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Die Einzelblüte ist unscheinbar und bringt ihre hellrosa Färbung erst im Blütenstand als Ganzem voll zur Geltung. Während die Blüten in der obersten Etage der Trugdolde aufblühen, welken sie in den unteren und gehen in den Samenstand über. Dies begründet die auffallend lange Blütezeit. Die Blüte zeigt mit ihren fünf Blütenblättern, die ungleich groß und an der Basis zu einer Röhre verwachsen sind, sowie mit ihren drei Antheren eine starke Asymmetrie. Hoerner[1] deutet diese als «ein Zeichen einer sehr starken Individualisierung, verursacht durch ein tief in die Pflanze eingreifendes Astralisches». Dieser Hinweis wird auch durch die Tatsache gestützt, dass der Stängel bzw. das Vertikalprinzip die Gestaltbildung des Baldrians dominiert – ein Kennzeichen dafür, dass das geistige Urbild dieser Pflanze, sein Wesen selbst, in der vertikalen Achse Erde-Sonne sich versinnlicht. Dieser Tatbestand bezeugt ferner die starke Beziehung des Baldrians zum Licht und ebenso zur Wärme, ersichtlich in dem hohen Gehalt an verbrennbaren Stoffen. Die Wärme ist das Urelement und der Wesensträger in allem Sein und Werden.[2]

  1. Erdmut-M. W. Hoerner: Die biologisch-dynamischen Präparate , Stuttgart 2019, S. 340.
  2. Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriss, GA 13, Kap. «Die Weltentwicklung und der Mensch», Dornach 1989, S. 157 ff.