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Der Haustierschädel

So singulär wie die Eiche unter den Präparatepflanzen steht, so scheinbar für sich stehend ist auch das Hüllenorgan aus dem Tierreich, das zur Präparation der Eichenrinde-Borke dient, der Haustierschädel: «Es ist fast einerlei von welchem der Haustiere.»[1] Diese Aussage der Geistesforschung birgt wiederum große Rätsel. Bei den anderen Präparaten ist das Hüllenorgan streng einer bestimmten Tierfamilie, wie dem Edelwild, oder einer Tierart, dem Rind als Haustier, zugeordnet; hier aber, im Falle der Präparation der Eichenrinde spielt die Tierart keine Rolle, sondern allein die Tatsache, dass es die Wesensqualität des Haustierseins erfüllt. Auf die besonderen Eigenarten des Körperbaus und der seelischen Verhaltensweisen wurde im Kapitel «Die Haustiere – Organe im Hof- und Landschaftsorganismus» (S. 126 ff.) eingegangen. Diese sind hochvariabel und unterscheiden sich in Ausformung und Ausrichtung wesentlich von ihren in freier Wildbahn lebenden Artgenossen. Allein, was macht über die Art-, Familien- und Ordnungsgrenzen hinaus ein Tier zum Haustier? Seit dieses zum bloßen Nutztier in der Massentierhaltung degradiert ist, ist der Begriff Haustier inhaltsleer geworden. Er bekommt

  1. Ebd., S. 135.