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Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1442/de
Eichen blühen erst, wenn die Baumkrone voll ausgebildet ist.[1] Das ist mit einem Alter von circa 60 Jahren der Fall. Man bemerkt die Blüte kaum; erst wenn in diesem vorgerückten Alter im September-Oktober die Eicheln herabfallen, wird man auf die tiefgreifende Veränderung in der Biografie des Baumes aufmerksam. Anknüpfend an die vorausgehende Betrachtung stellt sich die Frage: Blüht nicht die Eiche und trägt Früchte, schon lange bevor sie sichtbarlich blüht und Früchte trägt? In aller Baumnatur und besonders repräsentativ in der Eiche stülpt sich die Erde auf.[2] Findet nicht in diesem Aufstülpungsvorgang schon eine Art Blüh- und Fruchtprozess statt, nur in Stamm und Geäst zurückgestaut, sozusagen auf halbem Wege stecken geblieben? Betrachtet man einen Eichenstamm im Querschnitt, so kann man in horizontaler Ausrichtung die Tria Prinzipia des Paracelsus in der Stammbildung wiederfinden. In der Randzone des Stammes erscheint, mit bloßem Auge kaum erkennbar, die Lebensschicht des Kambiums, die, verborgen unter der Rinde, gleich einem grünen Blatt den Baum umhüllt. Von dieser Schichte aus wächst nach innen das Leitgewebe des Xylems, das Wasser und Salz heraufführt und das – horizontal gesehen – gleichsam in dem belebten Splintholz «wurzelt». In diesem werden, wie im Sorptionskomplex des Bodens, Assimilate gespeichert und wieder mobilisiert. Es ist die Zone des «Sal»-Prozesses. Gegen den Kern des Stammes stirbt das Splintholz ab; es mineralisiert gewissermaßen zum Kernholz durch Einlagerung von Holzstoffen, wie Lignine sowie Gerbsäurederivate, zum Schutz vor Fäulnis.








