&#039;Horn-Mist-Präparat&#039;&#039;&#039; … [was sich] im Boden sich abspielt, … das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da vollzieht.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Anbringung - Horn-Mist-Präparat 1:19:05|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:19:05]]&lt;br /&gt;
[[Huhn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hühnerdünger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der &#039;&#039;&#039;Hühnerdünger&#039;&#039;&#039; ein unglaublich noch nährstoffreicher Dünger ist, den man zum Teil ja als Kraftfutter … einsetzt […] Weil er eben noch so viel enthält, so viel Nährsubstanz … Das Huhn erzeugt als Dünger so gut wie eine Art Mineraldünger … es sind 10% Stickstoff drin, also es wirkt wie ein triebiger Dünger mit sehr hohem Phosphatgehalt …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Hühnerdünger sehr mineralisch 00:55:17|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:55:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Huminsäuren|Huminsäure]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Huminsäuren&#039;&#039;&#039; oder die ganzen organischen Säuren, die bei der Zersetzung der organischen Substanz anfallen … fördern die Verwitterung … vor allen Dingen die Auswaschung des Kalks. Sodass eigentlich unsere Böden ständig darunter leiden, dass sie zu wenig Kalk haben.“ [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Säurewirkung in den Böden 00:34:49|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:34:49]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humor  &lt;br /&gt;
* „Man muss vor allem über die Willensentwicklung beim Lehrer reden. Und die fängt damit an, dass der Lehrer sich bemüht, das Kind zu umgeben mit einer Hülle von permanenter Sympathie […] und des &#039;&#039;&#039;Humors&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Rolle des Lehrers in der Willensentwicklung: Die Willens-Seite ist immer die Sympathiefrage 0:56:25|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 0:56:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Frühjahresprozess  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Pflanzenernährung  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Humusgehalt vortäuschen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Dauerhumus  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HUNGERLÖCHER  &lt;br /&gt;
* Man konnte in der Nachkriegszeit zwar wieder atmen, weil man die Last des Dritten Reiches abgeworfen hatte. Aber &#039;wir haben gehungert, gehungert, gehungert&#039; Es war die große Hungerperiode. Wir hatten überall Löcher in den Beinen, sogenannte &#039;&#039;&#039;Hungerlöcher&#039;&#039;&#039;. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Nach Kriegsende nach Stuttgart Uhlandshöhe- meine Hoch-Zeit an der Waldorfschule 0:09:15|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:09:15]]&lt;br /&gt;
[[Hydrolyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Verwitterungsprozesse … der einfachste dieser Art … Wenn jetzt … auf einen … Stein ein Tropfen Regen fällt … dann wird er nass […] Es findet eine Reaktion statt und diese Reaktion nennt man … eine &#039;&#039;&#039;Hydrolyse&#039;&#039;&#039; … Rein durch Wasser.“ [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Hydrolyse, Verwitterungsprozesse 00:07:44|| Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:07:44]]&lt;br /&gt;
[[Hyphe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Hyphe&#039;&#039;&#039;, das sind die Wurzelfäden der Pilze, die den ganzen Erdreich durchziehen, endlos. Und die hat man gerne.&amp;quot; [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Durchlüftung des Komposthaufens, Bildung von Pilzhyphen 00:41:48|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:41:48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Huhn&amp;diff=9122</id>
		<title>Huhn</title>
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		<updated>2025-07-10T12:11:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „„… das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Huhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das dadurch als Vogel charakterisiert ist, dass es sehr körnerreiche Nahrung aufnimmt, also eiweißreiche Nahrung und die praktisch so gut wie nicht verdaut … sehr schnell wieder ausscheidet …&amp;quot;  Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:55:17“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„… das &#039;&#039;&#039;Huhn&#039;&#039;&#039;, das dadurch als Vogel charakterisiert ist, dass es sehr körnerreiche Nahrung aufnimmt, also eiweißreiche Nahrung und die praktisch so gut wie nicht verdaut … sehr schnell wieder ausscheidet …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Hühnerdünger sehr mineralisch 00:55:17|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:55:17]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Heterotroph&amp;diff=9121</id>
		<title>Heterotroph</title>
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		<updated>2025-07-10T12:09:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „Die Pflanze, wenn sie wächst unter der Sonne, ernährt sich selbst durch die Photosynthese in den Blättern, das nennt man autotroph. Während die ganzen Organismen im Dunkel der Erde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;heterotroph&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind, ernähren sie sich von etwas anderem.  Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:06:37“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Pflanze, wenn sie wächst unter der Sonne, ernährt sich selbst durch die Photosynthese in den Blättern, das nennt man autotroph. Während die ganzen Organismen im Dunkel der Erde &#039;&#039;&#039;heterotroph&#039;&#039;&#039; sind, ernähren sie sich von etwas anderem. [[Düngung - 6. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Abstecher in den Wald, autotroph und heterotroph 00:06:37|| Klett, M. Düngung, 6. Folge, 2018, 00:06:37]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_I&amp;diff=9120</id>
		<title>Gesamtglossar I</title>
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		<updated>2025-07-10T12:07:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|I}}&lt;br /&gt;
ICH  &lt;br /&gt;
* „Was wir mit dem ungeschulten Bewusstsein als Alltags-Ich erleben und uns dadurch von der Welt abgesondert fühlen, ist nur dieses Spiegelbild des wahren &#039;&#039;&#039;Ich&#039;&#039;&#039; [Spiegelvortrag von Rudolf Steiner, GA 35].&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiners Bologna-Vortrag: Das Ich lebt nicht in uns, sondern wir erleben eine Spiegelung des Ichs und es lebt eigentlich in der geistigen Außenwelt, in der, die es ergreift 00:26:45|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 0:26:45]]  &lt;br /&gt;
* „… das &#039;&#039;&#039;Ich&#039;&#039;&#039; lebt nicht in uns, sondern wir erleben eine Spiegelung des Iches und es lebt eigentlich in der geistigen Außenwelt, in der, die es ergreift.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiners Bologna-Vortrag: Das Ich lebt nicht in uns, sondern wir erleben eine Spiegelung des Ichs und es lebt eigentlich in der geistigen Außenwelt, in der, die es ergreift 00:26:45|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 0:26:45]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IDEE AN WIRKLICHKEIT PRÜFEN  &lt;br /&gt;
* Eigene &#039;&#039;&#039;Ideen&#039;&#039;&#039; können manchmal auch Dogmen sein. Manfred Klett empfiehlt die eigenen Ideen an der &#039;&#039;&#039;Wirklichkeit&#039;&#039;&#039; zu &#039;&#039;&#039;prüfen&#039;&#039;&#039; und sie lebendig im Bewusstsein zu behalten. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Seinen eigenen Ideen vertrauen 0:46:44|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:46:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IMPULS NACH AUSSEN ZU WIRKEN  &lt;br /&gt;
* „Schon von Jugend auf war ein Zug in mir [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Manfred Klett|M]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Manfred Klett|anfred Klett]]], der ganz stark die Tendenz hatte, &#039;&#039;&#039;nach außen zu wirken&#039;&#039;&#039; in die Welt. Ich wollte immer schon die Welt irgendwo verändern, aber durch meiner Hände Werk.&amp;quot; [[Manfred Klett - Feier zur Buchveröffentlichung: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst, 2021#Erster biografischer Lebensstrom: Mein Wirken hatte immer schon die Tendenz nach außen 00:47:21|| Klett, M. Feier zur Buchveröffentlichung, 2021, 00:47:21]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INDUSTRIELLE LANDWIRTSCHAFT, ÜBERGÄNGE  &lt;br /&gt;
* Mit dem Aufkommen der Herbizide in den 1960er Jahren begann der Übergang von der kleinbäuerlichen zur &#039;&#039;&#039;industriellen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039;. So konnte sich der Ein-Mann-Betrieb entwickeln. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Die letzten Spuren der abendländischen christlichen Landbaukultur 0:39:53|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:39:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Industrialisierung der Landschaft]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INDUSTRIE  &lt;br /&gt;
* In der &#039;&#039;&#039;Industrie&#039;&#039;&#039; herrscht das mechanistische Prinzip. Hingegen in der Landwirtschaft der lebendige Organismus von Beseeltem. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Lebendigkeit und die Organismusfrage - im Gegensatz zum Mechanismus der Industrie 0:10:09|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:10:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Insekt]], Insektenarten, Insektenwelt  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INSEKTIZID  &lt;br /&gt;
* „Was eben die DDT macht, Insekten töten. Das ist ein Insektizid. DDT, ein &#039;&#039;&#039;Insektizid&#039;&#039;&#039;, schädlich auch für Vögel. […] Und plötzlich fallen die vom Himmel durch Vergiftung … Das war einer der wesentlichen Auslöser, um das DDT zu verbieten.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#DDT, Militärische Zwecke und Rachel Carson 00:39:28|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:39:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Instinkt]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Das Tier kann so reagieren, so reagieren … eine seelische Äußerung … das ist das &#039;&#039;&#039;Instinkt&#039;&#039;&#039;leben […] der Mensch hat eben auch die Möglichkeit, darüber hinaus … eine seelische Reaktion zu äußern, die nicht mehr instinktgebunden ist …&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Sinnesorganisation der Tiere, Instinkt 00:45:47|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:45:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTELLIGENZ  &lt;br /&gt;
* „… da ist eine unglaubliche Intelligenz [bei den Tieren] … aber ganz in seiner spezifischen Situation … [die Tiere bilden] … im Boden den Zusammenhang von oben und unten … deshalb brauchen wir Hecken, damit jedes Getreide auch wirklich bespielt ist von Gesang [der Schwalben].&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Wiederholung der Beziehungszusammenhänge von Mineral - Licht, Boden - Pflanze, Tier - Zusammenhang mit der Landschaft 0:47:32|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:47:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTUITION TRAINIEREN  &lt;br /&gt;
* „[die Landwirte sollten mehr die eigene] Empfindungen trainieren … am Anfang … mit dem Kopf arbeiten … jetzt habe ich das Glück, dass ich diese Empfindung &#039;&#039;&#039;trainieren&#039;&#039;&#039; kann … man nennt das &#039;&#039;&#039;Intuition&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Alberto - Menschen in der Landwirtschaft, 2018#Frage 10 - Wie sieht für dich die Landwirtschaft der Zukunft aus? 0:10:24|| Alberto, Menschen in der Landwirtschaft, 2018, 00:10:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Insekt&amp;diff=9119</id>
		<title>Insekt</title>
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		<updated>2025-07-10T12:05:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „* „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insekten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden ja die größte Klasse im gesamten Tierreich, also die artenreichste, die es überhaupt gibt. Und viele von diesen Arten sehen wir gar nicht …&amp;quot;  Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:06:29 * „Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insekten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind dadurch charakterisiert, dass sie eben ein Insekt [In-sekt] ist. Ein Eingeschnitten…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* „&#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; bilden ja die größte Klasse im gesamten Tierreich, also die artenreichste, die es überhaupt gibt. Und viele von diesen Arten sehen wir gar nicht …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wildtiere IV: Die Insekten, Wärme und Dreigliederung 00:06:29|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:06:29]]&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; sind dadurch charakterisiert, dass sie eben ein Insekt [In-sekt] ist. Ein Eingeschnittenes, daher nämlich der Name.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wildtiere IV: Die Insekten, Wärme und Dreigliederung 00:06:29|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:06:29]]&lt;br /&gt;
* „… diese &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; haben ihr eigentliches Element, in dem sie leben … die Wärme. Es sind Wärmewesen …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insekten erleben ihr Wesen in der Wärme, Wärmewesen 00:09:07|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:09:07]]&lt;br /&gt;
* „In der &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039;welt findet man überhaupt den Sozialstaat förmlich verwirklicht […] So ein Bienenstaat oder ein Termitenstaat, das ist einfach unbeschreiblich, wie da durch Arbeitsteilungen die einzelnen Tiere in ihrer Tätigkeit auf ein ganzes hin orientiert sind.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insektenwelt, Sozialstaat förmlich verwirklicht, Bienen- und Termitenstaat 00:11:51|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:11:51]]&lt;br /&gt;
* „Die Ökologie als Wissenschaft versucht immer mehr, nicht mehr das einzelne &#039;&#039;&#039;Insekt&#039;&#039;&#039; zu beschreiben … , jetzt wird man aufmerksam, zwischen den einzelnen, diesen unscheinbaren Wesenheiten besteht eine Beziehung.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Beziehungszusammenhang in der Natur, Leben in der Natur 00:20:12|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:20:12]]&lt;br /&gt;
* „… so sind es eben dann die &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; als Wärmewesen, die alle diese drei Funktionen jetzt eigentlich in sich verwirklicht haben physisch-leiblich: Kopf, Brust und so weiter. Sie sind Wesen, die man früher die Feuergeister genannt hat oder Salamander. Also wo die ganz in der Wärme leben …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#IV. Salamander, die Feuergeister als Ergänzung der Insekten 00:30:41|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:30:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… wenn zum Beispiel so ein Obstbaum nicht in der Landschaft rumsteht, so ein 80-jähriger vollentwickelter Hochstamm, dann fehlt die Lebensgrundlage von über 1000 &#039;&#039;&#039;Insektenarten&#039;&#039;&#039; […] Man hat das nachgewiesen in Apfelbäumen.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insektenwelt, Sozialstaat förmlich verwirklicht, Bienen- und Termitenstaat 00:11:51|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:13:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In der &#039;&#039;&#039;Insektenwelt&#039;&#039;&#039; findet man überhaupt den Sozialstaat förmlich verwirklicht […] So ein Bienenstaat oder ein Termitenstaat, das ist einfach unbeschreiblich, wie da durch Arbeitsteilungen die einzelnen Tiere in ihrer Tätigkeit auf ein ganzes hin orientiert sind.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insektenwelt, Sozialstaat förmlich verwirklicht, Bienen- und Termitenstaat 00:11:51|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:11:51]]&lt;br /&gt;
* „… diese &#039;&#039;&#039;Insektenwelt&#039;&#039;&#039; bevölkert eben auch unseren landwirtschaftlichen Betrieb … sie sind notwendiges Glied des landwirtschaftlichen Organismus. Und es liegt in der Verantwortung des Bauern, des Landwirts, dafür Sorge zu tragen …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Verantwortung des Landwirts für die Wildtierfauna 00:13:09|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:13:09]]&lt;br /&gt;
* „Die Ökologie als Wissenschaft versucht immer mehr, nicht mehr das einzelne &#039;&#039;&#039;Insekt&#039;&#039;&#039; zu beschreiben … , jetzt wird man aufmerksam, zwischen den einzelnen, diesen unscheinbaren Wesenheiten besteht eine Beziehung.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Beziehungszusammenhang in der Natur, Leben in der Natur 00:20:12|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:20:12]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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		<title>Gesamtglossar I</title>
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		<updated>2025-07-10T12:02:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|I}}&lt;br /&gt;
ICH  &lt;br /&gt;
* „Was wir mit dem ungeschulten Bewusstsein als Alltags-Ich erleben und uns dadurch von der Welt abgesondert fühlen, ist nur dieses Spiegelbild des wahren &#039;&#039;&#039;Ich&#039;&#039;&#039; [Spiegelvortrag von Rudolf Steiner, GA 35].&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiners Bologna-Vortrag: Das Ich lebt nicht in uns, sondern wir erleben eine Spiegelung des Ichs und es lebt eigentlich in der geistigen Außenwelt, in der, die es ergreift 00:26:45|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 0:26:45]]  &lt;br /&gt;
* „… das &#039;&#039;&#039;Ich&#039;&#039;&#039; lebt nicht in uns, sondern wir erleben eine Spiegelung des Iches und es lebt eigentlich in der geistigen Außenwelt, in der, die es ergreift.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiners Bologna-Vortrag: Das Ich lebt nicht in uns, sondern wir erleben eine Spiegelung des Ichs und es lebt eigentlich in der geistigen Außenwelt, in der, die es ergreift 00:26:45|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 0:26:45]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IDEE AN WIRKLICHKEIT PRÜFEN  &lt;br /&gt;
* Eigene &#039;&#039;&#039;Ideen&#039;&#039;&#039; können manchmal auch Dogmen sein. Manfred Klett empfiehlt die eigenen Ideen an der &#039;&#039;&#039;Wirklichkeit&#039;&#039;&#039; zu &#039;&#039;&#039;prüfen&#039;&#039;&#039; und sie lebendig im Bewusstsein zu behalten. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Seinen eigenen Ideen vertrauen 0:46:44|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:46:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IMPULS NACH AUSSEN ZU WIRKEN  &lt;br /&gt;
* „Schon von Jugend auf war ein Zug in mir [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Manfred Klett|M]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Manfred Klett|anfred Klett]]], der ganz stark die Tendenz hatte, &#039;&#039;&#039;nach außen zu wirken&#039;&#039;&#039; in die Welt. Ich wollte immer schon die Welt irgendwo verändern, aber durch meiner Hände Werk.&amp;quot; [[Manfred Klett - Feier zur Buchveröffentlichung: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst, 2021#Erster biografischer Lebensstrom: Mein Wirken hatte immer schon die Tendenz nach außen 00:47:21|| Klett, M. Feier zur Buchveröffentlichung, 2021, 00:47:21]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INDUSTRIELLE LANDWIRTSCHAFT, ÜBERGÄNGE  &lt;br /&gt;
* Mit dem Aufkommen der Herbizide in den 1960er Jahren begann der Übergang von der kleinbäuerlichen zur &#039;&#039;&#039;industriellen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039;. So konnte sich der Ein-Mann-Betrieb entwickeln. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Die letzten Spuren der abendländischen christlichen Landbaukultur 0:39:53|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:39:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Industrialisierung der Landschaft]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INDUSTRIE  &lt;br /&gt;
* In der &#039;&#039;&#039;Industrie&#039;&#039;&#039; herrscht das mechanistische Prinzip. Hingegen in der Landwirtschaft der lebendige Organismus von Beseeltem. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Lebendigkeit und die Organismusfrage - im Gegensatz zum Mechanismus der Industrie 0:10:09|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:10:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Insekt]], Insektenarten, Insektenwelt  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; bilden ja die größte Klasse im gesamten Tierreich, also die artenreichste, die es überhaupt gibt. Und viele von diesen Arten sehen wir gar nicht …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wildtiere IV: Die Insekten, Wärme und Dreigliederung 00:06:29|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:06:29]]&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; sind dadurch charakterisiert, dass sie eben ein Insekt [In-sekt] ist. Ein Eingeschnittenes, daher nämlich der Name.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wildtiere IV: Die Insekten, Wärme und Dreigliederung 00:06:29|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:06:29]]&lt;br /&gt;
* „… diese &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; haben ihr eigentliches Element, in dem sie leben … die Wärme. Es sind Wärmewesen …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insekten erleben ihr Wesen in der Wärme, Wärmewesen 00:09:07|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:09:07]]&lt;br /&gt;
* „In der &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039;welt findet man überhaupt den Sozialstaat förmlich verwirklicht […] So ein Bienenstaat oder ein Termitenstaat, das ist einfach unbeschreiblich, wie da durch Arbeitsteilungen die einzelnen Tiere in ihrer Tätigkeit auf ein ganzes hin orientiert sind.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insektenwelt, Sozialstaat förmlich verwirklicht, Bienen- und Termitenstaat 00:11:51|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:11:51]]&lt;br /&gt;
* „Die Ökologie als Wissenschaft versucht immer mehr, nicht mehr das einzelne &#039;&#039;&#039;Insekt&#039;&#039;&#039; zu beschreiben … , jetzt wird man aufmerksam, zwischen den einzelnen, diesen unscheinbaren Wesenheiten besteht eine Beziehung.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Beziehungszusammenhang in der Natur, Leben in der Natur 00:20:12|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:20:12]]&lt;br /&gt;
* „… so sind es eben dann die &#039;&#039;&#039;Insekten&#039;&#039;&#039; als Wärmewesen, die alle diese drei Funktionen jetzt eigentlich in sich verwirklicht haben physisch-leiblich: Kopf, Brust und so weiter. Sie sind Wesen, die man früher die Feuergeister genannt hat oder Salamander. Also wo die ganz in der Wärme leben …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#IV. Salamander, die Feuergeister als Ergänzung der Insekten 00:30:41|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:30:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Insektenarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… wenn zum Beispiel so ein Obstbaum nicht in der Landschaft rumsteht, so ein 80-jähriger vollentwickelter Hochstamm, dann fehlt die Lebensgrundlage von über 1000 &#039;&#039;&#039;Insektenarten&#039;&#039;&#039; […] Man hat das nachgewiesen in Apfelbäumen.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insektenwelt, Sozialstaat förmlich verwirklicht, Bienen- und Termitenstaat 00:11:51|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:13:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Insektenwelt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In der &#039;&#039;&#039;Insektenwelt&#039;&#039;&#039; findet man überhaupt den Sozialstaat förmlich verwirklicht […] So ein Bienenstaat oder ein Termitenstaat, das ist einfach unbeschreiblich, wie da durch Arbeitsteilungen die einzelnen Tiere in ihrer Tätigkeit auf ein ganzes hin orientiert sind.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Insektenwelt, Sozialstaat förmlich verwirklicht, Bienen- und Termitenstaat 00:11:51|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:11:51]]&lt;br /&gt;
* „… diese &#039;&#039;&#039;Insektenwelt&#039;&#039;&#039; bevölkert eben auch unseren landwirtschaftlichen Betrieb … sie sind notwendiges Glied des landwirtschaftlichen Organismus. Und es liegt in der Verantwortung des Bauern, des Landwirts, dafür Sorge zu tragen …&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Verantwortung des Landwirts für die Wildtierfauna 00:13:09|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:13:09]]&lt;br /&gt;
* „Die Ökologie als Wissenschaft versucht immer mehr, nicht mehr das einzelne &#039;&#039;&#039;Insekt&#039;&#039;&#039; zu beschreiben … , jetzt wird man aufmerksam, zwischen den einzelnen, diesen unscheinbaren Wesenheiten besteht eine Beziehung.&amp;quot; [[Düngung - 8. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Beziehungszusammenhang in der Natur, Leben in der Natur 00:20:12|| Klett, M. Düngung, 8. Folge, 2018, 00:20:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INSEKTIZID  &lt;br /&gt;
* „Was eben die DDT macht, Insekten töten. Das ist ein Insektizid. DDT, ein &#039;&#039;&#039;Insektizid&#039;&#039;&#039;, schädlich auch für Vögel. […] Und plötzlich fallen die vom Himmel durch Vergiftung … Das war einer der wesentlichen Auslöser, um das DDT zu verbieten.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#DDT, Militärische Zwecke und Rachel Carson 00:39:28|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:39:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Instinkt]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Das Tier kann so reagieren, so reagieren … eine seelische Äußerung … das ist das &#039;&#039;&#039;Instinkt&#039;&#039;&#039;leben […] der Mensch hat eben auch die Möglichkeit, darüber hinaus … eine seelische Reaktion zu äußern, die nicht mehr instinktgebunden ist …&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Sinnesorganisation der Tiere, Instinkt 00:45:47|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:45:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTELLIGENZ  &lt;br /&gt;
* „… da ist eine unglaubliche Intelligenz [bei den Tieren] … aber ganz in seiner spezifischen Situation … [die Tiere bilden] … im Boden den Zusammenhang von oben und unten … deshalb brauchen wir Hecken, damit jedes Getreide auch wirklich bespielt ist von Gesang [der Schwalben].&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Wiederholung der Beziehungszusammenhänge von Mineral - Licht, Boden - Pflanze, Tier - Zusammenhang mit der Landschaft 0:47:32|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:47:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTUITION TRAINIEREN  &lt;br /&gt;
* „[die Landwirte sollten mehr die eigene] Empfindungen trainieren … am Anfang … mit dem Kopf arbeiten … jetzt habe ich das Glück, dass ich diese Empfindung &#039;&#039;&#039;trainieren&#039;&#039;&#039; kann … man nennt das &#039;&#039;&#039;Intuition&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Alberto - Menschen in der Landwirtschaft, 2018#Frage 10 - Wie sieht für dich die Landwirtschaft der Zukunft aus? 0:10:24|| Alberto, Menschen in der Landwirtschaft, 2018, 00:10:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_K&amp;diff=9117</id>
		<title>Gesamtglossar K</title>
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		<updated>2025-07-10T11:54:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|K}}[[Kalium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalim|Kalium]], Eigenversorgung der Pflanze siehe Kalium  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]], Entkalkung prüfen siehe Kalk  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]], Wasser siehe Kalk  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkdünger   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalter Boden]] (siehe [[Boden]])  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KAMBIUM  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* … dieses &#039;&#039;&#039;Kambium&#039;&#039;&#039;, ist eine Zellschichte, hauchdünn, ein, zwei lebendige Zelllagen, die wie eine Haut die ganze Pflanze umgeben. Die ganze Pflanze ist von diesem Kambium, umgeben … Dieses Kambium, ist also lebendig. Aus diesem Kambium, besorgt er auch das Dickenwachstum … [[Düngung - 4. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wurzelnahrung über den Phloem-Strom 00:12:27|| Klett, M. Düngung, 4. Folge, 2018, 00:12:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KARRIERE, UNWORT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Du [François] hast jetzt gerade das Wort &#039;&#039;&#039;Karriere&#039;&#039;&#039; benutzt … ein bisschen so ein &#039;&#039;&#039;Unwort&#039;&#039;&#039;, Karriere machen … ich will meine Fähigkeiten ausbilden und weiterentwickeln … die mich dazu befähigen, noch in einen intensiveren Austausch mit Landschaft, mit Natur, mit der Erde und auch mit Tieren, aber natürlich auch mit Menschen zu treten.&amp;quot; [[Stefan - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Karriere in einem neuen Licht 0:28:41|| Stefan, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:28:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KATHARSIS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… bisher … wenn der Mensch sich dem Geistigen genähert hat, hat er immer das Gefühl bekommen: Ich bin … nicht reif oder nicht rein genug. … er ist … einen Weg der Katharsis gegangen, … manchmal der Selbstkasteiung … er hat das Gefühl gehabt, er müsste sich reinigen. Wenn man das heute machen würde, würde man nur sein Ego und seinen Hochmut stärken … Das geht heute anders. Und zwar: Ich muss das Gute und Schöne im anderen entdecken. Und das stärkt … die eigenen Seelenkräfte.&amp;quot; [[Die Lichtwurzel - ein Vortrag von Ralf Rößner, 2018#Wandel der spirituellen Entwicklung 0:48:25|| Rößner, R. Die Lichtwurzel, Vortrag, 2018, 00:48:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KEIMWURZEL  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die &#039;&#039;&#039;Keimwurzel&#039;&#039;&#039; … in die Tiefe … die Pflanze verwurzelt sich … Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, … dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Entwicklung der Saat - Wurzel, Spross, Keimblatt 0:59:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:59:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KELTEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dass nämlich die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; halbsesshaft halb noch nomadisierend durch die Landschaften gezogen sind. Sie haben sie sehr schnell immer so kleine Häuser gebaut … und das Vieh lebte mit den Menschen unter einem Dach. Das ist das erste Mal dass sowas überhaupt in der Menschheitsgeschichte auftritt …&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; die waren die ersten die jetzt nicht nur mit dem Wasser gedüngt haben sondern mit der Erde, mit dem erdig Festen …es gibt Schilderungen dass die Kelten … mit Tonen gedüngt haben.&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; die hatten wendende Pflüge- zweischarig! Und haben da so richtig gehend also Böden urbar gemacht. Und die hatten auch schon die erste Mähmaschine.&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KIESEL (WELT)  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Kieselwelt&#039;&#039;&#039;, da ist das Wasser zu Hause, da wachsen die Bäume richtig kräftig groß und hoch … eher immer ein bisschen sc&amp;quot; [Text im Original unvollständig] [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Kalk - Redzina: Knapp an Wasser, schwarzer Boden 0:29:11|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KIESEL, SECHSECKSTRUKTUR  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Kieselgestein&#039;&#039;&#039; ist stabil und wasserunlöslich. Er hat die Sechseckstruktur, eine Grundkraft des Lebendigen, siehe den Bau der Bienenwaben.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Sonne, Kiesel, Kalk 0:30:01|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:30:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Entwicklung  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Willen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Erfahrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klee]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Und jetzt hat der …Herr von Kleefeld … die Brache herangezogen und hat dort auf der Brache den Bauern empfohlen &#039;&#039;&#039;Klee&#039;&#039;&#039; anzubauen. Und das hat das ganze 18. Jahrhundert gerettet …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Der Edle von Kleefeld, Klee in die Brache die Rettung 00:51:57|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:51:57]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… der &#039;&#039;&#039;Klee&#039;&#039;&#039;. Der lebt also in Symbiose, wie man sagt. Symbios, das heißt also auf griechisch zusammenleben. Und sie ernähren sich einerseits von der Pflanze, aber bringen der Pflanze wiederum etwas zur Verfügung.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Klee versus synthetischer Stickstoff, tierische Düngemittel 01:22:34|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:22:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]], Lebenslauf  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;„…mit 35 Jahren beginnt hier [für [[Manfred Klett|&#039;&#039;&#039;Manf&amp;lt;nowiki/&amp;gt;red Klett&#039;&#039;&#039;]]] das Abenteuer [[Dottenfelderhof]]. […] 20, 21 Jahre volles Drinstehen in der Praxis, […] dann kam der Ruf nach [[Dornach]] und da folgten weitere 20 bis 21 Jahre […] der Sprecher geworden ist der ganzen [[Biodynamische Bewegung|biodynamischen Bewegung]] weltweit.“&amp;quot; [[Manfred Klett - Feier zur Buchveröffentlichung: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst, 2021#Rückblick auf Manfred Kletts Lebenslauf und Karriere 00:11:12|| Klett, M. Feier zur Buchveröffentlichung, 2021, 00:11:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOGUZKI, FELIX  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Kräutersammler &#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039; … versorgt die Wiener Apotheken […] in einem Mysteriendrama eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.&amp;quot; [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kompostierung]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Begründung der SEKEM-Farm bei Kairo … dass die angefangen haben … zu wirtschaften … biologisch, auch biologisch-dynamisch … aber eben durch &#039;&#039;&#039;Kompostierung&#039;&#039;&#039;. Und das hat wie ein Wunder gewirkt.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Wunder der Kompostierung 00:05:33|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:05:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Komposthaufen]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kompostpräparate]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… jetzt kommen da ganz gezielt diese biologisch-dynamischen &#039;&#039;&#039;Kompostpräparate&#039;&#039;&#039; zum Einsatz … Also diese fünfte Stufe … noch in einer &#039;&#039;&#039;anderen Dimension&#039;&#039;&#039;, … darauf einwirken mit den biologisch-dynamischen Kompostpräparaten.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Fünfter Aspekt: Die biologisch-dynamischen Kompostpräparate 0:12:36|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:12:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Koloid]], Pflanzenwachstum  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; … entstehen … dadurch, dass der Ton verwittert … Aluminiumhydroxid und Kieselsäure … diese Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser &#039;&#039;&#039;Pflanzenwachstum&#039;&#039;&#039; … sie halten sich im Boden … kleiden die inneren Hohlräume des Bodens aus … das mögen die Wurzeln am allerliebsten … dort finden sie die Stoffe, die sie … zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt brauchen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:58:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOLOIDE, VERWITTERUNGSPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[&#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; von Tonmineralien] … &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; … sind keine kristallinen Substanzen … sie sind, wie man es nennt, amorph … Amorph heißt gestaltlos … ein Koloid ist ein … wasserreicher Zustand … zwischen der echten Lösung … und … dem festen kristallinen Zustand … es ist wabbelig … wenn Sie einen guten Pudding … essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:56:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOPERNIKUS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… dass dann so Kerle daherkommen wie der &#039;&#039;&#039;Kopernikus&#039;&#039;&#039; und sagen, das stimmt alles gar nicht, was ihr da sagt, dass die Sonne sich um die Erde herumdreht … Die Erde dreht sich um die Sonne … Das war für die Menschen damals eine unglaubliche Katastrophe. Ein ganzes Weltbild ist zusammengestürzt …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kopernikus, &amp;quot;die Erde dreht sich um die Sonne&amp;quot; 00:47:58|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:47:58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Kraft … die sie [Zisterzienser] … aus dem Stein und dem Licht … gewonnen haben … die Kraft gibt, aus der heraus sie gearbeitet haben … was strahlt in dem Gebäude … was für eine Kraft kann man da empfangen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Die Fruchtbarkeitskultur der Zisterzienser 0:16:39|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:16:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT, GESTALTUNG  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ich will &#039;&#039;&#039;gestalten&#039;&#039;&#039;. Wir Menschen haben die gestalterische Kraft, uns einzubringen. […] Immer wieder merke ich, dass ich diese Gestaltungsaufgabe annehmen will. Das erfüllt mich und gibt mir &#039;&#039;&#039;Kraft&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Die gestaltende Kraft des Menschen 0:23:04|| Therese, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:23:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT, TANKEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Ja, ich bin hier und ich lebe und ich kann was tun … einen schönen Garten gestalten, leckeres Essen dann auch zu verkaufen … und Leben und Gemeinschaft damit fördern [ … ] man schafft auf einmal wieder einen Ort … wo man einfach essen kann und wieder &#039;&#039;&#039;Kraft tanken&#039;&#039;&#039; kann, um weiterzuleben. Darum geht es! … es geht um&#039;s Leben.&amp;quot; [[Jan Peter - Menschen in der Landwirtschaft, 2023#Räume schaffen für die Begegnung mit sich selbst, Mensch und Tier 0:06:41|| Jan Peter, Menschen in der Landwirtschaft, 2023, 00:06:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[Für die Weiterentwicklung eines Standortes braucht es …] … die Seele … des Tieres … geht es darum, dass ein Wesen total im Hier und Jetzt lebt und sich die ganze Zeit damit auseinandersetzt. Mit dem, was an &#039;&#039;&#039;Kräften&#039;&#039;&#039; war, als diese Pflanzen gewachsen sind und mit dem, was als Kräften möglich ist, die es seinem Verdauungsgut mit aufprägt für die Zukunft. Dieses innere Anschauen von dem, was man da eigentlich verdaut und dem ein Stempel, eine Prägung aufzudrücken, was es braucht, damit der Standort sich weiterentwickelt.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Für die Weiterentwicklung eines Standorts: Es braucht die Zuwendung des Tieres 0:41:34|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:41:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE BEWAHREN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Formkräfte … werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum … die &#039;&#039;&#039;Bewahrung&#039;&#039;&#039; dieser &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE, FORMEN DER KRÄFTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung. Das sind &#039;&#039;&#039;Formen der Kräfte&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE, NICHT MESSBARE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[Einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels] … &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … die außerräumlich, außerzeitlich … also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt &#039;&#039;&#039;messen&#039;&#039;&#039; kann.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄUTER  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das eigentliche Phänomen ist, dass die &#039;&#039;&#039;Kräuter&#039;&#039;&#039; einfach keinen Stickstoff ertragen. Die bilden ja ungeheuer viele ätherische Öle, wo der Blütenprozess sehr weit in die Pflanzen, in die Blätter herunterreicht …&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Was ist das Problem des synthetischen Stickstoffs? 01:16:38|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:16:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KREISELEGGE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039; kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe … die Kreiselegge … trocknet den Boden aus … bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 0:44:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:44:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLBLÄTTCHEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Bewahrung dieser Kräfte&#039;&#039;&#039; [einstrahlende Umkreiskräfte des Fixsternhimmels], … ist … &#039;&#039;&#039;Aufgabe der Tonmineralien&#039;&#039;&#039;. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den &#039;&#039;&#039;sekundären Tonmineralien&#039;&#039;&#039; gesprochen. … ein &#039;&#039;&#039;Kristallblättchen&#039;&#039;&#039;, ganz fein, mikroskopisch klein … entsteht … aus dem amorphen Zustand … bildet diese hexagonalen Strukturen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALL-HIMMEL  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die alten Griechen … sprachen vom Fixstern-Himmel als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; … von dem Formkräfte hereinwirken … die auf der Erde … Kristallformen [auf zuvor gestaltlose koloidale Strukturen] entstehen lassen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:00:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLISATION  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das Grundprinzip des Winters heißt &#039;&#039;&#039;Kristallisation&#039;&#039;&#039; … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung … die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge … kristallbildende Kräfte … im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken … das hexagonale Prinzip … setzt sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge … diese Formkräfte brauchen wir … das ganze Jahr hindurch.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLISATIONSPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; … durch Verwitterung entstehen Mineralkristalle … wie Quarz, Feldspat und Glimmer … diese verwittern zu Tonmineralien … Tonmineralien haben eine hexagonale Form … der Kristallisationsprozess erzeugt winzige, hauchdünne Plättchen … diese kristallinen Strukturen sind geordnet und dünn, oft nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:53:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]] (Biografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kuh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kunst]] (Landwirtschaft als Kunst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; ist eine Kunst, eine Kunstausübung.“ | [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Landwirtschaft ist eine Kunst 00:02:31|Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:02:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTUR  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;In der Landwirtschaft ist das eigentlich ganz einfach. Diejenigen, die das begonnen haben, die plötzlich gemerkt haben, sie können mit ihren Händen die Natur verwandeln und zu etwas machen, was wie eine Heraussetzung aus dem Menschen ist. Eben &#039;&#039;&#039;Kultur&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Landwirtschaft ist immer im Strom eines Verwandlungsprozesses. Aber was mich tätig sein lässt, ist das, wie es werden soll 00:33:08|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 00:33:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURBODEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… der Mensch … bewegt … den Boden, den Boden öffnet, Luft und Licht in den Boden holt, und das stört, zerstört, wegschafft, was da ist und … sorgt … dass etwas ganz Bestimmtes dort wächst. … der Boden, mit dem wir es heute zu tun haben, mit dem wir Kultur machen, das ist ein &#039;&#039;&#039;Kulturboden&#039;&#039;&#039; … auch wenn wir uns bemühen, den … nur flach zu bearbeiten … ist es trotzdem ein Kulturboden … [um] durch Fruchtfolge, durch alles Mögliche, eine tiefe und schnelle Durchwurzelung hinzubekommen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Zweiter Aspekt: Kulturprozess 0:04:45|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:04:45]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURLANDSCHAFT  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kulturlandschaften&#039;&#039;&#039; können auch Wüste werden. Das hatte Manfred Klett tief geprägt, als er bei seiner Expedition in jungen Jahren in Syrien auf eine alte Ruinenlandschaft traf. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Erschreckend: Kulturlandschaften können Wüsten werden 0:01:39|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:01:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURPFLANZEN  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kulturpflanzen&#039;&#039;&#039; stammen aus Urzeiten, noch vor aller Ackerbaukultur. Es sind keine neuen Schöpfungen. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise gibt den Menschen die Möglichkeit zur Fortsetzung der Entwicklungsrichtschnur. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als Fortsetzung der Kulturentwicklung begreifen 0:12:38|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:12:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Kalk&amp;diff=9116</id>
		<title>Kalk</title>
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		<updated>2025-07-10T11:52:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „* &amp;quot;… zum Beispiel bei Basel … Kalk, in die Kalkalpen … dunkel, schwarz, flach Rendzina. … immer trocken, immer ist das Wasser weg, das ist Kalk. So einem Rendzinerstandort Kompost düngen, … selber blöd … Mistfresserboden.&amp;quot;  Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11 * &amp;quot;… einen Meter tief graben … mit d…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* &amp;quot;… zum Beispiel bei Basel … Kalk, in die Kalkalpen … dunkel, schwarz, flach Rendzina. … immer trocken, immer ist das Wasser weg, das ist Kalk. So einem Rendzinerstandort Kompost düngen, … selber blöd … Mistfresserboden.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Kalk - Redzina: Knapp an Wasser, schwarzer Boden 0:29:11|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… einen Meter tief graben … mit der Salzsäure … prüfen, ob da eine Reaktion zu sehen ist … wenn nichts passiert, … ist es ein Zeichen dafür, dass der Boden &#039;&#039;&#039;entkalkt&#039;&#039;&#039; ist [oder] … sobald es anfängt zu brausen … bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO3&#039;&#039;&#039; um in Kalziumbikarbonat und es entsteht Kohlensäure.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 0:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;&#039;Beim Kalk ist aller immer Wasser&#039;. &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039; ist ständig im Wandel, von knallhart bis weich, und er interagiert stark mit Wasser.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Sonne, Kiesel, Kalk 0:30:01|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:30:01]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_K&amp;diff=9115</id>
		<title>Gesamtglossar K</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_K&amp;diff=9115"/>
		<updated>2025-07-10T11:40:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|K}}[[Kalium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalim|Kalium]], Eigenversorgung der Pflanze siehe Kalium  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… zum Beispiel bei Basel … Kalk, in die Kalkalpen … dunkel, schwarz, flach Rendzina. … immer trocken, immer ist das Wasser weg, das ist Kalk. So einem Rendzinerstandort Kompost düngen, … selber blöd … Mistfresserboden.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Kalk - Redzina: Knapp an Wasser, schwarzer Boden 0:29:11|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]], Entkalkung prüfen  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… einen Meter tief graben … mit der Salzsäure … prüfen, ob da eine Reaktion zu sehen ist … wenn nichts passiert, … ist es ein Zeichen dafür, dass der Boden &#039;&#039;&#039;entkalkt&#039;&#039;&#039; ist [oder] … sobald es anfängt zu brausen … bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in Kalziumbikarbonat und es entsteht Kohlensäure.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 0:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]], Wasser  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;&#039;Beim Kalk ist aller immer Wasser&#039;. &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039; ist ständig im Wandel, von knallhart bis weich, und er interagiert stark mit Wasser.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Sonne, Kiesel, Kalk 0:30:01|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:30:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkdünger   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalter Boden]] (siehe [[Boden]])  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KAMBIUM  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* … dieses &#039;&#039;&#039;Kambium&#039;&#039;&#039;, ist eine Zellschichte, hauchdünn, ein, zwei lebendige Zelllagen, die wie eine Haut die ganze Pflanze umgeben. Die ganze Pflanze ist von diesem Kambium, umgeben … Dieses Kambium, ist also lebendig. Aus diesem Kambium, besorgt er auch das Dickenwachstum … [[Düngung - 4. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wurzelnahrung über den Phloem-Strom 00:12:27|| Klett, M. Düngung, 4. Folge, 2018, 00:12:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KARRIERE, UNWORT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Du [François] hast jetzt gerade das Wort &#039;&#039;&#039;Karriere&#039;&#039;&#039; benutzt … ein bisschen so ein &#039;&#039;&#039;Unwort&#039;&#039;&#039;, Karriere machen … ich will meine Fähigkeiten ausbilden und weiterentwickeln … die mich dazu befähigen, noch in einen intensiveren Austausch mit Landschaft, mit Natur, mit der Erde und auch mit Tieren, aber natürlich auch mit Menschen zu treten.&amp;quot; [[Stefan - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Karriere in einem neuen Licht 0:28:41|| Stefan, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:28:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KATHARSIS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… bisher … wenn der Mensch sich dem Geistigen genähert hat, hat er immer das Gefühl bekommen: Ich bin … nicht reif oder nicht rein genug. … er ist … einen Weg der Katharsis gegangen, … manchmal der Selbstkasteiung … er hat das Gefühl gehabt, er müsste sich reinigen. Wenn man das heute machen würde, würde man nur sein Ego und seinen Hochmut stärken … Das geht heute anders. Und zwar: Ich muss das Gute und Schöne im anderen entdecken. Und das stärkt … die eigenen Seelenkräfte.&amp;quot; [[Die Lichtwurzel - ein Vortrag von Ralf Rößner, 2018#Wandel der spirituellen Entwicklung 0:48:25|| Rößner, R. Die Lichtwurzel, Vortrag, 2018, 00:48:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KEIMWURZEL  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die &#039;&#039;&#039;Keimwurzel&#039;&#039;&#039; … in die Tiefe … die Pflanze verwurzelt sich … Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, … dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Entwicklung der Saat - Wurzel, Spross, Keimblatt 0:59:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:59:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KELTEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dass nämlich die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; halbsesshaft halb noch nomadisierend durch die Landschaften gezogen sind. Sie haben sie sehr schnell immer so kleine Häuser gebaut … und das Vieh lebte mit den Menschen unter einem Dach. Das ist das erste Mal dass sowas überhaupt in der Menschheitsgeschichte auftritt …&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; die waren die ersten die jetzt nicht nur mit dem Wasser gedüngt haben sondern mit der Erde, mit dem erdig Festen …es gibt Schilderungen dass die Kelten … mit Tonen gedüngt haben.&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; die hatten wendende Pflüge- zweischarig! Und haben da so richtig gehend also Böden urbar gemacht. Und die hatten auch schon die erste Mähmaschine.&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KIESEL (WELT)  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Kieselwelt&#039;&#039;&#039;, da ist das Wasser zu Hause, da wachsen die Bäume richtig kräftig groß und hoch … eher immer ein bisschen sc&amp;quot; [Text im Original unvollständig] [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Kalk - Redzina: Knapp an Wasser, schwarzer Boden 0:29:11|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KIESEL, SECHSECKSTRUKTUR  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Kieselgestein&#039;&#039;&#039; ist stabil und wasserunlöslich. Er hat die Sechseckstruktur, eine Grundkraft des Lebendigen, siehe den Bau der Bienenwaben.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Sonne, Kiesel, Kalk 0:30:01|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:30:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Entwicklung  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Willen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Erfahrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klee]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Und jetzt hat der …Herr von Kleefeld … die Brache herangezogen und hat dort auf der Brache den Bauern empfohlen &#039;&#039;&#039;Klee&#039;&#039;&#039; anzubauen. Und das hat das ganze 18. Jahrhundert gerettet …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Der Edle von Kleefeld, Klee in die Brache die Rettung 00:51:57|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:51:57]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… der &#039;&#039;&#039;Klee&#039;&#039;&#039;. Der lebt also in Symbiose, wie man sagt. Symbios, das heißt also auf griechisch zusammenleben. Und sie ernähren sich einerseits von der Pflanze, aber bringen der Pflanze wiederum etwas zur Verfügung.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Klee versus synthetischer Stickstoff, tierische Düngemittel 01:22:34|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:22:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]], Lebenslauf  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;„…mit 35 Jahren beginnt hier [für [[Manfred Klett|&#039;&#039;&#039;Manf&amp;lt;nowiki/&amp;gt;red Klett&#039;&#039;&#039;]]] das Abenteuer [[Dottenfelderhof]]. […] 20, 21 Jahre volles Drinstehen in der Praxis, […] dann kam der Ruf nach [[Dornach]] und da folgten weitere 20 bis 21 Jahre […] der Sprecher geworden ist der ganzen [[Biodynamische Bewegung|biodynamischen Bewegung]] weltweit.“&amp;quot; [[Manfred Klett - Feier zur Buchveröffentlichung: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst, 2021#Rückblick auf Manfred Kletts Lebenslauf und Karriere 00:11:12|| Klett, M. Feier zur Buchveröffentlichung, 2021, 00:11:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOGUZKI, FELIX  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Kräutersammler &#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039; … versorgt die Wiener Apotheken […] in einem Mysteriendrama eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.&amp;quot; [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kompostierung]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Begründung der SEKEM-Farm bei Kairo … dass die angefangen haben … zu wirtschaften … biologisch, auch biologisch-dynamisch … aber eben durch &#039;&#039;&#039;Kompostierung&#039;&#039;&#039;. Und das hat wie ein Wunder gewirkt.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Wunder der Kompostierung 00:05:33|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:05:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Komposthaufen]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kompostpräparate]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… jetzt kommen da ganz gezielt diese biologisch-dynamischen &#039;&#039;&#039;Kompostpräparate&#039;&#039;&#039; zum Einsatz … Also diese fünfte Stufe … noch in einer &#039;&#039;&#039;anderen Dimension&#039;&#039;&#039;, … darauf einwirken mit den biologisch-dynamischen Kompostpräparaten.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Fünfter Aspekt: Die biologisch-dynamischen Kompostpräparate 0:12:36|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:12:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Koloid]], Pflanzenwachstum  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; … entstehen … dadurch, dass der Ton verwittert … Aluminiumhydroxid und Kieselsäure … diese Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser &#039;&#039;&#039;Pflanzenwachstum&#039;&#039;&#039; … sie halten sich im Boden … kleiden die inneren Hohlräume des Bodens aus … das mögen die Wurzeln am allerliebsten … dort finden sie die Stoffe, die sie … zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt brauchen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:58:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOLOIDE, VERWITTERUNGSPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[&#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; von Tonmineralien] … &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; … sind keine kristallinen Substanzen … sie sind, wie man es nennt, amorph … Amorph heißt gestaltlos … ein Koloid ist ein … wasserreicher Zustand … zwischen der echten Lösung … und … dem festen kristallinen Zustand … es ist wabbelig … wenn Sie einen guten Pudding … essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:56:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOPERNIKUS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… dass dann so Kerle daherkommen wie der &#039;&#039;&#039;Kopernikus&#039;&#039;&#039; und sagen, das stimmt alles gar nicht, was ihr da sagt, dass die Sonne sich um die Erde herumdreht … Die Erde dreht sich um die Sonne … Das war für die Menschen damals eine unglaubliche Katastrophe. Ein ganzes Weltbild ist zusammengestürzt …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kopernikus, &amp;quot;die Erde dreht sich um die Sonne&amp;quot; 00:47:58|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:47:58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Kraft … die sie [Zisterzienser] … aus dem Stein und dem Licht … gewonnen haben … die Kraft gibt, aus der heraus sie gearbeitet haben … was strahlt in dem Gebäude … was für eine Kraft kann man da empfangen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Die Fruchtbarkeitskultur der Zisterzienser 0:16:39|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:16:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT, GESTALTUNG  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ich will &#039;&#039;&#039;gestalten&#039;&#039;&#039;. Wir Menschen haben die gestalterische Kraft, uns einzubringen. […] Immer wieder merke ich, dass ich diese Gestaltungsaufgabe annehmen will. Das erfüllt mich und gibt mir &#039;&#039;&#039;Kraft&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Die gestaltende Kraft des Menschen 0:23:04|| Therese, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:23:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT, TANKEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Ja, ich bin hier und ich lebe und ich kann was tun … einen schönen Garten gestalten, leckeres Essen dann auch zu verkaufen … und Leben und Gemeinschaft damit fördern [ … ] man schafft auf einmal wieder einen Ort … wo man einfach essen kann und wieder &#039;&#039;&#039;Kraft tanken&#039;&#039;&#039; kann, um weiterzuleben. Darum geht es! … es geht um&#039;s Leben.&amp;quot; [[Jan Peter - Menschen in der Landwirtschaft, 2023#Räume schaffen für die Begegnung mit sich selbst, Mensch und Tier 0:06:41|| Jan Peter, Menschen in der Landwirtschaft, 2023, 00:06:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[Für die Weiterentwicklung eines Standortes braucht es …] … die Seele … des Tieres … geht es darum, dass ein Wesen total im Hier und Jetzt lebt und sich die ganze Zeit damit auseinandersetzt. Mit dem, was an &#039;&#039;&#039;Kräften&#039;&#039;&#039; war, als diese Pflanzen gewachsen sind und mit dem, was als Kräften möglich ist, die es seinem Verdauungsgut mit aufprägt für die Zukunft. Dieses innere Anschauen von dem, was man da eigentlich verdaut und dem ein Stempel, eine Prägung aufzudrücken, was es braucht, damit der Standort sich weiterentwickelt.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Für die Weiterentwicklung eines Standorts: Es braucht die Zuwendung des Tieres 0:41:34|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:41:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE BEWAHREN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Formkräfte … werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum … die &#039;&#039;&#039;Bewahrung&#039;&#039;&#039; dieser &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE, FORMEN DER KRÄFTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung. Das sind &#039;&#039;&#039;Formen der Kräfte&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE, NICHT MESSBARE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[Einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels] … &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … die außerräumlich, außerzeitlich … also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt &#039;&#039;&#039;messen&#039;&#039;&#039; kann.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄUTER  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das eigentliche Phänomen ist, dass die &#039;&#039;&#039;Kräuter&#039;&#039;&#039; einfach keinen Stickstoff ertragen. Die bilden ja ungeheuer viele ätherische Öle, wo der Blütenprozess sehr weit in die Pflanzen, in die Blätter herunterreicht …&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Was ist das Problem des synthetischen Stickstoffs? 01:16:38|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:16:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KREISELEGGE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039; kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe … die Kreiselegge … trocknet den Boden aus … bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 0:44:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:44:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLBLÄTTCHEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Bewahrung dieser Kräfte&#039;&#039;&#039; [einstrahlende Umkreiskräfte des Fixsternhimmels], … ist … &#039;&#039;&#039;Aufgabe der Tonmineralien&#039;&#039;&#039;. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den &#039;&#039;&#039;sekundären Tonmineralien&#039;&#039;&#039; gesprochen. … ein &#039;&#039;&#039;Kristallblättchen&#039;&#039;&#039;, ganz fein, mikroskopisch klein … entsteht … aus dem amorphen Zustand … bildet diese hexagonalen Strukturen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALL-HIMMEL  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die alten Griechen … sprachen vom Fixstern-Himmel als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; … von dem Formkräfte hereinwirken … die auf der Erde … Kristallformen [auf zuvor gestaltlose koloidale Strukturen] entstehen lassen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:00:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLISATION  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das Grundprinzip des Winters heißt &#039;&#039;&#039;Kristallisation&#039;&#039;&#039; … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung … die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge … kristallbildende Kräfte … im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken … das hexagonale Prinzip … setzt sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge … diese Formkräfte brauchen wir … das ganze Jahr hindurch.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLISATIONSPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; … durch Verwitterung entstehen Mineralkristalle … wie Quarz, Feldspat und Glimmer … diese verwittern zu Tonmineralien … Tonmineralien haben eine hexagonale Form … der Kristallisationsprozess erzeugt winzige, hauchdünne Plättchen … diese kristallinen Strukturen sind geordnet und dünn, oft nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:53:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]] (Biografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kuh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kunst]] (Landwirtschaft als Kunst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; ist eine Kunst, eine Kunstausübung.“ | [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Landwirtschaft ist eine Kunst 00:02:31|Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:02:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTUR  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;In der Landwirtschaft ist das eigentlich ganz einfach. Diejenigen, die das begonnen haben, die plötzlich gemerkt haben, sie können mit ihren Händen die Natur verwandeln und zu etwas machen, was wie eine Heraussetzung aus dem Menschen ist. Eben &#039;&#039;&#039;Kultur&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Landwirtschaft ist immer im Strom eines Verwandlungsprozesses. Aber was mich tätig sein lässt, ist das, wie es werden soll 00:33:08|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 00:33:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURBODEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… der Mensch … bewegt … den Boden, den Boden öffnet, Luft und Licht in den Boden holt, und das stört, zerstört, wegschafft, was da ist und … sorgt … dass etwas ganz Bestimmtes dort wächst. … der Boden, mit dem wir es heute zu tun haben, mit dem wir Kultur machen, das ist ein &#039;&#039;&#039;Kulturboden&#039;&#039;&#039; … auch wenn wir uns bemühen, den … nur flach zu bearbeiten … ist es trotzdem ein Kulturboden … [um] durch Fruchtfolge, durch alles Mögliche, eine tiefe und schnelle Durchwurzelung hinzubekommen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Zweiter Aspekt: Kulturprozess 0:04:45|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:04:45]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURLANDSCHAFT  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kulturlandschaften&#039;&#039;&#039; können auch Wüste werden. Das hatte Manfred Klett tief geprägt, als er bei seiner Expedition in jungen Jahren in Syrien auf eine alte Ruinenlandschaft traf. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Erschreckend: Kulturlandschaften können Wüsten werden 0:01:39|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:01:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURPFLANZEN  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kulturpflanzen&#039;&#039;&#039; stammen aus Urzeiten, noch vor aller Ackerbaukultur. Es sind keine neuen Schöpfungen. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise gibt den Menschen die Möglichkeit zur Fortsetzung der Entwicklungsrichtschnur. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als Fortsetzung der Kulturentwicklung begreifen 0:12:38|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:12:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Kalium&amp;diff=9114</id>
		<title>Kalium</title>
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		<updated>2025-07-10T11:35:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* &amp;quot;Warum düngt man denn eigentlich &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; in solchen Riesenmengen in den konventionellen Landbau? Weil das Kalium den Trockendruck und den Säftedruck in den Pflanzen stabilisiert.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wässrige Pflanzen, riesengrosse Zellen 00:59:59|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Je mehr Stickstoff Sie anwenden, desto mehr &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; müssen Sie anwenden. Das eine zieht das andere nach sich.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wässrige Pflanzen, riesengrosse Zellen 00:59:59|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; … Austauschvorgänge stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen … auf diese Weise kann die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; selbsttätig … sich mit Kalium &#039;&#039;&#039;versorgen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 1:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Gesamtglossar_K&amp;diff=9113</id>
		<title>Gesamtglossar K</title>
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		<updated>2025-07-10T11:34:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|K}}[[Kalium]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Warum düngt man denn eigentlich &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; in solchen Riesenmengen in den konventionellen Landbau? Weil das Kalium den Trockendruck und den Säftedruck in den Pflanzen stabilisiert.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wässrige Pflanzen, riesengrosse Zellen 00:59:59|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Je mehr Stickstoff Sie anwenden, desto mehr &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; müssen Sie anwenden. Das eine zieht das andere nach sich.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wässrige Pflanzen, riesengrosse Zellen 00:59:59|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalim|Kalium]], Eigenversorgung der Pflanze siehe Kalium  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; … Austauschvorgänge stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen … auf diese Weise kann die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; selbsttätig … sich mit Kalium &#039;&#039;&#039;versorgen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 1:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… zum Beispiel bei Basel … Kalk, in die Kalkalpen … dunkel, schwarz, flach Rendzina. … immer trocken, immer ist das Wasser weg, das ist Kalk. So einem Rendzinerstandort Kompost düngen, … selber blöd … Mistfresserboden.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Kalk - Redzina: Knapp an Wasser, schwarzer Boden 0:29:11|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]], Entkalkung prüfen  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… einen Meter tief graben … mit der Salzsäure … prüfen, ob da eine Reaktion zu sehen ist … wenn nichts passiert, … ist es ein Zeichen dafür, dass der Boden &#039;&#039;&#039;entkalkt&#039;&#039;&#039; ist [oder] … sobald es anfängt zu brausen … bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in Kalziumbikarbonat und es entsteht Kohlensäure.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 0:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalk]], Wasser  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;&#039;Beim Kalk ist aller immer Wasser&#039;. &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039; ist ständig im Wandel, von knallhart bis weich, und er interagiert stark mit Wasser.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Sonne, Kiesel, Kalk 0:30:01|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:30:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkdünger   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kalter Boden]] (siehe [[Boden]])  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KAMBIUM  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* … dieses &#039;&#039;&#039;Kambium&#039;&#039;&#039;, ist eine Zellschichte, hauchdünn, ein, zwei lebendige Zelllagen, die wie eine Haut die ganze Pflanze umgeben. Die ganze Pflanze ist von diesem Kambium, umgeben … Dieses Kambium, ist also lebendig. Aus diesem Kambium, besorgt er auch das Dickenwachstum … [[Düngung - 4. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wurzelnahrung über den Phloem-Strom 00:12:27|| Klett, M. Düngung, 4. Folge, 2018, 00:12:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KARRIERE, UNWORT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Du [François] hast jetzt gerade das Wort &#039;&#039;&#039;Karriere&#039;&#039;&#039; benutzt … ein bisschen so ein &#039;&#039;&#039;Unwort&#039;&#039;&#039;, Karriere machen … ich will meine Fähigkeiten ausbilden und weiterentwickeln … die mich dazu befähigen, noch in einen intensiveren Austausch mit Landschaft, mit Natur, mit der Erde und auch mit Tieren, aber natürlich auch mit Menschen zu treten.&amp;quot; [[Stefan - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Karriere in einem neuen Licht 0:28:41|| Stefan, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:28:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KATHARSIS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… bisher … wenn der Mensch sich dem Geistigen genähert hat, hat er immer das Gefühl bekommen: Ich bin … nicht reif oder nicht rein genug. … er ist … einen Weg der Katharsis gegangen, … manchmal der Selbstkasteiung … er hat das Gefühl gehabt, er müsste sich reinigen. Wenn man das heute machen würde, würde man nur sein Ego und seinen Hochmut stärken … Das geht heute anders. Und zwar: Ich muss das Gute und Schöne im anderen entdecken. Und das stärkt … die eigenen Seelenkräfte.&amp;quot; [[Die Lichtwurzel - ein Vortrag von Ralf Rößner, 2018#Wandel der spirituellen Entwicklung 0:48:25|| Rößner, R. Die Lichtwurzel, Vortrag, 2018, 00:48:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KEIMWURZEL  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die &#039;&#039;&#039;Keimwurzel&#039;&#039;&#039; … in die Tiefe … die Pflanze verwurzelt sich … Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, … dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Entwicklung der Saat - Wurzel, Spross, Keimblatt 0:59:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:59:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KELTEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dass nämlich die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; halbsesshaft halb noch nomadisierend durch die Landschaften gezogen sind. Sie haben sie sehr schnell immer so kleine Häuser gebaut … und das Vieh lebte mit den Menschen unter einem Dach. Das ist das erste Mal dass sowas überhaupt in der Menschheitsgeschichte auftritt …&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; die waren die ersten die jetzt nicht nur mit dem Wasser gedüngt haben sondern mit der Erde, mit dem erdig Festen …es gibt Schilderungen dass die Kelten … mit Tonen gedüngt haben.&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; die hatten wendende Pflüge- zweischarig! Und haben da so richtig gehend also Böden urbar gemacht. Und die hatten auch schon die erste Mähmaschine.&amp;quot; [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Mit der Übergangskultur der Kelten kam die Stallhaltung der Tiere und das Düngen mit Erde 01:05:48|| Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 01:05:48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KIESEL (WELT)  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Kieselwelt&#039;&#039;&#039;, da ist das Wasser zu Hause, da wachsen die Bäume richtig kräftig groß und hoch … eher immer ein bisschen sc&amp;quot; [Text im Original unvollständig] [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Kalk - Redzina: Knapp an Wasser, schwarzer Boden 0:29:11|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:29:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KIESEL, SECHSECKSTRUKTUR  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Kieselgestein&#039;&#039;&#039; ist stabil und wasserunlöslich. Er hat die Sechseckstruktur, eine Grundkraft des Lebendigen, siehe den Bau der Bienenwaben.&amp;quot; [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022#Sonne, Kiesel, Kalk 0:30:01|| Mackensen, M. Gesichtspunkte Landw. Kurs, 1. Folge, 2022, 00:30:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Entwicklung  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Willen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]], Erfahrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klee]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Und jetzt hat der …Herr von Kleefeld … die Brache herangezogen und hat dort auf der Brache den Bauern empfohlen &#039;&#039;&#039;Klee&#039;&#039;&#039; anzubauen. Und das hat das ganze 18. Jahrhundert gerettet …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Der Edle von Kleefeld, Klee in die Brache die Rettung 00:51:57|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:51:57]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… der &#039;&#039;&#039;Klee&#039;&#039;&#039;. Der lebt also in Symbiose, wie man sagt. Symbios, das heißt also auf griechisch zusammenleben. Und sie ernähren sich einerseits von der Pflanze, aber bringen der Pflanze wiederum etwas zur Verfügung.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Klee versus synthetischer Stickstoff, tierische Düngemittel 01:22:34|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:22:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]], Lebenslauf  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;„…mit 35 Jahren beginnt hier [für [[Manfred Klett|&#039;&#039;&#039;Manf&amp;lt;nowiki/&amp;gt;red Klett&#039;&#039;&#039;]]] das Abenteuer [[Dottenfelderhof]]. […] 20, 21 Jahre volles Drinstehen in der Praxis, […] dann kam der Ruf nach [[Dornach]] und da folgten weitere 20 bis 21 Jahre […] der Sprecher geworden ist der ganzen [[Biodynamische Bewegung|biodynamischen Bewegung]] weltweit.“&amp;quot; [[Manfred Klett - Feier zur Buchveröffentlichung: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst, 2021#Rückblick auf Manfred Kletts Lebenslauf und Karriere 00:11:12|| Klett, M. Feier zur Buchveröffentlichung, 2021, 00:11:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOGUZKI, FELIX  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Kräutersammler &#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039; … versorgt die Wiener Apotheken […] in einem Mysteriendrama eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.&amp;quot; [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kompostierung]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Begründung der SEKEM-Farm bei Kairo … dass die angefangen haben … zu wirtschaften … biologisch, auch biologisch-dynamisch … aber eben durch &#039;&#039;&#039;Kompostierung&#039;&#039;&#039;. Und das hat wie ein Wunder gewirkt.&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Das Wunder der Kompostierung 00:05:33|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:05:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Komposthaufen]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kompostpräparate]]  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… jetzt kommen da ganz gezielt diese biologisch-dynamischen &#039;&#039;&#039;Kompostpräparate&#039;&#039;&#039; zum Einsatz … Also diese fünfte Stufe … noch in einer &#039;&#039;&#039;anderen Dimension&#039;&#039;&#039;, … darauf einwirken mit den biologisch-dynamischen Kompostpräparaten.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Fünfter Aspekt: Die biologisch-dynamischen Kompostpräparate 0:12:36|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:12:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Koloid]], Pflanzenwachstum  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; … entstehen … dadurch, dass der Ton verwittert … Aluminiumhydroxid und Kieselsäure … diese Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser &#039;&#039;&#039;Pflanzenwachstum&#039;&#039;&#039; … sie halten sich im Boden … kleiden die inneren Hohlräume des Bodens aus … das mögen die Wurzeln am allerliebsten … dort finden sie die Stoffe, die sie … zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt brauchen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:58:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOLOIDE, VERWITTERUNGSPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[&#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; von Tonmineralien] … &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; … sind keine kristallinen Substanzen … sie sind, wie man es nennt, amorph … Amorph heißt gestaltlos … ein Koloid ist ein … wasserreicher Zustand … zwischen der echten Lösung … und … dem festen kristallinen Zustand … es ist wabbelig … wenn Sie einen guten Pudding … essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:56:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KOPERNIKUS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… dass dann so Kerle daherkommen wie der &#039;&#039;&#039;Kopernikus&#039;&#039;&#039; und sagen, das stimmt alles gar nicht, was ihr da sagt, dass die Sonne sich um die Erde herumdreht … Die Erde dreht sich um die Sonne … Das war für die Menschen damals eine unglaubliche Katastrophe. Ein ganzes Weltbild ist zusammengestürzt …&amp;quot; [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kopernikus, &amp;quot;die Erde dreht sich um die Sonne&amp;quot; 00:47:58|| Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:47:58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Kraft … die sie [Zisterzienser] … aus dem Stein und dem Licht … gewonnen haben … die Kraft gibt, aus der heraus sie gearbeitet haben … was strahlt in dem Gebäude … was für eine Kraft kann man da empfangen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Die Fruchtbarkeitskultur der Zisterzienser 0:16:39|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:16:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT, GESTALTUNG  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ich will &#039;&#039;&#039;gestalten&#039;&#039;&#039;. Wir Menschen haben die gestalterische Kraft, uns einzubringen. […] Immer wieder merke ich, dass ich diese Gestaltungsaufgabe annehmen will. Das erfüllt mich und gibt mir &#039;&#039;&#039;Kraft&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021#Die gestaltende Kraft des Menschen 0:23:04|| Therese, Menschen in der Landwirtschaft, 2021, 00:23:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRAFT, TANKEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… Ja, ich bin hier und ich lebe und ich kann was tun … einen schönen Garten gestalten, leckeres Essen dann auch zu verkaufen … und Leben und Gemeinschaft damit fördern [ … ] man schafft auf einmal wieder einen Ort … wo man einfach essen kann und wieder &#039;&#039;&#039;Kraft tanken&#039;&#039;&#039; kann, um weiterzuleben. Darum geht es! … es geht um&#039;s Leben.&amp;quot; [[Jan Peter - Menschen in der Landwirtschaft, 2023#Räume schaffen für die Begegnung mit sich selbst, Mensch und Tier 0:06:41|| Jan Peter, Menschen in der Landwirtschaft, 2023, 00:06:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[Für die Weiterentwicklung eines Standortes braucht es …] … die Seele … des Tieres … geht es darum, dass ein Wesen total im Hier und Jetzt lebt und sich die ganze Zeit damit auseinandersetzt. Mit dem, was an &#039;&#039;&#039;Kräften&#039;&#039;&#039; war, als diese Pflanzen gewachsen sind und mit dem, was als Kräften möglich ist, die es seinem Verdauungsgut mit aufprägt für die Zukunft. Dieses innere Anschauen von dem, was man da eigentlich verdaut und dem ein Stempel, eine Prägung aufzudrücken, was es braucht, damit der Standort sich weiterentwickelt.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Für die Weiterentwicklung eines Standorts: Es braucht die Zuwendung des Tieres 0:41:34|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:41:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE BEWAHREN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die Formkräfte … werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum … die &#039;&#039;&#039;Bewahrung&#039;&#039;&#039; dieser &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE, FORMEN DER KRÄFTE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung. Das sind &#039;&#039;&#039;Formen der Kräfte&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄFTE, NICHT MESSBARE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;[Einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels] … &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … die außerräumlich, außerzeitlich … also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt &#039;&#039;&#039;messen&#039;&#039;&#039; kann.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRÄUTER  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das eigentliche Phänomen ist, dass die &#039;&#039;&#039;Kräuter&#039;&#039;&#039; einfach keinen Stickstoff ertragen. Die bilden ja ungeheuer viele ätherische Öle, wo der Blütenprozess sehr weit in die Pflanzen, in die Blätter herunterreicht …&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Was ist das Problem des synthetischen Stickstoffs? 01:16:38|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 01:16:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KREISELEGGE  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039; kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe … die Kreiselegge … trocknet den Boden aus … bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 0:44:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:44:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLBLÄTTCHEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die &#039;&#039;&#039;Bewahrung dieser Kräfte&#039;&#039;&#039; [einstrahlende Umkreiskräfte des Fixsternhimmels], … ist … &#039;&#039;&#039;Aufgabe der Tonmineralien&#039;&#039;&#039;. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den &#039;&#039;&#039;sekundären Tonmineralien&#039;&#039;&#039; gesprochen. … ein &#039;&#039;&#039;Kristallblättchen&#039;&#039;&#039;, ganz fein, mikroskopisch klein … entsteht … aus dem amorphen Zustand … bildet diese hexagonalen Strukturen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALL-HIMMEL  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… die alten Griechen … sprachen vom Fixstern-Himmel als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; … von dem Formkräfte hereinwirken … die auf der Erde … Kristallformen [auf zuvor gestaltlose koloidale Strukturen] entstehen lassen.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:00:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLISATION  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… das Grundprinzip des Winters heißt &#039;&#039;&#039;Kristallisation&#039;&#039;&#039; … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung … die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge … kristallbildende Kräfte … im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken … das hexagonale Prinzip … setzt sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge … diese Formkräfte brauchen wir … das ganze Jahr hindurch.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 0:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KRISTALLISATIONSPROZESS  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; … durch Verwitterung entstehen Mineralkristalle … wie Quarz, Feldspat und Glimmer … diese verwittern zu Tonmineralien … Tonmineralien haben eine hexagonale Form … der Kristallisationsprozess erzeugt winzige, hauchdünne Plättchen … diese kristallinen Strukturen sind geordnet und dünn, oft nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar.&amp;quot; [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:53:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|Klett, Manfred]] (Biografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kuh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kunst]] (Landwirtschaft als Kunst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; ist eine Kunst, eine Kunstausübung.“ | [[Düngung - 5. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Landwirtschaft ist eine Kunst 00:02:31|Klett, M. Düngung, 5. Folge, 2018, 00:02:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTUR  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;In der Landwirtschaft ist das eigentlich ganz einfach. Diejenigen, die das begonnen haben, die plötzlich gemerkt haben, sie können mit ihren Händen die Natur verwandeln und zu etwas machen, was wie eine Heraussetzung aus dem Menschen ist. Eben &#039;&#039;&#039;Kultur&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Landwirtschaft ist immer im Strom eines Verwandlungsprozesses. Aber was mich tätig sein lässt, ist das, wie es werden soll 00:33:08|| von Mackensen, M. Die Verwirklichung des Willens, 00:33:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURBODEN  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;… der Mensch … bewegt … den Boden, den Boden öffnet, Luft und Licht in den Boden holt, und das stört, zerstört, wegschafft, was da ist und … sorgt … dass etwas ganz Bestimmtes dort wächst. … der Boden, mit dem wir es heute zu tun haben, mit dem wir Kultur machen, das ist ein &#039;&#039;&#039;Kulturboden&#039;&#039;&#039; … auch wenn wir uns bemühen, den … nur flach zu bearbeiten … ist es trotzdem ein Kulturboden … [um] durch Fruchtfolge, durch alles Mögliche, eine tiefe und schnelle Durchwurzelung hinzubekommen.&amp;quot; [[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018#Zweiter Aspekt: Kulturprozess 0:04:45|| Mackensen, M. Entstehung des Bodens, 2018, 00:04:45]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURLANDSCHAFT  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kulturlandschaften&#039;&#039;&#039; können auch Wüste werden. Das hatte Manfred Klett tief geprägt, als er bei seiner Expedition in jungen Jahren in Syrien auf eine alte Ruinenlandschaft traf. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Erschreckend: Kulturlandschaften können Wüsten werden 0:01:39|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:01:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KULTURPFLANZEN  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kulturpflanzen&#039;&#039;&#039; stammen aus Urzeiten, noch vor aller Ackerbaukultur. Es sind keine neuen Schöpfungen. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise gibt den Menschen die Möglichkeit zur Fortsetzung der Entwicklungsrichtschnur. | [[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024#Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als Fortsetzung der Kulturentwicklung begreifen 0:12:38|Klett, M. Videobotschaft NL, 2024, 00:12:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Kalium&amp;diff=9112</id>
		<title>Kalium</title>
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		<updated>2025-07-10T11:33:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „* &amp;quot;Warum düngt man denn eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in solchen Riesenmengen in den konventionellen Landbau? Weil das Kalium den Trockendruck und den Säftedruck in den Pflanzen stabilisiert.&amp;quot;  Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59 * &amp;quot;Je mehr Stickstoff Sie anwenden, desto mehr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; müssen Sie anwenden. Das eine zieht das andere na…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* &amp;quot;Warum düngt man denn eigentlich &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; in solchen Riesenmengen in den konventionellen Landbau? Weil das Kalium den Trockendruck und den Säftedruck in den Pflanzen stabilisiert.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wässrige Pflanzen, riesengrosse Zellen 00:59:59|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Je mehr Stickstoff Sie anwenden, desto mehr &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; müssen Sie anwenden. Das eine zieht das andere nach sich.&amp;quot; [[Düngung - 3. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Wässrige Pflanzen, riesengrosse Zellen 00:59:59|| Klett, M. Düngung, 3. Folge, 2018, 00:59:59]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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		<title>Feuchte</title>
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		<updated>2025-07-10T11:30:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde geleert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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		<title>Feuchte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Feuchte&amp;diff=9110"/>
		<updated>2025-07-10T11:23:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: Die Seite wurde neu angelegt: „test“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;test&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7536</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-11T08:09:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen (Tafelbild) wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Tafelzeichnung): In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festtritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Die Kosmisch-Qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7535</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7535"/>
		<updated>2025-03-11T08:05:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen (Tafelbild) wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Tafelzeichnung): In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7534</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7534"/>
		<updated>2025-03-11T08:03:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
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]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen (Tafelbild) wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7533</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7533"/>
		<updated>2025-03-11T08:01:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/yf7vm1fok7tcbmy/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen] ]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren 00:47:43 ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung 00:50:56 ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe 01:01:16 ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff 01:03:06 ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7532</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7532"/>
		<updated>2025-03-11T07:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Die kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/yf7vm1fok7tcbmy/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen] ]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest. Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren 00:47:43 ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung 00:50:56 ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe 01:01:16 ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff 01:03:06 ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_2._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7531</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-11T07:53:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Der Mensch wird zur Grundlage der Landwirtschaft gemacht 00:01:13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=JDpOgZ8E6So|&lt;br /&gt;
Vortrag vom 7. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 2. Folge Betriebsorganismus und Düngung.[https://www.dropbox.com/s/hp4mzff3y12nemj/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%202.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/iooi8h6ahoq1m3c/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%201.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;Stand 8. März 2025: Der nachfolgende Vortrag ist in aktiver Bearbeitung. Möchtest du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]?&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mensch wird zur Grundlage der Landwirtschaft gemacht 00:01:13 ===&lt;br /&gt;
Wir haben gestern unseren Blick auf einen Sachverhalt oder einen Zusammenhang gerichtet, der scheinbar weit ab von der Landwirtschaft liegt. Dabei ist es eigentlich gerade der Hintergrund, von dem aus erst ein tieferes Verständnis für den biologisch-dynamischen Landbau möglich ist. Das erscheint zunächst sehr fremd, aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird es, dass man den biologisch-dynamischen Landbau überhaupt nicht verstehen kann, als eben auf diesem Bildhintergrund, den ich versucht habe, gestern hier anzudeuten. Dem Gesichtspunkt folgend, dass der Mensch zur Grundlage gemacht wird, wenn es darum geht, ein Bild innerlich zu entwickeln, wie man einen landwirtschaftlichen Betrieb gestalten müsste. Wenn er wirklich alle Bedingungen erfüllen soll, die dem Tier gerecht werden, der Pflanze gerecht werden, dem Boden gerecht werden, beziehungsweise dem gesamten Weltenzusammenhang gerecht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in der Landwirtschaft greift der Mensch wirklich in eine Wirklichkeit ein, die er nicht geschaffen hat. Er hat nicht die Bäume geschaffen, er hat nicht die Pflanzen geschaffen, er hat die Kulturpflanzen gezüchtet und alles das, gewiss. Auch die Haustiere, aber letztlich ist das eine Naturgegebenheit und in die greifen wir ein. Da sagt heute der Ökologe - der moderne Wissenschaftler - der sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Eigentlich greifen wir ein und machen tendenziell alles kaputt, was die Natur so schön geschaffen hat.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wir sind als Menschen eigentlich dazu verurteilt, indem wir als Menschen hier auf Erden leben, letztlich alles zu zerstören. Das ist nicht ganz unrecht, wenn man so auf die Verhältnisse schaut.&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Oder ist auch genau das andere möglich, dass wir nicht nur das was gegeben ist zerstören, sondern im Gegenteil, dass wir das weiterentwickeln, aufbauen? &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist ja die Grundfrage, die moralische Grundfrage, vor der die Menschheit heute steht. Da hat der biologisch-dynamische Landbau diesen Ansatz, dass er vom Menschen ausgeht, weil der Mensch dasjenige repräsentiert - innerhalb des gesamten Weltganzen heute auf Erden -, dass er nicht nur die Natur in sich trägt, sondern auch das in sich trägt, was ihn befähigt - nicht, dass er die Fähigkeiten schon alle hätte, aber zumindest befähigt - gerade den Gesichtspunkt zu entwickeln, wie man diesen Naturzusammenhang nicht nur erhält, nicht nur bewahrt, was geschaffen ist - die Schöpfung -, sondern dass man sie weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie wir uns als Menschen richtig verstehen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Wenn wir stehenbleiben, da wo wir sind - jeden Morgen ein Bierchen und dann zum Mittag noch dicke Bratwurst und so, und irgendwo unser Leben auf diese Art pflegen - erhalten wir höchstens einen Zustand, aber da kommen wir nicht weiter auf diesem Felde. Der Mensch ist dazu geboren, sich selber weiterzubringen. Das ist eigentlich seine Aufgabe, weit mehr zu werden, als er ist. Und das aus sich heraus - nicht, dass ich Ihnen das sage, sondern das muss man sozusagen selber empfinden - das muss man selber als den Kern seines eigenen Wesens erfassen, dass man wirklich in der Lage ist, Schritte zu tun in seiner eigenen Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaftliche Gestaltung 00:05:05 ===&lt;br /&gt;
Nun möchte ich jetzt auf diesem Hintergrund, den wir gestern betrachtet haben, mal auf unseren landwirtschaftlichen Betrieb schauen und sehen: können wir da aus diesen Einsichten von gestern, können wir da in irgendeiner Weise hineinschauen, hineingestalten, hineinbilden in den Naturzusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ja den berühmten Dichter, Zeitgenossen Goethes, jüngeren Zeitgenossen Novalis - Friedrich von Hardenberg - der heute nahezu unbekannt ist, obwohl er im Grunde genommen das Nonplusultra ist, neben Goethe und Schiller, dass er mal in seinen Fragmenten den Ausspruch getan hat, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;die Menschheit ist auf einer Mission, zur Bildung der Erde sind wir berufen.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Die Menschheit ist auf einer Mission zur Bildung der Erde, nicht nur zur Bildung des Menschen, sondern auch zur Bildung der Erde sind wir berufen. Das steht in den berühmten Fragmenten von Novalis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind lauter Ideenwürfe. Er ist mit 29 Jahren schon gestorben. In den jungen Jahren hat er ein Werk vor die Menschheit hingestellt, das ist geradezu überwältigend. In diesen Fragmenten sind eigentlich immer kurze Sätze, in denen eine Idee nach der anderen gleichsam vor einen hingestellt wird, wo man sagt, ja, so ist es, so müssen wir darauf hinarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun also, wir haben gestern den Menschen sehr aphoristisch und sehr grobklotzig, möchte ich mal sagen, zunächst geschildert in einer Drei- und Viergliederung. Wenn wir uns jetzt vorstellen, wir hätten hier jetzt so einen landwirtschaftlichen Betrieb, voll arrondiert. Da stehen wir davor, was machen wir jetzt mit dem Ding? Vor dieser Situation steht man heute tatsächlich. Sie lernen jetzt alle auf biologisch-dynamischen Betrieben, da ist schon was da. Es gibt heute Beispiele genug, zum Beispiel in der ehemaligen DDR - eigentlich bis zum heutigen Tag - war plötzlich Plain Courant, da war bzw. eine Wüstenei hinterlassen vom Sozialismus. Das Land war enteignet und jetzt musste man irgendwie sehen, wie kriegt man das wieder einigermaßen in Kultur. Das ist da oder dort gelungen, aber heute sind es grundsätzlich Riesenflächen, heute stehen im konventionellen Landbau Extreme an Monokulturen, dass man eigentlich sagt, das ist ja fast der mittlere Westen Amerikas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann nach Osten geht, nach Polen, wo ich noch ein Projekt betreue und nach Tschechien oder wohin Sie wollen, in den ehemaligen kommunistischen Ländern, in Russland ist es in dieser Hinsicht eine reine Katastrophe. Da stehen Sie plötzlich vor einem riesigen Land, devastiert, Halbwüste. Da wachsen die Bäume auf den Äckern, also wo man davorsteht, ein solches Land regelrecht urbar zu machen, neu urbar zu machen. Die Gebäude sind verrottet, die Maschinen, wenn sie überhaupt noch existieren, dann verrostet, einfach ungeeignet. Vor dieser Situation stand man noch im Jahr 2000, ich zum Beispiel in Polen. Das war ein Betrieb, heute von 1900 Hektar auf Sandboden, eine reine Wüstenei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einen Bild entwickeln und die tatsächliche Gestaltung 00:08:47 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was mache ich jetzt mit dem Ding? Welches Bild habe ich? Das hängt jetzt absolut von mir ab. Das sagt mir kein Mensch, die Natur sagt mir das nicht. Sondern ich muss in mir selber ein Bild hervorzaubern, mit dem ich jetzt an diese vorhandene Wüstenei herantrete und sage: dieses Bild möchte ich hier verwirklichen. Da fragt man sich, welches Bild habe ich nun wirklich? Dann greift man vielleicht auf irgendwelche Konventionen zurück, irgendwelche Erfahrungen anderer und es gibt ein paar ökologische Fingerzeige, man knüpft an Traditionen an, wie sie eben früher mal waren vielleicht, bestenfalls, oder man knallt konventionell einen Betrieb drauf, mit einer Biogasanlage, mit EU-Förderung und es wird auf Teufel komm raus Monokultur betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die Antworten, die man dann haben kann. Aber letztlich steht man doch als Mensch vor so einem Stück Erde und sagt sich: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;es hängt jetzt ausschließlich von mir selbst ab, welches Bild ich jetzt verwirklichen möchte auf diesem Stück Land.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist es so - kann man sich mal vorstellen - dass es einfach eine leere Fläche ist. (Zeichnung Tafel) Ich habe jetzt die Aufgabe, oder habe jetzt den Impuls, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen. Das ist ja ganz schön, den Impuls zu haben, aber der Impuls muss einen Inhalt haben. Der muss lebenswirklich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt versucht, einen solchen Lebenszusammenhang oder ein solches Stück Land sich jetzt vor Augen zu führen und mal aufzuzählen, was ist da, was ist wirklich von Natur aus da. Dann wird man zunächst mal sagen, ganz gewiss ist da etwas, was naturgegeben vorhanden ist. Das ist allemal der Boden. Das ist allemal das, was die mineralisch-physische Grundlage überhaupt jeden Hofes ausmacht. Man könnte sagen, das, was ich gestern gekennzeichnet habe, als den physischen Leib. Das findet man vor. Der ist bis zu einem gewissen Grad zerstörbar. Im Grunde genommen kann man allzu viel doch nicht kaputt machen. Die geologische Grundlage ist ein Fixum, was das Gestein aus dem Untergrund, was dann verwittert zu Boden und dadurch die verschiedenen Böden, Bodentypen hervorbringt. Das ist alles zunächst mal gegeben. Was da gegeben ist, was den physischen Leib eines landwirtschaftlichen Hofes komponiert - ich sage bewusst, nehme bewusst das Wort komponiert - denn es geht um eine Komposition, vor der ich hier jetzt stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die vier Elemente der Komposition 00:12:28 ===&lt;br /&gt;
Da ist das Material, mit dem dieser Hof sozusagen zunächst mal komponiert ist, bei dem ich nicht allzu viel verändern kann. Das sind die sogenannten vier Elemente. Die vier Elemente, die heute nicht mehr im wissenschaftlichen Gebrauch sind, aber seit griechischen Zeiten, seit Empedokles - dem großen griechischen Philosophen und Wissenschaftler - sind die im Gebrauch gewesen bis in die jüngste Vergangenheit. Das ist einmal, dass das Physische konstituiert wird mit dem, was das Feste ist, die Erde. Und dem, was das Element des Wassers ist, also alles, was flüssig ist. Nicht nur das Wasser, sondern jede Art von Flüssigkeit, ob das das Blut ist, oder ob das die Lymphe ist, oder ob das ein Saft ist, ein Apfelsaft, oder was sonst. Alles, was flüssig ist, hat man eben mit dem Element des Wassers bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann das Element der Luft und das Element der Wärme. Das sind die Elemente, die im Grunde genommen, das Physische, den physischen Leib komponieren. Das ist das Material, durch das hindurch alle Wirkungen des Kosmos, alles, was nur irgendwie sonst wirkt in der Welt, wirkt auch zugleich durch diese vier Elemente hindurch. Das Feste der Erde, das ist die geologische Grundlage zunächst mal. Die muss man kennen. Wenn Sie heute einen Betrieb bewirtschaften, müssen Sie schleunigst sehen, dass Sie eine geologische Karte1:25.000 bekommen, dass Sie die anschauen. Wenn der Chef die nicht hat auf dem Hof hat, muss er dafür sorgen, dass die möglichst bald besorgt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Feste der Erde - Geologische Kenntnisse 00:14:22 ====&lt;br /&gt;
Auf dieser geologischen Karte können Sie genau feststellen, aus welchen Gesteinen jetzt Ihre Böden auf Ihrem Hof entstanden sind. Ob das eine Sedimentation ist, junge Sedimentation, zum Beispiel der Lös, oder ob das eine Wassersedimentation ist, ein Schwemmland, oder ob das tatsächlich kristalline Gesteine sind, die im Untergrund anstehen und die durch Verwitterung dann ihren Boden haben entstehen lassen. Das ist notwendig auf jedem Hof, diese Grundlage, die physische Grundlage zu kennen. Ich möchte jetzt schon sagen, die allergrößten Fehler, die in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft generell gemacht werden, das ist, dass die Kenntnisse auf diesem Feld zu gering sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kennt seine Böden nicht, weil man deren Ursprung nicht kennt. Woraus sie sich überhaupt entwickelt haben? Sie haben eine Entwicklung von über 10.000 Jahren hinter sich, seit den letzten Eiszeiten. Allmählich haben sich diese Böden zu diesen Standorten, zu diesen Bodentypen entwickelt. Also man muss da Kenntnisse haben auf diesem Felde und was wirklich im Untergrund ansteht an Gesteinen. Das gehört einfach dazu. Jeder Landwirt müsste darüber Kenntnisse haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bodenentstehung und das Wasser 00:15:48 ====&lt;br /&gt;
Aus dem Festen heraus entwickeln sich unsere Böden durch Verwitterung. Es ist jetzt nicht meine Aufgabe, mich hier über die Verwitterung weiter auszubreiten. Das ist ein weites Gebiet, wie unsere Böden entstanden sind, durch schrittweise Verwitterung des Untergrundes und meistens dann ein Bodenprofil entstanden ist von vielleicht 1,20 Meter Tiefe bis zu 2 Meter Tiefe, je nachdem, welche Art von Gestein da verwittert ist. So muss man auch den Wasserhaushalt seines landwirtschaftlichen Betriebes kennen. Solche Dinge werden heute gar nicht mehr ernst genommen, weil man so eine abstrakte Wirtschaft heute im konventionellen Landbau betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn zu viel Wasser da ist, dann drainiert man es weg und wenn zu wenig Wasser ist, dann beregnet man mit irgendwelchen Maßnahmen technologischer Art. Aber man muss wissen, wie ist das jetzt mit den Quellhorizonten auf meinem Hof? Wo sind Feuchtbiotope? Wo bildet sich langsam aus Rinnsalen ein Bachlauf? Und schließlich, wo mündet das hin? In einen Fluss oder grenzt man an einem See oder baut man sich einen Teich auf dem Hof? Das sind alles Dinge, bei denen man ebenso aufmerksam wie man auf das Feste, man aufmerksam werden muss auf den Wasserhaushalt seiner Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erste, was man fragt, wenn man auf einen anderen Betrieb kommt: Was habt ihr hier für Niederschläge? Wie sind die verteilt über das Jahr? Wenn Sie das ungefähr wissen, die physische Grundlage und die Niederschläge, dann wissen Sie schon ungefähr, wie begabt Ihr Hof ist. Eine Landwirtschaft hat eine Begabung, so wie der Mensch eine Begabung hat, der eine ein bisschen mehr musikalisch, der andere mehr geht lieber mit Literatur oder mit Kunst und sonst was um. Jeder Mensch hat eine ganz spezifische Begabung, die ihn kennzeichnet. So hat auch jeder Hof eine spezifische Begabung, die wesentlich bestimmt wird durch die physische Organisation, durch das Zusammenspiel von dem festen, flüssigen, luftförmigen und wärmehaften einer Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Luft und Wärme 00:18:20 ====&lt;br /&gt;
Auch muss man Kenntnisse entwickeln in Bezug auf die Luft. Die Luft ist natürlich das beweglichste überhaupt unter den Elementen mit der Wärme. Sie streicht über die Lande, die ist ja nicht nur lokal gebunden. Die Luftströmungen, die Winde und Stürme und Gewitter und was da so kommt von oben. Dennoch muss man eine Kenntnis haben vom Großklima, in welchem Großklima befinde ich mich. Befinde ich mich in einer Trockenzone, in einem Regenschattengebiet, wie wir hier zum Beispiel auf dem Hof, wir liegen im Regenschattengebiet des Taunus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So muss man schon ein bisschen großräumig denken, wie sich die klimatischen Verhältnisse gerade in einer solchen Landschaft ausgestalten. Wo sind Kältezonen oder Kälteeinbrüche, Spätfröste im Laufe des Jahres. Das hängt sehr stark mit dem Klima insgesamt zusammen. Davon hängen unsere Kulturen ab, die ich dann anbaue. So ist es mit der Wärme. Nun die Wärme ist natürlich etwas ganz Besonderes, weil man die Wärme gar nicht fassen kann. Man kann sie natürlich fühlen, wenn irgendwas warm ist, gewiss. Aber als Begriff, Element, wird sie heute über Bord geschmissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Physik gibt es heute den Begriff der Wärme als Wärme nicht mehr. Schon seit Francis Bacon, also Lord Bacon, der Baco von Veolam hieß er auch, der Begründer der Experimentalphysik, der hat die Wärme abgeschafft. Er hat einfach gesagt, die gibt es gar nicht. Das ist nur ein Bewegungszustand der Materie. Ein Bewegungszustand der Materie, das ist die Wärme. So wird sie heute definiert. Es ist nur ein Zustand, dass das Wasser warm wird. Dann bewegen sich die Moleküle des Wassers entsprechend stärker. So ist es mit der Luft. Sauerstoff und Stickstoff in der Luft, die fangen an, sich stärker zu bewegen durch Wärmeeinfluss. So ist es auch, wenn ich ein Gestein verschmelze. Da führe ich Energie zu und dann bewegen sich die Moleküle entsprechend. Die kommen plötzlich in Fluss. Das ist die Vorstellungsweise der materialistischen Auffassung heute. Die Wärme existiert gar nicht mehr. Dabei ist sie natürlich für uns - wir erleben die Wärme unmittelbar als eine Tatsache. Wir leben in der Wärme. Das Ich des Menschen, sein Geist, das Geistwesen, lebt in der Wärme von 37,5 Grad Celsius oder 36,6 Grad Celsius. Das ist unsere Wärme. Die halten wir auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einfluss der Elemente 00:21:16 ====&lt;br /&gt;
Wenn wir die nicht halten, dann werden wir krank. Sowohl wenn sie zu tief runter geht, als auch wenn sie zum Fieber aufsteigt. Da merken wir, das können wir so nicht ertragen. Also das Wärmeelement ist das Geheimnisvollste unter allem. Die Wärme durchdringt die Luft. Die Wärme durchdringt das Wasser, durchdringt das Feste der Erde. Jetzt muss ich bei meinem landwirtschaftlichen Betrieb fragen, wie sind die Wärmeverhältnisse hier? Wie ist der Jahreslauf vom Frühjahr über den Sommer? Habe ich da ausgesprochene Hitzeperioden? Muss ich, bestimmt mich die Wärme, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um das ein bisschen auszugleichen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der physischen Organisation, an dem physischen Leib unseres Hofes können wir verhältnismäßig wenig verändern. Natürlich, wir verändern heute nicht wenig. Durch die modernen Technologien. ZB. ist da ein Wasserüberschuss - der ist normalerweise immer im Grünland. Deswegen heißt es Grünland. Grünland kann sich nur entwickeln bei hohen Grundwasserständen, oder wenn genügend Wasser zur Verfügung steht. Zum Beispiel durch entsprechende Niederschläge. Der hohe Wasserverbrauch des Grünlandes ist dadurch gestillt, oder ist dadurch befriedigt, dass da eben genügend Wasservorräte vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen finden wir Grünland klassisch immer in Vorfluter Nähe. Immer um die Seen herum, um die Flüsse herum, die Flüsse begleitend. Da kommt das Grundwasser relativ oberflächennah herangeströmt, und mündet dann ein in den Vorfluter. Wenn man nun meint, das Grünland bringt sowieso nichts, breche ich es um, drainiere das ganze Zeug, senke den Grundwasserspiegel ab und baue Mais an. Das ist so das übliche Verfahren gewesen in den 70er Jahren, 80er Jahren, heute ist es verboten. Wir dürfen kein Grünland mehr umbrechen. Wenn es da ist, dürfen wir es nicht mehr umbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat der Gesetzgeber mal eine ganz gute Tat vollbracht, den Grünlandumbruch zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es natürlich alles Murks. Alle Gesetzgebung in der Landwirtschaft ist letzten Endes Murks. Weil die immer ausgerichtet ist auf Fehlleistungen einer zu stark ökonomisierten Landwirtschaft. Zu stark einseitig ausgerichtet. Da entstehen die großen Probleme. Da macht man ein Gesetz, und das gilt dann für alle. Und da leiden dann z.B. die biologischen Artenbetriebe darunter gewaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiheit und technische Überregulierung 00:24:17 ===&lt;br /&gt;
Der Landwirt muss entscheiden, wo er was macht. Hier ist das ständig eingeschnürt. Deswegen hat man den Eindruck, als moderner Landwirt, man hat den Eindruck, dass da erstmal die Schnüre hier unten so herumgebunden werden. Die Schnüre werden immer dichter hier um den Brustkorb und zuletzt um den Hals. Dann kann man sich zuletzt noch aufhängen. Es ist unglaublich, was wir für eine Überregulierung heute in der Landwirtschaft haben. Aufgrund dieser Tatsache. Man ist nicht mehr ein freier Mensch in seinen Entscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also man kann bewässern, man kann entwässern. Das kann man. Das wird ja heute im grünsten Stil gemacht. Ich möchte sagen, die in Anführungsstrichen leistungsfähigste Landwirtschaft heute in der Welt ist die in Halbwüstenzonen. Die bewässerbaren Halbwüstenzonen. Da ist die eigentliche Produktion heute in der Welt. Da scheint das ganze Jahr die Sonne und das Wasser wird irgendwo hergeholt. 79 Prozent der gesamten Süßwasservorräte beansprucht die Landwirtschaft heute weltweit für sich selbst. Das ist irre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann bewässern und entwässern. Man kann terrassieren. Das ist eine klassische Methode auch in der Landwirtschaft immer gewesen zu terrassieren. Der Weinbau existierte nur auf der Basis der Terrassierung. Heute sind die Weinreben alle in Linien in der Falllinie des Hanges angelegt und nicht mehr quer dazu. Früher war das alles horizontal. Weinbergmauern, die haben die Wärme zurückgestrahlt und haben im Weinanbau für eine bessere Qualität gesorgt. Auch der Obstbau war terrassiert. So ist der ganze mediterrane Raum ursprünglich eine Terrassenwirtschaft gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier in Mitteleuropa spielt die Terrassenwirtschaft eine ganz große Rolle. Das erfordert, dass man Mauern baut. Das waren alles Feldsteinmauern. Das war eine Kunst, eine hohe Kunst. Die habe ich noch gelernt in meiner Jugend, wie man Weinbergmauern baut. Aber die mussten 50 Jahre halten. So hat man normalerweise gesagt. Dann musste man sie wieder erneuern und terrassieren. Sonst kann man keine Hügel, keine Berge versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturbegabung und Landschaftsgestalt 00:26:42 ===&lt;br /&gt;
Sie finden eine bestimmte Geomorphologie, eine bestimmte Landschaftsgestalt vor und mit der müssen Sie sich jetzt zurechtfinden. Ebenso finden Sie ganz bestimmte Böden vor. Wenn Sie auf dem Sandboden hocken, dann sind Sie Ihr ganzes Leben lang mit diesem Sandboden verheiratet. Wenn Sie auf dem Tonboden hocken, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Schwerer Boden, sehr kalt, mühsam in die Gänge zu bringen, usw. Dann sind Sie mit dem verheiratet. Oder Sie haben einen milden Lehm, schwarze Erde möglicherweise. Ja, da kann man drauf spielen. Wie auf dem Klavier. Variationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist zunächst doch sehr weitgehend gebunden von dieser Naturbegabung des Hofes. Jetzt gibt es eben ein zweites Glied, abgelesen jetzt vom Menschen. Das ist seine Lebensorganisation. Oder sein Lebensleib. Das ist natürlich eine große Frage. Kann man überhaupt von dem Lebensleib eines Hofes sprechen? Wo finde ich den? Wo treffe ich den an? Ist es die Pflanzendecke? Gewiss, irgendwo ja. Und doch nicht. Die Pflanzendecke ist ja nur die Offenbarung von etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensleib des Hofes oder Pflanzendecke und Wachstum 00:28:11 ===&lt;br /&gt;
Die Pflanzendecke, ich sehe ja nur die Oberfläche, ich sehe ja nur die wachsende Pflanze, noch nicht mal die wachsende Pflanze, sondern wie die Pflanze sich in der Zeit verwandelt. Daran entwickle ich den Begriff der Entwicklung oder des Wachstums. Ich sehe das, was da wächst, das sehe ich ja gar nicht. Dann gucke ich zur Sonne hoch und sage mir, offensichtlich wächst da nur was, wenn die Sonne scheint. Je intensiver die Sonne scheint und genügend Feuchtigkeit und so weiter, dann wächst es, dann wächst es. Wenn das alles nicht der Fall ist, dann wächst es eben nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwo ist da ein Übersinnliches, ein nicht in die sinnliche Erscheinung Tretendes, was dieses Wachstum hervorbringt. Das nennt man den Lebensleib, die Bildekräfte. Die sind eben nicht nur irdischer Art, sondern sind kosmischen Ursprungs. Da merkt man plötzlich, da ist eine ganz andere Wirklichkeit als die hier, wenn man nur auf das Physische schaut. Jetzt ist es aber so, dass Sie als Landwirt, als Gärtner am allermeisten gefordert sind, jetzt diesen Lebensleib zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen ein Übersinnliches gestalten, können es aber gar nicht, weil das für Sie zunächst keine Wahrnehmungssphäre ist. Aber Sie können gestalten an dem, was der Lebensleib schafft. Das sind die einzelnen Kulturen, die Sie anbauen. Die Bäume, die da auf Ihrem Gelände stehen. Das Grünland, die Gräser, die Kräuter, die da wachsen. Das ist eine ungeheure Fülle verschiedener Erscheinungsformen dieses verborgenen, Ätherisch-Lebendigen - ein Kräftekonglomerat, was da wirkt und sich schließlich in einer ganz bestimmten Pflanzengestalt äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landwirt wird in dem Augenblick Künstler - wirklicher Künstler -, wenn es darum geht, den Lebensleib eines landwirtschaftlichen Betriebes zu gestalten. Nun ist dieses Künstlertum, etwas ganz Eigenartiges, denn sie müssen erstmal alles kaputt machen - extrem gesprochen - sie müssen erst etwas, was naturhaft ist, seiner Naturhaftigkeit entkleiden. Eigentlich hat dieser Standort, wo sie ihren Hof haben früher mal ganz anders ausgesehen. Im Mittelalter waren das alles Sumpflandschaften, überwiegend in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultivierung; Natur in Kultur verwandeln 00:31:07 ===&lt;br /&gt;
Die Flüsse waren nicht reguliert und das Wasser stand in den Landschaften, da war kaum ein Gefälle. Norddeutschland war ganz und gar davon geprägt, aber auch hier viele, viele Gegenden. Die keltischen Namen der Dörfer und Städte hier im Umkreis gehen alle auf keltische Ausdrücke zurück, die Sümpfe beschreiben oder sich auf Sümpfe oder Sumpfgebiete beziehen. Das ist - ich möchte sagen – das, was man den Menschen heute vorwirft von ökologischer Seite, dass er, wenn er eingreift in die Natur, erstmal alles irgendwie verändern muss. Er muss Bäume fällen, wenn da ein Wald steht, er muss eine Lichtung schlagen, das haben sie im frühen Mittelalter gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Dörfer sind aus Waldgebieten heraus mehr oder weniger gewachsen. Wenn man von den schwarzerdigen Gebieten, den Lössgebieten Deutschlands absieht, ist das so. Da hat man den Wald gefällt, hat eine solche Lichtung geschlagen - hier so ein Riesending - und hat angefangen zu kultivieren. Die Art, wie man angefangen hat zu kultivieren, ist wiederum ein Menschheitserbe aus vorchristlichen Hochkulturen. Was sie gemacht haben, im 8., 9. Jahrhundert oder 7. Jahrhundert, wo dieses Prinzip entstanden ist - was ich hier schildere - was sie gemacht haben, ist nur das Ganze zusammengefasst, das ganze Erbe der vorchristlichen Hochkulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kulturpflanze, kaum eine - könnte man sagen - unter den heutigen Kulturpflanzen, ist nach dem 3. vorchristlichen Jahrtausend entstanden. Alle davor. Zwischen dem 5. und 3. vorchristlichen Jahrtausend sind Kulturpflanzen entstanden und die Haustiere sind entstanden seit dem 8. vorchristlichen Jahrtausend. Das sind keine Schöpfungen von uns, da sind wir überhaupt nicht mehr in der Lage dazu. Wenn wir heute meinen, wir könnten züchten in der Landwirtschaft, ist das ein sehr flacher Begriff. Züchtung heißt ja heute - das Gegebene, was da ist - an Kulturpflanzen zu manipulieren oder in irgendeiner Weise zu verwandeln, Variationen herzustellen, eine neue Sorte zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine prinzipielle neue Kulturpflanze, das kriegen wir heute nicht hin. Da sind wir völlig außerstande. Das muss man sich klar machen. Wir arbeiten mit dem Kapital der Vergangenheit und variieren es im Wesentlichen. In der Haustierzüchtung ist es nicht anders. Wir müssen jetzt das Naturbiotop, was wir ursprünglich vorfinden, in ein Kulturbiotop verwandeln. Die Einseitigkeit, die wir hergestellt haben, dass wir alles hier beseitigt haben, müssen wir jetzt kompensieren, aber auf höhere Stufe gewissermaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fruchtfolge und Gartenbau 00:34:24 ===&lt;br /&gt;
Dazu ist erforderlich, dass wir, weil wir ja noch den Boden bearbeiten, dass wir da Saaten vornehmen, Wintersaaten, Frühjahrsaaten, dass wir da Ackerbau betreiben. Innerhalb des Ackerbaus und Gartenbaus müssen wir die Einseitigkeit ausgleichen, kompensieren durch eine Fruchtfolge. Die hohe Kunst der Fruchtfolge. Dass wir jetzt die Fruchtfolge so aufbauen, nicht nach Verkaufsfrüchten, die nach außen auf den Markt gehen - möchte man natürlich gerne, weil die bringen Geld -, sondern die Fruchtfolge gestalten nach der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, nach dieser Maxime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere, um den Humusgehalt der Böden auf einem bestimmten Niveau zu halten oder gar zu steigern. Ich muss versuchen, um in der Gestaltung des Lebensleibes meine Kulturen so in einer Fruchtfolge zu ordnen, dass die Bodenfruchtbarkeit nicht abgebaut wird, sondern sich immer weiterentwickelt, mit meinen eigenen Maßnahmen weiterentwickelt. Ich kann jetzt nicht in Details gehen. Es geht darum - das ist auch entscheidend -, dass wir den Gartenbau, der ja sein eigenes Schicksal hat seit dem 19. Jahrhundert, wo er ausgegliedert worden ist aus der Landwirtschaft, heute wieder heimgeholt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich gehört der Gartenbau als Glied, als Organ in einen solchen landwirtschaftlichen Organismus. Der muss heimgeholt werden, so möchte ich mal sagen. Der ist heute dezentralisiert und intensiv betrieben, wo in Monokultur oder gar unter Glas oder noch gesteigert in Gebäuden, wo von obersten Stockwerken die Aussaat erfolgt und unten kommt der fertige Salat raus. Das sind Entwicklungen, die man heute anstrebt. Wenn man wirklich ordnungsgemäß vorgehen will, wenn man wirklich der Natur gemäß - im höheren Sinne - handeln will, muss der Gartenbau in diesem Gesamtzusammenhang eingebettet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat eine Organfunktion im Organismus. So wie die Niere oder die Leber oder der Magen, die Verdauungsorgane, was auch immer, das Herz, es sind Organe im Organismus und alle müssen zusammenwirken, ineinanderwirken, dass der Organismus lebensfähig wird. So müssen wir sehen, wie wird das Ganze lebensfähig machen. Da gehört nicht nur der Gartenbau dazu, also Feingemüse, Grobgemüse und Kräuter und Blumen, dass das ganze Jahr hindurch etwas Blühendes in der Landschaft ist, das kann man heute auch machen, dass man den Gartenbau in gewissem Sinne integriert in den Ackerbau mit Blühstreifen und solche Sachen, da hat man heute große Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obstbau und Vielfalt 00:37:54 ===&lt;br /&gt;
Es gehört auch der Obstbau dazu. Der muss wieder reintegriert werden auf die Höfe. Das ist ein Organ im Organismus der Landwirtschaft. Ein Hochstamm, 80-jährig oder 60-jährig da draußen, ein dicker Obstbaum mit einer Mordskrone oben, der heute überhaupt keine Bedeutung mehr wirtschaftlich, weil es viel zu teuer ist, den erstens zu schneiden und zu ernten und so weiter. Ein solcher Obstbaum beherbergt über 1000 Insektenarten. Das waren Forschungen Anfang der 50er Jahre, da hat man zum ersten Mal entdeckt, was für ein Ökosystem so ein Obstbaum alleine für sich selbst ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 1000 Insektenarten, die alle in einem Beziehungsverhältnis zueinanderstehen. Da differenziert man innerhalb dieses Kosmos, kann man fast sagen, Schädlinge und Nützlinge - furchtbare Begriffe, fürchterliche Begriffe. Das macht man einfach, spricht eben so, und wenn Sie mal so ein bisschen geschichtlich zurückschauen - das haben Sie alle selbst nicht erlebt, aber ich habe es noch erlebt - da hat man vom Volksschädling gesprochen, das war bei den Nazis der Fall, im dritten Reich. Der eine Mensch war ein Nützling und der andere war ein Schädling. So hat man sie behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So behandeln wir heute unsere Insektenwelt, unsere Vogelwelt - je nachdem - unter diesen Begriffen Nützling und Schädling. Die Denkungsart ist da kein bisschen anders. Der Obstbau hat eine ungeheure ökologische Bedeutung. Jeder Baum, jeder einzelstehende Baum irgendwo in der Landschaft hat - ob es jetzt ein Obstbaum ist oder ein anderer - eine Organfunktion im Gesamthaushalt des Hofes. Genauso ist es mit der Wiesen- und Weidewirtschaft. Auch diese gehören natürlich hier rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiesen - die spielen ja heute keine große Rolle mehr - aber die Weiden. Leider Gottes gibt es keine Wiesen mehr, sie sind ökonomisch zu teuer. Zweischürig und sehr kräuterreich. Sie geben keine große Masse, aber natürlich die beste Qualität, die man sich denken kann, Aber darauf legt man heute sowieso keinen großen Wert. Die Wiese ist verschwunden aus unseren Landschaften. Sie war früher landschaftsbeherrschend. Heute sind es die Weiden, die die Landschaften beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hecken und Wald 00:40:53 ===&lt;br /&gt;
Hier geht es darum, dass wir wirklich die Feuchtbiotope oder alles das, was ich vorhin schon geschildert habe, dass wir die als Grünland pflegen, als Grünland, als Organe im Organismus der Landwirtschaft betrachten. Genauso ist es mit den Hecken und dem Wald. Der Wald gehört eigentlich der Landwirtschaft. Heute sind alles Staatswaldungen oder so. Es gibt noch Bauernwälder. Im Grunde genommen ist der Wald auch ein Organ der gesamten Kulturlandschaft. Auch als Gehölze, Einzelgehölze in der Feldflur draußen auf den Weiden. So kleine Waldungen sind von größter Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die Hecken. Die Hecken, da möchte ich ein Wort dazu sagen. Es gibt Gebiete wie hier - der Dottenfelderhof oder andere Orte - wo es so gut wie keinen Wald gibt, wie in großen Bördelandschaften von Natur aus nicht. Da kann man sich durchaus damit helfen, dass man Hecken anbaut. Die Hecke ist ein Wunderwerk. Die größte Verdichtung an Insektenwelt, an Vogelwelt, an Kriechtieren findet man in den Waldsäumen, den Waldrändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wo der Wald übergeht, wo die offene Landschaft, der Acker oder die Wiese, die Weide übergeht in den Wald, dort in dem Waldrand, da findet man die höchste Verdichtung insbesondere der niederen Fauna. Sodass die Waldränder eine unglaubliche ökologische Funktion haben in der Kulturlandschaft insgesamt. Da findet man krautartige Natur im Jahreslauf. Man findet buschartige, niedere Büsche, höhere Büsche, dann mittlere Stämme, dann Hochstämme. Das baut sich so auf. Da findet man die ganze Vielfalt versammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Hecke anlegen in der Landwirtschaft, dann machen Sie dasselbe. Aber doppelt, weil jede Hecke, wenn sie gut angelegt ist, diese beiden Seiten hat. Nach beiden Seiten ist ein Waldrand. Nach beiden Seiten hin korrespondiert jetzt diese Hecke mit dem umliegenden Land und schafft überall Ausgleiche, kompensiert Einseitigkeiten usw. in Bezug auf die ganze Fauna, die da in den Hecken lebt. Man hat gezählt, was in so einer guten Hecke an Tierwelt zu finden ist. Da kam man auf 3000 Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturlandschaft, der Landwirt als Gestalter 00:43:50 ===&lt;br /&gt;
Auch das Niederwild sucht Schutz in den Hecken usw. Wenn Sie das zusammennehmen, baut der Landwirt die Kulturlandschaft, nicht der Naturschutz, nicht der Staat, nicht die Verordnung, sondern das Bild der Landschaft erfließt notwendigerweise aus diesem Prinzip. Wenn der Landwirt wirklich sein Handwerk richtig versteht, baut er die Kulturlandschaft. Er baut einen Lebenszusammenhang auf seinem Hof. Da ist nicht alles verkaufsfähig, was er da macht, sondern er ist wirklich mit einer Ganzheit befasst, die aus sich heraus produktiv wird in Bezug auf die Verkaufsfrüchte usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er muss Sorge tragen, dass das hier eine lebendige Leibesbildung ist. Dass jeder Hof seinen Lebensleib bildet. Das ist unsere Aufgabe. In der Ökologie nennt man das einen Biotop. Die Natur baut Biotope. Jetzt machen wir das Biotop kaputt. Jetzt müssen wir selber ein neues schaffen. Ein Kulturbiotop. Das ist eine künstlerische Frage. Da muss man einen Blick haben für Landschaften und merken, dass man da Maße setzt, maßvolle Zusammenhänge!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist gerade das, was der Mensch beitragen kann. Die Natur schafft sich ihr eigenes Maß. Im brasilianischen Urwald finden sie auf einem Hektar mindestens 100 Baumarten. Auf einem Hektar mindestens. Keine Baumart steht neben der anderen. Zuerst alle anderen. Heute ist man schon dazu gekommen zu sagen, bis zu 400 Baumarten, eine unglaubliche Vielseitigkeit. So schafft die Natur. Da ist sie uns ein Vorbild. Jetzt müssen wir sehen, wenn wir diesen Lebensleib wirklich zu einer Ganzheit entwickeln wollen, müssen wir diese Vielseitigkeit selber auch herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in maßvollen Beziehungen, die wir selber setzen. Dann wird der Hof gesund. Wenn der Lebensleib vielseitig genug gestaltet ist, dann gedeiht das Ganze des Hofes. Dann gibt es keine einseitigen Krankheitszustände, also keine großen Einbrüche oder dergleichen. Vielseitigkeit ist hier angesagt. Jetzt gibt es noch ein drittes Glied in unserem Landwirtschaftszusammenhang. Das ist der Seelenleib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seelenleib und Tierwelt 00:46:51 ===&lt;br /&gt;
Für den gilt dasselbe, was ich schon hier gesagt habe. Ich kann das Seelische nicht sehen. Ich kann nur sehen, wie es sich verkörpert in den einzelnen Tierarten. Selbst das kann ich noch nicht sehen, sondern ich kann nur sehen, was die Tiere machen, was ihre Wirkungen sind, wie sie sich verhalten. Das ist ein unmittelbarer Ausdruck dessen, was hier leibgebunden sich seelisch inkarniert hat. Jetzt muss man sehen, dass der Seelenleib - das was so unsichtbar ist, aber auch wirksam, es ist eine wirksame Welt, die ist höher anzusetzen als das bloß Lebendige oder das Physische -, dass diese Welt sich wiederum genügend äußern kann in aller Vielfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese offenbart sich natürlich für uns zunächst einmal in der Tierwelt. Es gibt auch seelische Kräftewirksamkeiten, die sich nicht im Tier offenbaren. Deren Wirkungen aber für uns beobachtbar sind, das ist zum Beispiel, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt. Das ist immer wieder aufs Neue unfassbar. Eigentlich ist die Pflanze dazu veranlasst, immer weiter zu wachsen. Immer weiter zu wachsen. Wenn ich ordentlich Stickstoff draufknalle, dann wächst sie auch tatsächlich immer weiter. Dann wird der Blühprozess sozusagen verhindert oder jedenfalls stark gedrosselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Pflanze wächst, lebt sie ihre ureigenste Natur aus. Plötzlich werden die Blätter immer kleiner und kleiner, verschwinden zuletzt im Stängel, dann sprüht der Stängel auf, wie das am Beispiel der Schafgarbe... Nee, das habe ich noch nicht gemacht. Wie man das beobachten kann, plötzlich sprüht der Stängel auf und teilt sich auf und dann bildet sich plötzlich ein Blütenschirm oder eine Blume. Das ist ein unglaublich faszinierendes Phänomen. Weil das für die Pflanze zunächst einmal widernatürlich ist. Eigentlich will sie immer weiterwachsen. Das ist ihr Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederholung von Blatt zu Blatt immer weiter. Sie würde am liebsten bis zum Mond wachsen. Plötzlich kommt da ein Impuls von außen, nicht von innen. Beim Tier kommt er von innen. Bei der Pflanze kommt er von außen und berührt die Pflanze gerade sanft. Dann wird das Wachstum zurückgedämmt, eine Metamorphose findet statt und sie blüht in Farben, in Formen, in denen sie ihr eigenes Wesen seelisch offenbart, obwohl es gar nicht inkarniert ist wie beim Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzen- und Tierwelt 00:50:02 ===&lt;br /&gt;
Das Seelische der Pflanze - deswegen hat ja der Linné, der große Systematiker des Pflanzenreiches im 18. Jahrhundert - die Pflanzen allesamt systematisch nach den Blüten geordnet, weil in der Blüte das Spezifische einer Familie, einer Gattung, einer bestimmten Pflanzenart hervortritt. In der Blüte offenbart sich die Pflanze in ihrer eigentlichen höheren Wesenheit. Aber es ist nur Bild eines Bildes. Noch nicht mal Bild, sondern es ist ein Bild eines Bildes, was ich da anschaue, wenn ich eine Blüte anschaue. Da haben wir es mit der Astralität zu tun, mit Seelenkräften, die mit dem Sonnenlicht - da ist die Sonne sehr unmittelbar daran beteiligt - einströmen. In dem Sonnenlicht leben die Bildekräfte, die die Pflanze wachsen lassen, und es leben jene Kräfte, die sie ersterben lassen, in die Form, in die äußere Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte mich jetzt beschränken auf die Tierwelt. Wenn wir jetzt die Bedeutung der Tierwelt betrachten - in Bezug auf unseren Hof, den Hoforganismus - müssen wir da zwei große Bereiche unterscheiden. Das eine ist die Wildfauna. Die Wildfauna, das heißt alles das, was man heute nicht als Nutztier bezeichnet, was einfach da ist, oder auch nicht da ist. Was von Natur aus sich da einfindet, das ist die Wildfauna, das andere ist die Haustierfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Die möchte ich kurz charakterisieren. Schauen wir zunächst mal die Wildfauna an. Davon möchte ich jetzt mal absehen, von den Säugetieren innerhalb der Wildfauna, zum Beispiel den Hirsch, das Reh oder den Hasen. Was da so kreucht und fleucht auf unseren Höfen, ist ja wunderbar, wenn die da sind. Sie ziehen sich immer mehr zurück. Was hatten wir hier früher Hasen auf dem Hof! Heute muss man lange, suchen, bis man einen findet. Was hatten wir hier Rehe auf dem Hof!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schutz bieten wir genügend an, auch Futter bieten wir genügend an. Aber diese Straße da oben, sie ist eine Todesfalle. Alles, was übrig ist, ist umbaut und da ist der Fluss. Plötzlich sind wir eine fast säugetierfreie Fauna geworden, hier innerhalb dieser ganzen städtischen Umgebung. Das ist ein Jammer. Kaninchen haben wir noch, Füchse haben wir noch. Lauter solche Sachen sind schon noch da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna Gruppen 00:53:30 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirbellose und Regenwürmer 00:53:30 ====&lt;br /&gt;
Davon abgesehen, möchte ich vier Gruppen einer Wildfauna nennen, die gerade unter der Pflege des Landwirts stehen sollten. Wie eben die gesamte Fauna. Wenn wir Hasen oder sonstiges Wild auf dem Hof haben, müssen wir Hege und Pflege betreiben. Das ist heute ein Begriff, der fast nahezu aus der Jagdwissenschaft verschwunden ist. Hege und Pflege. Wir können nicht einfach sich selbst überlassen, sondern müssen da eingreifen, dass das alles im Gleichgewicht bleibt. Diese vier Gruppen einer Wildfauna, die haben eine unendliche Bedeutung und bringen äußerlich gesehen so gut wie überhaupt keinen Nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bringen einen überirdischen Nutzen von unendlicher Bedeutung, wenn man das Ganze ins Auge fasst. Da gibt es eine Gruppe, das sind die Wirbellosen. Das sind die, die in der Evolution eine sehr frühe Stufe bewahrt haben bis zum heutigen Tag. Die gehen bis zu den Amphibien, also Fröschen, Kröten und so. Sie fangen gerade an ein Skelett auszubilden. Die Frösche haben ein Skelett, aber zunächst haben sie keines. Zunächst sind sie Kaulquappen, die im Wasser schwimmen wie ein Fisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese ganze wirbellose Tierwelt findet in unserer Landwirtschaft einen besonderen Repräsentanten. Es gibt viele Repräsentanten, aber einen ganz besonderen, herausragenden. Das ist der Regenwurm, der Tauwurm, der Lumbricus terrestris, wie wir sie auf den Äckern haben. Der Tauwurm, der bis zu dieser Länge (35cm) werden kann. Es gibt natürlich die Kompostwürmer, das sind diese roten, kurzen und vielleicht so lang (5 cm). Das sind unterschiedliche Wurmarten, aber nehmen wir mal den Lumbricus terrestris. Also der Tauwurm, wie wir ihn draußen im Boden finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ja ein Wunder für sich, was der Wurm macht. Ich kann mich jetzt darüber nicht länger auslassen, ich kann nur so viel sagen: dass der sich nicht mit dem anorganischen Toten, aber mit dem Absterbenden im Boden beschäftigt. Alles, was abstirbt an Pflanzensubstanz, nicht die frische. Er frisst keine frische Pflanzensubstanz. Es gibt Ausnahmen, die ich beobachtet habe, aber das ist eigentlich nicht der Fall, sondern nur abgestorbene Substanz, die er innerlich in seiner Darmpassage verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Regenwurm und Fische 00:56:35 ====&lt;br /&gt;
Wie gesagt, da müsste man länger darüber reden, das würde eine ganze Vormittagsstunde dauern, wenn man das im Detail verfolgt, was das für ein weisheitsvoller Vorgang ist, der sich da abspielt mit dem Regenwurm. Er frisst nicht nur Pflanzensubstanz, sondern frisst auch Tonmineralien und Feinsand. Das braucht er für seine Verdauung, für den Magen, mit Feinsand und Grobsand. Das alles wird zermahlen in seinen Magen. Er sorgt sogar dafür durch Kalkausscheidungen, den Säuregehalt seiner Nahrung zu neutralisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass der Regenwurm-Code immer ungefähr pH 7 hat, wenn auch alles andere noch unter pH 7 ist - der Säuregrad ist damit gemeint - bei pH 6 oder 6,5 liegt, dann neutralisiert der Regenwurm pH 7. Er holt von unten nach oben die Erde herauf - entgegen der Schwere - aus seinen langen Röhren - die im Löss bis zu 7 Meter Tiefe gehen können - holt er das Material hoch und lagert es oben ab, bis zu 100 Tonnen pro Jahr pro Hektar. Er verjüngt unsere Böden von Jahr zu Jahr. Wir merken es nicht. Beim Ackerbau merkt man es. Im Grünland bemerkt man es sehr wohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich immer wieder gefragt, warum in den alten Kulturstätten der Menschheit - im griechischen Tempel oder irgendwo sonst in Sizilien oder wo auch immer so Altertümer rumliegen - warum die halb überwachsen sind, warum man sie eigentlich ausgraben muss. Das hängt mit dem Regenwurmleben zusammen. Die Regenwürmer bauen jedes Jahr die Erde durch ihre Ausscheidungen auf, dafür sinken die Steine. Gerade in kalkreichen Gebieten ist das besonders deutlich zu sehen, und das trifft für den ganzen mediterranen Raum zu. Der Regenwurm, der ist ein Plastiker des Erdig-festen, der plastiziert den Boden. Der schafft Hohlräume, durch die der Boden umso intensiver atmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Boden atmet wie Mensch und Tier, er atmet CO2 aus und Sauerstoff ein. Der Regenwurm sorgt aktiv dafür, wenn er sich senkrecht im Boden hochbewegt: In seiner Röhre pumpt er das Kohlendioxid, was schwerer ist als Luft, aus dem Boden heraus. Wenn er runter saust in seiner Röhre ziehen die Regenwürmer die Sauerstoff-Außenluft wieder in den Boden ein. Er fördert aktiv die Bodenatmung usw. Es sei nur angedeutet, hier haben wir es mit einem Reich zu tun, und der Regenwurm ist nur Repräsentant von vielen, vielen anderen Arten, auch Insektenlarven und was da an Larven im Boden leben. Alle haben diese Tendenz, in ihrem Larvenstadium so zu wirken, ähnlich wie der Regenwurm. So, das ist die eine Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Gruppe sind die Fische. Man fragt sich wirklich, was haben die Fische eigentlich für eine Bedeutung? Außer, wenn sie auf dem Teller liegen, schön zubereitet. Die Fische haben eine unglaubliche Organfunktion im gesamten Haushalt der Landwirtschaft, weil sie dem Wesen nach die Plastiker des Flüssigen sind. Zu jedem Hof gehört irgendein Teich oder zumindest ein Bachlauf, wo man wirklich dafür sorgt, dass da Forellen drin sind, wenn es ein sauberes Wasser ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fische und Vögel 01:00:42 ====&lt;br /&gt;
Oder er grenzt an einen See oder, wie hier, an einen Fluss, dass man sein Augenmerk lenkt auf das Reich der Fische, deren Dasein eine Organfunktion der gesamten umgebenden Landschaft bedeutet, dadurch, dass sie das Wasser tatsächlich durch ihre Bewegung plastizieren. Wenn Sie mal an einen Schwarzwaldbach herantreten, da kann man das beobachten und sehen, wie die Forellen da drin rumhuschen. Man sieht fast immer nur so einen Schatten, der sich durch das Wasser bewegt. Keine Welle, kein Nichts oben zu sehen. Da bewegt sich doch ein ziemlich großer Körper mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch das Wasser hindurch und verbirgt sich dann schnell irgendwo am Ufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber, die Forellen stehen vollkommen ruhig - wedeln nur ein bisschen mit der Schwanzflosse - gegen die Strömung und lassen das strömende Wasser an ihrer Schuppenoberfläche vorbei gleiten. Alles, was auch immer in Bewegung ist an einem Festen entlang, erzeugt Wärme. Das ist ein Wärmephänomen. Die Forelle steht gegen die Strömung, lässt die Strömung an sich entlanggleiten, hält sich ganz ruhig und da empfindet sie jetzt durch das strömende Wasser an ihrer Oberfläche eine Wärmestimmung, eine Lichtstimmung. Die Sonne strahlt ja auch ein in das Wasser. Da merkt man, dass das ein Organ, ein Element ist, auf das wir gar nicht verzichten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt nicht im Detail au die Elementarwesen zu sprechen kommen, die nämlich mit diesen hier genannten vier Gruppen zusammenhängen. Das würde zu weit führen, das würde vielleicht irritieren. Die Fische sind Plastiker des Wässrigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es eine dritte Gruppierung, das sind die Vögel. Die Vögel, die durchschwirren und plastizieren die Luft, das Element der Luft. Sie sind die großen Plastiker der Luft. Wenn Sie hier auf dem Hof oder auch wo immer Sie sind möglicherweise, da sind Schwalben über den Sommer, vom Frühjahr bis zum Herbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt beobachten Sie mal die Schwalben, was sie eigentlich machen. Oder die Mauersegler. Den ganzen Tag, solange sie draußen gucken können, fliegen sie durch die Luft. Die Mauersegler machen unglaubliche Lemniskaten in ihren Flügen so durch die Luft. Sie plastizieren förmlich durch ihren Flug und durch die Strömungen, die sie dann erzeugen, das Element der Luft. Und jeder Vogel anders. Der Vogel - durch seine Tätigkeit - plastiziert er und bewirkt etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vögel und Insekten 01:04:08 ====&lt;br /&gt;
Für uns sind die Auswirkungen fast nicht wahrnehmbar. Aber man merkt, wenn man einen Hof hat - ich habe das am [[Dottenfelderhof]] hier beobachtet -, dass sich allmählich eine Art Vogelglocke über dem Hof entwickelt. Viele Ornithologen kamen auf den Dottenfelderhof, weil man hier Vögel sieht, die man sonst nicht mehr sieht. Also eine reichhaltige, artenreiche Vogelwelt durch das Vorhandensein von Hecken, von Obstbäumen. Sie brauchen ja immer Bäume, wo sie zielvoll hinfliegen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entstehen Beziehungszusammenhänge zwischen Pflanzennatur und Baumnatur und den Vögeln, die da hineinfliegen in das Innere des Baumes, dort ihre Nistplätze haben und herausfliegen in die Landschaft und so das ganze Element, über das Luftelement, alles miteinander verweben. Das ist ein atmosphärisches Element, was zur Gesundheit einer Landwirtschaft beiträgt. Zuletzt haben wir noch die Insektenwelt. Das ist natürlich die artenreichste Klasse überhaupt im Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insekten, viele, viele Arten, die wir überhaupt nie sehen. Nicht nur, weil sie im Boden leben, sondern weil sie so klein sind, dass sie in der Luft oder auch erst spätabends deutlich in Erscheinung treten, wenn die Sonne untergeht oder morgens früh oder eben am helllichten Tag. Es sind ganz unterschiedliche Lebensbedingungen, die sie aufsuchen. Diese Insektenwelt kann man am besten studieren, wenn man die Bienen studiert. Die Biene neben dem Seitenspinner ist das einzige Haustier so richtig aus der Insektenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kann man ja sehen, was die Insekten so machen. Jede Insektenart trägt irgendwo einen Tätigkeitssplitter bei zum Ganzen. Die Insekten bestäuben natürlich am deutlichsten. Da gehören die Bienen dazu, indem sie ihren Rüssel hineinsenken in den Boden der Blüte und da an den Nektarien saugen, dann tun sie mit ihren hinteren Beinchen, wo die Pollen daran hängen, tun sie gleichzeitig die Narbe bestäuben an der Pflanze. Das ist ein Vorgang, wo man merkt, dass in der Natur alles auf Beziehungen beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen und Haustiere, die Gegenseitigkeit in der Natur 01:07:04 ===&lt;br /&gt;
Alles steht in einem Beziehungsgeflecht. Das eine steht im Dienst des anderen. Es ist nicht so, wie Darwin gesagt hat, der Stärkste gewinnt in der Evolution, sondern alles beruht auf Gegenseitigkeit. Das eine ist für das andere da. Nicht das eine dient mir, dass ich es auffresse, wie die Laus als Blutsauger, sondern das eine steht jeweils im Dienste des anderen, genau umgekehrt. Die Insektenwelt plastiziert die Wärme. Die Insekten sind Wärmewesen. Allein schon daran erkenntlich, dass sie die Eier mitten in die Sonne legen. Die Sonne brütet die Eier aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wärme ist ihr ur-eigentliches Lebenselement, obwohl die Insekten sowohl im Festen, im Boden zu finden sind, als auch in der Luft, als auch im Wasser und in der Luft. Überall sind Insekten, aber das eigentliche Element ist die Wärme. Daran kann man erkennen, dieses Prinzip der Wärme, dass sie alles durchstrahlt, alles durchwirkt und so den Insekten die Möglichkeit bietet, in der Erde, im Wasser, in der Luft zu leben. Diese Welt müssen wir im Bewusstsein haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landwirt hat die Aufgabe, sein Beobachtungsvermögen für diese Welt zu schärfen und sich diesen Beziehungen, die sich da im Stillen abspielen, bewusst zu werden. Seine Handlungen entsprechend darauf einstellen, dass er hier eine Hecke pflanzt oder dort einen einzelstehenden Baum oder sonst was da irgendwo in die Landschaft pflanzt, um den jeweiligen jetzt dort gerne sich ansiedelnden Insekten oder Vögeln eine Heimstatt zu gewähren. So ist es mit dem Boden in Bezug auf die Regenwürmer und allem Übrige. Das möchte ich kurz erwähnt haben, dass wir nicht nur Haustiere halten, zu unseren Nutzen, sondern dass wir auch eine Wildfauna halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, der Begriff des Haltens - Halt bedeutet sehr viel. Ich halte etwas im Bewusstsein und aus diesem Halten gestalte ich etwas, dass es draußen in diesem Lebenszusammenhang sich halten kann. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich halte es hier in mir in einem Bild - der ganze Zusammenhang ist mir gegenwärtig - und gleichzeitig sorge ich durch manche Maßnahmen dafür, dass es sich da draußen in der Natur selber halten kann. So, aber jetzt noch ein Wort zu den Haustieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und Dünger, und die Bedeutung 01:10:36 ===&lt;br /&gt;
Ich muss mir eine kleine Stärkung einverleiben. Nun könnte man jedes einzelne Haustier in seiner Bedeutung im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang des landwirtschaftlichen Organismus schildern. Das würde hier bei Weitem zu weit führen. Gerade an den Haustieren kann man deren Bedeutung für das Ganze, des Hofes studieren, und zwar durch das, was sie sind und was sie tun. Die meisten unserer Haustiere haben zunächst ganz zentral die Bedeutung, dass sie den Dünger liefern für den Hof, für den Organismus, für den Boden. Jedes einzelne dieser Haustiere trägt in dieser Hinsicht jeweils etwas ganz Spezifisches bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bezeichnen wir im engeren Sinne als den Dünger. Man spricht zwar heute von Gründüngung in der Landwirtschaft, wenn man Pflanzen unterpflügt, aber das ist keine Düngung in diesem Sinne. Der Begriff der Düngung bezieht sich immer auf die Tiere, auf die Ausscheidungen von der Stufe des Seelischen über das Lebendige bis ins Physische. Das ist der eigentliche Dünger. Unter diesem Gesichtspunkt hat jede Tierart eine Erzeugung eines spezifischen Düngers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Pferd, die Bewegung, der Pferdedünger 01:12:32 ====&lt;br /&gt;
Schauen Sie sich ein Pferd an, arbeiten Sie mit dem Pferd oder reiten Sie auf dem Pferd und beschäftigen Sie sich mit so einem tollen Tier, dann werden Sie bemerken, dass das Pferd ein Wesen ist, das zweifellos beseelt ist. Es reagiert ganz verschieden auf die Art, wie Sie ihm begegnen. Entweder schlägt es hinten aus mit einem Huf oder schüttelt den Kopf oder macht sonst eine Bewegung. Man kann nicht voraussagen, wie ein Tier reagiert auf irgendeine Handlungsweise von mir selbst. Daran kann man erkennen, dass da ein Seelisches wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tier wird sich einer bestimmten Sache bewusst, es schreckt vielleicht auf und handelt dann entsprechend. Das Pferd ist ein Wesen, das charakterisiert ist, dass es sich gerne bewegt. Seine ganze Natur ist eigentlich Bewegung. Wenn Sie ein Pferd auf die Weide lassen im Frühjahr oder ausspannen, wenn Sie von der Feldarbeit kommen und sich frei bewegen dürfen, geht es richtig los. Entweder im gemächlichen Schritt, im Trapp oder tatsächlich im Galopp. Querbeet, dass hinten die Fetzen fliegen aus den Hufen und schmeißt ein Stück Grasnarbe hinter sich. Da ist Vehemenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pferd ist ein Bewegungstier, durch und durch und erlebt sich in der Bewegung. Die Bewegungen sind schön und edel. Die edelsten Bewegungen, die wir im Säugetierreich haben, finden wir bei den Pferden. Unglaublicher Adel, der sich da äußert in der Art, wie die Pferde jetzt ihren doch ziemlich großen, massigen Körper durch die Welt bewegen. Eine unglaubliche Harmonie ist in diesen Bewegungen drin. Da stimmt alles zusammen. Da muss man sagen, das ist jetzt ein Ausdruck ihres Seelischen. Ein Ausdruck ihres Seelischen ist diese Art von sich so oder so zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt sehen, was fressen diese Pferde, es sind auch Pflanzenfresser, aber keine Wiederkäuer. Sie haben einen spezifischen Verdauungsgang, der sehr seltsam ist, weil er nämlich sehr kurz, beziehungsweise sehr klein ist. Kleiner Magen, relativ kleiner Magen. Sie müssen deswegen bis zu 16 Stunden am Tag fressen. Die Pferde fressen mit am längsten am Tag im Vergleich z.B. zu den Kühen, weil der Verdauungsprozess ständig unterhalten werden muss. Dazu diese Bewegung nach außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erzeugen über diesen - vor allen Dingen durch die Endverdauung im Blinddarm, im Riesenblinddarm, einem Sack - Enddarm einen Dünger, der sehr rohfaserreich und sehr stückstoffreich ist, also ammoniakhaltig ist. Man riecht den ätzlichen Geruch vom Pferdemist, der sehr hitzig ist. Das ist ein hitziger Dünger. Ich habe gesagt, man muss das Pferd anschauen in seinen Bewegungen, um zu verstehen, dass dieser Dünger hitzig ist. Dass dieser Dünger als Dünger unglaublich scharf und wirksam ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ihn früher ins Frühbeet genommen, den Pferdedünger, und dann Erde darauf gepackt und die Frühjahrspflanzen schon im Februar rausgesät. Das war so gut wie ein Gewächshaus. Die Wärme hat die Pflanzen aus der Erde getrieben und das war Wärme aus dem Pferdemist. Ein hitziger Dünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Schwein und sein Dünger 01:16:57 ====&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Schweinemist nehmen, da haben Sie ein Tier, das ein Allesfresser ist. Omnivore. Die Schweine scheuen vor nichts zurück. Die heben nicht wie das Pferd den Kopf übers Rückgrat wodurch sie heller in ihrem Bewusstsein sind, sondern sie halten den Kopf runter und wühlen mit ihrer Schnauze die Erde durch. Das ist ein wühlendes Tier, das erlebt sich da, die Erde durchzupflügen und nach irgendwelchen Larven oder sowas zu suchen. Dieses Schwein ist auch erstaunlich lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ahnt man gar nicht mehr, wie lebendig die Schweine sein können, also schnell beweglich. Bei den heutigen Züchtungen können Sie das kaum noch erklären, nur bei den Ferkeln. Wenn die Ferkel geboren werden, dann haben die immer noch diese unglaubliche Schnelle. So zack, zack. Es gibt eine Geschichte, die ist angeblich verbürgt. Da hat der dolle Blomberg, das war im Ruhrgebiet einer, der alle möglichen Sachen gedreht hat. Der hatte mit einem Grafen, einem Rennstallbesitzer, eine Wette abgeschlossen, ob seine Rennpferde schneller sind als seine Schweine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rennstallbesitzer sagt, selbstverständlich, das ist gar kein Problem. Die Wette habe ich schon gewonnen. Da hat der dolle Blomberg dem Grafen gesagt: ja, ja, gib mir mal vier Wochen Zeit.“ „Na ja, die kannst du gerne haben, machen wir in vier Wochen.“ Was hat der Blomberg gemacht? Der hatte Schweine - das war das deutsche Edellandschwein - nicht die heutigen Züchtungen. Das war noch ein Weideschwein. Er hat jeden Tag den Futtertrog ein bisschen weiter von der Startstelle ausgerückt. Und so vier Wochen lang, immer weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeden Tag mussten die Schweine ein Stück weiter laufen bis zum Futtertrog hin. Nach vier Wochen stand er an der Enddistanz. Dann ging das große Rennen los. Tatsächlich, die Schweine können ja rennen, man hält das nicht für möglich. Man sieht die Beinchen nicht mehr. Die stürmen los zu ihrem Futtertrog und haben die Rennpferde abgehängt. Die haben gewonnen. Das können die Schweine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Sie kennen doch das Wort Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Wie bitte? Schweinsgalopp. Schweinsgalopp? Schweinsgalopp, nein das kenne ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schweine, Hühner und Rinder 01:19:57 ====&lt;br /&gt;
Die Wildschweine haben heute noch in den Wäldern ein unglaubliches Bewegungsgebiet, wo sie sich über Nacht 40 Kilometer weit durch die Wälder schlagen. Das Schwein hat einerseits diese Bewegungsfähigkeit, andererseits ist es ein Tier, was ständig verdaut und hat die Tendenz, diese Energie, die da frei wird, in die Leibesbildung in sich aufzunehmen, also fett zu werden, Muskulatur anzusetzen und so weiter. Dieses Schwein als Omnivore verdaut nun so stark für das, was es tut, dass es sehr viel von der Nahrung verbraucht für sich selbst. Das ist wie bei einem Hund. Hundemist, da rümpft man die Nase. Beim Schweinemist - je nachdem, wie die Schweine gefüttert werden - rümpft man auch die Nase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist heute vielfach eine Verpestung der Landschaften bei den großen Schweinehaltungen. Das hängt damit zusammen, dass die Schweine viel mehr von den aufgenommenen Nährstoffen für sich selbst beanspruchen, für ihr ganzes intensives Leben. Schweine sind intensiv, sie haben ganz wache Augen. Wenn sie mal die Ohren so ein bisschen nach hinten schlagen, und gucken mal wirklich in die Augen, die gucken Sie an. Zwar nicht mit beiden Augen, aber mit einem. Die sind blau vielfach, blau gefärbt und haben einen ganz deutlichen Blick, ganz gezielt. Das ist ein sehr, sehr waches Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist heute ein Dünger, den man nicht gerne ganz allein als Dünger in der Landwirtschaft einsetzt, sondern als Untermischung mit allen übrigen. Der Schweinedünger wurde bezeichnet als der kalte Dünger im Verhältnis zum Pferdedünger. Der kalte Dünger, der insbesondere gerne auf Sandböden eingesetzt wird. Dann gibt es den Hühnerdünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:]   Was ist die Erklärung vielleicht für einen kalten Dünger?  Die Erklärung für einen kalten Dünger, gibt es da irgendwie einen Ansatz?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Er erhitzt sich nicht so leicht wie der Pferdedünger. Der Stickstoff liegt da in anderen Verbänden. Das Schwein hat das Eiweiß, hat da alles rausgeholt, was da an Stickstoff ist, und für sich verbraucht. Daher setzt es ja Eiweiß an, in Form von Fleisch und so weiter. Der Schweinedünger hat zwar noch einen gewissen Stickstoffgehalt von 0,4%, wie auch der Kuhmist, aber da spielen sich zunächst keine Umsetzungen nachträglich ab, die erwärmend wirken. Also die Mikrobentätigkeit ist zunächst sehr zögerlich und daher eben kalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hühnerdünger und Vögel 01:23:25 ====&lt;br /&gt;
Jetzt der Hühnerdünger: Das Huhn ist wiederum ein Vogel, ein Laufvogel. Das Eigenartige bei allen Haustieren ist, dass - ob sie nun Tiere sind wie die Vögel, nämlich Kopftiere … Wenn Sie einen Vogel angucken, einen Adler, einen Bussard oder eine Meise, so werden Sie sehen, dass der Stoffwechselteil dieses Vogels sehr unterbelichtet, sehr unterentwickelt ist. Die Vögel verdauen rasend schnell und sehr schlecht, sodass die Ausscheidungen der Hühner vielfach so reichhaltig sind als Nährstoffe, dass man den Hühnerdünger trocknet und den Rindern zum Fressen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das machen die Amerikaner, das machen die Israelis in den großen Massentierhaltungen. Die füttern als Teil, da kommt noch ein Luzernehäute dazu oder so, aber im Wesentlichen eben auch Hühnermist, weil der so nährstoffreich ist. Das ist natürlich die letzte Verrücktheit, sowas zu machen, aber so ist es eben. Die Vögel verdauen rasend schnell. Im Grunde genommen ist der Vogel seiner Natur nach, ein reiner Kopf. Schauen Sie sich einen Vogel an, da setzt sich der Kopf im übrigen Organismus fort, schließt sich ab, alles zusammengedrängt. Das Skelett vom Vogel ist verwachsen, das Brustbein mit den Rippen, mit dem Rückgrat, alles ist zusammengewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist praktisch wie ein Kopf. Wenn Sie in die Augen eines Huhns oder eines Vogels schauen, dann werden Sie sehen, dass Ihnen da etwas begegnet, was Furcht erzeugen kann. Haben Sie mal einem Raubvogel in die Augen geguckt? Ein unglaublich stechender Blick. Also wirklich, da sind Sie selber schon fast Beute. Das sind reine Nervensinnestiere, die Vögel. Und jetzt durch die Haustierwerdung hat man den Vogel zu einem stoffwechselaktiven Tier gemacht. Das, was sonst in die Nervensinnesorganisation geht, hat man jetzt aufgebläht, in den Stoffwechselpol, durch entsprechende Fütterung, sodass ein heutiges Legehuhn, eine heutige Hybridzüchtung auf 220 bis 260 Eier pro Tier in einem Jahr kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wahnsinnige Stoffwechselleistung. Das widerspricht dem Vogel in dieser Weise. Der Mist, der dann entsteht - darauf wollte ich noch kurz zu sprechen kommen - ist praktisch fast ein halber Mineraldünger. Hoch stickstoffhaltig bis zu 10%, er hat auch noch relativ hohen Phosphorsäuregehalt, geringeren Kaligehalt, ist ein Dünger, bei dem die Endstoffe so mineralisiert sind, dass sie tatsächlich so zügig und unmittelbar wirken wie irgendein leichtlöslicher Mineraldünger. Deswegen muss der Hühnerdünger eingemischt werden, in die üblichen Dünger, die auf dem Hof anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ziegen, Schafe und Rinder und spezifischer Dünger 01:27:13 ====&lt;br /&gt;
Sie sehen, alle unsere Haustiere erzeugen gemäß dem, was sie selber sind, einen ganz spezifischen Dünger. So ist es mit den Schafen, so ist es mit den Ziegen. Man kann das schon äußerlich daran sehen und studieren, dass immer, wenn ein Tier den Kopf über dem Rückgrat hält, … die Ziege zum Beispiel, die Ziege ist fast wie ein Reh, das äugt so. Die Ziege ist ganz in den Augen der Umgebung, wie die Gämse. Während das Schaf, hängt den Kopf runter, die Ohren klappen über die Augen und sind ganz da unten und grasen da in aller Ruhe und Gemächlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ziege springt von einem zum anderen, kaum dass sie da ein Blättchen erwischt hat, ist schon interessiert woanders sich ein anderes Blättchen zu holen. Also ständige Bewegung im Fressen und der Kopf ist über dem Rückgrat. Wenn das der Fall ist, ist das ein Zeichen, dass der Nervensinnespol viel stärker ausgebildet ist bei diesen Tieren als der Stoffwechselpol. Der Nervensinnespol bedeutet Wachheit, während wenn der Kopf unter dem Niveau des Rückgrats ist, dann entsteht so etwas wie eine Art Dumpfheit des Bewusstseins, mehr ein träumendes Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das prägt die Düngerqualität. Der Ziegendünger ist sehr viel mehr ein Dünger, der die Pflanzen zum Blühen bringt. Während der Schafsdünger mehr ein Dünger ist, der die Pflanzen zum Wachsen bringt. Das sind zwei ganz unterschiedliche Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Rind als König 01:30:02 ====&lt;br /&gt;
Unter den Wiederkäuern ist das Bedeutsamste aller Haustiere - die Königin oder der König aller Haustiere - das ist das Rind. Das Rind ist evolutiv ein großes Rätsel. Man kann heute sagen, wann ungefähr die Pferde zum ersten Mal in Erscheinung getreten sind. Im früheren Tertiär, zum Beispiel im Eozän, das ist eine geologische Angelegenheit. Sehr früh waren die Urpferde da, die waren so groß, die Urpferdchen. Das hat man hier gefunden bei Darmstadt, in der Grube Messel hat man die wirklich gefunden, diese Urpferdchen, also sehr alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben durch das ganze Tertiär eine Entwicklung genommen, dass sie erst im oberen Miozän langsam zu der Größe herangewachsen waren, wie heute die Pferde sind. Das Rind war damals noch überhaupt nicht da. Die ganze Entwicklung der Mammalia, der Säugetiere, die hat sich eigentlich entwickelt. Ganz zuletzt kommen die Wiederkäuer und als allerletztes das Rind. Und zwar im Übergang vom Tertiaire in die Eiszeiten, die frühen Eiszeiten, da taucht das Rind und taucht der Mensch auf. Der Mensch war schon immer da, wie auch das Rind immer da war, nur dass es jetzt erst in die physische Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Heiligkeit des Rindes 01:31:48 ====&lt;br /&gt;
Das ist ein Urphänomen der Evolution, dass die Rinder - die Wiederkäuer generell, aber insbesondere die Rinder - die Spätlinge der Evolution sind. Das andere Phänomen ist, dass das Rind zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, soweit man das überhaupt überschauen kann, ein heiliges Tier war. Es war das Opfertier schlechthin und zwar seit frühesten Zeiten. Man kennt es heute noch bei den Hindus in Indien, dass das Rind gleichsam ein Anrecht auf das Dasein hat wie der Mensch. Wenn es irgendwo rumläuft auf der Straße, dann läuft es da rum, dann scheucht es niemand weg, auch auf der Autobahn nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fahren alle außen rum und wehe, wehe, ein Mensch fährt ein Rind an. Das heißt, das Rind per se ist heilig. Wenn Sie die Mythologien der Völker in dieser Hinsicht durchforsten - zum Beispiel die ganze ägyptische Mythologie - dann spielt gerade in dieser Zeit, die ja unter dem Sternenbild des Stiers stand - die ganze ägyptische Kultur - erscheint das Rind sozusagen göttlich. Die Himmelsgöttin - Hathor, hieß die bei den Ägyptern - wurde dargestellt als Kuh mit nach oben geschwungenen Hörnern und zwischen diesen Hörnern war die Sonnenscheibe. Die Hörner umschlossen gleichsam die Sonnenscheibe, golden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet man gerade in diesen älteren Mythologien der Völker eine ungeheure Nähe des Menschen zum Rind oder des Rindes zum Menschen. Die Hirtenvölker, die ja ihren Repräsentanten Abel haben - Altes Testament, der Abel war ein Hirte und er ist der Repräsentant der Hirtenvölker. Die Hirtenvölker haben sich im Wesentlichen mit dem Rind abgegeben, natürlich auch mit Schaf und Ziege, aber im Wesentlichen mit dem Rind, seit Urururzeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ackerbauvölker, das waren ganz andere, die haben sich nicht mit dem Rind abgegeben, die haben sich mit der Pflanze abgegeben. Man sieht daran, dass das Rind eine ganz eigene Evolution hat in Menschennähe. Seine Haustierwerdung ist natürlich verbunden mit der Sesshaftigkeit. Es war schon immer Herdentier unter den Hirtenvölkern, seit Urururzeiten. Aber dass es Haustier geworden ist, das bedeutet, dass der Mensch sesshaft wird. Das war eben im 8. bis 5. Jahrtausend v. Chr. der Fall, im urpersischen Übergang von der urindischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wird die Menschheit immer mehr sesshaft und hält jetzt das Tier. Man hält das Tier. Es ist nicht mehr in der freien Wildbahn, sondern man hält das Tier. Man hält es bei sich, möglicherweise unter einem Dach, wie bei den Kelten und Germanen, aber die Menschheit hält das Tier. Dieses Rind - das kann man heute noch der Kuh ansehen, obwohl sie so verzüchtet ist, in vieler Hinsicht - ist ein Haustier, was absolut abhängig ist vom Menschen, dass man es gar nicht verantworten kann, es irgendwie in die freie Wildbahn zu entlassen, es ist nicht lebensfähig in freier Wildbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Rind als Haustier 01:36:01 ====&lt;br /&gt;
Es ist wirklich in viel höherem Grade als jedes andere Haustier - möglicherweise noch der Hund - abhängig von Menschen. Der Mensch entscheidet über seine Geburt und der Mensch entscheidet über den Tod. Bei allen Haustieren natürlich, aber da ist es ganz besonders. Das hängt mit dieser ganzen Opferungsfrage zusammen, in der früheren Zeit, dass man dem Tier - eben ganz bewusst, um den Göttern zu opfern - das heißt, dem zu opfern, zu dem diese Tiere eine besondere Beziehung hatten, daher die Göttin Hathor, Himmelsgöttin. Man hat noch im Tier etwas erlebt von seinem eigentlichen geistigen Ursprung, wo die Tiere eigentlich beheimatet sind, übersinnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kuh halten wir in unseren Höfen als die eigentlichen Zentralorgane, gleichsam als die Herzen unserer ganzen Landwirtschaft. Das waren sie schon immer gewesen - zumindest seit es Sesshaftigkeit gibt - dass das Rind das eigentliche Herz gewesen ist, in einem landwirtschaftlichen Zusammenhang. Wenn man das Rind betrachtet, in seiner Funktion, in dem, was es tut, dann bemerkt man, dass es ja der zentrale Pflanzenfresser ist. Ungeheure Massen, die da verschwinden in diesem Rind, in diesem Riesenpansen. Acht Stunden am Tag frisst das Rind, und acht Stunden am Tag verdaut das Rind, was sie da in dem Pansen aufgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie rausgehen auf die Weide und verfolgen auf einem Hof eine gute Rinderherde - eine gute Rinderherde heißt, dass alle Tiere ungefähr dasselbe machen. Die heutigen Herden sind nicht mehr gute Herden, weil sie meistens von Auktionen zugekaufte Tiere sind, oder künstlich besamt von irgendwelchen Bullen von irgendwoher in der Welt. Wenn man wirklich eine Herde aufbaut - züchtet auf einem Hof, aus den Blutlinien der Mitte heraus, mit ab und zu Zukauf eines Bullen aus der Region, dann baut sich ein Herdenorganismus auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Wichtige, dass man einen Herdenorganismus hat, dass die Tiere, die zu einer Herde zusammengefasst sind, alle in etwa zur selben Zeit dasselbe tun. Wenn Sie so eine Herde begleiten, raus auf die Weide - das Leittier vorneweg - dann ordnet sich das so hintereinander, ziehen einreihig erstmal über ihren Weg bis zur Weide, verteilen sie sich und fangen an zu fressen. Anschließend ziehen praktisch alle Tiere in eine bestimmte Richtung, und dann plötzlich in diese Richtung und wieder in eine andere Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Fressverhalten der Rinder 01:39:37 ====&lt;br /&gt;
Die Tendenz ist da, dass die Tiere mehr oder weniger immer dasselbe tun, fressen, fressen, fressen, relativ rasch reißen sie, rupfen sie das Futter ab, sie beißen es ja nicht ab. Beißen können sie gar nicht richtig, weil sie im Oberkiefer keine Zähne haben, nur im Unterkiefer - drücken Kiefer aufeinander, und rupfen sie das Gras ab - also relativ schnell alle zusammen - plötzlich haben sie genug gefressen, dann gehen sie zur Tränke, eine nach der anderen. So ist da ein ganz bestimmter Herdenrhythmus, das macht eine gute Herde aus, dass da ein eigener Herdenrhythmus waltet. Darauf muss man sein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kühe fressen relativ rasch im Vorwärtsschreiten. Sie laufen über die Weide. Da trampeln sie viel nieder, wenn es zu hochgewachsen ist. Da muss man aufpassen, dass man rechtzeitig genug weidet, also dass das Gras nicht mehr als 10 cm hoch wird, dann ist es schon fast zu spät, dann bilden sich schon Halme. Dafür muss man eine Herde haben, die noch viele ursprüngliche Qualitäten bewahrt hat. Die fressen auch das Halmartige. Die heutigen Hochleistungskühe, die fressen am liebsten das Futter, das zwischen 5 und 7 cm hoch ist. Aber es ist relativ rasch, und dieses Futter ist übrigens sehr eiweißreich. Das kann man verstehen, junges Futter. Die Kühe umfassen das Gras auch gerne mit der Zunge, und nehmen es auf ins Maul.  Die Zunge wischt dann über das Schlotzmaul. Haben Sie das mal beobachtet? Die wischen das Schlotzmaul - da hängen lauter feine Tröpfchen, die schwitzen sie förmlich aus oder sondern sie aus, aus den Drüsen des Schlotzmauls.  Schon da nehmen sie wahr, was sie da gerade gefressen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Verdauung der Rinder 01:42:24 ====&lt;br /&gt;
Schon über die Reaktion des Schlotzmauls scheidet sofort aus, denn über die Zunge schmecken sie, ist das was, oder ist es nichts. Deswegen haben die Kühe ein ausgesprochenes Selektionsvermögen für das Futter. Sie nehmen es auf, in das Maul. Die Schneidezähne spielen keine große Rolle mehr, sondern die Backenzähne. Da schieben sie das Futter ein paar Mal hin und her, von rechts nach links, malen, und scheiden aus diesen gewaltigen Drüsen - die hier sitzen, im Unterkiefer, im Oberkiefer, und unter den Ohren - aus diesen gewaltigen Drüsen scheiden sie ihren Speichel aus. Es geht alles ziemlich rasch, dann wird es abgeschluckt, ist es erstmal weg. Sie fressen weiter, dann kommen die nächsten Batzen, und es geht alles runter in den Pansen, durch die Schlundröhre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pansen ist jenseits des Zwergfells, unter dieser Trennung, von der mittleren Herz-Lunge-Region, in der Stoffwechselregion. Da ist das Zwergfell, da geht es durch, und dahinter, in dem Bereich des Stoffwechselorganismus lagert vom Zwergfell bis in die Beckenhöhle dieser mächtige Sack von 150 Litern Inhalt, der Pansen. Ein Riesensack. Da stopfen die jetzt das alles rein, über die Haube, es geht also über den Pansen, darauf sitzt die Haube, und der sogenannte Schleudermagen. Von dort wird das förmlich in den Pansen hineingeschleudert, und dort findet diese erste Vergärung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Wiederkäuen 01:44:13 ====&lt;br /&gt;
Dazu muss die Kuh ruhen. Wenn diese Vergärung ein bestimmtes Maß erreicht hat, holt sie aus dem Pansen eine Portion nach der anderen wieder herauf ins Maul und fängt an wiederzukäuen. Wenn die Kühe wiederkäuen, legen sie sich hin, dann fressen sie nicht mehr. Man sieht es oft, dass sie noch stehen, und wiederkäuen, oder eben im Liegen in vollständiger Ruhe. Ein Batzen nach dem anderen wird hochgeholt, und zwischen den Mahlzähnen jetzt hin und her geschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nachdem, was für Futter es ist, 30 mal Wiederkäuakte, 40 mal bei Raufutter, 50 - 60 mal, dass es hin und her geschoben wird, und ständig eingespeichelt. Die Kühe haben ein Speichelvolumen bis zu 60, 80, 90 Liter am Tag. Unglaubliche Massen, die das Futter aufschließen und eine erste Anregung für die mikrobielle Verdauung abgeben. Dann schluckt die Kuh das Futter wieder ab. Wenn es genügend vorverdaut ist, geht es direkt in den Drüsenmagen am Pansen vorbei, durch den Psalter - das ist der Blättermagen - dann geht es in den Drüsenmagen, da geht die Verdauung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:46:04 ===&lt;br /&gt;
Ich würde sagen, wir machen jetzt Schluss, denn ich komme sowieso nicht zu Ende mit dieser ganzen Verdauungsfrage. Ich möchte morgen gerne diese Frage der Düngung durch das Haustier abschließen, und dann übergehen zu der Präparaten-Düngung und Präparaten-Fragen. Also dann, vielen Dank für die lange Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7530</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7530"/>
		<updated>2025-03-11T07:38:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Glossar==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7529</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7529"/>
		<updated>2025-03-11T07:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Derangierung durch Stickstoff */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/yf7vm1fok7tcbmy/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen] ]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest. Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren 00:47:43 ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung 00:50:56 ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe 01:01:16 ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff 01:03:06 ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7528</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7528"/>
		<updated>2025-03-11T07:26:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Qualität als Komposition der Stoffe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/yf7vm1fok7tcbmy/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen] ]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest. Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren 00:47:43 ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung 00:50:56 ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe 01:01:16 ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Glossar==&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7527</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7527"/>
		<updated>2025-03-11T07:22:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Kompostierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/yf7vm1fok7tcbmy/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen] ]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest. Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren 00:47:43 ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung 00:50:56 ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7526</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7526"/>
		<updated>2025-03-11T07:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Stapelmistverfahren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest. Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren 00:47:43 ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7516</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7516"/>
		<updated>2025-03-10T18:26:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Elang</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7515</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-10T18:25:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=FPztAmGgTc4|  Vortrag vom 9. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 3. Folge Betriebsorganismus und Düngung. [https://www.dropbox.com/s/i1t0v77ao1xp0cx/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%203.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++dieser Text befindet sich in der Ausarbeitung, gerne kannst du hier mitwirken, siehe [[MitTun bei biodyn.wiki|mitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung und Konzeption in den Betriebsorganismus und die Gemeinschaft 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsorganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist heute eine der zentralen Fragen in der Landwirtschaft. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man hat den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinem eigenen Gedanken nachhängt und meint, mehr in diese Richtung oder in eine andere Richtung, alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Man lässt sich am Ende ungeheuer stark vom Markt bestimmen und macht eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft und vergisst den eigentlichen Impuls, aus dem heraus man handeln will als biologisch-dynamischer Landwirt. Deswegen diese Betrachtung: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismus-Gedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit?&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Darauf kommt es an, dass man nicht irgendwann mal sowas sich klar gemacht hat und im Übrigen läuft die Arbeit routinemäßig irgendwie weiter, sondern dass man in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was einen innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert, dass man dieses Bild präsent hat bei aller Arbeit. Darauf komme ich vielleicht nachher nochmal kurz zurück.&lt;br /&gt;
Jedenfalls bewundere ich hier (Tafelzeichnung: der Kreis an der Tafel war sonnenhaft ausgeschmückt worden) zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus - ein Kunstwerk. Natürlich könnte man das jetzt nochmal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Dafür habe ich heute Morgen keine Zeit, wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darinsteht. Man kann das als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Das ist nur ein zarter Bereich, eigentlich muss ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen, sondern ich will, dass du das an meiner Stelle machst, ich bin kein Landwirt,“ würde man sagen „so delegiere ich mein Ideal, was ich habe, delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft kein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle darin die Luft atmen, wo wir unser Leben darin verbringen, da besteht eine Gesamtverantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ich delegiere meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt, die selbstverständlich aufblüht, ganz zart in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage, wo das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber anfängt, zunächst einmal tief auf der Vermarktungsebene. Das muss sich immer mehr steigern, bis auf den geistlichen Impuls selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismusaufbau in drei Organisationen 00:05:08 ===&lt;br /&gt;
Wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen, auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist: In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Das kann man im Einzelnen beschreiben, welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was die Pflanzenwelt bedeutet im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber in der Pflanzenwelt in die Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt zusammen, dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit, des Lebendigen. Jede Vereinseitigung in einem Betrieb bedeutet eine Verarmung in Bezug auf dessen die Kräfte. Die Gesundung eines Organismus basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt durch die vielfältige Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Das Dritte war der Seelenleib, mit dem wir uns das letzte Mal befasst haben, mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wildfauna und Haustiere 00:06:50 ===&lt;br /&gt;
Jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling - diesen Begriff möchte ich gar nicht benutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass die wahrnehmbar wird, dass man -wenn man mit den Tieren umgeht und sein Bewusstsein wach hält in Bezug auf das, was jetzt dieser Vogel macht da in der Luft oder was jenes Insekt macht, das da fliegt und gerade die Blüte bestäubt. Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Haustierfauna ist es so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere und der Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege der Menschen, sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen, das Haustier sucht den Menschen. Insofern tragen wir eine doppelt- und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren als gegenüber den Wildtieren, weil die Haustiere sich in diese Abhängigkeit begeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der Züchtung im höheren Sinne, um Haustiere bleiben zu können. Sonst verwildern sie, sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in den Massentierhaltungen heute verkommen die Tiere regelrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rind und seine Tätigkeit 00:08:53 ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Wir haben versucht hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Das ist der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt, was macht ein Tier, wie äußert es sich nach außen in seiner Tätigkeit. Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus, einer Abgrenzung nach außen und einer Gliederung nach innen in Organe. Das charakterisiert jedes Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich mit dem Rind befasst, im Hinblick auf seine Funktionen im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet, wie beim Pferd, sondern die Tätigkeit der Kuh ist ganz und ganz introvertiert, nach innen gerichtet. Es ist ein introvertiertes Wesen, das Rind, die Kuh. Man sieht es dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es sich mehr träumend durch die Welt bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt haben kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Sie fressen alles das, was sie noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist ihr Futter. All das bevor es zur Blüte kommt. Diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Wir haben gesehen, dass das Rind relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und einspeichelt und nach wenigen Kauakten, abschluckt. Dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb des Zwerchfells in diesem riesigen Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben am Mittwoch aufgehört, indem wir beschreiben haben, was sich an Gärungsvorgängen im Pansen abspielt. Es ist eine richtige Gärkammer. Unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach im Pansen tätig sind und Bakterien. Die bauen jetzt die leichtverdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser - kohlenstoffreiche Verbindungen - aufzulösen. Dieser Auflösungsvorgang oder der Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Das sind Protozoen (Eukaryoten), Einzeller, die bauen ab, bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das. Wie der Regenwurm in seinem Darm den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz steuert und verbindet mit Tonmineralien und dadurch dieser wunderbare krümelige Boden entsteht so durch die Regenwurm-Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das findet auch statt im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet, dann aber nicht irgendwie direkt weitergeführt in den Drüsenmagen und dann in den Darm, sondern nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben. Durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre hindurch ins Maul und wird noch einmal mechanisch, im Wiederkäuakt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Moment möchte ich nochmal mein Augenmerk lenken. Den Wiederkäuakt. Dabei müssen Sie sich eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkäut. Wie die Kuh dabei aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen, nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern man hat den Eindruck, die ganze Kopfhaut spannt sich förmlich. Man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit ihrem Kuhbewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie einer Kuh in die Augen, wenn sie frisst oder sich irgendwie bewegt oder dasteht. Schauen Sie mal in die Augen. Sie werden sehen, es sind riesengroße Kulleraugen. Da schauen Sie wie in einen Brunnen. Bläulich. Die Farbe ist dann so ganz bläulich, wie man in ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es einem wie ein tiefer Brunnen erscheint. Jetzt fängt sie an wiederzukäuen. Dabei ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die kosmisch-Qualitative Analyse 00:15:41 ===&lt;br /&gt;
Da fragt man sich, was vollzieht sich jetzt in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesem Prozess des Wiederkäuens aufgeht, ja vollständig involviert ist. Ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man sich das mehrfach anguckt, so eine Kuh wirklich im Wiederkauakt, dass da die Kuh erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher, das bildet ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter im Wiederkauakt. Speichelt es ständig intensiv ein und mahlt da hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hängt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Auf was konzentriert sie sich da eigentlich? Das ist nämlich so, als ob sie denken würde. Wenn man einen Menschen beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Da versucht er eine Lösung gedanklich zu finden, kann er das verstehen, was er zum Gegenstand seiner Betrachtung hat. Wenn man unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen: die Kuh, indem sie jetzt wiederkäut, nimmt sie die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese Riesenmasse auseinander und zerkleinert sie systematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mahlt es ja förmlich und nimmt es, wie gesagt, auseinander und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie versuchen ins Bild zu bringen. Sie braucht ihre Augen eigentlich gar nicht, auch ihre Ohren nicht. Sie muss nur die Fliegen immer wieder wegjagen. Die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh analysiert jetzt ihr Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es einen wunderschönen Ausdruck von Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs, im zweiten Vortrag, dass sich da sich eine [[kosmisch-qualitative Analyse]] vollzieht. Das ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative, keine quantitative, eine qualitative Analyse, bei der die Kuh gleichzeitig die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges des Wachstums der Pflanzen durchs ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganze Planeteneinstrahlung, was nur irgend Leben schaffend wirkt, hat sich verdichtet in der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlehydratstruktur, im Aufbau der Gerüstsubstanzen, hat sich das alles verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen und ihre Wahrnehmung ist eine, die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir einen Stein verstehen wollen, was ein Stein ist - das ist mir in meiner Jugend so gegangen, ich habe immer gefragt, was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe drauf geklopft, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Das hat mir keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich dem Stein innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuh ist aber in der Lage, die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während der Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Das sind die Lebenskräfte. Sie hat eine unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkauakt, da fängt es ganz intensiv an, dass sie eigentlich wahrnimmt, was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert. Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweißstruktur. Anders, ob es die unteren Blätter sind oder ob es die oberen Blätter sind, oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was drückt das aus? Das analysiert eigentlich das Rind. Das ist ein übersinnlicher Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum, das wird jetzt auseinandergenommen und die Kuh hat da Wahrnehmungen, die Kuh ist ein beseeltes Wesen, kann diese Wahrnehmungen in sich verarbeiten. Da muss man wahrnehmen, beobachten, sich selber ein Bild machen von dem, was sich da als Tätigkeit in der Kuh vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist die große Frage, da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei durch dieses Auseinandernehmen, die ganze Zellulosesubstanz wird auseinandergenommen, zermahlen und da werden diese Kräfte frei, die sich gebunden haben im Verlaufe des Vegetationsjahres in der Pflanzensubstanz. Darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie. Das hebt sie, das was da rein ätherisch, lebendig sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuhmist als Dünger; Verzichtwesen Kuh und Düngerkraft 00:22:16 ===&lt;br /&gt;
Das empfindet sie. Was macht sie mit diesem Kräftepotential? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Das alles auseinandernehmen, alles das, was das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Jetzt füllt es den ganzen Riesenleib der Kuh aus. Das Ergebnis dieser Analyse, was macht die Kuh damit? Das ist eine große Frage. Die Kuh ist ein Wesen, was nach außen nicht gerade sehr intelligent erscheint. Mit ihrem träumenden Bewusstsein, und dass sie da ständig mit dem Kopf mit dem Schlotzmaul im Gras rumwühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Inneren. Sie ist hochintelligent, höchstintelligent in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das in einen Gedanken verwandeln. Der die Lebensprozesse - kann sie im Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt -dem Lebendigen - dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen, sodass sie ein sehr hohes Bewusstsein entwickeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich gerade an Emerson - das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert, der ein großer Goethe-Freund war und mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war - der hat sich sehr mit der Kuh beschäftigt, hat die beobachtet, was das für ein Wesen ist. Er hat gesagt, wenn man die Kuh so anschaut beim Wiederkäuen, dann müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich erheben und daraus in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss darauf verzichten. Wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtwesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da erleben kann, Augenblicke, es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten, kein Tier kann das, sondern es muss immer wieder neu diese Empfindungen in ihnen wachgerufen werden. So verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte - einerseits für ihr Bewusstsein, sie bewegt sich, sie muss ihre Leiblichkeit unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie braucht einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist, als die Kälberfütterung braucht. Da bleibt immer noch ein Riesenüberschuss übrig. Was macht sie jetzt mit diesen Kräften? Mit diesen freigewordenen Bildekräften des Pflanzenwachstums - aber von ihr durchseelt, von ihr belebt und beseelt - was macht sie damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat im Zuge ihrer eigenen Verdauung, jetzt enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man analysieren. 0,4 bis 0,5 Prozent Stickstoff und soundso viel Phosphor und Kalium unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt maßgeblich, sondern die qualitative kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesen Dünger, den die Kuh verlässt und durch diesen Dünger die Düngekraft verleiht. Es ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. Den finden Sie in keiner Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Es ist sehr schwierig, sich klarzumachen, was eine Kraft ist. Ich weiß nicht, ob ich das schon angedeutet habe. Ich kann mit meinem normalen Verstandesdenken nicht wissen, was eine Kraft ist. Das muss einem jeder Physiker zugestehen. Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir sie Energie. Das ist nur ein anderes Wort. Das sagt gar nichts. Man weiß effektiv nicht, was es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dahinter zu kommen, indem man es stofflich fasst. In Form von Atomen, in Form von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint, man könnte es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum in diesem Sinne, der die letzte Einheit alles Daseins wäre. Den gibt es eben nicht. Das weiß die Quantenphysik auch. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßverhältnisse und Mistbewahrung 00:28:55 ===&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen bereitet die Kuh aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur einen Dünger vor, der - je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie ich sie pflege, wie ich mit ihr umgehe - mehr oder weniger wirksam ist. Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000 Liter Kuh oder eine mit der Jahresleistung von 100.000 Litern, dass sie überhaupt einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht immer alles in einem Maßverhältnis. Wenn er einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt - noch in dem frühen Jugendalter, so ist es ja heute, der Schnitt heute aller Schlachtungen liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen - da ist die Kuh verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist er vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Solche Sachen muss man versuchen, sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Die Stoffe sind die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräfte-Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten so, wenn wir unsere Kühe auf einem Hof halten in einem maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben als der Betrieb an Futter hergibt, sondern genau das Maß, was der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht. Dass man dieses Maß hält, muss man finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großvieheinheit pro Hektar in Form von Rindern, das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Auf bäuerlichen Familienbetrieben war das gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben da muss man schon Glück sagen, wenn man da 0,3 oder 0,4 Großvieheinheiten pro Hektar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine und dann meint man, man könnte die Schweine addieren zu Großvieheinheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Es geht immer um Maßverhältnisse. Die muss man für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder Begabung, wie ich das schon gesagt habe. Jetzt muss man in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und der Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßverhältnisse zu finden ist heutzutage eine ungeheure Schwierigkeit. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismus-Zusammenhang für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Dieser Dünger, der durch das Rind anfällt, hier in diesem Seelenglied ist der - in dem fasst sich gleichsam zusammen in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe, wenn ich mal das ins Bild bringen soll, fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir partizipieren als Menschen davon, natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und anderen Anbaufrüchten, aber im Großen und Ganzen, was die Masse betrifft und überhaupt, was der Betrieb produktiv aus sich heraussetzt, an Futterpflanzen, auf dem Grünland und im Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Das Ergebnis dieser Analyse ist der Dünger. Dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen, was es auch sei. Er ist ein Heilmittel für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe die italienische Reise bei Goethe gelesen und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt - auf Sizilien damals, da kommen die auch zu sprechen auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war selber bewandert in diesen Dingen, hat eine Zeitlang selber einen kleinen Betrieb gehabt. Goethe, das weiß man heute gar nicht so genau - da schildert dieser Bauer ihm, wie sie auf den Mist zu sprechen kommen, dass er sagt: „Der Mist kann mehr als alle Heiligen“. Das hat der Bauer zu ihm gesagt. Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus dem Volksüblichen heraus gesprochen, aber im Volksüblichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen die Dinge noch nicht intellektuell zerdacht, wie in der Wissenschaft heute, sondern haben noch am unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst, dass man daran unmittelbar erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffen. Gesundheitsbildend, Gesundheit schaffen, er gleicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewahrungsverfahren 00:35:21 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt dieses Kapitel in Bezug auf den Seelenleib abschließen, indem ich eingehe auf die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes, sofern man sich das vielleicht doch experimentell genauer vor Augen führen kann. Das große Problem bei der Haustierhaltung ist die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Veratmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Verluste, so nennt man das heute, Substanzverluste. So kommt es beim Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung einzubeziehen versucht in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Da gilt bei der Erfassung des tierischen Düngers seit uralten Zeiten das Gesetz halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest. Das ist der Grundsatz aller Mistbewahrung. Halt ihn feucht und tritt ihn fest. Was sagt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiefstallmist 00:37:21 ====&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir heute allenthalben überall üben, das ist der Tiefstallmist, wie wir da hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Warum ist der Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen im Tiefstall, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten wäre Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt total ab. Man kann unten erstmal Holzschnitzel einstreuen, das saugt dann ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Dann Stroh darüber und dann gehen die Kühe darauf und jauchen darauf und setzen ihren Mist ab und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ergibt sich eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Ein schönes, warmes Polster, vor allem über den Winter. Wenn das ein bisschen anfängt matschig zu werden, streut man wieder ein und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist im Tiefstall durch die Tiere selbst gewährleistet. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen, die Tiere machen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht man ziemlich viel Raum, 10 Quadratmeter pro Tier mindestens in so einem Tiefstall und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu, also 10 Kilogramm pro Tier und Tag ist da einmal erforderlich und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt das vielleicht bei 7 Kilo oder 6 Kilo. Das hängt sehr davon ab, was der Betrieb wirklich am Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So baut sich allmählich dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben und darunter kühlt es ab und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also abbauend durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess, in dem mehr eine Art sehr gedämpfter Vergärung stattfindet. Bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ein anaerober Prozess unter Sauerstoffausschluss ist und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Wenn man Fehlgärungen hat, fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es im August zur Hackfrucht ausbringt im Rahmen der Fruchtfolge - man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht - dass die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn - wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch und man könnte fast reinbeißen, wie Brot. So ist dieser Zustand. Das ist das absolute Optimum, was man meines Erachtens nach in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann, wo die Substanzverluste nicht gegen Null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich zu Kompostierungen oder anderen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gülleproblematik 00:41:52 ====&lt;br /&gt;
Heute wird mit dem Kuhmist vielfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlecht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man ihn einfach irgendwann eine Weile hinwirft und dann irgendwann irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Die Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man nicht alles im Tiefstall aufbewahren, man kann die Tiere nicht wirklich Tag aus Tag ein im Tiefstall halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sie immer wieder melken und füttern und Kraftfutter zugeben. Sie müssen irgendwo eine anständige Futtergrippe haben. Da stehen sie rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? In den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie sich heute konfigurieren. Da macht man Gülle. Da machen die heute Gülle. Bei den Massentierhaltungen fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus jahrein unter Silofütterung, verdauen nur so halb vorverdautes Futter. Und dann setzen sie da hinten ein Mist ab, von sehr fraglich ist, welche Qualität der überhaupt noch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird anschließend über die Entmistungsanlagen mit der Jauche zusammen in die Güllebehälter verfrachtet. Dort kommt es zu einer anaeroben Gärung. Dort kommt es nie dazu, dass da Erhitzungen stattfinden, sondern es ist eine anaerobe, eine kalte Gärung. Das Zeug wird je nachdem nach ein paar Monaten ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen ganz schön. Bei der Schweinegülle ist das allemal der Fall. Das ist lediglich eine Bewahrung, aber es ist keine Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da verliert der Mist an dieser ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotential zu bewahren, selbst zu bewahren. Es ist eine rein wässrige Angelegenheit. Es wirkt ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, als ob es ein Mineraldünger wäre. Die Frage der Gülle, da muss ich sagen, im biologischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein, sondern man sollte nach Wegen suchen, wie man Gülle möglichst vermeidet. Man hat die Jauche, und der Jauche ist heute immer durch den Schieber ein bisschen Mist dazu gemengt. Die hat man allemal als Kopfdünger im Frühjahr aufs Getreide, wenn das Ende April nicht so richtig in die Gänge kommt. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine ist, wie gesagt, der Tiefstallmist, und das andere, da komme ich gleich darauf zu sprechen. Noch mal ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist technisch das aller eleganteste Verfahren zu entsorgen, das Zeug zu entsorgen, weil es nun mal anfällt, muss man es irgendwo hin verfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend erforscht ist. Man weiß es, vom Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben keine Einstreumöglichkeiten und so, da ist alles drauf ausgerichtet auf Verschlauchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben diese großen Spritzen draußen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden, alle Poren verschleimen. Wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter, dann baut sich da nichts ab und alle Poren sind dicht. Wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab, also erosionsartig, kann das sogar die Darmen verletzen, von so einem Grünlandstandort und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe, oder was sich da angesammelt hat, in den nächsten Vorfluter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Gesetzgebung, die Düngungsgesetzgebung heute, die den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich draußen in der Landschaft nichts kompostieren dürfen, es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr oder wir machen eine Riesenbetonplatte um darauf zu kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen bei diesen Gesetzgebungen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter, weil die darauf gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt in hohem Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten und da fallen wir hinten runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stapelmistverfahren ====&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren war das Tiefstallverfahren. Das zweite Verfahren, das nahezu ganz in Vergessenheit geraten ist, aber was ein gewohnter - jetzt nicht ein Tiefstall -, sondern ein Hochstall-Mistverfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Das muss neu entdeckt werden. Da bin ich bombensicher. Wir müssen heute wirklich danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall, das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmist heißt, dass man mit einem Frontlader aus dem Stall so einen Batzen nimmt und mit der doppelgreifenden Zange festhält und dann den Batzen schön draußen von mir aus auf eine Betonplatte setzt - es ist unausweichlich, dass man da irgendwie befestigen muss - setzt den Batzen da ab und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. So hat man eine ganze Reihe, so breit wie der ganze Stapelmisthaufen sein soll und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum ein Batzen davor und vielleicht noch einen dritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hat sich inzwischen zeitlich die erste Reihe so auf 30 Grad erwärmt, mehr geht zunächst nicht, dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erstmal in Gang kommen. Nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Die nächste Reihe wieder davor und wieder davor und dann kommt wieder die dritte Reihe oben drauf. So baut sich jetzt wirklich Lage für Lage ein Stapelmisthaufen über der Erde auf, wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang, wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter - da ist genügend Feuchtigkeit und so baut sich dieser Stallmiststapel auf, den kann man dann so wachsen lassen bis zu dieser Höhe (Mannshoch mit ausgestreckten Armen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten oder mit der Frontlader-Gabel ein bisschen draufdrücken oder so. Das muss man beobachten. Auf diese Weise kann man wiederum - wenn man das sauber macht - eine ebenso gute, nahezu ebenso gute Stallmist-Bewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert als wie man das heute so gemeinhin macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapelmistverfahren - ich rege das einfach mal an, dass man sich dem wieder zuwendet, weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme, sehe ich einfach wie mit dem Mist normalerweise umgegangen ist, unmöglich. Riesenverluste, das ist unser edelster Dünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kompostierung ====&lt;br /&gt;
Das dritte Verfahren ist die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung mit anderen Abfällen. Nur muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat, allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger humifizierten Fertigdünger, wo durch die Tätigkeit der Würmer, der Kompostwürmer schließlich die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet wird. Ein Vererdungsprozess findet da statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind, wie verhalten die sich im Kompostierungsprogramm? Verändert sich da was in Bezug auf die kosmischen Kräfte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die beides enthalten. Das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, mineralisiert zu werden durch den mikrobiellen Abbau. Dass das abgefangen wird, da sorgt einerseits das, was dem Mist selber innewohnt, durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und die Bodentiere sorgen dafür. Die beenden den ganzen Prozess, die besorgen letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Gerade die Kompostwürmer. Das sind Tierwesen. Die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden bis auf Null, sondern dass die wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich das Schwarzkrümeln der Humus. Man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, wirklich bei der Sache ist, als Mensch, dass die Natur selber bis zum gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt, und die andere die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stroharmut und Lösungen 00:53:39 ====&lt;br /&gt;
[Publikum:] Bei einem Betrieb, der wenig Stroh zur Verfügung hat, würden Sie eher Stapelmist empfehlen, oder könnte man noch andere Sachen als Stroh einstreuen in den Tiefstreustall?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Was wäre das für ein Betrieb, ein Garten oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ja, zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Im Grünland müssten wir auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Stroharmut ist eine echt richtige Armut. Das ist gar keine Frage. Da kann man versuchen - das haben sie früher sogar gemacht - die haben irgendwo altes Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet, aber das ist eben doch begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit ist, wenn man kein Stroh hat, oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Hecken verschnitten und so. Aber es muss frisch sein, es darf nicht zu sehr abgestorben sein. Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen, weil bei der Mistkompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Der darf aber nicht entstehen. Der muss dann wieder umgesetzt werden, vielleicht noch ein zweites Mal, aber nicht mehr, möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Die Lösungen bieten sich an. Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nichts, wenn man eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und da macht man eben Gülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung des Stallmistes 00:56:06 ===&lt;br /&gt;
Jetzt noch schnell ein Wort zur Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind, was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf einzubinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:]  Ich komme darauf zurück, wenn Sie die Frage stellen, ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Frage stellen, komme ich darauf zurück, wenn es um die Präparate geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt noch ein kurzes Wort zur Wirkung des Stallmistes. Es ist eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge, hätte. Ein guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ganz und gar armen Böden und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus, sondern fördert insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitative Förderung des Pflanzenwachstums am Beispiel des Radieschens 00:57:40 ====&lt;br /&gt;
Das möchte ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. (Zeichnung an der Tafel): Wenn das unser Boden ist und in diesem Boden sehen Sie jetzt eine Gartenfrucht, ein Radieschen. Dann entwickelt sich das Radieschen so, dass sich allmählich - das Radieschen ist ja rot - dann dieser Fruchtkörper bildet. Und dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypokotyls. Das Hypokotyl ist ein kurzer Abschnitt ehe die Pflanze nach oben wächst in die Höhe, da gibt es - über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht -, einen kurzen Abschnitt, den nennt man Hypokotyl. Und dann kommt das Epikotyl, das ist dann der eigentliche Spross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt eine Aufblähung im Boden dieses Hypokotyls, was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht vollkommen - möchte ich sagen - vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so ein Radieschen wurzelt oder eine rote Rübe. Graben Sie mal eine rote Rübe aus, dann können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzelbildung. Die setzt hier ganz deutlich ab. Hier oben entwickeln sich jetzt hier diese Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit Stallmistkompost, wirklich gut ausgereiftem Stallmistkompost - im Gartenbau muss man immer mit ausgereiften Komposten düngen - wenn dieser Boden damit gedüngt worden ist, dann entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch immer sei arttypisch, dem Typus gemäß, dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild. Das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur so ohne weiteres geschehen würde. Selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Typus heißt, das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur auf die Pfahlwurzelbildung in die Tiefe, sondern bis in die Struktur der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualität als Komposition der Stoffe ====&lt;br /&gt;
Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine Beethoven-Sonate hören, dann ist sie komponiert. Da sind die Töne auf der Stufe der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst ein Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne. Eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktavenbildung in der Anordnung der Stoffe. Die Töne sind eigentlich geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. So ist eigentlich die ganze Materie oder die lebendige Welt, die Natur draußen, komponiert. Als Schöpfung komponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören, dass wir da irgendwie alles total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist, sondern dass wir im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Derangierung durch Stickstoff ====&lt;br /&gt;
Das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie anstatt, mit Stahlmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen Enddüngung rein funken, dann sieht unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine ganz runde Form zu bilden, wie hier, sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt ist, also eine leichte Formveränderung des Fruchtkörpers und die Wurzel - jetzt mal extrem ausgesprochen - die sieht dann so aus (Tafelbild: Wurzel ist dann keine Pfahlwurzel mehr sondern spreizt sich in der Erde in mehrere Richtungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen, sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier gedüngt wird, derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert, gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stahlmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoffdüngung generell - ob wenig oder viel - derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot und die Stahlmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier, das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstrichen zu setzen. Man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanze zurück, sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlauf der Evolution hineingeheimnisst hat, und das muss man wirklich geheimnisst sagen, in das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturpflanzen und Urbild 01:06:04 ====&lt;br /&gt;
Die Pflanze würde das nie von sich aus machen. Das ist wirklich, das ist das Züchtungserreichnis der uralten, urpersischen Kultur vor dem dritten, vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihrer besonderen Fähigkeit und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Das ist veranlagt, das ist da. Jetzt kann ich das derangieren und kann sagen, ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft, das, was da veranlagt ist, wirklich in die äußere Erscheinung zu bringen. Der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zur Wildpflanze hintendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangement, eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen: Zerrbilder ihrer selbst. Das wollte ich jetzt nur ergänzen und sagen, dasselbe Phänomen können Sie bei den Roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem, dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wunderschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgt die Stahlmistdüngung dafür, dass der ganze Hof in den Genuss kommt, flächenhaft durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger und jedes Jahr kommt der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Das kann sich steigern, weil die Kühe immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten, der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder das Grünland und dann wächst das Gras oder wächst eben unsere Kulturpflanze und wachsen ein bisschen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben etwas davon, profitieren davon. So ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt, sondern es ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Menschengemeinschaft in der Landwirtschaft 01:09:18 ===&lt;br /&gt;
Das kann man jetzt bis ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zu der Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins. Und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich die drei Naturreiche beschrieben habe und den Menschen dazu als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt und durch seine Durchstrahlung seinen eigenen Organismus aufbaut. So müssen wir hier noch hinzudenken, jetzt die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage, wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist. Wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, wenn man diese Frage mal so stellt, da merkt man sofort, das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit, das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da stellt sich sofort die Antwort ein, Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Es ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt, aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Man muss es auch so sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ja etwas kennen, ich muss Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens, was die Pflanze konstituiert, das Tier. Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, wird es sofort so eine Art Kunst, denn jeder Standort ist anders. Er fordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein sich Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich das noch in einem Dorf abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Auch wenn schon im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Weisheit ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, durch weit über ein Jahrtausend hinweg haben sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau, Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich, das war schon veranlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können und wenn wir das dann umsetzen, geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute gerade Riesendimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht im Zusammenhang. In dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf. Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren! Die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern, das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt. Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, auch objektiviert, dass man sich nicht nur subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht und ständig versucht, ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder Einzelne sein Teilbereich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ganzheitliches Denken 01:14:23 ====&lt;br /&gt;
Was uns heute fehlt ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem des biologischen-dynamischen Landbaus. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen, wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben, als Gärtner, der hier tätig ist oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist jeder Mensch ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat und der ist bestimmt in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert es sich. Was richtig ist, ist noch nicht falsch, aber ist auch nicht wahr. Was richtig ist, ist für sich richtig, aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Wir müssen danach streben, dass es wahr wird. Dass es stimmig wird. Dass man das auch so erlebt, innerlich, ja, das stimmt jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun. Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun. Da merken Sie, dass es immer darum geht, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einem räumlichen Zusammenhang, und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Dass das nicht nur ein Ursache- und Wirkungszusammenhang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich auf den Acker rausfahre mit dem Schlepper und pflüge, dann ist da ein Wirkungszusammenhang, da schüttet sich hinter mir was ab und ich sitze vorne und träume mit dem Berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein, das ist die hohe Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und Gemeinschaft 01:17:08 ====&lt;br /&gt;
So, und jetzt ist heute so eine Menschengemeinschaft zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit durch die Schule, durch die Universitäten und so hervorbringt. Jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgend sowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage, wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist ein Riesenproblem heute in der Wissenschaft, die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Da kann ich jetzt nicht meine Norm über die anderen darüberstülpen, sondern ich muss sehen, wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenspiel der Initiativen 01:18:23 ====&lt;br /&gt;
Aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft, dass man wirklich an einem Strick zieht, Jeder ist natürlich der Mensch, der er ist. Jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte. Was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss, dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute in gewissem Sinne Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir wissen ganz genau, wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Man hat keine Muße mehr und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gemeinsame Studienarbeit 01:19:53 ====&lt;br /&gt;
Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet, wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen, und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn man nur der bleibt, der man ist, dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist. Sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein, wollen. Dann kann das funktionieren, innerhalb so einer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Landbaukunst 01:21:12 ===&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit, zu arbeiten. Die Arbeit ist das große Rätsel heute, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können, wenn ich es mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Natürlich kommen wir auf den Hof, wir sehen, das muss gemacht werden, das muss gemacht werden, dann macht man es irgendwie und dann sind da die Maschinen. Da hat man immer gleichzeitig den Gedanken, wie könnte man das, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen. Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man sich mit der Arbeit selber nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht sie natürlich, man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das nicht mehr wirklich beurteilen, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke an deren Ende. Dann bin ich endlich fertig mit dem Ding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird heute mit der Uhr gestoppt, wie lange was dauert und so, und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. So kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiräume für Arbeit 01:23:23 ====&lt;br /&gt;
Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert. Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen. Innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten im Betrieb eben ist. Auch eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Also dazu muss man sich entschließen. Als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft, ich sehe das nirgends, dass es sich in dem Sinne verwirklicht, vielleicht noch da oder dort, es gibt wenige Beispiele, dass man jetzt die ganze Komposition von Hand macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht, deswegen haben wir diese Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft, da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert als eine Gemeinschaft, könnte man zu einem Schulungs- und Übungselement für Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man die Gabel in die Hand nimmt, die Leute können heute nicht mehr gabeln, die Schaufeln in die Hand nehmen, die Leute können heute vielfach nicht mehr schaufeln, die machen dann einfach so die Schaufel statt so. Das sind ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Dass man das verknüpft mit der Beobachtung alles dessen, was das Kompostmaterial ausmacht, das ich da jetzt aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem und dann entsteht ein Kunstwerk, der Haufen, den ich wunderschön abdecke, in meine Haut gebe und alles das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal förmlich, dass die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Ähnlich gilt es für die ganze Präparation. Also die ganze Herstellung der biologischen Artenpräparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man auch hier eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate, wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwo hin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt. Irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache kann ich nicht mehr urteilen. Ich muss zum Ende kommen. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes und auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisationen im Hinblick auf die Humusentwicklung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder, dass ich die hofindividuell zusammenbinde, dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze in diesem Sinne komponieren. Durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präparate als Verbindung 01:28:21 ====&lt;br /&gt;
Wenn ich durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja Schöpfungen sind, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes. Darauf komme ich morgen kurz zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage für die Entwicklung der Landwirtschaft in die Realität. Das ist Ausgangspunkte der Ideen hier. Und die schließen einen in die Arbeit ein. Die Arbeit, die wir leisten, die muss wieder durchfreut werden. Wir müssen die Arbeit durchfreuen. Nicht abstrakt erledigen, sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Dann fängt die Landwirtschaft an nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist, sondern im Gegenteil, dass sich das, was man ständig tut, einen auch befeuert und man befeuert das eigene Tun mit seinen eigenen Ideen. Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Dann können wir hoffen, dass die Landwirtschaft doch wieder neu aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7513</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-10T18:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Glossar==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7512</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7512"/>
		<updated>2025-03-10T18:19:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Einführung und Bedeutung 00:01:36 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Bedeutung 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7510</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-10T18:17:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Einführung und Bedeutung 00:01:36 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Publikum:] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Manfred Klett:] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7509</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-10T18:01:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Soziale Lebendigkeit 01:29:09 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7508</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7508"/>
		<updated>2025-03-10T18:00:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 =====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 =====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|A}}&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7507</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7507"/>
		<updated>2025-03-10T17:58:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Soziale Dimension 01:22:33 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ausbringen und die Wirkweise der Präparate ===&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Welt ausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7506</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7506"/>
		<updated>2025-03-10T17:56:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Menschlicher Rhythmus 01:18:24 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7505</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7505"/>
		<updated>2025-03-10T17:52:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Hornkieselprozess 01:02:23 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hornkieselpräparat 01:02:23 =====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommervergrabung 01:05:25 ======&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Sommerkräfte 01:06:57 ======&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Trichterbildung 01:11:36 =====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oberflächenstruktur und unendliche Oberflächenbildung 01:14:14 =====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 =====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7504</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7504"/>
		<updated>2025-03-10T17:47:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7503</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7503"/>
		<updated>2025-03-10T17:46:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Kristallkräfte und Sommerprozess 00:57:31 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuer Stoff 01:00:58 ====&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7502</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7502"/>
		<updated>2025-03-10T17:40:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Sinnesorganfunktion 00:44:25 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
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]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn als Sinnesorgan 00:44:25 ======&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder die Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallkräfte und Sommerprozess 00:57:31 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kristallisationsvorgänge 00:57:31 ====&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formkräfte im Frühjahr 00:59:20 ====&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuer Stoff 01:00:58 ====&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7501</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2025-03-10T17:38:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Bauchfell und Kräftekonzentration 00:47:56 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorganfunktion 00:44:25 ====&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische qualitative Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Das Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ======&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Vergrabung des Hornes bedeutet die zweite Umstülpung  00:54:02 ======&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallkräfte und Sommerprozess 00:57:31 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kristallisationsvorgänge 00:57:31 ====&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formkräfte im Frühjahr 00:59:20 ====&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuer Stoff 01:00:58 ====&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7500</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7500"/>
		<updated>2025-03-10T17:12:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 =====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Substanz und Form 00:36:12 ======&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Funktion des Horns 00:37:46 ======&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Anatomie und Physiologie des Horns 00:39:20 ======&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Horn als Rückstauorgan durch verdichtete Substanz 00:42:42 ======&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorganfunktion 00:44:25 ====&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Introversion und Rückstrahlung oder Abschließung der Kuh 00:45:27 ======&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kosmische Analyse 00:46:37 ======&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauchfell und Kräftekonzentration 00:47:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Innervation des Bauchfells 00:47:56 ====&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Staueffekt und Präparation 00:49:04 ====&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horntragende Tiere und Vergrabung 00:50:49 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ====&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Horn als Stoffwechselregulator 00:52:36 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergrabung und Kräftekonzentration 00:54:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweite Umstülpung 00:54:02 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkräfte 00:55:53 ====&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallkräfte und Sommerprozess 00:57:31 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kristallisationsvorgänge 00:57:31 ====&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formkräfte im Frühjahr 00:59:20 ====&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuer Stoff 01:00:58 ====&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7499</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7499"/>
		<updated>2025-03-10T17:06:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Hornmistpräparat 00:30:28 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/owqiavebp4p1f3v/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen,]&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/s14n5h8palgi6ab/Betriebsorganismus%20und%20Düngung%20-%204.%20Folge%20von%20Manfred%20Klett.mp4?dl=0 Video zum streamen]&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat und Hornkieselpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kuhfladen als Ausgangspunkt 00:32:38 ====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstülpung des Naturprozesses 00:34:17 ====&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarität und Hornfunktion 00:36:12 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Substanz und Form 00:36:12 ====&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Funktion des Horns 00:37:46 ====&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horn als Sinnesorgan 00:39:20 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anatomie des Horns 00:39:20 ====&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchblutung und Wärme 00:41:00 ====&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horn als Rückstauorgan 00:42:42 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verdichtete Substanz 00:42:42 ====&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorganfunktion 00:44:25 ====&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Introversion und Rückstrahlung 00:45:27 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschließung der Kuh 00:45:27 ====&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kosmische Analyse 00:46:37 ====&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauchfell und Kräftekonzentration 00:47:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Innervation des Bauchfells 00:47:56 ====&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Staueffekt und Präparation 00:49:04 ====&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horntragende Tiere und Vergrabung 00:50:49 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ====&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Horn als Stoffwechselregulator 00:52:36 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergrabung und Kräftekonzentration 00:54:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweite Umstülpung 00:54:02 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkräfte 00:55:53 ====&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallkräfte und Sommerprozess 00:57:31 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kristallisationsvorgänge 00:57:31 ====&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formkräfte im Frühjahr 00:59:20 ====&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuer Stoff 01:00:58 ====&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|A}}&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Elang</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7498</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=7498"/>
		<updated>2025-03-10T17:04:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Elang: /* Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=v0wiAUqoAWs| Vortrag vom 10. März 2018 von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]]: 4. Folge Betriebsorganismus und Düngung. &lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um eine maschinelle Rohtranskription, eine Überarbeitung von Hand, Herz und Geist ist noch erforderlich. Gerne kannst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-Dynamische Präparate 00:01:36 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung und Bedeutung 00:01:36 ====&lt;br /&gt;
Kommt da noch jemand?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es kommen noch zwei, aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es zu eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manfred Klett:&#039;&#039;&#039; Ja, es wird alles zu eng. Einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist, es bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr weitläufiges Thema, um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Bei den Präparaten handelt es sich um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was kompostiert wird und als Dünger - pflanzlicher oder tierischer Art - eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präparate sind etwas, was weit darüber hinausgeht, was eben seinen Ursprung hat in der Geisterkenntnis des Menschen. Sie sind nicht naturhaften Ursprungs, nur natürlich in der Anwendung in Bezug auf das Material, was man verwendet, aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind, wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die sich aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt und das macht erstmal große Verständnisschwierigkeiten. Ganz selbstverständlich und man braucht eigentlich Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht, aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem wirklich tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger, denn wir verwenden ja winzigste Substanzen, förmlich vernachlässigbar, was da substanziell eingesetzt wird, aber diese Substanzen sind nur Träger von Kräften und um die Kräfte geht es und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. Jetzt haben wir gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich, physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation und dann der Mensch, also ich als Handelnder - aus einer Geistesnatur Handelnder - der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, Gestaltung des Organismus der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen und Dreigliederung in der Natur 00:04:29 ====&lt;br /&gt;
Die Viergliederung haben wir betrachtet, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturbereichen ansieht. Jetzt möchte ich zurückgreifen auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, bei der ich vom Menschen ausgegangen bin. Es gibt eine Dreigliederung des Menschen nach Kopf, Brust und Stoffwechsel-Gliedmaßen. Da zeichnen wir noch das Zwerchfell da rein, also Zwerchfell-Gliedmaßen, diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen, die Vertikale des Menschen ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polar dazu das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem und etwas, was beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht, das rhythmische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich in dieser Sache kurzfassen. Dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut, immer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. So ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb, die Landwirtschaft, von der in dem Satz, den ich gleich am Anfang zitiert habe, der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn nochmal zitieren: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen, also sie hat es noch nicht, sondern sie erfüllt es erst -, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Jeder Hof anders oder eine Individualität für sich. Eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Begriff der Geschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Genauso wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, der so gebaut in seiner Dreigliederung ist, dass er Träger werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich darleben im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat zu denken, durch den Leib die Möglichkeit hat zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erscheint zunächst mal leibgebunden. Die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer weiter befreit. Diese Dreigliederung wollte ich zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen für die Bedeutung der Präparate. Da ist es ja so – (Zeichnung an der Tafel: das Zwerchfell hat noch einen gelben Strich und einen roten Strich) Wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen und man schaut in die Natur, wird man, wie gesagt, sie überall wieder entdecken und genauso, wenn man versucht, den Begriff der landwirtschaftlichen Dualität zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt sich das in dem folgenden Bild dar, das möchte ich kurz andeuten, dass wenn hier der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen, wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier, dass das menschliche Haupt charakterisiert ist dadurch, dass es sich in relativer Ruhe befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind, dadurch, dass da Todesprozesse, Absterbeprozesse, der Tod sozusagen wirksam wird, nur dadurch kann Bewusstsein entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kopf und Stoffwechsel 00:08:56 ====&lt;br /&gt;
Auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse, alles das kennzeichnet eben das, was sich im menschlichen Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man vergleicht den menschlichen Stoffwechsel mit allem, was über der Erde in Luft und Wärme, alles was da heraufwächst oder was sich da abspielt zunächst einmal an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Wechsel und Wandel, was im Atmosphärischen sich abspielt, im Wind und Wetter, im Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenzeiten, dem ständigen Wechsel, das ist völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann, so ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch genügend Invariablen, die irgendwo offenlassen, wird es nicht doch ein schönes Wetter statt, dass es Regen ist. Das ist ein ständiger Wechsel und Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauch der Landwirtschaft 00:10:23 ====&lt;br /&gt;
Es ist verwandt mit dem, was sich in den Stoffwechselprozessen des Bodens vollzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum und er bezeichnet das als den Kopf der Landwirtschaft (Zeichnung Tafel: unterhalb des Erdbodens). Das ist jetzt sehr schnell und kurz gesagt, nur damit Sie sehen, da ist eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme sagte ich und drunter in Erde und Wasser und da laufen, spielen sich spezifische Prozesse ab, die verwandt sind denjenigen im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Boden als Haut 00:12:19 ====&lt;br /&gt;
Nun gibt es dazwischen diese hauchdünne Haut (Zwerchfell), die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch und das (Zwerchfell) ist der Boden. Das ist ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann Ihnen kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesen rätselvollen Organen befasst, aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Was das tiefe Geheimnis dieses Bodens eigentlich ist, das kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigene Polarität auffasst, die sich hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt - ein Potenzial - nämlich Pflanzen hervorzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser äußeren Haut, an dieser Begegnungszone zwischen oben und unten - diese Haut kann man im Grunde genommen gar nicht genau definieren, ist hauptsächlich der A-C-A-B-C-Horizont, der A-Horizont ist der Humushorizont, der B-Horizont ist der Verlähmungs- und Tonhorizont, und der C-Horizont ist das nicht verwitterte Gestein. Das sind die drei, das ist die Dreiheit, die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen, ich nehme an, dass Sie sich damit schon auseinandergesetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wächst in diesem Boden, wenn wir da einen Samen reinsetzen, dann sendet er seine Wurzel hier runter in den Kopf der landwirtschaftlichen Qualität und entwickelt seinen Spross hier herauf, also nehmen wir mal irgendein Getreide, und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht in der Ähre. Die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen das Bild der landwirtschaftlichen Individualität materialisiert und repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzelbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter, und oben schließlich die Fruchtbildung in der Ähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzenernährung für den Nervensinnes-, für den Stoffwechselpol und das rhythmische System 00:13:52 ====&lt;br /&gt;
Wenn man jetzt eine Beziehung sucht zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopf stehenden Menschen und dem aufrecht nach obenstehenden Menschen, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Wenn man dasjenige nimmt, was hier unten unter dem Boden fruchtet - es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde, z.B. die Möhre oder die Schwarzwurzel - das ist was ganz Erstaunliches, da gibt es also Pflanzen, die hier oben jetzt sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Früchte nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nervensinnespol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung ist das eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und die Kälber füttern. Dann kriegen die ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also Bewegungsfreude, wenn Sie Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nervensinnesorganisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Wenn Sie umgekehrt von hier oben das füttern und den Stoffwechselorganismus ernähren, die Samenfrucht, dann entwickelt man physische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Dafür braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Wenn man mit Pferden gearbeitet hat, hat man denen morgens erstmal ein paar Scheffeln Hafer gegeben. Der Hafer sticht und dann kann das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Das ist eine ganz andere Art der Ernährung, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt und anders als Ernährung, die den Nervensinnespol stärker durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was sich hier dazwischen entwickelt an Stängeln und Blatt - was die Kühe so gern fressen, oder was sich in der menschlichen Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet, der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich ganz neu aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Aber es ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möhrenernährung bei den Tieren ist schon uralt. Auch die Leinsamenernährung - eine Samenfrucht - die für die Entwicklung der Kälber sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol, dass das Kalb, wie Rudolf Steiners es ausdrückt, eine gut milchende Kuh wird. Das hängt mit der Leinsamenernährung zusammen. Da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen, ist diese Welt (oberhalb des Erdbodens), die hier hereinkraftet - da ist der ganze Kosmos beteiligt - und die Welt, die hier unten hereinkraftet - da ist die ganze Erde in Erdentiefen beteiligt - die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haut ist so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts, der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht, wo ist eigentlich der Grund, dass alles so schön wachsen kann, dann würde man sagen, ich kann es nirgendwo wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles, es wächst tatsächlich, es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich begegnen. So, und jetzt ist die ganz zentrale Frage - das ist die Grundfrage aller Landwirtschaft - wie kann ich diese Haut, diesen Boden, wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verselbstständigung des Bodens ist eine Erziehungsfrage 00:18:24 ====&lt;br /&gt;
Anders gesagt, wie kann ich das relativ unselbstständige Hautorgan hier - was ständig Einflüssen von oben und von unten ausgesetzt ist und immer nur antwortet, immer nur reagiert, wenn die Sonne scheint, dann trocknet der Boden aus, wenn es regnet, dann wird er nass, es sind immer exogene Einflüsse, die die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. So ist die Grundfrage, wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Mensch sich verselbstständigt als Mensch aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man ein Abstraktling. So ist es auch hier, es geht gerade in der Landwirtschaft darum, wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ - Natur veranlasst - wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg. Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat, wie kann man die entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt und es eine Erziehung genießt in der Schule und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer selbstständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich meinen Betrieb, die Bodenhaut immer selbstständiger mache. Immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist gewissermaßen eine Erziehungsfrage, vor der der Landwirt dasteht. Diese Frage, oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Natürlich müssen Sie die Kühe melken und das geht raus als Ertrag. Aber letzten Endes, die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht und den dann wieder auf diese Haut ausbreiten. Der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir schon angesprochen. Das ist einmal das, was an Pflanzenrückständen entsteht und sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet auf höherer Stufe als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Fäkalien als Dünger und dessen Wirkung auf die pflanzlichen Nahrungsmittel 00:21:10 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt erst mal die Frage, was spendet der Mensch? Da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden, was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich, da kann man groß ausholen. Ich möchte nur das mal kurz fassen und sagen, der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt, verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoist, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbraucht es für sich, dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle seine Handlungen braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch nichts. Das ist nur noch &amp;quot;Matter&amp;quot;, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann, da ist Stickstoff drin, da ist Phosphor-Säure drin. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit den Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Das sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Fäkalien, ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit, wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger in den Konsequenzen. Die Pflanzen wachsen, gewiss, aber vollkommen derangiert in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen mit fäkal gedüngten Gemüse etwa, dann werden Sie feststellen, diese Pflanzen verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Die wachsen, ja, die wachsen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden, aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Das sind alles niedermolekulare Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also mal kurz gesagt. Also durch das, was der Mensch selber beiträgt, durch seine Ausscheidungen, löst er sich aus dem gesamten Naturzusammenhang heraus. Es ist Schlacke, es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und mit den Pflanzenkläranlagen Pflanzen, also sagen wir mal, irgendwie schiefartiges Zeug daran ziehen und es mähen und kompostieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann, kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber, wie wir immer gesagt haben, wenn uns diese Frage gestellt worden sind, haben wir gesagt, macht doch Rieseläcker oder macht Pappelanlagen mit Rieselbewässerung-Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht ihr eure Formulare für die Bürokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre so die richtige Verwertung dessen, um was da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf dieser Erde beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet der ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt im gesteigerten Umfang seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtung - der Tritt des Bauern und Fragen stellen! 00:25:49 ===&lt;br /&gt;
Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt, der Tritt des Bauern düngt. Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Was düngt denn der eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, ist das ja ein eigener Tritt. Gerade im Frühjahr, wenn er schon locker ist. Und das ist eben auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht und schaut. Mit allen Sinnen sich eröffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer, dann im Sommer selbst gegen Herbst hin, was atmet da, was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen, dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das größte Manko, auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag, sich wandelnd im Jahreslauf, aus der Natur zu uns spricht. So ist also die Grundfrage, die eigentlich den biologischen Präparaten zugrunde liegt, ist die, &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen, dass sie sich hier verdichten, und die Kräfte der Höhen, dass sie sich verdichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, dass er aufnahmefähig wird für das, und zwar dauerhaft aufnahmefähig, was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit äußert.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologischen Präparate. Es sind Kräftedünger, die das von oben hereinbitten und was von unten heraufdringt, dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Präparate und Erfahrungen 00:28:53 ===&lt;br /&gt;
So, wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erst mal meine Frage, &amp;quot;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Haben Sie schon mal Präparate gemacht? Auf den Höfen? Ja. Alle? Jeder? Irgendwie mal alle Präparate oder nur einzelne oder überhaupt nicht? Und hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja?&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Da muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate, ich zähle sie einfach mal auf, Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen, das ist leider nicht möglich. Und dann gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann als Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat, die dann auch gerührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornmistpräparat 00:30:28 ====&lt;br /&gt;
Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung beschreiben: Hornmistpräparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit und ich kann jetzt das nur mal in Bezug auf das Hornmistpräparat ausführlicher machen und dann kurz auf das Hornkieselpräparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmistpräparat herstellen, dann gehen wir Ende September um Michaeli, 29. September gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe, wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat, es tut mehr als jeder Heilige. In Süddeutschland hat man das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher instinktiv ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Dann sammeln wir unseren Kuhfladen im Schubkarren auf dem Hof und dieser Kuhfladen enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat vom Frühjahr bis zum Herbst, über den Sommer hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung des Hornmistpräparats 00:32:38 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kuhfladen als Ausgangspunkt 00:32:38 ====&lt;br /&gt;
Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische qualitative Analyse vollzogen. Das alles hat sich im Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlauf des Jahres an Futter aufgenommen und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so einen Kuhfladen. Dieser Kuhfladen unterliegt normalerweise einem Humidifizierungsprozess, rein naturhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir machen jetzt etwas ganz anderes, als was die Natur macht. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formengestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechselendprodukt, was wirklich der reine Spiegel ist dessen, was stoffwechselhaft sich in der Kuh abgespielt hat. Ein Stoffwechselendprodukt und das ist von Natur aus Brei. Das heißt gestaltlos. Natürlich nimmt man nicht gerade eine laxierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist, sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstülpung des Naturprozesses 00:34:17 ====&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz. Erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich jetzt mit der? Was ganz Unmögliches, indem ich jetzt hier einen Kuhhorn nehme und diese Substanz hier reinfülle in die innere Höhlung. Die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umstülpung, denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist dem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan, da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene, und bei den tropischen Wiederkäuern sind ja gewaltige Gehörne, um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan aus wenig Substanz, reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarität und Hornfunktion 00:36:12 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Substanz und Form 00:36:12 ====&lt;br /&gt;
Wunderschöne Form, wenn die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz, und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen, wie stülpe ich die um. Und alle, die gesamte Herstellung, alle Präparate folgen diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestellt wird. Und dadurch entsteht eben was Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel Endprodukt mit einem Nervensinnespol im Horn, was vom Nervensinnespol der Kuh stammt, da ist es ja so, dass die Kuh ist weg, die ist nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht, aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht, methodisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Funktion des Horns 00:37:46 ====&lt;br /&gt;
Nun möchte ich, wenn wir eine Zeitkontrolle machen, ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet, (Zeichnung Tafel) wenn Sie mal den Schädel neben der Kuh, hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter, wenn Sie den Schädel neben der Kuh, dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dann hier der Kuhschädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst, wenn der Pansen sich ausbildet, entsteht da oben dieser Knubbel und dann wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein, das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst wenn das Kalb anfängt, Raufutter aufzunehmen, nachdem sie Milch genossen haben, dann fängt das Horn an zu wachsen, also diese Hornzapfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horn als Sinnesorgan 00:39:20 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anatomie des Horns 00:39:20 ====&lt;br /&gt;
Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuhhorn herein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl und da strömt Atmungsluft herein. Atmungsluft in dieses Organ, was durch und durch harter Knochen ist, also das erdig Feste, sagen wir mal. Schon da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der Hornbildung, nämlich die Luft und das harte erdig Feste als Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost heißt es so, sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchblutung und Wärme 00:41:00 ====&lt;br /&gt;
Die wandern dann über die Pfortader in die Leber, von der Leber ins Herz und von dem Herz in die Lunge als noch venöses Blut. Dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopfschlagader ab. Eine Arterie, die also die ganzen Kopfhauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopfarterie, die strömt dann auch mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt, warum eigentlich, da hat der Schöpfer ein Blackout gehabt, dass er da so einen Überschuss an Blut in die Hörner oben schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet, das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise strömend das Blut raus. Also da merkt man schon, und da müssen wir schon aufmerksam werden, da ist irgendwo noch eine andere Funktion, als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt, was nehmen wir denn für eine Farbe, nehmen wir mal grün, stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horn als Rückstauorgan 00:42:42 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verdichtete Substanz 00:42:42 ====&lt;br /&gt;
Und woraus ist die Hornscheide? Haut, verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchstverdichtete Substanz, die es auf der Erde gibt, im Organischen, es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und das ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweißsubstanz des Horns. Da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht, also ich muss nochmal hinschreiben, es ist einmal das erdig Feste, das Element des Erdigen, dann das Wässrige, das Blut, und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie die Hörner anfassen, dann merken Sie, dass Sie wie im Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und dann fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird, dass es genau derselbe Aufbau, den jedes wache Sinnesorgan auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorganfunktion 00:44:25 ====&lt;br /&gt;
Ob das das Auge ist oder das Ohr, immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen, wodurch sich das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet, die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehörknöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erstmal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar, es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih, wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht, sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Introversion und Rückstrahlung 00:45:27 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschließung der Kuh 00:45:27 ====&lt;br /&gt;
Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die sie aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich der Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten - auch das ist das Horn - schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren, sondern die Funktion des Horns besteht darin, dadurch dass es alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut, der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an Nährsubstanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kosmische Analyse 00:46:37 ====&lt;br /&gt;
Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Das ist meine Überzeugung nach jahrelangen Überlegungen in dieser Richtung. Die kosmische qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkauakt. Das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen fort über die Blutbahnen. Das sind dann ätherisch astrale Kräfte, die da strömen und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen wieder in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und werden dann erst wahrgenommen, aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch wesentlich, bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauchfell und Kräftekonzentration 00:47:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Innervation des Bauchfells 00:47:56 ====&lt;br /&gt;
Und diese Serosa ist innerviert. Das Bauchfell generell ist innerviert, in hohem Grade. Also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusstmachend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmische qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, ja. Das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird, dieses Kräftepotential in sich zu konzentrieren. Und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung zu stellen. Das ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, in dem Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Staueffekt und Präparation 00:49:04 ====&lt;br /&gt;
Und immer dann, wenn was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das ätherische, lebendige, wachsende, ist weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tier wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch, aber eben in einer besonderen Weise alles dasjenige zurückstauend, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird aufgrund des Zurückstrahlenkönnens. Dass da nichts durchgeht, kommt nichts von außen rein und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horntragende Tiere und Vergrabung 00:50:49 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Horn bei Wiederkäuern 00:50:49 ====&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das allgemein bei Horn-tragenden Tieren der Fall, dass das eine Staufunktion ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und da nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja eine Riesengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein, so eine Art geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben dann irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist dieser Impuls da in der Kuh. Hörner bilden sich so wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen hier oben auf dem Stirnbein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere stehen auch meist ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern sie sind vollkommen vereinzelt. Jedes Kuhtier ist sozusagen wie ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da auch berühren oder mal so prüfen gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Horn als Stoffwechselregulator 00:52:36 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist keine Waffe. Das ist der große Irrtum der Evolutionen, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutteraufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschauer: Ist das bei Schafen und Ziegen auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Klett: Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr Hornträger tragend. Die Ziegen schon noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch da gibt es schon hornlose Rassen. Es ist überall so. Die eigentliche Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also wir sehen, wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstauorgan zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergrabung und Kräftekonzentration 00:54:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweite Umstülpung 00:54:02 ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix. Ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab. Da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch. So eine Grube. An der Grenze von humuser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein. In die Grube. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkräfte 00:55:53 ====&lt;br /&gt;
Alles was da oben an Niederschlag reinkommt, dass es nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktisch, eine praktische Sache. Jetzt liegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Das war, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Es ist ganz wichtig, dass immer eine Umkehr des Naturprozesses, was ich jetzt vollziehe, dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Inneren der Erde, eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters, wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer, dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel, dass jetzt hier Kräfte einströmen während der Winterzeit in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis, oder was man heute auch den Tierkreis nennt, aber gemeint ist der gesamte gestirnte Himmel, die kraften jetzt rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallkräfte und Sommerprozess 00:57:31 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kristallisationsvorgänge 00:57:31 ====&lt;br /&gt;
Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt, die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken in die Erde während der Winterzeit, Kristallbildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt, zum Beispiel die sekundären Tonmineralien, kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Formkräfte, die wirken über die Erde, über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden, werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens den Hörnern und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt in die Matrix, den Mist, und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräftekonzentration, die sich da vollzieht, und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formkräfte im Frühjahr 00:59:20 ====&lt;br /&gt;
Ständig muss sie sich formen, sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweißformen entstehen, Kohlehydratformen entstehen, Fettformen entstehen, also alles, was nur substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisadenzellen an der Blattoberfläche. Oder die Cuticula-Zellen, die die wirkliche Blatthaut dann bilden, alles ist anders geformt. Die Blätter formen sich in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich ausformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich ist der ganze Frühjahrswachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter, die weiterwirken und diese durchformte, lebendige Substanz hervorrufen. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls klarzumachen, dass wir in dieser Präparation des Hornmistpräparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren in dem dort vorhandenen Mist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hornkieselpräparat und Umstülpung 01:00:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuer Stoff 01:00:58 ====&lt;br /&gt;
Und dann kommt das Frühjahr. Dann graben wir die aus und dann haben wir einen neuen Stoff in den Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es sowas gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Plutonium erzeugen. Plutonium gibt es so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium, wo ein Gramm reicht, um den Großraum Frankfurt ins Grab zu legen, jeden Menschen und alles, was da nur wächst und gedeiht ist, sozusagen dem Tode überliefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkieselprozess 01:02:23 ====&lt;br /&gt;
Wir haben es dort, ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entlässt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und das ist die große Frage, sind wir als Menschen, wenn dazu berufen wird, diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen, oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen, die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir ein Instrumentarium in den Händen, wo wir neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu inaugurieren. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkieselpräparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor gegenüber dem Hornmistpräparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkieselpräparat ist der Kieselkristall. Also ein Kristall, Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieselverwandlung und Sommerkräfte 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieselkristall 01:04:01 ====&lt;br /&gt;
Das ist der Kieselkristall oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert, also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert ist von Natur aus, ist eigentlich mehr ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, Sechs-Säulen-Kristall, nicht wahr? Der da so gewachsen ist hier auf der Quarzoberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne wundervolle reine Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall, also herrlichste Form, alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den bis zum geht nicht mehr, sieben den mehrfach durch, sodass möglichst als Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen, so fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden, das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen, wunderbar. Und dann entsteht hier also ein ganz feines Kieselpuder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommervergrabung 01:05:25 ====&lt;br /&gt;
Das heißt, die Form wird verwandelt durch unsere Tätigkeit wiederum in Substanz. Wir machen sie quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuhhorn und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen, dann läuft es da besser rein in die innere Höhlung. Dann stellen wir es drei Tage, vier Tage senkrecht hin, dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir es ein bisschen abkippen und dann können wir die Hörner vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun diese Hörner vergraben wir jetzt genau gegenpolig im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanzform, füllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich dem Gegenpol zum Winter. Eigentlich könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil, im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner rein vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planetarische Kräfte und Rührprozess 01:06:57 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sommerkräfte 01:06:57 ====&lt;br /&gt;
Und da liegen sie jetzt von Ostern im Frühjahr bis Michaeli im Herbst, ruhen da in der Erde und sind jetzt anderen Kräften ausgesetzt, als die im Winter. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften der untersonnigen, obersonnigen Planeten. Untersonnig sind Mond, Merkur und Venus, obersonnig Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers, (also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben), die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist so eine Leistung des menschlichen Geistes, das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon, sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturreiche und Jahreslauf 01:08:29 ====&lt;br /&gt;
Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen, der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat, das Horn ist ein echtes Tierorgan, dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompostpräparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt und Pflanzen in Verbindung mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es im jeweiligen Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier eben Erde und Wasser beim Hornmistpräparat und hier Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkieselpräparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeitenrhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rühren und Anwendung 01:09:55 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rührprozess 01:09:55 ====&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stufe der Anwendung der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz, hier fest, mehr oder weniger fest, das Hornkiesel- und Hornmistpräparat, was als neuer Stoff erscheint, dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Wenn ich hier jetzt mein Fass stehen habe (Tafelbild) und hier oben irgendeinen Balken und hier einen Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe in das Wasser und das Ganze jetzt anfülle, so dreiviertel hoch, das mit Wasser fülle, Regenwasser ist das allerbeste, angewärmt auf ungefähr 30 Grad, wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird vielfach heute nicht mehr gemacht, weil es so aufwendig ist, weil man keine entsprechende Wärmeanlagen hat. Und jetzt geht es hier darum, wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über. Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt, dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trichterbildung 01:11:36 ====&lt;br /&gt;
Und zwar indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie langsam und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert, immer mehr steigert und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter bis auf den Boden herunter. Das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt es natürlich weiter hoch. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist eine Stunde lang, das Wasser jetzt nach dem Uhrzeigersinn zu rühren, sodass ein Trichter entsteht bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trichter dann möglichst sich herunterbildet bis hin auf den Grund des Fasses. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt und dann entschließt man sich in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, die ganze Sache wieder um einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, ringsrum, rechtsrum, eine Stunde lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhythmus und Oberfläche 01:12:58 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physische Anstrengung 01:12:58 ====&lt;br /&gt;
Wenn man dann einen 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei etwa 150 Liter Inhalt, dann fordert das erste Fass einen ganz schön. Und wenn man einen 400-Liter-Fass hat, umso mehr. Und das Interessante ist, je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben, morgens früh drei Fässer hintereinander Hornkiesel gerührt, das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht darum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen, und zwar fortwährend steigern. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht hält, wird es sofort schwappen. Schwappt sich über den Rand oben rüber oder so. Sondern dass da eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht, da muss man immer mit dem Rührbesen der zu bewegenden Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberflächenstruktur 01:14:14 ====&lt;br /&gt;
Nun, was vollzieht sich denn bei diesem Rühren? Dann wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass dreiviertel voll ist und das Präparat ist drin, kleine Menge, winzige Menge, dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann werden Sie merken, dass die Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch so sagen sollte, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum gegen unendlich in Bezug auf die Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist das alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es sich langsamer bewegt und dann je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas, dass die homogene Menge Wasser sich auflöst in unendlich dünne Membrane, Häute, die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von Peripherie zum Zentrum entsteht eine unendlich große Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesentliche Übertragung 01:16:02 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unendliche Oberfläche 01:16:02 ====&lt;br /&gt;
Können Sie sich das denken? Können Sie sich das denken, dass wenn Wasser aneinander vorbeigleitet von Peripherie zum Zentrum hin, aneinander vorbeigleitet in unterschiedlicher Geschwindigkeit, die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Dadurch entsteht - durch die Strukturierung des Wassers - eine unendlich große Oberfläche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das löst sich gleichzeitig mit einer Oberflächenstruktur auf, der homogene Wasserkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer der einprägt. So wie der Erdboden, wie ich es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde. So ist jede Haut, wenn ich drüber streiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist, wie wir selbst eine Art Wahrnehmungsorgan haben, aber ein Empfangenes. Und auf diesem Wege dieser Strukturbildung des Trichters wird die feste Präparatesubstanz in das Wässrige übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragung statt Durchmischung 01:17:28 ====&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nun kann man da natürlich vieles noch dazu sagen. Das würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes noch dazu äußern:  Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Herr Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man jetzt der Meinung, wenn es mir jetzt nicht viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine. Eine Stunde. Diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt von einem der Bauern damals im Landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet, wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in Surrogatmäßiges hinein. Und das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Ein schönes Wort, Surrogatmäßiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Rhythmus 01:18:24 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Surrogatmäßiges Rühren 01:18:24 ====&lt;br /&gt;
Aber es ist nicht die Sache selbst. Und dann schildert er das immer weiter und er sagt ja nie Ja oder Nein. Also das wäre ja quasi eine Art in die Freiheit des Menschen eingegriffen. Da muss man so selber drauf kommen, wie man es am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt, das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt, oder mit den Flowforms rührt, den Wirbelschalen, ich weiß nicht, ob Sie die kennen, wo das Wasser so lemniskatmäßig, so hin und her, wunderschön anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker, und dann kommt man wieder. Währenddessen läuft es ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so wie ich hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe, so muss ich mich jetzt erst recht verbinden, voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willensrhythmus 01:19:42 ====&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus, also sein eigenes Wesen, das sind die 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag 12 Stunden, 12 Stunden Nacht, das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus, der übrigens in der Pädagogik auch eine Rolle spielt, die eine Unterrichtsstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer auch mit einer kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker, das kann man immer beobachten, oder der Sanguiniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein 01:21:07 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individueller Rhythmus 01:21:07 ====&lt;br /&gt;
Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form des Rührprozesses - in irgendeiner Weise an die Maschine zu delegieren, oder an die Flowform ganz und gar - kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat, und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 1968, als Betriebsgemeinschaft, wir haben fünf Familien, wir haben gesagt, alles können wir machen hier, wir können den ganzen Hof durchmechanisieren, wenn es irgendwie notwendig wäre, eines nicht, das Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also „noli me tangere“, sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt, wann ist es endlich die Stunde rum, sondern dann merkt er allmählich, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann die Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziales Bewusstsein und Landbaukunst 01:22:33 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Dimension 01:22:33 ====&lt;br /&gt;
Das liegt heute scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, und eine Stunde, und jetzt ist der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden, über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Tröpfchen, wo das durch die Luft fliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil der sich nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut, das ist die Oberflächenspannung des Wassers in seiner Haut, und der ganze gegenwärtige Kosmos - also das war ja alles vergangener Kosmos - aber der Gegenwärtige, wenn ich jetzt im Moment, wo ich es ausspritze - hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten eine bestimmte Stellung am Himmel, alles ist in diesem Augenblick den Kräften der Weltausgesetzt und so fliegen die Tröpfchen da heraus. Auch das muss man ins Auge fassen, dass das Ausspritzen nicht einfach nur so, naja, man muss es irgendwie verteilen auf das Feld oder auf die Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft in Tröpfchenform, und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden, fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, das ist ja beim Hornmistpräparat ein Nichts schier (fast ein Nichts), wenn man hinguckt, da wird es punktuell da, da, da, die Erde ein bisschen feucht und schon hat die Sonne es weggeleckt oder ist es aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine „Ursache-Wirkungen“ im äußeren stofflichen Sinne sind, sondern es geht hier wirklich darum, dass hier, ich übertrage auf diesem Wege von der Erde über das Wässrige, Luftige bis zur Wärme hin, dass ich hier die einstmalige Kräftewelt, die hier inauguriert worden ist, jetzt wieder zurückführe in einen Wärmezustand hier im Boden - der Boden darf nicht zu kalt sein - um jetzt hier in Tröpfchenform zu landen um hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung auf die Wurzel 01:25:17 ====&lt;br /&gt;
Und diese Wirkungen beziehen sich insbesondere auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmistpräparates, dass das am Ausgangspunkt eigentlich eine Sommersubstanz ist, also in die allgemeine Humifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich sie aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um über diese vier Stufen und wende sie an und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger. Eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich - die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich, diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln, die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt, dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat, dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Wenn der Spross heraufwächst und seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkieselpräparat - 501, 500, so werden sie auch abgekürzt bezeichnet - das Hornkieselpräparat auf die grünende Pflanze, auf die Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hornkiesel und Sommerkräfte 01:27:36 ====&lt;br /&gt;
Was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr, sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Lichtstoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das wird durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist - zu einem Sommerdünger geworden - wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Was vorher eine Sommersubstanz war und jetzt total verändert, verwandelt ist, wird jetzt zu einer Wintersubstanz in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze, und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt alles sehr rasant gesprochen, aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so reinzudenken, dass man, man muss es machen, man muss es wirklich machen, das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass ich das sachgerecht handhaben kann, den Rührprozess, die ganze Herstellung, ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren, das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen, möglichst nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren, das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soziale Lebendigkeit 01:29:09 ====&lt;br /&gt;
Wenn man nämlich alleine ist – wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das ja machen, aber so im Betrieb sollte eigentlich immer - wir haben uns so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt, und besser ist es, wenn man zu 10, zu 12, zu 13, zu 15 ist, vielleicht nur kleinere Gefäße, und dann von Hand, braucht man gar kein Besen, das, ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen, dass wir diese Arbeiten mit vielen Menschen, dass sich viele Hände, Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man versucht, dass jetzt von A bis Z - das ist ein ewig langer Prozess eigentlich, einer ständigen Verwandlung, und bei jedem Präparat anders - wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt, das ganze Jahr hindurch, da ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache, und das mit anderen Menschen teilt, dann entsteht ein neues Sozialbewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Das ist eines der größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute, das ist die soziale Frage, die Umweltfrage natürlich, gut, gut, gut, aber das eigentlich Drängende ist, wie können wir überhaupt wieder ein Sozialbewusstsein entwickeln, dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen, sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können, und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen zu einem künstlerischen Prozess werden kann, die Herstellung und Anwendung der Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss und Ausblick 01:30:56 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchfreuung der Arbeit 01:30:56 ====&lt;br /&gt;
Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp, und man kann das also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen, und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarbenpräparat, das Kamillenpräparat, ganz anders wiederum, das Brennnesselpräparat, schon wieder anders, aber immer demselben Prinzip folgen, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist das Grundprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Dann wird sie wirklich so, dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist, sondern dass es Freude macht, dass das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung, dass ich wirklich die Arbeit durchfreue, aber das geht von mir aus, dass es keine Last, keine Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelle Wahrheit 01:32:10 ====&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, sage ich. Und was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages aus Ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann, jeder sagt, hat seine Wahrheit und ist am Ende doch dieselbe wie der Goethe das ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat der Goethe mal so ausgedrückt, jeder hat seine eigene individuelle Wahrheit. Wenn er sich wirklich bemüht im Leben, selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell, so wie die Landwirtschafts-Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Versöhnungskräfte 01:33:30 ====&lt;br /&gt;
Das ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich im Vorfeld „Gemeinschaft glaube“, ich könnte einfach ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und die mich übend im täglichen Arbeitsauflauf, die immer meine Aufmerksamkeit bei der Sache sind, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag, von Mensch zu Mensch, es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch, die brauchen wir heute im Sozialen. Entschuldigung, ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das wäre mein Hauptwunsch.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtglossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahreslauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinelle Rohtranskription]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Elang</name></author>
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