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Als tierisches Hüllenorgan für die zerbröselte Eichenrinde/-borke dient die Hirnhöhle im Schädel eines der größten Haustiere. Diese wird von einem Mosaik von Knochen des Oberschädels umschlossen, die teils aus Bindegewebe vorgebildet sind wie die Schädeldecke (mit Stirnbein, Schläfen- und Scheitelbein), teils aus Knorpel wie die Knochen der Schädelbasis und teilweise das Hinterhaupt sowie die Knochen, die die Hirnhöhle gegen den Gesichtsschädel abgrenzen. Die Verknöcherung entsteht durch Knochenzellen, die in Bindegewebe und Knorpeln von einzelnen Zentren aus ausstrahlen und durch Einlagerungen von Kalzium- und Magnesiumphosphaten, Kalziumcarbonaten und Fluorkalzium die Beweglichkeit des Grundgewebes erstarren lassen. Es entstehen daraus die plattigen Deckknochen, die durch Bindegewebe- oder Knorpelbrücken verbunden sind. Im Älterwerden verknöchern sie schließlich, im Falle der Knorpel in die stärker geformten teils miteinander verwachsenden Knochen, die die Hirnhöhle zum Gesichtsschädel hin begrenzen. Die Verknöcherung (Ossifikation) ist ein fortschreitendes Sterben in die Form. In vergleichbarer Weise erstirbt die Rinde in die Form der Borke. Und doch, weil es sich um ein Tier handelt, wird dieser Prozess des Absterbens durch den Bildekräfteleib zurückgehalten. Die Lebensprozesse bleiben gradweise in Fluss; ein steter Ab-, Um- und Aufbau der Knochensubstanzen findet weiterhin statt. Wie stark die Knochen doch noch von Lebensprozessen durchdrungen sind, beleuchtet die Tatsache, dass ein Drittel der Knochen aus organischer Grundsubstanz, dem Ossein, besteht und zwei Drittel aus den obengenannten Mineralsalzen (P, Ca, Mg und F).[1] Die Bildekräfte beleben und durchstrahlen die Knochen von der außen aufliegenden, innervierten und durchbluteten Knochenhaut, dem Periost.

  1. Rolf Krahmer, Lothar Schröder: Anatomie der Haustiere, Leipzig 1985, 368 S.