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Vorbemerkungen zur Wirksamkeit

Der Baldrianblütenextrakt soll, wenn man ihn in warmem Wasser stark verdünnt «dem Dung in einer ganz feinen Weise beibringt […] insbesondere in ihm dasjenige hervorrufen, was ihn anregt dazu, sich gegenüber demjenigen, was man Phosphorsubstanz nennt, in der richtigen Weise zu verhalten».[1] Diese so kurzgefasste, rätselvolle Aussage weist am Ende des Reigens der sechs Dungpräparate, nach Nennung des Schwefels zu Anfang bei Schafgarbe, Kamille und Brennnessel, nun beim Baldrian auf die Phosphorsubstanz hin. Beide, Schwefel und Phosphor, sind einander sehr verwandt. Beide sind gleichsam Verkörperungen von Licht und Wärme. Und doch, es sind zwei verschiedene Stoffe. Sie stehen zwar nebeneinander auf der Seite der Säurebildner im Periodischen System der Elemente, verhalten sich aber im Organischen durchaus polar. Der Schwefel kommt in der anorganischen Natur in den vielerlei Sulfiden, den Metallsalzen der Schwefelsäure vor sowie als elementarer Schwefel in vulkanischen Ablagerungen. Als solcher entzündet er sich bei etwa 250°C und verbrennt in bläulicher Flamme zu Schwefeldioxid. Anders der Phosphor: Er ist ungemein reaktionsstark und kommt deshalb

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 13. Juni 1924, Dornach 1999, S. 139.