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So spiegelt sich in der Blüte das Verhältnis des Kosmischen zum Irdischen in Form und Substanz polar zum in der Erde auskeimenden Samen. Die Pflanze offenbart ihr Wesen darin, dass sie in der Blüte in die Form erstirbt, und darin, dass gleichzeitig der von ihrem Wesen geprägte Substanzprozess in der Blüte in einer Art kosmischen Keimzustand einmündet. So abgeschlossen und vollkommen die Blüte erscheinen mag, so offen und keimhaft ist sie zugleich. Dieser Zustand der sich öffnenden Hingabe an den Kosmos währt nur einen Augenblick. Dann erfolgt einerseits der Einschlag, der zur Bildung des Individualsamens führt, und andererseits welkt die Pflanzengestalt bis herauf zur Blüte dahin und verfällt der Humifizierung, der Bildung des Humus als des «Universalsamens». Wie lässt sich dieser Status Nascendi der Formoffenbarung und in Fluss gehaltener, ätherischer Substanz in der Blüte bewahren? Wie kann gleichsam zwischen Samen- und Humusbildung hindurch das Erreichnis der Pflanzenbildung in der Blüte über die von der Natur gesetzte eherne Schwelle hinausgeführt werden? Wie kann dem Blütenaugenblick Dauer verliehen werden?