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Aspekte zur sozialen Problematik
Im Gegensatz zur herrschenden Tendenz, den handelnden Menschen in der industriell ausgerichteten Landwirtschaft überflüssig zu machen, erfordert die Entwicklung und Führung eines biologisch-dynamischen Hoforganismus die Bewusstseinskraft und Arbeitsfreude von immer mehr Menschen. Mit dieser Gegenläufigkeit, die in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts begonnen hat, hat die «Soziale Frage» Einzug in die Landwirtschaft gehalten, über hundert Jahre nach der Entstehung des städtischen Proletariats im 19. Jahrhundert. Heute ist sie auf den biologisch-dynamischen Betrieben zu einer brennenden geworden. Wie im einleitenden Kapitel ausgeführt, bewirkt das Kapital in dem industriellen Produktionsprozess Arbeitsteilung. Das überaus vielfältige Lebensgeschehen zwischen Erde und Kosmos in der Landwirtschaft und die Art, wie der Mensch arbeitend zu diesem in ein persönliches Verhältnis tritt, gliedert die Ganzheit in Arbeitsbereiche. Strenge Arbeitsteilung zerreißt die Glieder des landwirtschaftlichen Organismus in Teile und verselbständigt sie. Um dieser großen Gefahr zu begegnen, ist innerbetrieblich von vorn herein eine Sozialordnung anzustreben, die auf das ganzheitliche Zusammenwirken aller Glieder des Hoforganismus ausgerichtet ist. Diese neue Sozialform gestaltet sich in Verantwortungs- oder Betriebsgemeinschaften aus. In Keimansätzen sind solche auf allen biologisch-dynamischen Betrieben angelegt. Jeder ehemals bäuerliche Familienbetrieb hat sich in der Gliederung der vielfältigen Aufgaben nach und nach zu einer familiengebundenen Verantwortungsgemeinschaft entwickelt.






