Translations:Manfred Klett: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst/711/de

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Der Ton stellt ein Gemenge verschiedener Tonmineralien sowie von amorphen Endprodukten der Verwitterung, den Hydroxiden des Siliziums, Aluminiums, Eisens etc. dar. Letztere sind kolloidaler Natur, formlos – ein Zustand zwischen fest und flüssig, derselbe, der allem prozessualen Geschehen im Lebendigen zugrunde liegt. Die Plastizität des Tons rührt von seiner Affinität zum Wasser her sowie von der teils submikroskopischen Kleinheit der kristallinen Tonmineralblättchen, der Quellfähigkeit bestimmter Tonmineralarten (Montmorillonit u.a.) sowie der hohen Wasseraufnahmefähigkeit der Bodenkolloide. Wasser lässt Ton quellen. Wasserentzug durch Austrocknung erzeugt feinste Schwundrisse bis hin zu tiefen Bodenspalten.