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des Erkennenden zu einem Eigenleben erweckt werden? Das wäre die Aufgabe einer neuen wirklichkeitsgemäßen Wissenschaftsauffassung, wenn diese das eingefahrene, quantifizierende Prinzip auf die Quellen der Kunst, die im Geistig-Seelischen des Menschen liegen, erweitern würde. Diese Quellen sind nichts anderes, als was der Geist, angeregt durch das sinnlich Wahrgenommene, als Idee zur Seele spricht. Im Erleben dieser Idee offenbart sich ein Moralisches, in welchem Geist- und Sinneserfahrung zu einer Einheit verschmelzen. Diese Urquelle moralischen Handelns muss sich der zur Freiheit, das heißt zur Ausbildung der Bewusstseinsseele strebende Mensch erschließen.[1] Den Weg, Wissenschaft und Kunst aus der Kraft des zur Selbsterkenntnis strebenden Menschen-Ichs zu einem höheren Ganzen zu vereinen, ist Goethe in lebenslangem Ringen vorangeschritten. Rudolf Steiner hat ihn als Schulungsweg der Seele jedem Menschen, der ihn gehen will, zugänglich gemacht.[2]

  1. Siehe hierzu Rudolf Steiner: Die Philosophie der Freiheit, GA 4, Dornach 1995.
  2. Siehe hierzu Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?, GA 10, Dornach 1992.