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diesem Sinne steht die Präparatedüngung im Dienst einer fortschreitenden Entwicklung der Erde und des Menschen. Sie verleiht der landwirtschaftlichgärtnerischen Arbeit einen neuen, einen höheren Sinn. Ihre Handhabung führt real zu einer neuen Arbeits- und Forschergesinnung, zu einem neuen Künstlertum. Der Antrieb zu dieser Düngung entspringt nicht einer äußeren Veranlassung oder gar Normerfüllung, sondern einem Impuls, der zu einem Herzensanliegen geworden ist. Je mehr dies der Fall ist, desto freier und damit individuell künstlerischer wird die Tat ihrer Handhabung. Die Bedeutung der biologisch-dynamischen Präparate für Erde und Mensch kann sich nur auf dem Wege der Geisterkenntnis erschließen; diese Herausforderung wird manch einem als zu anspruchsvoll erscheinen. Lässt man sich aber unbefangen darauf ein, wird man alsbald gewahr, dass die Quelle, die zum Tun auffordert, nicht draußen in der Welt zu suchen ist, sondern rein in einem selbst. Die Ergebnisse (Ideenformen) der Geistesforschung sind dieser Quell. Er breitet Licht über das aus, was man zunächst noch tastend im Dunkel tut. Die innere Sicherheit aber wächst nach und nach im wechselweisen Denken und Tun dieser Ideen. Dabei kommt es «nicht auf den Augenblickserfolg an, sondern auf das unbedingte Arbeiten».[1] «Denn kein Misserfolg ist jemals ausschlaggebend für die Wahrheit eines geistigen Impulses, dessen Wirkung innerlich durchschaut und ergriffen ist.»[2]

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Ansprache vom 11. Juni 1924, Dornach 1999, S. 234.
  2. Rudolf Steiner: Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt , GA 229, Vortrag vom 28. September 1923, Dornach 1923, S. 117.